Das flammende Kreuz: Roman (German Edition)
- Автор: Гэблдон Диана
- Серия: Die Outlander #5
- Год: 2015
- Язык: немецкий
- Год: Knaur eBook
- Жанр: Другие приключения
Электронная книга - «Das flammende Kreuz: Roman (German Edition)». Краткое содержание книги:
Empfing heute eilige Berichte, dass General Waddell von den Regulatoren gezwungen wurde, sich mit den Truppen unter seinem Kommando wieder über den Yadkin River zurückzuziehen.
Gottesdienst mit Predigt, abgehalten von Reverend McCarthy. Text: »Wer aber nichts hat, verkaufe sein Kleid und kaufe ein Schwert.«
Heute schlossen sich zwanzig Freiwillige, in der Hauptsache aus Granville & Bute County, der Armee an. Sie wurden zu einer leichten Kavalleriekompanie unter dem Kommando von Major MacDonald formiert. Ein Regulator, der mit seinem Gewehr im Hinterhalt lag, wurde von den flankierenden Truppen festgenommen. Der Verpflegungsmeister nahm aus seinem Haus einen Teil eines Rumfasses mit, das dort für die Regulatoren verwahrt wurde. Außerdem einige Schweine, die seiner Familie gehörten.
Montag, den 13ten Mai
Marschierten zu O’Neal. Um zwölf Uhr erschien ein berittener Eilbote mit einer mündlichen Mitteilung von General Waddell, da der Bote es nicht wagte, einen Brief zu transportieren, aus Angst, dass dieser abgefangen werden könnte. Der Inhalt besagter Mitteilung war, dass am Donnerstag, dem 9ten, die Regulatoren zweitausend Mann stark sein Lager umstellten und den General auf die unverfrorenste und unverschämteste Weise zwangen, sich mit seinen Truppen über den Yadkin River zurückzuziehen, von dem er zu diesem Zeitpunkt etwa zwei Meilen entfernt war. Er weigerte sich, Folge zu leisten, und beharrte darauf, dass er Order des Gouverneurs habe, weiterzumarschieren. Dies ließ sie noch unverschämter werden, und sie begannen, seine Männer mit Indianergeschrei einzuschüchtern.
Da der General sich eingestehen musste, dass die Zahl seiner Männer die dreihundert nicht überschritt und sie nicht willens waren, sich auf Kampfhandlungen einzulassen, und da viele seiner Wachtposten zu den Regulatoren überliefen, war er gezwungen, sich ihren Forderungen zu fügen & zog sich früh am nächsten Morgen mit seinen Kanonen und seinem Gepäck über den Yadkin River zurück; die Regulatoren erklärten sich einverstanden, sich zu zerstreuen und an ihre Wohnorte zurückzukehren.
Es wurde unverzüglich Kriegsrat abgehalten, um über die Nachrichten zu beraten, die der Eilbote überbracht hatte, bestehend aus dem Ehrbaren John Rutherford, Lewis DeRosset, Robert Palmer & Sam Cornell vom Königlichen Rat und den Obersten und Feldoffizieren der Armee, und man gelangte zu dem Beschluss, dass die Armee ihre Route ändern solle, bei Hauptmann Holts Farm auf die Straße treffen solle, die von Hillsborough nach Salisbury führt, möglichst zügig den Great und den Little Alamance River überqueren & dann geradewegs zu General Waddell marschieren sollte; dementsprechend setzte sich die Armee in Marsch und schlug vor Anbruch der Nacht ihr Lager am Westufer des Little Alamance auf, woraufhin man eine starke Abordnung vorausschickte, das Westufer des Great Alamance zu besetzen, um zu verhindern, dass der Feind diesen wichtigen Posten einnahm.
Empfing heute Abend die Kunde, dass die Regulatoren Kundschafter in all ihre Siedlungen entsandten und sich am Sandy Creek in der Nähe von Hunters Farm sammelten.
Marschierten weiter und schlossen uns der Abteilung am Westufer des Great Alamance an, wo man sich zu einem befestigten Lager entschloss. Hier machte die Armee Halt, bis weitere Vorräte aus Hillsborough beschafft werden konnten, zu welchem Zweck man nun mehrere Wagen entleerte und vom Lager nach Hillsborough schickte.
Da heute Abend die Kunde im Lager eintraf, die Rebellen planten, das Lager im Lauf der Nacht anzugreifen, wurden die notwendigen Vorkehrungen zum Kampf getroffen und es wurde angeordnet, dass ein Drittel der Armee die ganze Nacht unter Waffen bleiben sollte & der Rest sich in der Nähe seiner Waffen niederlegen sollte. Es wurde kein Alarm gegeben.
