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READ-E-BOOK » Боевая фантастика » Krieg der Klone [Old Man's War + Questions for a Soldier de]
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Krieg der Klone [Old Man's War + Questions for a Soldier de]

Электронная книга - «Krieg der Klone [Old Man's War + Questions for a Soldier de]». Краткое содержание книги:

An seinem 75. Geburtstag erledigt John Perry zwei Dinge: Er besucht das Grab seiner Frau. Und er mustert bei der Armee an. Denn in ferner Zukunft werden für jene Einsatztruppen, die weit draußen im All die Kolonien gegen Alien-Überfälle verteidigen, nur Alte, Betagte rekrutiert. Und schnell findet Perry auch heraus, warum das so ist: Die Rekruten erhalten allesamt neue Körper, jüngere Ausgaben ihrer selbst, die mit biotechnischen und elektronischen Mitteln »aufgerüstet« und wie beliebig verfügbares Kanonenfutter in den Kampf geschickt werden. Doch die Armeeführung hat nicht mit einem wie John Perry gerechnet◦– der trotz seines hohen Alters kein Problem damit hat, sich Befehlen zu widersetzen…
Ausgezeichnet mit dem JOHN W. CAMPBELL AWARD als bester Roman des Jahres◦– mit »Krieg der Klone«, ein furioses Science-Fiction-Abenteuer in der Tradition Robert A. Heinleins, hat John Scalzi Leser und Kritiker gleichermaßen begeistert.
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Master Sergeant Antonio Ruiz trat vor und ging an den Reihen auf und ab. »All das sind nicht mehr als Illusionen, weil ich im Gegensatz zu euch wirklich da draußen im Universum war. Ich habe gesehen, mit welchen Gefahren wir es dort zu tun haben. Ich habe gesehen, wie Männer und Frauen, die ich persönlich kannte, in Fleischbrocken zerrissen wurden, die immer noch in der Lage waren zu schreien. Bei meinem ersten Einsatz wurde mein vorgesetzter Offizier in ein Mittagsbüffet für Aliens verwandelt. Ich habe gesehen, wie die Bestien ihn packten, zu Boden drückten, ihm die inneren Organe herausrissen, sie unter sich aufteilten und genüsslich verschlangen◦– um sich anschließend wieder in den Boden zurückzuziehen, bevor irgendjemand von uns irgendwas dagegen tun konnte.«

Ein ersticktes Lachen von irgendwo hinter mir. Master Sergeant Antonio Ruiz hielt inne und legte den Kopf schief. »Ach. Einer von euch glaubt wohl, ich würde irgendwelche Geschichten erzählen. Es gibt immer einen blöden Saftarsch, der das glaubt. Deshalb habe ich stets das hier zur Hand. Aktivieren!«

Plötzlich tauchte vor uns ein Videoschirm auf. Ich war eine Sekunde lang desorientiert, bevor mir klar wurde, dass Ruiz irgendwie auf meinen BrainPal zugegriffen hatte und mir eine Videoaufzeichnung überspielte. Die Bilder schienen von einer kleinen Helmkamera aufgenommen worden zu sein. Wir sahen mehrere Soldaten, die in einem Schützengraben kauerten und die Einsatzplanung des nächsten Tages besprachen. Da brach einer der Soldaten mitten im Satz ab und legte eine Hand auf den Boden. Er blickte mit ängstlichem Ausdruck auf, dann schrie er »Sie kommen!«◦– einen Sekundenbruchteil, bevor der Boden unter ihm explodierte.

Was als Nächstes geschah, geschah so schnell, dass es trotz der instinktiven, panischen Reaktion, mit der die Kamera weggedreht wurde, deutlich genug zu erkennen war. Es waren entsetzliche Bilder. In der realen Welt übergab sich jemand, ironischerweise im selben Moment wie die Person, an deren Helm die Kamera montiert war. Zum Glück wurde die Übertragung des Videos unmittelbar danach abgebrochen.

»Jetzt klingt es nicht mehr so witzig, was ich sage, nicht wahr?«, fuhr Master Sergeant Antonio Ruiz spöttisch fort. »Plötzlich bin ich gar nicht mehr der beschissene, klischeehafte Ausbilder, nicht wahr? Das alles hier ist plötzlich gar keine amüsante Militärklamotte mehr, nicht wahr? Willkommen in der Scheißrealität! Das Universum ist ein verdammt beschissener Ort, meine Freunde. Und ich rede nicht so zu euch, weil es mir Spaß macht, die Rolle des verdammten Scheißausbilders zu spielen. Der Mann, der dort zerschlitzt und zerfetzt wurde, war einer der besten Soldaten, die ich jemals die Ehre hatte, kennen lernen zu dürfen. Keiner von euch kann sich mit ihm messen. Trotzdem habt ihr gesehen, was mit ihm passiert ist. Jetzt stellt euch vor, was mit euch passieren wird. Ich rede so mit euch, wie ich rede, weil ich wirklich davon überzeugt bin, dass wir ein großes Problem haben. Wenn ihr das Beste seid, was die Menschheit aufzubieten hat, werden wir total und unübertrefflich im Arsch sein. Glaubt ihr mir jetzt?«

Ein paar von uns brachten ein mattes »Ja, Sir« oder etwas Ähnliches heraus. Die Übrigen hatten immer noch die Bilder von der Ausweidung im Kopf, auch ohne dass sie noch einmal von unseren BrainPals abgespielt wurden.

»Sir? Sir?!? Ich bin ein verdammter Master Sergeant, ihr Saftärsche! Ich mache hier meine Arbeit! Ihr werdet mit ›Ja, Master Sergeant‹ antworten, wenn ihr eine Frage bejaht, und mit ›Nein, Master Sergeant‹, wenn ihr sie verneint. Habt ihr das verstanden?«

»Ja, Master Sergeant!«, antworteten wir.

