Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Триллеры » Der Borowski-Betrug
Der Borowski-Betrug - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Der Borowski-Betrug

Электронная книга - «Der Borowski-Betrug». Краткое содержание книги:

Er wurde aus der See gezogen — mehr Leichnam als Mann. An seinen Namen kann er sich nicht erinnern. Er ist ein Mensch ohne Vergangenheit und ohne Zukunft — gejagt von mächtigen Feinden; geliebt von einer schönen Frau, die nicht glauben kann, daß er wirklich das ist, was sich langsam herauskristallisiert: Ein Berufsmörder!
1 ... 26 27 28 29 30 31 32 33 34 ... 150
Перейти на страницу:

Jason preßte die Hand gegen seine Stirn und schloß die Augen. Warum kann ich mich nicht erinnern? Wann wird sich der Nebel endlich lösen? Wird er das überhaupt je tun?

Sie dürfen sich nicht selbst ans Kreuz nageln…

Borowski schlug die Augen auf und musterte den blonden Mann. Einen Augenblick lang hätte er am liebsten laut aufgelacht; da lieferte man ihm sein Ausreisevisum aus Zürich, und statt das zu begreifen, vergeudete er Zeit damit, sich selbst zu quälen. Er steckte sich die Brieftasche ein, hob die Waffe auf und schob sie sich in den Gürtel. Dann zerrte er die reglose Gestalt zum Bett hinüber.

Wenige Augenblicke später war der Mann am Bettpfosten festgebunden und mit einem Lakenfetzen geknebelt. So würde er für eine ganze Weile liegenbleiben, und in wenigen Stunden würde Jason Zürich verlassen haben — dafür hatte er einem schwitzenden, fettleibigen Mann zu danken.

Er hatte in seinen Kleidern geschlafen. Außer seinem Mantel gab es nichts mitzunehmen. Er zog ihn an und verlegte versuchsweise sein Gewicht auf das andere Bein — etwas spät, überlegte er. In der Hitze der letzten paar Minuten hatte er den Schmerz nicht bemerkt; aber er war noch vorhanden. Aber wenigstens konnte er sich hinkend fortbewegen. Die Schulter war in viel schlechterem Zustand. Von ihr ging eine langsame Lähmung aus, er mußte einen Arzt aufsuchen. Sein Kopf… an seinen Kopf dachte er lieber gar nicht.

Er trat in den schwach beleuchteten Korridor hinaus und zog die Tür hinter sich zu. Für einen Moment stand er regungslos und lauschte. Aus dem Stockwerk über ihm war ein Lachen zu hören; er drückte den Rücken gegen die Wand, die Waffe schußbereit. Das Lachen verstummte.

Er hinkte zur Treppe, hielt sich am Geländer fest und begann hinunterzuhumpeln. Er befand sich in der zweiten Etage des dreistöckigen Gebäudes, hatte darauf bestanden, ein Zimmer möglichst weit oben zu erhalten, weil ihm instinktiv der Begriff Übersicht in den Sinn gekommen war. Warum? Was bedeutete das, wo er sich doch nur ein schmutziges Zimmer für eine einzige Nacht gemietet hatte? Suche nach Schutz?

Hör auf!

Er erreichte den Treppenabsatz im ersten Stock, und bei jedem Schritt den er tat, war das Ächzen der hölzernen Stufen zu hören. Wenn der Hausmeister jetzt unten herauskam, um seine Neugierde zu befriedrigen, würde das für einige Stunden das letzte sein, was er befriedigte.

Da vernahm er ein Geräusch, ein Kratzen, als würde ein weicher Stoff kurz über eine rauhe Fläche gestrichen. Stoff auf Holz. Jemand hielt sich in dem kurzen Flurstück der Etage unter ihm verborgen. Ohne den Rhythmus seiner Schritte zu verändern, spähte er um sich. In der rechten Wand waren drei Türen eingelassen, genauso wie im Stockwerk darüber. Hinter einer dieser Türen…

Er trat einen Schritt näher. Der erste Raum war leer. Die letzte Tür konnte es auch nicht sein, denn ein Wandvorsprung bildete dort so etwas wie eine Sackgasse. Die zweite mußte es sein. Aus ihr konnte jemand herausrennen, nach links oder rechts, oder ein argloses Opfer anspringen, es über das Geländer schleudern, hinunter in die Tiefe.

Borowski schob sich nach rechts, nahm seine Waffe in die linke Hand und griff in den Gürtel, in den er den Revolver mit dem Schalldämpfer gesteckt hatte. Einen halben Meter von dem Eingang entfernt streckte er seinen Arm, der die Automaticpistole hielt, und preßte sich in die Nische.