Dienstag, den 14ten Mai
Weiter gehalten, den Männern befohlen, im Lager zu bleiben.
Die Armee blieb die ganze Nacht unter Waffen, wie in der Nacht zuvor. Kein Alarm.
Mittwoch, den 15ten Mai
Gegen sechs Uhr abends empfing der Gouverneur einen Brief von den Aufrührern, den er dem Kriegsrat vorlegte, worauf beschlossen wurde, dass die Armee früh am nächsten Morgen gegen die Rebellen marschieren sollte, dass der Gouverneur ihnen einen Brief mit Kapitulationsbedingungen schicken sollte und im Fall einer Zurückweisung angreifen sollte.
Die Männer blieben die ganze Nacht unter Waffen. Kein Alarm, obwohl die Rebellen keine fünf Meilen vom Lager entfernt lagen.
Aus dem Traumbuch:
Hillsborough, 15. Mai
»Gestern Abend bin ich früh eingeschlafen und noch vor der Dämmerung in einer grauen Wolke erwacht. Ich habe den ganzen Tag das Gefühl gehabt, durch Nebel zu wandeln; die Leute reden mit mir, und ich höre sie nicht; ich kann sehen, wie sich ihre Münder bewegen, und ich nicke und lächle, und dann lasse ich sie stehen. Die Luft ist heiß und schwül, und alles riecht nach heißem Metall. Ich habe Kopfschmerzen, und die Köchin scheppert mit den Töpfen.
Ich habe den ganzen Tag versucht, mich zu erinnern, was ich geträumt habe, und es fällt mir nicht ein. Alles ist grau, und ich habe Angst. Ich bin noch nie in der Nähe einer Schlacht gewesen, doch ich habe das Gefühl, dass es Kanonenrauch ist, wovon ich träume.«
Kapitel 60
Kriegsrat
Das Abendessen war schon vorbei, als Jamie vom Kriegsrat zurückkehrte und die Männer kurz von Tryons Absichten in Kenntnis setzte. Die allgemeine Reaktion reichte von Beifall bis hin zu offener Begeisterung.
»Gut, dass wir uns in Bewegung setzen«, sagte Ewald Mueller und reckte seine langen Arme, so dass all seine Gelenke gleichzeitig knackten. »Wenn wir noch länger bleiben, setzen wir Moos an.«
Diese Worte wurden von Gelächter und beifälligem Nicken begrüßt. Bei der Aussicht, dass es am Morgen zur Sache gehen würde, klärte sich die Stimmung der Kompanie merklich auf; die Männer ließen sich an den Feuern nieder, um sich zu unterhalten, und die Strahlen der untergehenden Sonne spiegelten sich in ihren Zinnbechern und den polierten Läufen der Musketen, die sie sorgsam zu ihren Füßen abgelegt hatten.
Jamie machte eine rasche Runde, um seine Truppe zu inspizieren, Fragen zu beantworten und den einen oder anderen Mann zu beruhigen, dann kam er zu mir an unser kleines Feuer. Ich betrachtete ihn genau; trotz der Nervenanspannung der gegenwärtigen Situation strahlte er eine unterdrückte Genugtuung aus, die mich sofort Verdacht schöpfen ließ.
»Was hast du getan?«, fragte ich und reichte ihm ein großes Stück Brot und eine Schale Eintopf.
Er versuchte erst gar nicht zu leugnen, dass er etwas getan hatte.
»Habe Cornell nach dem Kriegsrat lange genug erwischt, um ihn nach Stephen Bonnet zu fragen.« Er riss mit den Zähnen einen Bissen aus dem Brot und schluckte ihn nach minimaler Kauarbeit hinunter. »Himmel, habe ich Hunger. Ich habe den ganzen Tag noch nichts gegessen, weil ich auf dem Bauch durch die Brombeeren kriechen musste wie eine Schlange.«
»Aber Samuel Cornell hat sich doch wohl kaum in den Brombeeren herumgedrückt.« Cornell gehörte zum Königlichen Rat des Gouverneurs. Er war ein stämmiger, reicher Kaufmann aus Edenton, der sich aufgrund seiner gesellschaftlichen Stellung, seines Körperbaus und seines Temperamentes absolut nicht dazu eignete, sich durchs Gebüsch zu winden.