Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Прочая древняя литература » Percy Jackson 04 - Die Schlacht Um Das L
Percy Jackson 04 - Die Schlacht Um Das L - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Percy Jackson 04 - Die Schlacht Um Das L

Электронная книга - «Percy Jackson 04 - Die Schlacht Um Das L». Краткое содержание книги:

Percy Jackson 04 - Die Schlacht Um Das L
1 ... 17 18 19 20 21 22 23 24 25 ... 75
Перейти на страницу:

»Na toll«, wimmerte Grover. »Ich dachte, ich hätte mich vielleicht geirrt.«

»Wir müssen tiefer ins Labyrinth hineingehen«, sagte Annabeth. »Es muss einen Weg in die Mitte geben.«

Sie führte uns nach rechts, dann nach links, durch einen Gang aus rostfreiem Stahl wie eine Art Luftschacht, und wir landeten in dem römischen Mosaiksaal mit dem Brunnen.

Und diesmal waren wir nicht allein.

Was ich zuerst bemerkte, waren seine Gesichter. Alle beide. Sie saßen an beiden Seiten seines Kopfes und starrten über seine Schultern hinweg, so dass sein Kopf viel breiter war als normal, so ungefähr wie bei einem Hammerhai. Als ich ihn von vorn anstarrte, sah ich nur zwei einander überlappende Ohren und gespiegelte Koteletten.

Er war gekleidet wie ein Portier in New York City: langer schwarzer Mantel, glänzende Schuhe und ein schwarzer Zylinder, der es auf irgendeine Weise schaffte, auf seinem breiten Kopf sitzenzubleiben.

»Na, Annabeth?«, sagte das linke Gesicht. »Beeil dich.«

»Achte nicht auf ihn«, sagte das rechte Gesicht. »Er ist schrecklich unhöflich. Hier lang, junge Dame.«

Annabeth klappte das Kinn herunter. »Äh … ich weiß nicht …«

Tyson runzelte die Stirn. »Der komische Mann hat zwei Gesichter.«

»Der komische Mann hat auch Ohren!«, schimpfte das linke Gesicht. »Jetzt mach schon, junge Dame.«

»Nein, nein«, sagte das rechte Gesicht. »Dort lang, junge Dame. Bitte, sprich mit mir

Der Mann mit den zwei Gesichtern musterte Annabeth, so gut er das aus den Augenwinkeln konnte. Es war unmöglich, ihn von vorn anzusehen, ohne sich auf eine der beiden Seiten zu konzentrieren. Und plötzlich wurde mir klar, dass er gerade das wollte – Annabeth sollte sich entscheiden.

Hinter ihm gab es zwei Ausgänge, die von hölzernen Türen mit riesigen Eisenschlössern versperrt waren. Bei unserem ersten Besuch in diesem Saal waren sie noch nicht da gewesen. Der zweigesichtige Portier hatte einen Silberschlüssel, den er unablässig von der linken in die rechte Hand wandern ließ. Ich fragte mich, ob es ein ganz anderer Saal sein könnte als zuvor, aber der Götterfries sah ganz genauso aus.

Die Tür, durch die wir gekommen waren, war hinter uns verschwunden, sie war durch weitere Mosaiken ersetzt. Wir würden also nicht auf dem Weg zurückgehen, über den wir gekommen waren.

»Die Ausgänge sind versperrt«, sagte Annabeth.

»Sieh an!«, sagte das linke Gesicht des Mannes.

»Wohin führen sie?«, fragte sie.

»Einer vermutlich dahin, wo du hinwillst«, sagte das rechte Gesicht ermutigend. »Der andere führt in den sicheren Tod.«

»Ich – ich weiß, wer du bist«, sagte Annabeth.

»Ach, was bist du klug!« Das linke Gesicht zog eine Grimasse. »Aber weißt du, welchen Weg du nehmen musst? Ich hab nicht den ganzen Tag Zeit.«

»Warum versuchst du, mich zu verwirren?«, fragte Annabeth.

Das rechte Gesicht lächelte. »Du hast jetzt das Kommando, meine Liebe. Alle Entscheidungen liegen in deiner Hand. So hast du es doch gewollt, oder?«

»Ich …«

»Wir kennen dich, Annabeth«, sagte das linke Gesicht. »Wir wissen, womit du jeden Tag zu kämpfen hast. Wir kennen deine Unschlüssigkeit. Früher oder später wirst du deine Entscheidung treffen müssen. Und diese Entscheidung könnte dein Tod sein.«

Ich hatte keine Ahnung, worüber sie redeten, aber es schien um mehr zu gehen als eine Entscheidung zwischen zwei Türen.

Annabeths Gesicht wurde bleich. »Nein … ich will nicht …«

»Lasst sie in Ruhe«, sagte ich. »Wer seid ihr überhaupt?«

»Ich bin dein bester Freund«, sagte das rechte Gesicht.

»Ich bin dein schlimmster Feind«, sagte das linke Gesicht.

