Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Другие приключения » Feuer und Stein: 1 (German Edition)
Feuer und Stein: 1 (German Edition) - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Feuer und Stein: 1 (German Edition)

Электронная книга - «Feuer und Stein: 1 (German Edition)». Краткое содержание книги:

Feuer und Stein: 1 (German Edition)
1 ... 166 167 168 169 170 171 172 173 174 ... 245
Перейти на страницу:

»Möchtest du mitgehen, Sassenach? Es ist schön draußen, und du kannst ja dein Körbchen mitnehmen.« Er wies augenzwinkernd auf den riesigen Weidenkorb, den ich zum Sammeln benutzte. »Ich ziehe mir nur ein anderes Hemd an. Bin gleich wieder da.« Er ging zur Treppe und nahm beim Hinauflaufen immer drei Stufen auf einmal.

Ian und ich lächelten uns an. Falls er es bedauerte, dass er zu solchen Leistungen nicht mehr in der Lage war, so verbarg er das unter seiner Freude an Jamies Überschwang.

»Es ist so schön, ihn zurückzuhaben.«

»Ich wünschte nur, wir könnten bleiben«, sagte ich bedauernd.

Seine sanften braunen Augen sahen mich alarmiert an. »Ihr wollt doch nicht jetzt schon gehen?«

Ich schüttelte den Kopf. »Nein, nicht sofort. Aber wir müssen aufbrechen, ehe der Schnee kommt.« Jamie hatte beschlossen, dass es wohl am besten war, wenn wir uns nach Beauly begaben, wo der Fraser-Clan seinen Sitz hatte. Vielleicht konnte ihm ja sein Großvater, Lord Lovat, helfen; wenn nicht, konnte er vielleicht wenigstens für unsere Überfahrt nach Frankreich sorgen.

Ian nickte beruhigt. »Oh, aye. Dann habt ihr ja noch ein paar Wochen.«

Es war ein herrlicher heller Herbsttag mit einer Luft wie Cidre und einem zum Ertrinken blauen Himmel. Wir gingen gemächlich, so dass ich Ausschau nach späten Zaunrosen und verblühten Karden halten konnte, und unterhielten uns dabei.

»Nächste Woche ist Quartalstag«, sagte Jamie. »Ist dein neues Kleid bis dahin fertig?«

»Ich denke schon. Warum? Ist das so ein besonderer Anlass?«

Er lächelte auf mich hinunter und übernahm den Korb, während ich mich bückte, um einen Rainfarn aus dem Boden zu ziehen.

»Oh, das könnte man schon sagen. Natürlich nicht so wie Colums große Empfänge, aber die Pächter von Lallybroch werden alle kommen, um ihre Pacht zu bezahlen – und um der frischgebackenen Lady Lallybroch ihren Respekt zu erweisen.«

»Sie werden doch gewiss überrascht sein, dass du eine Engländerin geheiratet hast.«

»Ich vermute, der eine oder andere Vater wird tatsächlich enttäuscht sein; ich hatte hier um ein paar Mädchen geworben, ehe sie mich verhaftet und nach Fort William gebracht haben.«

»Aha! Traurig, dass du kein Mädchen von hier geheiratet hast?«, fragte ich kokett.

»Wenn du glaubst, dass ich ja sage, während du da mit deinem Messer stehst«, antwortete er, »hältst du wohl doch nicht so viel von mir, wie ich dachte.«

Ich ließ das Gartenmesser fallen, das ich zum Graben dabeihatte, breitete die Arme aus und wartete. Als er mich wieder losließ, bückte ich mich nach dem Messer und sagte ironisch: »Ich habe mich immer schon gefragt, wie es kam, dass du so lange Jungfrau geblieben bist. Sind die Mädchen in Lallybroch denn alle so unansehnlich?«

»Nein«, sagte er und blinzelte in die Morgensonne. »Daran war zum Großteil mein Vater schuld. Wir sind manchmal abends durch die Felder gewandert, er und ich, und haben uns unterhalten. Als ich dann das Alter erreichte, in dem so etwas möglich wurde, hat er mir klargemacht, dass ein Mann immer für die Saat verantwortlich ist, die er aussät, weil es seine Pflicht ist, für eine Frau zu sorgen und sie zu beschützen. Und wenn ich dazu nicht bereit wäre, hätte ich auch kein Recht, einer Frau die Konsequenzen meines Handelns aufzubürden.«

Er blickte hinter sich zum Haus und zu dem kleinen Familienfriedhof am Fuß des Rundturms, auf dem seine Eltern begraben waren.

»Er hat gesagt, das Schönste im Leben eines Mannes ist es, mit einer Frau zu schlafen, die er liebt«, sagte er leise. Er lächelte mich an, und seine Augen waren so blau wie der Himmel über uns. »Er hatte recht.«

Ich berührte sanft sein Gesicht und folgte der kühnen Linie, die sich von seiner Wange zum Kinn hinunterschwang.

»Das kann nicht leicht für dich gewesen sein, wenn er davon ausgegangen ist, dass du bis zur Ehe wartest.«

Jamie grinste. Der Herbstwind schlug ihm den Kilt um die Knie.

