Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Другие детективы » Im Anfang war der Mord
Im Anfang war der Mord - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Im Anfang war der Mord

Электронная книга - «Im Anfang war der Mord». Краткое содержание книги:

Ein exklusiver Cocktail aus dem Besten, was weibliche Kriminalliteratur zu bieten hat!
Erstmals präsentiert sich hier Bestsellerautorin Elizabeth George,»die Meisterin des englischen Kriminalromans «als Herausgeberin: 26 spannende und raffinierte Kriminalgeschichten von den besten Autorinnen der Welt, wie Dorothy L. Sayers, Ruth Rendell, Sara Paretsky, Minette Walters, Marcia Muller, Nadine Gordimer, Joyce Carol Oates und vielen anderen. Mit einer Einführung von Elizabeth George!
1 ... 34 35 36 37 38 39 40 41 42 ... 151
Перейти на страницу:

«Haben Sie schon mal überlegt, das Bild da versichern zu lassen?«, fragte er, als sie zurückkam.»Hätten Sie was dagegen, wenn ich frage, wie viel es wert ist?« «Es hat mich … eine Menge gekostet«, sagte Mary und ärgerte sich sogleich über ihn und sich selbst.

«Wissen Sie was«, sagte der Makler.»Ich habe einen Freund, der für einige große Galerien solche Kunstgegenstände schätzt. Hätten Sie was dagegen, wenn ich ihn mal mitbringe, um zu sehen, wie viel er meint, dass es wert ist?« «Nein, ich habe nichts dagegen«, sagte Mary schicksalsergeben.

Also kam der Gutachter und sah sich das Gemälde sorgfältig an. Auf einen bestimmten Wert wollte er sich nicht festlegen. Er sei nicht die höchste Autorität für diese Impressionisten aus dem neunzehnten Jahrhundert, er wolle darüber nachdenken. Noch am gleichen Nachmittag kehrte er jedoch zurück, als Mary gerade weggehen wollte, und mit ihm kam ein bärtiger Herr, der mit Mary oder dem Gutachter zwar kein einziges Wort sprach, aber ständig vor sich hin brabbelte, während er das Gemälde akribisch untersuchte. Mit einem» Tss, tss, tss «nahm er dann das Gemälde von der Wand, untersuchte die Rückseite und hängte es wieder auf — aber verkehrt herum, das unterste zuoberst.

Mary spürte wieder dieses Flattern, das ihren Herzschlag unterbrach, doch es ging rasch vorbei.

Auch als sie ihre Wohnung verließen, richtete der bärtige Herr kein Wort an sie; genauso gut hätte sie unsichtbar sein können. Es war der Gutachter, der sich murmelnd bedankte, jedoch kein Wort der Erklärung hervorbrachte.

Da der Experte ihren Whisky nicht getrunken hatte, nahm Mary an, dass er ihr keine Höflichkeiten schuldete.

Sie schickte sich an, ihn zu vergessen, so wie sie die anderen vergessen hatte — mittlerweile fiel es ihr leicht, sie alle zu vergessen. Doch als sie nach Hause kam, um sich zwischen Matinee und Cocktails umzuziehen, wartete erneut ein Besucher auf sie. Sie bemerkte ihn im Foyer und stellte fest — da der Portier etwas zu ihm sagte, als die Aufzugtür ihr gerade die Sicht versperrte —, dass er ihretwegen gekommen war. Die nächste Fahrt des Aufzugs brachte ihn an ihre Tür.

«Ich bin wegen des Gemäldes hier, Miss Gardner«, sagte er und hielt ihr seine Visitenkarte hin. Sie hatte die Tür nur so weit geöffnet, wie die Vorlegekette es erlaubte. Er war Versicherungsvertreter der Continental Assurance Company, Ltd.

Sie machte die Vorlegekette los.

Mit vollendeter Höflichkeit wartete er in seinem Zweireiher ab, bis Mary sich gesetzt hatte. Dann nahm er ordentlich ihr gegenüber Platz, das Gemälde im Blickfeld, denn sie saß darunter, aufrecht und, wie sie hoffte, Respekt einflößend.

«Wunderschön«, sagte er, den Monet anstarrend. Dann riss er den Blick davon los.»Ich bin aber kein Experte«, fügte er hinzu und räusperte sich vornehm. Es betrübte ihn, dachte sie, sich eine wenn auch nur kurze Gefühlsaufwallung gestattet zu haben.

«Aber ist seine Echtheit beglaubigt?«Sie sagte es so, wie sie früher gedacht, aber nicht gesagt hätte: Pfui, schämen Sie sich!

«Ausreichend, um den Erfordernissen meiner Gesellschaft zu genügen«, sagte er.»Nicht, dass Sie mich jetzt falsch verstehen — wir haben nicht die Absicht, irgendwelche Erkundigungen einzuziehen. Wir begnügen uns bei derart delikaten Verhandlungen immer damit, einfach das Gemälde zurückzubekommen.« Mary verstand ihn zwar nicht falsch, verstand ihn allerdings auch nicht richtig.

Er nahm ein Stück Papier aus der Brusttasche, das er auf das Beistelltischchen legte und mit den spitz zulaufenden Fingern eines Künstlers — oder eines Bankers — oder eines Taschendiebs — behutsam an eine Stelle manövrierte, an der Mary erkennen konnte, dass er ihr einen Verrechnungsscheck offerierte.

