Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Историческая проза » Der Graf von Monte Christo
Der Graf von Monte Christo - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Der Graf von Monte Christo

Электронная книга - «Der Graf von Monte Christo». Краткое содержание книги:

Mit erst neunzehn Jahren steht der französische Seemann Edmond Dantes vor dem Abgrund: Zwei schurkische Freunde haben ihn seiner Geliebten und seiner Zukunft beraubt, boshafte Intrigen haben ihn ins Gefängnis gebracht. Nach vierzehn schmachvollen Jahren jedoch gelingt ihm die Flucht aus seinem düsteren Kerker im Château d`If. Als begüterter Graf von Monte Christo kehrt er ins Leben zurück und bewegt sich fortan in den höheren Kreisen der Pariser Gesellschaft – beseelt nur von einem Gedanken: Rache. Nun ist er derjenige, der die Fäden zieht, um seinen Peinigern das Handwerk zu legen …
1 ... 186 187 188 189 190 191 192 193 194 ... 276
Перейти на страницу:

Es ist nichts, erwiderte Monte Christo und fuhr, seine Hand auf den Kopf des Mädchens legend, fort: Haydee ist mutig; sie hat in der Erzählung ihrer Schmerzen eine Erleichterung gefunden.

Weil mich meine Schmerzen an deine Wohltaten erinnern, mein Herr, versetzte rasch Haydee.

Albert schaute sie neugierig an, denn sie hatte noch nicht erzählt, was er am meisten zu wissen wünschte, nämlich, wie sie Sklavin des Grafen geworden war.

Haydee sah in denBlicken des Grafen wie in denen Alberts dasselbe Verlangen ausgedrückt und fuhr fort: Als meine Mutter wieder zu sich kam, befanden wir uns vor dem Seraskier. Töte mich, sagte sie, aber schone die Ehre der Witwe Alis. — Du mußt dich nicht an mich wenden, erwiderte Kurschid. — An wen denn? — An deinen neuen Herrn. — Wer ist dies? — Hier steht er. Und Kurschid deutete auf einen von denen, die am meisten zum Tode meines Vatersbeigetragen hatten, fuhr das Mädchen mit dumpfem Zorne fort.

Ihr wurdet also das Eigentum dieses Mannes?

Nein, antwortete Haydee; er wagte nicht, uns zubehalten, und verkaufte uns an Sklavenhändler, die nach Konstantinopel zogen. Wir durchreisten Griechenland und kamen endlich sterbend an der kaiserlichen Pforte an, wo uns Neugierigebedrängten, als meine Mutter, denBlicken der Menge folgend, auf einmal einen Schrei ausstieß und, mir über der Pforte ein Haupt zeigend, niederstürzte. — Über diesem Haupte standen die Worte: Dies ist der Kopf Ali Tependelinis, Paschas von Janina. Weinend suchte ich meine Mutter aufzuheben, sie war tot. Man führte mich nach demBasar; ein reicher Armenier kaufte mich, gabmir Lehrer, ließ mich unterrichten und verlauste mich wieder an den Sultan Mahmud, als ich dreizehn Jahre alt war.

Von dem ich sie um den Smaragd erkaufte, der dem ähnlich war, in dem meine Haschischkügelchen enthalten sind, sagte Monte Christo.

Oh! dubist gut! Dubist groß, mein Herr, sagte Haydee, des Grafen Hand küssend, und ichbin sehr glücklich, daß ich dir gehöre.

Albert war ganzbetäubt von dem, was er vernommen hatte.

Leeren Sie Ihre Tasse, sagte der Graf zu ihm; die Geschichte ist zu Ende.

FünfterBand

Man schreibt uns aus Janina

Franz verließ Noirtiers Zimmer so schwankend und verwirrt, daß Valentine selbst Mitleid mit ihm empfand.

Villefort, der nur einige Worte ohne Zusammenhang gesprochen hatte und in sein Kabinett entflohen war, erhielt zwei Stunden nachher folgendenBrief:

«Nach dem, was mir heute morgen enthüllt worden ist, kann Herr Noirtier von Villefort nicht annehmen, es sei eine Verbindung zwischen seiner Familie und der des Herrn Franz d'Epinay möglich. Herr Franz d'Epinay denkt mit Schrecken daran, daß Herr von Villefort, der, wie es scheint, die Ereignisse kannte, ihm nicht in diesem Gedanken zuvorgekommen ist.«

Wer den Staatsanwalt in diesem Augenblick in seiner Zerknirschung gesehen hätte, würde nicht geglaubt haben, daß er auch nur entfernt an diese Möglichkeit gedacht hätte. In der Tat hatte er ein solches Dazwischentreten seines Vaters schon deshalbfür ganz ausgeschlossen gehalten, weil sich der alte Jakobiner nie die Mühe genommen hatte, ihn über den genauen Verlauf der Ereignisse aufzuklären, und der Staatsanwalt daher stets der Meinung gewesen war, der General von Quesnel sei ermordet worden.

Der schroffeBrief des jungen Mannes, der ihmbis dahin Ehrfurchtbewiesen hatte, verwundete Villeforts Stolz tödlich. Kaumbefand er sich in seinem Kabinett, als seine Frau, deren Lage nach dem Verschwinden des Herrn d'Epinay dem Notar und den Zeugen gegenüber jeden Augenblick peinlicher geworden war, eintrat.

