Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Фэнтези » Die Zwerge
Die Zwerge - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Die Zwerge

Электронная книга - «Die Zwerge». Краткое содержание книги:

Tapfer bewachen die Zwerge des fünften Stammes den Steinernen Torweg, um das Geborgene Land, in dem Menschen, Zauberer und Elben in Frieden leben, vor den üblen Geschöpfen des Gottes Tion zu schützen. Doch eines Tages reicht die Kraft der Äxte nicht mehr aus: Orks und Oger stürmen in riesigen Horden das Tor. Das Tote Land drängt voran und bringt Siechtum und Tod über die tapferen Zwerge; wer auf seinem Boden stirbt, kehrt als untoter Sklave des Bösen zurück. Und zu allem gesellen sich die Albae, grausame Wesen voller Macht und Heimtücke. Der Steinerne Torweg fällt und mit ihm der letzte Zwerg aus dem Stamm der Fünften.
Tausend Sonnenzyklen später wehren sich die Menschen verzweifelt gegen die mörderischen Orks. Zwar haben die sechs großen Zauberer das Tote Land mithilfe von Magischen Schranken aufhalten können, aber unter den Herrschern des Geborgenen Landes befindet sich ein Verräter, und schon erobern Albae die Haine der Elben. In diesen unsicheren Zeiten macht sich der Zwerg Tungdil auf Geheiß des mächtigen Magiers Lot-Ionan, seines Ziehvaters, auf einen Botengang - der unversehens zu einem schicksalhaften Abenteuer auf Leben und Tod gerät...
1 ... 21 22 23 24 25 26 27 28 29 ... 174
Перейти на страницу:

Der Wirt verneinte und bedauerte sehr, seinen Besucher enttäuschen zu müssen. Lustlos stocherte der Zwerg in dem Getreidebrei herum. Er schmeckte zwar gut, doch infolge der Nachricht war ihm der Appetit vergangen.

Insgeheim klammerte Tungdil sich an die Hoffnung, dass der einfache Dörfler nicht imstande sei, eine Landkarte zu lesen; vermutlich war der Wirt in seinem ganzen Leben nicht weiter als zehn oder zwanzig Meilen von Gutenauen weg gewesen.

Dummerweise fand er die Siedlung auch nicht auf seinem Plan eingezeichnet. Mit ein wenig Glück wusste einer der Söldner, wo sie zu finden war und wo der vermaledeite Berg lag.

Die Boten des Magi-Rates hätten ihm bestimmt behilflich sein können, aber sie waren schon lange verschwunden, als er erwacht war. Sie hatten dem Wirt einige Goldmünzen gegeben, um für den Schaden am Fenster aufzukommen, und sich eilig auf den Weg zu Lot-Ionan gemacht. Den Pfeil hatten sie mitgenommen.

Auch Tungdil wollte nicht länger warten. »Vraccas sei mit dir«, grüßte er den Wirt, warf sich sein Gepäck und den Sack mit den Artefakten über den Rücken und verließ die Herberge.

Die Torwachen hatten gewechselt; die stoppelbärtigen, rauen Gesichter waren ihm fremd, aber seine Vorahnung trog ihn nicht: Die käuflichen Krieger hatten von seinem Ziel schon gehört und wussten vor allem, wo sich das Dorf ungefähr befand. Kurz nach Mittag brach er auf und folgte der schmalen Straße in Richtung Norden, wie es die Söldner ihm empfahlen.

»Und wenn du Orks triffst, sag ihnen, wo sie die Schädel ihrer Freunde finden«, rief einer der Männer von den Palisaden herab und klopfte mit seinem Speer gegen das mückenumschwirrte, faulende Haupt eines Ungeheuers.

Das Lachen der Söldner begleitete ihn noch eine Weile, während sein Weg an den Feldern vorbeiführte, die er am vergangenen Abend in weiter Entfernung gesehen hatte.

Gutenauen machte seinem Namen alle Ehre. Tungdil konnte sich leicht vorstellen, wie sich die Ähren im Sommer im Wind wiegten, die reifen Äpfel im Herbst an den Bäumen hingen und die Menschen die Nüsse von den Sträuchern klaubten. Idoslân gefiel ihm, wenn man davon absah, dass es nicht unter der Erde lag, wo er sich wesentlich wohler gefühlt hätte.

Glücklicherweise habe ich einen Weg unter meinen Füßen. Mit Unwohlsein dachte er daran, dass er sicherlich auch querfeldein laufen müsste. Wie schaffen es die Spitzohren, sich zwischen all dem Grün nicht zu verlaufen? Angeblich, so sagten ihm die Bücher, weilten die Elben tief in den Forsten und Hainen Âlandurs, um im Einklang mit der Natur, der Kunst und der Schönheit zu leben. Ihr Streben nach geistiger Vollendung hatte die eingebildeten Wesen jedoch nicht vor dem Besuch ihrer grausamen Verwandten, der Albae, bewahrt.

Der Alb sah aus, wie ich mir einen Elben vorstelle, erinnerte Tungdil sich an die nächtliche Begegnung.

Lesinteїl, das Reich der Elben im Norden, war schon vor langer Zeit gefallen. Zwei Drittel des elbischen Âlandur gehörten dem Toten Land, und die Spitzohren der Goldenen Ebene waren bereits Geschichte. Deren Land hörte nun auf den Namen Dsôn Balsur, von wo aus die Albae ihre Späher immer wieder in das Umland von Gauragar sandten.

