Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Другие приключения » Das flammende Kreuz: Roman (German Edition)
Das flammende Kreuz: Roman (German Edition) - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Das flammende Kreuz: Roman (German Edition)

Электронная книга - «Das flammende Kreuz: Roman (German Edition)». Краткое содержание книги:

Das flammende Kreuz: Roman (German Edition)
1 ... 242 243 244 245 246 247 248 249 250 ... 424
Перейти на страницу:

»Oh«, sagte ich, von seiner Erklärung getröstet. »Das muss es sein.«

»Muss was sein?« Die sinkende Sonne tauchte sein Gesicht in Gold und glättete die Linien der Anspannung, als er jetzt zu mir herabsah.

»Ich habe auch an andere Zeiten und Orte gedacht«, sagte ich und lehnte meinen Kopf an seine Schulter. »Aber jetzt und hier … kann ich an nichts anderes als das hier denken.«

»Oh?« Er zögerte ein paar Sekunden, sagte dann aber mit großer Vorsicht: »Ich rede nicht oft davon, Sassenach, denn wenn die Antwort ›ja‹ ist, kann ich nicht viel daran ändern – aber sehnst du dich oft nach … den anderen Zeiten?«

Ich wartete drei Herzschläge ab, bevor ich antwortete; ich hörte sie, denn Jamies Herz schlug langsam unter meinem Ohr. Dann schloss ich die Finger meiner linken Hand, so dass ich das glatte Metall des Goldrings an meinem Finger spürte.

»Nein«, sagte ich. »Aber ich vergesse sie nicht.«

Kapitel 61

Ultimaten

Great Alamance, Feldlager, 16ter Mai 1771

An die unter Waffen Versammelten,

die sich Regulatoren nennen

In Beantwortung Eurer Petition muss ich Euch mitteilen, dass ich stets das wahre Interesse dieses Landes und jedes darin lebenden Individuums im Blick habe. Ich bedaure den fatalen Zwang, dem Ihr mich unterworfen habt, indem Ihr Euch der Gnade der Krone sowie den Gesetzen Eures Landes entzogt, nämlich Euch, die als Regulatoren Versammelten, aufzufordern, Eure Waffen niederzulegen, die gesetzlosen Rädelsführer auszuliefern und Euch den Gesetzen Eures Landes zu unterwerfen und Euch dann auf die Großzügigkeit und Gnade der Regierung zu verlassen. Durch Annahme dieser Bedingungen innerhalb einer Stunde nach der Auslieferung dieser Depesche werdet Ihr Blutvergießen verhindern, da Ihr Euch zu dieser Zeit im Zustand des Krieges und der Rebellion gegen Euren König, Euer Land und Eure Gesetze befindet.

Wm. Tryon

Jamie war schon fort, als ich erwachte; seine Decke lag ordentlich zusammengefaltet neben mir, und Gideon stand nicht mehr bei der Eiche, an die Jamie ihn am Abend zuvor angebunden hatte.

»Der Oberst ist zu einer Zusammenkunft des Kriegsrates des Gouverneurs gegangen«, sagte mir Kenny Lindsay unter herzhaftem Gähnen. Er kniff die Augen zu und schüttelte sich wie ein nasser Hund. »Tee, Ma’am, oder Kaffee?«

»Tee, bitte.« Wahrscheinlich war es der Tenor der gegenwärtigen Ereignisse, der mich auf die Boston Tea Party brachte. Ich konnte mich nicht mehr mit Sicherheit erinnern, wann sich dieser Aufruhr mit all seinen Konsequenzen ereignen würde, doch ich hatte das obskure Gefühl, dass ich jede Gelegenheit zum Teetrinken ergreifen sollte, solange er noch zu haben war, um meine Körperzellen damit anzureichern – wie ein Bär, der sich in Erwartung des Winters den Bauch mit Larven und Beeren vollschlägt.

Der Tag war windstill und klar angebrochen, und zur Stunde war es zwar noch kühl, doch durch den Regen des Vortages lag bereits eine Andeutung von Schwüle in der Luft. Ich nippte an meinem Tee und spürte, wie sich überall kleine Haarsträhnen aus ihrer Befestigung lösten, um sich rings um mein Gesicht zu kringeln und sich durch den Dampf meiner Tasse an meine Wangen zu kleben.

Als mein Durst fürs Erste gestillt war, holte ich mir zwei Eimer und begab mich zum Fluss. Ich hoffte, dass es nicht nötig sein würde, doch es konnte nicht schaden, für den Fall des Falles eine gewisse Menge abgekochtes, steriles Wasser zur Hand zu haben. Und wenn ich es nicht für medizinische Zwecke brauchte, konnte ich immer noch meine Strümpfe darin ausspülen, die meine Zuwendung ziemlich nötig hatten.