»Das könnt ihr bestimmt viel besser! Sagt es noch einmal!«

»Ja, Master Sergeant!«, brüllten wir. Einige von uns standen in diesem Moment offensichtlich kurz vor den Tränen.

»In den nächsten zwölf Wochen ist es mein Job, euch zu Soldaten auszubilden oder es zumindest zu versuchen, und ich schwöre euch, dass ich meine Arbeit tun werde! Auch wenn mir schon jetzt klar ist, dass es keiner von euch Saftärschen schaffen wird. Ihr denkt jetzt gefälligst über das nach, was ich euch zu sagen habe. Das hier ist nicht das Militär auf der guten alten Erde, wo Ausbilder die Fetten in Form bringen, die Schwachen aufpäppeln und den Blöden etwas beibringen mussten. Jeder von euch steht hier mit der Erfahrung eines ganzen Lebens und einem neuen Körper, der in Bestform ist. Vielleicht glaubt ihr, dass meine Arbeit dadurch leichter wird. Aber so ist es nicht!

Jeder von euch hat fünfundsiebzig Jahre lang schlechte Gewohnheiten und persönliche Ansprüche angesammelt, die ich euch in drei gottverdammten Monaten austreiben muss. Und jeder von euch glaubt, dass sein neuer Körper so etwas wie ein tolles Spielzeug ist. Ja, ich weiß genau, was ihr in der letzten Woche damit gemacht habt. Ihr habt wie die Kaninchen gerammelt. Ratet mal, was jetzt kommt! Genau, die Zeit zum Spielen ist vorbei. In den nächsten zwölf Wochen könnt ihr euch glücklich schätzen, wenn ihr dazu kommt, euch unter der Dusche einen runterzuholen. Jetzt werdet ihr mit eurem tollen neuen Spielzeug arbeiten, meine Hübschen. Denn ich soll Soldaten aus euch machen. Und das wird ein verdammter Vollzeitjob sein.«

Ruiz ging wieder vor den Rekruten auf und ab. »Eins möchte ich noch klarstellen. Ich mag keinen Einzigen von euch, und ich werde nie jemanden von euch mögen. Warum? Weil ich weiß, dass ihr mir und meinen Mitarbeitern trotz der guten Arbeit, die wir in euch investieren, Schande machen werdet. Und das kann ich nicht ausstehen. Ich finde nachts keinen Schlaf, weil ich weiß, dass ihr unweigerlich versagen werdet, ganz gleich, wie gut ich euch ausbilde. Nachdem ich mit euch fertig bin, kann ich nur noch darauf hoffen, dass ihr nicht eure ganze Kompanie mit in den Tod reißen werdet, wenn es so weit ist. Ihr habt richtig gehört: Wenn ihr versagt und nur allein umkommt, rechne ich das als Erfolg! Jetzt glaubt ihr vielleicht, dass ich für euch alle grundsätzlich eine Art Hass empfinde. Ich möchte euch versichern, dass das nicht der Fall ist. Jeder von euch wird versagen, aber jeder wird auf seine ganz individuelle Art versagen, und deshalb kann ich euch auf einer ganz individuellen Grundlage nicht leiden. Schon jetzt erkenne ich an jedem von euch bestimmte Eigenschaften, über die ich mich nur aufregen könnte. Glaubt ihr mir das?«

»Ja, Master Sergeant!«

»Scheiße! Einige von euch glauben immer noch, dass sich mein Hass auf jemand anderen richten wird.« Ruiz streckte den Arm aus und zeigte über die Ebene zur aufgehenden Sonne. »Benutzt eure hübschen neuen Augen, um euren Blick auf den Sendeturm dort zu konzentrieren. Ihr könnt ihn kaum erkennen. Er ist zehn Kilometer entfernt, meine Damen und Herren. Ich werde an jedem von euch etwas finden, das mir stinkt, und wenn das der Fall ist, wird derjenige zu diesem Scheißturm rennen. Und wenn er nach einer Stunde nicht wieder hier ist, wird am nächsten Morgen die gesamte Truppe mitrennen. Habt ihr mich verstanden?«

»Ja, Master Sergeant!« Ich sah, wie einige der Leute Kopfrechnungen anstellten. Er verlangte von uns, in fünf Minuten eine Meile zu laufen, hin und wieder zurück. Ich hatte den Verdacht, dass wir am nächsten Morgen alle die Strecke laufen würden.

»Wer von euch war auf der Erde beim Militär? Vortreten!«

Sieben Rekruten gaben sich zu erkennen.

»Verdammte Scheiße!«, rief Ruiz. »Es gibt nichts in diesem verfluchten Universum, was ich mehr hasse als Rekruten, die Veteranen sind. Mit euch Idioten werde ich die meiste Arbeit haben, weil ich euch alles austreiben muss, was ihr auf der Erde gelernt habt. Dort musstet ihr kleinen Scheißer nichts anderes machen, als gegen Menschen zu kämpfen! Und nicht einmal das konntet ihr richtig. Ja, wir haben euren Subkontinentalen Krieg verfolgt. Scheiße. Ihr habt sechs verdammte Jahre gebraucht, um einen Feind zu besiegen, der kaum über Feuerwaffen verfügte, und ihr habt euch den Sieg nur durch Betrug sichern können. Atomwaffen sind was für Weicheier. Ja, für Weicheier. Wenn die KVA so kämpfen würde, wie es die US-Streitkräfte getan haben◦– ist euch klar, wo die Menschheit heute stehen würde? Wir würden auf einem Asteroiden leben und Algen von Tunnelwänden kratzen! Und wer von euch Arschlöchern war bei den Marines?«

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