Da er sie nicht ansah, entging ihm das Zucken, das sie an ihrem Mund spürte.»Der Tag des Brandes«, dachte sie, doch die Worte kamen ihr nicht über die Lippen.

Sie nahm den Scheck in die Hand: 20000 Dollar.

«Darf ich mal Ihr Telefon benutzen, Miss Gardner?« Mary nickte und ging in die Küche, wo sie erneut den Scheck betrachtete. Ein Batzen Geld, dachte sie bitter, zum Ausgleich dafür, dass man sich ein paar Monate lang um einen Freund gekümmert hat.

Sie hörte die Stimme des Besuchers, während er in den Hörer sprach — inzwischen ganz der Experte, seinem Ton nach zu schließen. Ein paar Minuten später hörte sie, wie die Wohnungstür zuging. Als sie wieder ins Wohnzimmer trat, waren sowohl ihr Besucher als auch der Monet verschwunden …

Einige Zeit später nahm Mary an der Eröffnung des neuen Flügels im Institut teil. Sie erkannte einige Leute, die sie früher nicht gekannt hatte und die sie vermutlich auch nicht mehr viel länger kennen würde.

Man hatte den Monet wieder verkehrt herum gehängt.

Darüber dachte Mary nach, als sie wieder zu Hause war, und weil zweimal richtig einmal möglicherweise falsch bestimmt wieder gutmachte, hielt sie den Scheck verkehrt herum, während sie ihn über dem Spülbecken verbrannte.

Geld zum Verbrennen

von MARGERY ALLINGHAM

Margery Allingham (1904-66) bewies früh ihr schriftstellerisches Talent: Ihr Erstlingswerk, der Abenteuerroman Blackkerchief Dick (1923), wurde von großen amerikanischen und britischen Verlagen publiziert, als sie noch ein Teenager war. Die in London geborene Autorin, die einer Familie von Literaten entstammte, absolvierte als Verfasserin von Genreliteratur für Zeitschriften produktive Lehrjahre, bevor sie zwischen den beiden Weltkriegen zu einer der Schlüsselfiguren des Goldenen Zeitalters der Kriminalliteratur wurde. Ihr erster Kriminalroman The White Cottage Mystery (1928) nahm das später von Ellery Queen und Agatha Christie verwendete Konzept der» unverdächtigsten Person« vorweg, im zweiten Roman mit dem Titel The Crime at Black Dudley (1929; dt. Mord in Black Dudley) führt sie den unauffälligen und zurückhaltenden Albert Campion ein, einen der meistgefeierten» gentleman detectives «seiner Zeit und mit einem Schuss blauen Blutes in den Adern einer der hochwohlgeborensten. Wie jene andere adlige Spürnase, Dorothy L. Sayers’ Lord Peter Wimsey, entwickelte Campion sich mit der Zeit von der Karikatur des halb komischen, albernen Exzentrikers zu einer voll ausgeformten Figur. Einige der gefeierten Kriminalautorinnen des Goldenen Zeitalters (etwa Agatha Christie und Ngaio Marsh) blieben jahrzehntelang der klassischen» Wer-war’s«-Krimiformel verhaftet. Manche (wie Sayers und ihr Kollege Anthony Berkeley) suchten sich andere schriftstellerische Betätigungsfelder oder wandten sich ganz vom Schreiben ab. Und ein paar wenige (zum Beispiel das Ellery-Queen-Tearn) blieben zwar beim bewährten Format, arbeiteten Hauptfigur und Thema jedoch immer genauer heraus. Allingham, deren Gespür für die menschlichen Unzulänglichkeiten und deren scharfer Blick für die gesellschaftlichen Zustände schon immer deutlich hervortraten, gehörte jener dritten Gruppe an. Während Mr. Campion im Großteil ihres literarischen Schaffens zwar immer wieder in Erscheinung trat, lag in ihren Nachkriegsromanen die Betonung nicht so sehr auf dem formellen Rätsel, und in einigen wird Campion sogar in eine Nebenrolle verwiesen. (Erst nach dem Tod seiner Erfinderin wird er im Titel namentlich genannt, nämlich in zwei von ihrem Ehemann und gelegentlichen Mitarbeiter Philip Youngman Carter verfassten Romanen.) Unter Allinghams frühen Romanen werden Death of a Ghost (1934) und The Fashion in Shrouds (1938; dt. Mode und Morde) oft als Glanzlichter genannt. Unter den Nachkriegswerken gilt The Tiger in the Smoke (1952.; dt. Die Spur des Tigers) mit seinem unerschrockenen, genauen Blick auf das wahrhaft Böse als Krimiklassiker.

Es ist daher nur stimmig, dass Allingham mit ihren Einsichten in die Geheimnisse der menschlichen Natur hier durch» Geld zum Verbrennen «vertreten ist, eine 1957 erschienene Erzählung ohne unseren Campion, die jene seltenste Spielart unter den Formen der Kriminalliteratur darstellt. Sie fragt nicht:»Wer war’s?«, sondern nur:»Warum?«.

1 ... 34 35 36 37 38 39 40 41 42 ... 151
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)