Herr von Villefortbeschränkte sich darauf, ihr zu sagen, infolge einer Erklärung zwischen ihm, Herrn Noirtier und Herrn d'Epinay sei die Heirat als aufgegeben zubetrachten. Es war unangenehm, dies den Wartenden mitzuteilen. Als Frau von Villefort zurückkehrte, sagte sie auch nur, Herr Noirtier habe am Anfang derBesprechung eine Art von Schlaganfall gehabt, und die Unterzeichnung des Vertrags sei dadurch natürlich um einige Tage verschoben.

Die Zuhörer sahen einanderbei dieser Mitteilung erstaunt an und entfernten sich, ohne ein Wort zu sagen.

Zugleich glücklich und erschrocken, umarmte Valentine den schwachen Greis, der mit einem Schlage die Kette zerbrochen hatte, die siebereits für unauflöslich hielt, dankte ihm undbat ihn sodann um Erlaubnis, sich zu ihrer Erholung in ihr Zimmer zurückziehen zu dürfen. Doch statt in ihre Wohnung hinaufzugehen, eilte Valentine durch den Gang und von da durch die kleine Tür in den Garten. Inmitten aller der Ereignisse, die einander drängten, hatte ein dumpfer Schreckenbeständig ihr Herz zusammengepreßt. Jeden Augenblick erwartete sie Morelbleich und drohend erscheinen zu sehen.

Es war in der Tat Zeit, daß sie zu dem Gitter kam. Da Morel das Kommende vermutete, als er Franz mit Herrn von Villefort den Kirchhof verlassen sah, war er ihm nachgefolgt. Erbeobachtete dann, daß er wieder das Haus verließ undbald mit Albert und Chateau‑Renaud zurückkehrte. Nun gabes für ihn keinen Zweifel mehr. Er eilte in sein Gehege, für jedes Ereignisbereit und fest überzeugt, Valentine werde im ersten freien Augenblick zu ihm eilen.

Er täuschte sich nicht; sein an dieBretter gedrücktes Auge sah nach langem, bangem Harren endlich das Mädchen erscheinen, das ohne die gewöhnlichen Vorsichtsmaßregeln nach dem Gitter lief. Mit dem erstenBlicke auf sie war erberuhigt; bei dem ersten Worte, das sie sprach, hüpfte er vor Freude.

Gerettet! sagte Valentine.

Gerettet! wiederholte Morel, der kaum an ein solches Glück glauben konnte, und durch wen?

Durch meinen Großvater. Oh! du mußt ihn sehr liebhaben, Maximilian!

Doch wie war es möglich? fragte Morel; welches seltsame Mittel hat er angewendet?

Valentine öffnete den Mund, um alles zu erzählen; doch siebedachte, daß dem allen ein furchtbares Geheimnis zu Grunde lag, das nicht ihrem Großvater allein gehörte.

Später werde ich dir alles erzählen, sagte sie.

Wann? — Wenn ich einmal deine Fraubin.

Dies hieß das Gespräch auf ein Kapitelbringen, das Morel leicht alles verstehen ließ; er verstand sogar, daß er sich mit dem, was er wußte, begnügen solle, und das fiel ihm auchbei der guten Nachricht nicht schwer. Er willigte jedoch erst ein, sich zu entfernen, als ihm Valentine für den nächsten Abend ein Wiedersehen versprach.

Frau von Villefort war mittlerweile zu Herrn Noirtier hinaufgegangen. Noirtier schaute sie mit dem strengen, düstern Auge an, mit dem er sie gewöhnlich empfing.

Mein Herr, sagte sie, ichbrauche Ihnen nicht erst mitzuteilen, daß Valentines Heirat aufgegeben ist.

Noirtierbliebunbeweglich.

Doch, was Sie nicht wissen, ist der Umstand, daß ich stets gegen diese Heirat gewesenbin, die wider meinen Willen geschlossen werden sollte.

Noirtier schaute seine Schwiegertochter wie ein Mensch an, der eine Erklärung erwartet.

Da nun aus dieser Heirat, die Ihnen, wie ich weiß, so sehr widerstrebte, nichts wird, so komme ich, umbei Ihnen einen Schritt zu tun, den weder Herr von Villefort noch Valentine tun können.

Noirtiers Augen sahen sie fragend an.

Ich komme, Sie zubitten, mein Herr, fuhr Frau von Villefort fort, denn nur ich, die nichts davon hat, bin dazuberechtigt, ich komme, Sie zubitten, Ihrer Enkelin, ich sage nicht Ihre Gunst, die sie stets gehabt hat, sondern Ihr Vermögen zufließen zu lassen.

Noirtiers Augenblieben eine Zeitlang unschlüssig, er suchte offenbar dieBeweggründe dieses Schrittes und konnte sie nicht finden.

Darf ich hoffen, mein Herr, daß Ihre Absichten im Einklang mit derBitte standen, die ich soeben an Sie gerichtet habe? sagte Frau von Villefort.

Ja, machte der Greis.

Dann entferne ich mich, zugleich dankbar und glücklich, sagte sie, grüßte Herrn Noirtier und verließ das Zimmer.

1 ... 186 187 188 189 190 191 192 193 194 ... 276
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)