»Ich bin Janus«, sagten beide Gesichter wie aus einem Munde. »Der Gott der Türen. Anfänge. Enden. Entscheidungen.«

»Wir sehen uns auch bald, Perseus Jackson«, sagte das rechte Gesicht. »Aber jetzt ist erst einmal Annabeth an der Reihe.« Er lachte ausgelassen. »Was für ein Spaß!«

»Halt die Klappe!«, sagte das linke Gesicht. »Das hier ist ernst. Eine falsche Entscheidung kann dein ganzes Leben ruinieren. Sie kann dich und alle deine Freunde umbringen. Aber wir wollen dich nicht unter Druck setzen, Annabeth Chase. Triff deine Wahl!«

Mit einem plötzlichen Frösteln erinnerte ich mich an die Worte der Weissagung: im letzten Gefecht des Kinds der Athene.

»Tu es nicht«, sagte ich.

»Ich fürchte, sie muss«, sagte das rechte Gesicht fröhlich.

Annabeth feuchtete sich die Lippen an. »Ich … ich wähle …«

Ehe sie auf eine Tür zeigen konnte, durchflutete ein strahlendes Licht den Saal.

Janus hob die Hände an beide Seiten seines Kopfes, um seine Augen zu bedecken. Als das Licht erlosch, stand eine Frau neben dem Brunnen.

Sie war groß und elegant und hatte lange schokoladenfarbene Haare, die sie mit goldenen Bändern zu Zöpfen geflochten hatte. Sie trug ein schlichtes weißes Kleid, aber wenn sie sich bewegte, dann schimmerte der Stoff in allen Farben wie Öl in Wasser.

»Janus«, sagte sie. »Machen wir wieder Ärger?«

»N-nein, gnädige Frau«, stammelte Janus’ rechtes Gesicht.

»Ja!«, sagte das linke Gesicht.

»Klappe halten!«, sagte das rechte Gesicht.

»Verzeihung?«, fragte die Frau.

»Nicht Ihr, gnädige Frau! Ich rede mit mir selbst.«

»Ach so«, sagte die Dame. »Du weißt sehr gut, dass dein Besuch voreilig war. Die Stunde dieses Mädchens ist noch nicht gekommen. Also stelle ich dich vor die Wahclass="underline" Überlass diese Heroen mir, oder ich verwandele dich in eine Tür und breche dich auf.«

»Was für eine Art Tür?«, fragte das linke Gesicht.

»Klappe halten!«, sagte das rechte Gesicht.

»Glastüren gefallen mir nämlich gut«, sagte das linke Gesicht nachdenklich. »Jede Menge natürliches Licht.«

»Klappe halten!«, heulte das rechte Gesicht. »Nicht Ihr, gnädige Frau. Natürlich gehe ich. Ich wollte nur ein wenig Spaß haben. Meine Arbeit tun. Wahlmöglichkeiten anbieten.«

»Unschlüssigkeit verursachen«, korrigierte die Frau. »Jetzt mach, dass du fortkommst.«

»Spielverderberin«, murmelte das linke Gesicht, dann hob Janus seinen Silberschlüssel, schob ihn in die Luft und war verschwunden.

Die Frau wandte sich uns zu und mein Herz pochte. Ihre Augen strahlten vor Kraft. Überlass diese Heroen mir. Das hörte sich nicht gut an. Eine Sekunde lang wünschte ich, wir hätten unser Glück bei Janus versuchen können. Aber dann lächelte die Frau.

»Ihr müsst doch Hunger haben«, sagte sie. »Setzt euch zu mir und erzählt.«

Sie bewegte die Hand und der alte römische Brunnen fing an zu fließen. Klare Wasserstrahlen schossen in die Luft. Ein Marmortisch tauchte auf, beladen mit Platten voller belegter Brote und Krügen mit Limonade.

»Wer … wer sind Sie?«, fragte ich.

»Ich bin Hera.« Die Frau lächelte. »Die Königin der Himmel.«

Ich hatte Hera schon einmal bei einem Rat der Götter gesehen, aber damals hatte ich nicht so sehr auf sie geachtet. Ich war schließlich von einer Bande Obergötter umgeben gewesen, die darüber diskutierten, ob sie mich töten sollten oder nicht.

Ich konnte mich nicht daran erinnern, dass sie so normal ausgesehen hatte. Götter sind eigentlich sieben Meter hoch, wenn sie sich auf dem Olymp aufhalten, und dann sehen sie eben weniger normal aus. Aber im Moment sah Hera einfach aus wie eine ganz normale Mom.

Sie gab uns Brote und schenkte Limonade ein.

»Grover, mein Lieber«, sagte sie. »Benutz deine Serviette. Iss sie nicht auf.«

»Ja, gnädige Frau«, sagte Grover.

»Tyson, du verhungerst doch. Hättest du gern noch ein Brot mit Erdnussbutter?«

Tyson unterdrückte ein Rülpsen. »Ja, nette Dame.«

»Königin Hera«, sagte Annabeth. »Ich kann es gar nicht fassen. Was machen Sie hier im Labyrinth?«

Hera lächelte. Sie bewegte einen Finger und Annabeths Haare kämmten sich selbst. Schmutz und Staub verschwanden aus ihrem Gesicht.

1 ... 17 18 19 20 21 22 23 24 25 ... 75
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)