»Nun ja, die Kirche lehrt zwar, dass Selbstbefriedigung eine Sünde ist, aber Vater meinte, wenn man vor der Wahl stünde, sich selbst zu missbrauchen oder eine arme Frau, würde ein anständiger Mann sich lieber selber opfern.«

Als ich fertig gelacht hatte, schüttelte ich den Kopf und kicherte: »Nein. Nein, ich frage lieber nicht. Aber du bist unberührt geblieben.«

»Allerdings nur dank des lieben Gottes und meines Vaters. Ich habe, glaube ich, seit meinem vierzehnten Lebensjahr kaum an etwas anderes als an Mädchen gedacht. Doch dann hat mich mein Vater ja eine Zeit zu Dougal nach Beannachd geschickt.«

»Und da gab es keine Mädchen?«, fragte ich. »Ich dachte, Dougal hat Töchter.«

»Aye. Vier. Die zwei jüngeren sind nichts Besonderes, aber die älteste war ein sehr hübsches Mädchen. Ein oder zwei Jahre älter als ich, Molly. Ich glaube, sie fühlte sich nicht sehr geschmeichelt durch meine Aufmerksamkeit. Wenn ich sie am Esstisch angestarrt habe, hat sie mich kühl von oben herab angeschaut und mich gefragt, ob ich Schnupfen hätte. Wenn ja, sollte ich ins Bett gehen, wenn nicht, wäre sie mir dankbar, wenn ich den Mund zumachen könnte, weil sie keine Lust hätte, beim Essen meine Mandeln zu sehen.«

»Langsam begreife ich, wie du Jungfrau geblieben bist«, sagte ich und raffte meine Röcke, um über einen Zaun zu steigen. »Aber sie können doch nicht alle so gewesen sein.«

»Nein«, sagte er nachdenklich und gab mir die Hand, um mir zu helfen. »Nein, das waren sie nicht. Mollys jüngere Schwester Tabitha war ein bisschen netter.« Er lächelte bei der Erinnerung.

»Tibby war die Erste, die ich geküsst habe. Oder vielleicht sollte ich sagen, die Erste, die mich geküsst hat. Ich habe ihr zwei Eimer Milch von der Scheune zur Molkerei getragen und die ganze Zeit überlegt, wie ich es schaffen könnte, Tibby hinter die Tür zu bugsieren, wo sie keinen Platz zum Flüchten hatte, und sie dort zu küssen. Aber ich hatte ja beide Hände voll, und sie musste mir die Tür aufhalten. Also war ich es, der sich hinter der Tür wiederfand, und Tib, die sich zu mir beugte, mich bei beiden Ohren nahm und mich geküsst hat. Die Milch habe ich auch verschüttet«, fügte er hinzu.

»Das klingt nach einem denkwürdigen ersten Mal«, sagte ich und lachte.

»Ich glaube nicht, dass es ihr erstes Mal war«, sagte er grinsend. »Sie wusste eine ganze Menge mehr darüber als ich. Aber wir sind nicht oft zum Üben gekommen; ein oder zwei Tage später hat uns ihre Mutter in der Vorratskammer erwischt. Sie hat mich zwar nur scharf angesehen und Tibby befohlen, sie soll den Tisch decken gehen, aber sie muss es Dougal erzählt haben.«

Angesichts der Vehemenz, mit der sich Dougal den Angriff auf die Ehre seiner Schwester verbeten hatte, konnte ich mir nur zu gut vorstellen, was er zur Verteidigung der Ehre seiner Tochter getan hätte.

»Mich graust, wenn ich es nur wage, daran zu denken«, sagte ich grinsend.

»Mich auch«, sagte Jamie und erschauerte. Er warf mir einen Seitenblick zu und wirkte verlegen.

»Du weißt doch, dass junge Männer morgens früh manchmal aufwachen und … nun ja, und …« Er wurde rot.

»Ja, ich weiß«, sagte ich. »Sogar alte Männer von zweiundzwanzig. Du meinst, das merke ich nicht? Du hast mich doch schon oft genug darauf aufmerksam gemacht.«

»Mmmpfm. Nun, am Morgen, nachdem uns Tibs Mutter erwischt hatte, bin ich bei Tagesanbruch aufgewacht. Ich hatte von ihr geträumt – von Tib, meine ich, nicht von ihrer Mutter –, und ich war nicht überrascht, eine Hand an meinem Schwanz zu spüren. Das Überraschende war, dass es nicht meine war.«

»Tibbys war es wohl auch nicht?«

»Nein. Es war ihr Vater.«

»Dougal?! Was in aller …«

»Oh, mir sind die Augen fast aus dem Kopf gefallen, und er hat ganz freundlich auf mich heruntergelächelt. Und dann hat er sich auf das Bett gesetzt, und wir haben ein bisschen miteinander geplaudert, Onkel und Neffe, Ziehvater und Ziehsohn. Er hat gesagt, wie viel Freude es ihm macht, dass ich da bin, da er ja selber keinen Sohn hat und so. Und dass mich seine Familie so gern hat. Und wie unangenehm er die Vorstellung fände, dass die unschuldigen Gefühle seiner Töchter mir gegenüber ausgenutzt werden könnten, aber dass er natürlich froh wäre, mir vertrauen zu können, als wäre ich sein eigener Sohn. Und die ganze Zeit hatte er die eine Hand auf seinem Dolch liegen und die andere auf meinen unschuldigen jungen Eiern. Also sagte ich ja, Onkel, und nein, Onkel, und als er ging, habe ich mich unter der Decke zusammengerollt und von Schweinen geträumt. Und ich habe erst wieder ein Mädchen geküsst, als ich sechzehn war und nach Leoch gegangen bin.«

1 ... 166 167 168 169 170 171 172 173 174 ... 245
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)