Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Другие приключения » Der Ruf der Trommel: Roman (German Edition)
Der Ruf der Trommel: Roman (German Edition) - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Der Ruf der Trommel: Roman (German Edition)

Электронная книга - «Der Ruf der Trommel: Roman (German Edition)». Краткое содержание книги:

Der Ruf der Trommel: Roman (German Edition)
1 ... 168 169 170 171 172 173 174 175 176 ... 356
Перейти на страницу:

Tragen würde sie sie mit Sicherheit nicht, nicht auf einer Ingenieurstagung in Sri Lanka. Die Perlen waren für sie ein Erbstück, kein Schmuck. Sie trug sie nur selten. Sie waren ihre Verbindung mit …

»Das hast du nicht getan«, sagte er laut. »Gott, sag mir, dass du es nicht getan hast!«

Er ließ das Schmuckkästchen auf das Bett fallen und donnerte die Treppe hinunter zum Telefonzimmer.

Es dauerte ewig, die internationale Vermittlung in die Leitung zu bekommen, und dann folgte noch länger andauerndes elektronisches Knacken und Summen, bis er die Verbindung klicken hörte und ein schwaches Klingeln folgte. Einmal klingeln, zweimal, dann ein Klicken, und sein Herz tat einen Sprung. Sie war zu Hause!

»Wir bedauern«, sagte eine freundliche, unpersönliche Frauenstimme, »dieser Anschluss wurde stillgelegt oder wird nicht mehr benutzt.«

Gott, das konnte sie doch nicht machen! Oder? Klar konnte sie es, die leichtsinnige Närrin! Wo zum Teufel war sie?

Er trommelte unruhig mit den Fingern auf seinen Oberschenkel und kochte vor Wut, während es in der transatlantischen Telefonleitung klickte und summte, während seine Verbindung hergestellt wurde, während er sich mit den endlosen Verzögerungen und Missverständnissen herumschlug, wie sie für Krankenhauszentralen und Sekretärinnen typisch sind. Doch schließlich hörte er eine vertraute Stimme, tief und volltönend.

»Joseph Abernathy?«

»Dr. Abernathy? Hier ist Roger Wakefield. Wissen Sie, wo Brianna ist?«, fragte er ohne Umschweife.

Die tiefe Stimme hob sich leicht vor Überraschung.

»Bei Ihnen. Oder nicht?«

Ein kalter Schauer durchlief Roger, und er umfasste den Hörer fester, als könnte er ihn zwingen, ihm die Antwort zu geben, die er hören wollte.

»Nein«, bemühte er sich zu sagen, so ruhig er konnte. »Sie wollte im Herbst kommen, wenn sie mit ihrem Abschluss fertig ist und eine Tagung in Sri Lanka besucht hat.«

»Nein. Nein, das stimmt nicht. Sie ist Ende April mit ihren Prüfungen fertig geworden – ich habe sie zur Feier des Tages zum Essen eingeladen –, und sie hat gesagt, dass sie sofort nach Schottland wollte, ohne ihre Promovierung abzuwarten. Warten Sie, lassen Sie mich nachdenken … ja, das stimmt; mein Sohn Lenny hat sie zum Flughafen gefahren … wann? Ja, am Dienstag … dem Siebenundzwanzigsten. Wollen Sie damit sagen, dass sie nicht angekommen ist?« Dr. Abernathys aufgeregte Stimme wurde lauter.

»Ich weiß nicht, ob sie hier gelandet ist oder nicht.« Rogers freie Hand war zur Faust geballt. »Sie hat mir nicht gesagt, dass sie kommen wollte.« Er zwang sich, tief durchzuatmen. »Wo ist sie hingeflogen – in welche Stadt, wissen Sie das? London? Edinburgh?« Es konnte ja sein, dass sie vorgehabt hatte, ihn mit ihrer plötzlichen, unerwarteten Ankunft zu überraschen. Er war überrascht, das stimmte, aber er bezweifelte, dass das ihre Absicht gewesen war.

Visionen von Entführungen, Überfällen, IRA-Bombenanschlägen trieben ihm durch den Kopf. Einem Mädchen, das allein in einer Großstadt unterwegs war, konnte alles Mögliche passiert sein – und fast alles, das ihr hätte geschehen können, war besser als das, was seinem Instinkt zufolge wirklich passiert war.

Verflixtes Frauenzimmer!

»Inverness«, sagte Dr. Abernathys Stimme in sein Ohr. »Von Boston nach Edinburgh, dann mit dem Zug nach Inverness.«

»Oh, Himmel!« Es war Fluch und Gebet zugleich. Wenn sie dienstags in Boston aufgebrochen war, dann war sie wahrscheinlich im Lauf des Donnerstags in Inverness angekommen. Und Freitag war der dreißigste April – der Vorabend von Beltane, dem alten Feuerfest, an dem im alten Schottland die Feuer der Reinigung und der Fruchtbarkeit auf den Gipfeln gebrannt hatten. An dem – vielleicht – das Tor zum Feenhügel von Craigh na Dun am weitesten offen stand.