Der dortige Menschenkönig Bruron verfügte über nichts, was sie aufzuhalten vermochte. Gewöhnliche Soldaten standen den Albae in allen erdenklichen Fertigkeiten nach und starben im Falle eines Kampfes schneller, als sie begriffen, wen sie vor sich hatten.

Tungdil überschlug die Strecke zwischen dem Stollen Lot-Ionans und dem südöstlichsten Zipfel Dsôn Balsurs und kam auf vierhundert Meilen; diese Entfernung war selbst für die Albae mehr als wagemutig.

Es sei denn, das Tote Land ist in den letzten Monaten unbemerkt nach Süden vorgerückt und die Albae sind mit der unheimlichen Macht gewandert, dachte er. Das bedeutete eine Gefahr für das Zauberreich von Nudin dem Wissbegierigen und erklärte dem Zwerg, warum sich die Boten des Rates der Magi zu Lot-Ionan aufgemacht hatten.

Während seines Marsches spähte Tungdil ständig umher, damit er auftauchende Orks auch nicht übersah und am Ende noch mitten in ihre Horde hineinliefe. Vor unübersichtlichen Wegbiegungen war er besonders aufmerksam und lauschte, ob er das Klirren von Kettenhemden und Waffen oder das schrille Grunzen der Unholde vernahm. Doch sowohl Kampf als auch Flucht vor einer Übermacht blieben ihm erspart. Vier Stunden nach Einbruch der Nacht erreichte er die bunt bemalten Grenzpfosten, die den Übergang von Idoslân nach Gauragar anzeigten.

Weil ihm die Füße brannten, beschloss er, seine Wanderung für diesen Tag zu beenden. Tungdil ging bis zu einer großen Eiche und schwang sich an ihrem Stamm hinauf; anschließend zog er sein Gepäck mit dem Seil, das er in Gutenauen erstanden hatte, nach oben.

Sein Leben war ihm so viel wert, dass er lieber wie ein Vogel auf einem Baum schlief und sich somit den Blicken der Ungeheuer entzog. Wenn sie ihn dennoch entdeckten, würde er sich schon etwas einfallen lassen. Nachdem er sich das Tau zweimal um den Bauch und den Stamm geschlungen hatte, um nicht versehentlich abzustürzen oder von dem Baum abgeschüttelt zu werden, schloss er die Augen...

... und träumte.

Tungdil sah den Nordpass. Er roch den frischen, eisigen Wind, der über die Spitzen der Großen Klinge und der Drachenzunge strich, und seine Phantasie flog mit ihm - einem Adler gleich über das majestätische Graue Gebirge.

Die Harmonie wurde jäh gestört, als scheußliches Gebrüll von den ehrwürdigen, jahrtausendealten Felsen widerhallte.

Er blickte von oben auf die gigantische Pforte des Steinernen Torwegs hinab und sah die Schlacht, in der Giselbart am Ende mit den Clans der Fünften untergehen sollte. Äxte krachten durch Metallpanzer in Leiber und wurden hastig aus Knochen und Stahl gezogen, um wenig später in ein neues Ziel getrieben zu werden.

Aber die Flut der Feinde endete nicht.

Der Zwerg erschrak, als er den schier unendlichen Strom der Angreifer erblickte, der sich unaufhörlich gegen die Befestigung ergoss. Er roch das ekelhafte, grüne Blut der Orks, das den Steinboden des Wehrgangs rutschig machte, und schmeckte das ranzige Fett auf ihren Rüstungen auf seiner Zunge. Der bittere Geschmack verstärkte sich auf unerträgliche Weise, er brachte ihn zum Würgen und riss ihn aus seinem Traum.

Tungdil öffnete die Augen und wunderte sich über die Helligkeit. Was...?

Sie stammte von einem Dutzend Feuerstellen, die um die Eiche herum brannten. Kehliges Gelächter tönte zu ihm herauf, mischte sich mit tiefem Grunzen, gereiztem Schnauben und dröhnendem Fluchen.

Sein Blut gefror. Die von den Söldnern begierig erwartete Orkhorde hatte ihr Nachtlager kreisförmig um den Baum errichtet und ihn gefangen gesetzt. Deshalb hatte er die Illusion von der Schlacht am Nordpass gehabt! Seine Ohren hatten die Wesen vernommen, seine Nase sie gerochen, und sein Verstand hatte daraus ein Trugbild geformt.

Der Zwerg saß steif wie eine Statue auf seinem Ast und wünschte sich, er könnte mit dem Baum verwachsen, damit ihn keines der Ungeheuer entdeckte.

Eines war sicher: Die Hand voll Söldner in Gutenauen würde niemals ausreichen, um diese Horde aufzuhalten.

Die roten Lohen der Feuer schossen mehrere Lanzenlängen zum Himmel hinauf; sie warnten den nächtlichen Wanderer davor, sich dem Lager zu nähern. Für Zwerge auf Bäumen kam der Wink jedoch zu spät.

Nach einer raschen Zählung der Kreaturen, die er von seinem Beobachtungspunkt ausmachen konnte, kam er auf einhundert Orks. Kräftige, starke, muskelbepackte Orks, die nicht aussahen, als schreckten sie vor einer Holzpalisade zurück, hinter der fette Beute wartete.

Tungdil schaute genauer hin und rang neuerlich mit dem Bedürfnis, sich zu übergeben. Was manche Bestien über den offenen Feuern garten und mit Hingabe verspeisten, hatte die Form von menschlichen Körperteilen. An zwei eigens errichteten Kochstellen drehten sich Menschentorsi wie Brathühner am Spieß.

1 ... 21 22 23 24 25 26 27 28 29 ... 174
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)