Trotz seines Namens war der Great Alamance kein besonders beeindruckender Fluss, denn über weite Strecken war er nicht breiter als fünf bis sieben Meter. Außerdem war er flach und schlammig, so zerfranst wie aufgeriffeltes Wollgarn, und seine diversen, kleinen Nebenarme und Zuflüsse wanderten überall durch die Landschaft. Wahrscheinlich bildete er jedoch eine brauchbare, militärische Demarkationslinie, denn es war einer Truppe zwar problemlos möglich, den Fluss zu überqueren, doch sie hatte keine Chance, dabei unbemerkt zu bleiben.

Libellen schossen über das Wasser, über die Köpfe einiger Milizionäre hinweg, die sich kameradschaftlich unterhielten, während sie ihre Blasen in die schlammigen Gewässer des Flusses entleerten. Ich wartete taktvoll hinter einem Busch, bis sie gegangen waren, und als ich dann mit meinen Eimern das abfallende Ufer hinunterkletterte, dachte ich mir, was für ein Glück es war, dass die meisten der Männer es höchstens dann in Erwägung zogen, Wasser zu trinken, wenn sie dem Verdursten nahe waren.

Als ich ins Lager zurückkehrte, fand ich es hellwach, und sämtliche Männer befanden sich im Alarmzustand, wenn auch mit roten Augen. Doch herrschte eher allgemeine Wachsamkeit als direkte Kampfbereitschaft, und als Jamie jetzt auf Gideon zurückkehrte, der sich mit erstaunlicher Vorsicht seinen Weg an den Lagerfeuern vorbeibahnte, reagierten die Männer nur mit allgemeinem Interesse.

»Wie steht’s, Mac Dubh?«, fragte Kenny und stand auf, um Jamie zu begrüßen, der jetzt mit Gideon anhielt. »Irgendetwas im Gange?«

Jamie schüttelte den Kopf. Er war so penibel gekleidet, dass es schon an Strenge grenzte, das Haar geflochten, Dolch und Pistolen am Gürtel befestigt, das Schwert an seiner Seite. Eine gelbe Kokarde an seinem Rock war sein einziger Schmuck. Gefechtsbereit – und bei diesem Gedanken kroch mir eine Gänsehaut über den Rücken.

»Der Gouverneur hat den Regulatoren seinen Brief überbringen lassen. Vier Sheriffs haben je eine Kopie dabei; sie haben den Auftrag, ihn allen Gruppen vorzulesen, denen sie begegnen. Wir müssen einfach abwarten, was geschieht.«

Ich folgte seinem Blick in Richtung des dritten Lagerfeuers. Wahrscheinlich war Roger aufgebrochen, sobald es hell wurde, noch bevor das Lager erwachte.

Ich hatte das Wasser aus den Eimern zum Kochen in den Kessel geschüttet. Ich hob sie gerade auf, um ein weiteres Mal zum Fluss zu gehen, als Gideon die Ohren spitzte, plötzlich den Kopf hob und grüßend wieherte. Jamie trieb das Pferd augenblicklich vor mich, und seine Hand sank an sein Schwert. Gideons enorme Brust und sein Widerrist verstellten mir die Sicht; ich konnte zwar nicht sehen, wer der Ankömmling war, doch ich sah, wie sich Jamies Hand auf dem Schwertknauf entspannte, als er in Sicht kam. Also ein Freund.

Oder wenn schon nicht unbedingt ein Freund, so doch jemand, den er nicht aufzuspießen oder aus dem Sattel zu hacken gedachte. Ich hörte eine vertraute Stimme, die sich zum Gruß erhob, und als ich unter Gideons Kinn hindurch blinzelte, sah ich Gouverneur Tryon in Begleitung zweier Adjutanten über die kleine Wiese reiten.

Tryon saß anständig, wenn auch nicht übermäßig elegant auf seinem Pferd und war wie auf Feldzügen üblich mit einer praktischen, blauen Uniform und Hirschlederhosen bekleidet. Er trug eine gelbe Offizierskokarde an seinem Hut, und eine jener Kavalleriemacheten, die man als Hirschfänger bezeichnete, hing an seiner Seite – und das nicht nur zur Zierde; der Knauf war verkratzt und die Scheide abgenutzt.

Tryon brachte sein Pferd zum Stehen und tippte sich grüßend an den Hut. Jamie tat das Gleiche. Als er mich in Gideons Schatten lauern sah, zog der Gouverneur höflich seinen Hut und verbeugte sich vom Sattel aus.

»Mrs. Fraser, stets zu Diensten.« Er warf einen Blick auf die Eimer in meinen Händen und winkte einem seiner Adjutanten. »Mr. Vickers. Seid doch bitte so freundlich und geht Mrs. Fraser zur Hand.«

Ich übergab die Eimer dankbar an Mr. Vickers, einen rosenwangigen, jungen Mann von etwa achtzehn, doch anstatt mit ihm zu gehen, wies ich ihn nur an, wohin er sie bringen sollte. Tryon zog eine Augenbraue hoch und sah mich an, doch ich setzte seiner leicht verärgerten Miene ein neutrales Lächeln entgegen und ließ mich nicht beeindrucken. Ich würde nirgendwohin gehen.

1 ... 242 243 244 245 246 247 248 249 250 ... 424
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)