«Was ist…?« Ein Arm tauchte auf. Jason feuerte einmal, zerschmetterte die Hand. »Ah!« Die Gestalt taumelte nach vorn, außerstande, die eigene Waffe abzufeuern. Borowski schoß erneut, diesmal traf er den Mann am Schenkel, worauf der auf dem Boden zusammenbrach, sich wand und jammerte. Jason trat einen Schritt vor und kniete nieder. Er drückte dem Mann das Knie in die Brust und hielt ihm die Pistole an den Kopf.

«Ist noch jemand unten?«

«Nein«, sagte der Mann und zuckte vor Schmerz zusammen.

«Wir sind nur zwei. Man hat uns bezahlt.«

«Wer?«

«Das wissen Sie selbst.«

«Ein Mann namens Carlos?«

«Das beantworte ich nicht. Lieber töten Sie mich.«

«Woher wußten Sie, daß ich hier bin?«

«Von Chernak.«

«Er ist tot.«

«Jetzt schon. Nicht gestern. Wir erhielten Nachricht, daß Sie leben. Daraufhin haben wir jeden überprüft… überall. Chernak wußte es.«

Borowski setzte alles auf eine Karte.»Sie lügen!«Er stieß dem Mann den Lauf seiner Waffe gegen den Hals.»Ich habe Chernak nie etwas von der Brauerstraße gesagt.«

Wieder zuckte der Mann zusammen, sein Hals krümmte sich.»Das mußten Sie vielleicht gar nicht. Das Nazischwein hatte überall seine Informanten. Warum nicht auch in der Brauerstraße? Er konnte Sie beschreiben. Wer konnte das sonst noch?«

«Ein Mann im >Drei Alpenhäuser<.«

«Wir haben nie von einem solchen Mann gehört.«

«Wer ist wir?«

Der Mann schluckte, die Lippen vor Schmerz verzerrt.»Geschäftsleute… nur Geschäftsleute.«

«Und Ihr Geschäft ist das Töten.«

«Sie sind ein seltsamer Mann. Aber nein, so ist es nicht. Sie sollten irgendwo hingebracht werden. Ich sollte Sie nicht umbringen.«

«Wohin?«

«Das sollten wir über Autofunk erfahren.«

«Großartig!«sagte Jason ausdruckslos.»Sie sind ja richtig hilfsbereit. Wo steht Ihr Wagen?«

«Vor dem Eingang.«

«Die Schlüssel. «Er würde ihn durch das Funkgerät identifizieren.

Der Mann versuchte Widerstand zu leisten; er drückte Borowskis Knie weg und fing an, sich zur Wand zu wälzen.»Nein!«

«Sie haben keine Wahl. «Jason schmetterte ihm den Pistolenkolben an den Kopf.

Der Mann brach zusammen.

Borowski fand die Schlüssel — es waren drei in einem ledernen Etui —, nahm dem Mann die Waffe weg und steckte sie sich in die Tasche. Sie war kleiner als die, die er in der Hand hielt, und hatte keinen Schalldämpfer, was die Behauptung bestätigte, daß er verschleppt, nicht getötet werden sollte. Der blonde Mann im Obergeschoß hatte als Vorhut gearbeitet und brauchte daher eine schallgedämpfte Waffe, um — falls nötig — die Zielperson zu verwunden. Aber ein ungedämpfter Schuß hätte zu Komplikationen geführt. Der Schweizer im ersten Stock sollte dem anderen Hilfe leisten, und seine Waffe als sichtbare Drohung eingesetzt werden.

Warum befand er sich dann aber im ersten Stock? Warum war er seinem Kollegen nicht gefolgt? Irgend etwas war hier seltsam, aber jetzt war einfach nicht die Zeit, über irgendwelche Taktiken nachzudenken. Draußen auf der Straße stand ein Auto, und er besaß die Schlüssel dafür.

Er durfte nichts außer acht lassen. Die dritte Waffe.

Er erhob sich unter Schmerzen und griff nach dem Revolver, den er dem Franzosen in dem Lift der Gemeinschaftsbank abgenommen hatte. Er zog sein linkes Hosenbein hoch und schob ihn in den elastischen Strumpf. Dort war die Waffe sicher.

Er hielt inne, um Atem zu schöpfen. Dann ging er zur Treppe, wobei ihm sehr wohl bewußt war, daß der Schmerz an seiner linken Schulter plötzlich viel ausgeprägter war und die Lähmung sich schnell ausbreitete. Hoffentlich würde er fahren können.

Als er die fünfte Stufe erreichte, blieb er plötzlich stehen und lauschte. Da war nichts; der Verwundete mochte sich ungeschickt verhalten haben, aber er hatte die Wahrheit gesprochen. Jason eilte die Treppe hinunter. Er würde — irgendwie — Zürich verlassen und — irgendwo — einen Arzt finden.

1 ... 26 27 28 29 30 31 32 33 34 ... 150
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)