Abernathys Stimme krächzte drängend in sein Ohr. Er zwang sich, sich darauf zu konzentrieren.

»Nein«, sagte er unter Schwierigkeiten. »Nein, ist sie nicht. Ich bin immer noch in Oxford. Ich hatte keine Ahnung.«

Der luftleere Raum zwischen ihnen vibrierte, die Stille füllte sich mit Angst. Er musste die Frage stellen. Er holte noch einmal Luft – er schien sich zu jedem Atemzug bewusst aufraffen zu müssen – und nahm den Hörer in die andere Hand. Dann wischte er sich seine verkrampfte, verschwitzte Hand an seinem Hosenbein ab.

»Dr. Abernathy«, sagte er vorsichtig. »Es ist ja möglich, dass Brianna zu ihrer Mutter gegangen ist – zu Claire. Sagen Sie – wissen Sie, wo sie ist?«

Diesmal war die Stille mit Argwohn geladen.

»Äh … nein.« Abernathy sprach langsam und zögerte. »Nein, ich fürchte, das weiß ich nicht. Nicht genau.«

Nicht genau. So konnte man es auch sagen. Roger rieb sich mit der Hand durch das Gesicht und spürte, wie seine Bartstoppeln über seine Handfläche kratzten.

»Dann möchte ich Sie Folgendes fragen«, sagte Roger vorsichtig. »Haben Sie den Namen Jamie Fraser schon einmal gehört?«

Die Leitung in seiner Hand war völlig still. Dann seufzte es tief an seinem Ohr.

»Ach, du dickes Ei«, sagte Dr. Abernathy. »Sie hat’s getan.«

Sie nicht?

Das hatte Joe Abernathy am Ende ihrer langen Unterhaltung zu ihm gesagt, und die Frage hing ihm nach, während er jetzt nach Norden fuhr und die Straßenschilder kaum bemerkte, die im Regen an ihm vorbeihuschten.

Sie nicht?

»Ich würde es tun«, hatte Abernathy gesagt. »Wenn Sie Ihren Vater nicht kennen würden, ihm noch nie begegnet wären – und ganz plötzlich herausbekämen, wo er sich befindet? Würden Sie ihn nicht treffen wollen, herausfinden wollen, was für ein Mensch er wirklich ist? Also, ich wäre da doch ziemlich neugierig.«

»Sie verstehen das nicht«, hatte Roger gesagt und sich frustriert mit der Hand über die Stirn gerieben. »Es ist nicht wie bei einer Adoptivtochter, die den Namen ihres wirklichen Vaters herausfindet und dann einfach so vor seiner Haustür aufkreuzt.«

»Kommt mir aber doch genauso vor.« Die tiefe Stimme war kühl. »Brianna war ein Adoptivkind, stimmt’s? Ich glaube, sie wäre schon viel früher gegangen, wenn sie es nicht als unloyal Frank gegenüber empfunden hätte.«

Roger schüttelte den Kopf, ohne darüber nachzudenken, dass Abernathy ihn nicht sehen konnte.

»Es ist nicht so, als ob – es ist die Sache mit dem Aufkreuzen vor der Haustür. Das – der Durchgang – den sie genommen hat – hören Sie, hat Claire Ihnen erzählt …?«

»Ja, das hat sie«, unterbrach Abernathy. Sein Ton war nachdenklich. »Ja, sie hat gesagt, dass das nicht ganz so wäre, wie wenn man durch eine Drehtür geht.«

»Um es harmlos auszudrücken.« Der bloße Gedanke an den Steinkreis von Craigh na Dun verursachte Roger das kalte Grausen.

»Um es harmlos auszudrücken – Sie wissen, wie es sich anfühlt?« Die Stimme aus der Ferne verschärfte sich voll Interesse.

»Ja, verdammt noch mal!« Er holte langsam und tief Luft. »Entschuldigung. Hören Sie, es ist nicht … ich kann es nicht erklären, ich glaube nicht, dass es irgendjemand könnte. Diese Steine … offensichtlich hört sie nicht jeder. Aber Claire konnte es. Brianna kann es, und – und ich kann es. Und für uns …«

Claire war am Tag des alten Feuerfestes Samhain, am ersten November, durch die Steine von Craigh na Dun gegangen, vor zweieinhalb Jahren. Roger zitterte, und zwar nicht vor Kälte. Seine Nackenhaare sträubten sich jedes Mal, wenn er daran dachte.

»Also kann nicht jeder da hindurchgehen – aber Sie können es.« Abernathys Stimme war von Neugier erfüllt – und von etwas, das sich vage wie Neid anhörte.

»Ich weiß es nicht.« Roger fuhr sich mit der Hand durch das Haar. Seine Augen brannten, als hätte er eine ganze Nacht durchwacht. »Vielleicht.«

1 ... 168 169 170 171 172 173 174 175 176 ... 356
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)