Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Фэнтези » Himmel in Flammen
Himmel in Flammen - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Himmel in Flammen

Электронная книга - «Himmel in Flammen». Краткое содержание книги:

Nur sie würde seinen Schmerz heilen können. Sie allein hatte sich nie wirklich unterworfen. Sie war wild, so wie der eisige Norden, aus dem sie gekommen war: Nandalee. Und nun stand sie in seiner Höhle und zog die Klinge, die er einst selbst erschaffen hatte ...
Mit letzter Kraft flohen die Menschen aus dem ewigen Eis zurück in die südlicheren Gefilde Nangogs - besiegt und gedemütigt von den Kriegern der Daimonen. Erst als ein einzigartiger Wolkensammler mit einer mysteriösen Fracht über Volodis Palast vor Anker geht, schöpfen der Unsterbliche und sein bester Freund Aaron wieder Hoffnung. Es gibt eine Waffe gegen die scheinbar unbesiegbaren Drachen!
Doch auch die mächtigen Himmelsschlangen sind auf diese Waffe aufmerksam geworden. Während sie eine Armee von Zwergen in die Hafenstadt Asugar senden, um die Menschen endgültig zu schlagen, soll einer einzigen Drachenelfe, Nandalee, das Unmögliche gelingen: noch vor den Menschen die Waffe finden und bergen. Aber wird es Nachtatem, ihrem Herrn, wirklich gelingen, die Elfe noch einmal für seine Ziele in den Kampf zu schicken? Dieselbe Elfe, die ihm nahe kam wie niemand sonst und die zugleich sein Ende bedeuten könnte? Als aus dunklen Prophezeiungen Gewissheit wird, zeigt sich: Das Schicksal aller wird sich auf der magischen Welt Nangog entscheiden …
1 ... 159 160 161 162 163 164 165 166 167 ... 251
Перейти на страницу:

Sekander fand es immer überaus amüsant, wenn sein alter Lehrer in Rage geriet und sich aufführte, als wäre er, der Fürst, immer noch ein Fohlen, dem man die Welt erklären musste. »Du findest also, ich bräuchte noch ein oder zwei Kisten voller Gold.«

»Natürlich nicht!« Jetzt sah Sekander das Zornesrot sogar durch das weiße Haupthaar seines Lehrers leuchten. »Rede mit Shanadeen! Er hat Verbindungen zu Zwergenschmieden. Wenn du deinen Männern Brustpanzer fertigen lässt und bessere Helme, dann werden wir weniger Verluste in unseren Schlachten haben.«

»Ich werde darüber nachdenken.« Sekander wandte sich ab und blickte wieder über die grasende Herde. Das war wahrer Reichtum! Was sollte er mit Schätzen?

»Shanadeen hat auch seine Frau mitgebracht«, sagte Parmenion wie beiläufig, obwohl der alte Fuchs natürlich genau wusste, dass das alles änderte. So viele Nächte hatte Sekander schon mit ihm über diese rätselhafte Elfe gesprochen. Das gefährliche Kindermädchen, das es geschafft hatte, den reichsten Kaufmann an der Westküste zu verführen. Die Elfe mit den seltsamen Freunden.

Seit ihrer ersten Begegnung war Sekander von ihr besessen. Er fand sie hübsch, aber das war es nicht, was dafür sorgte, dass sie ihm nicht mehr aus dem Kopf ging. Was sollte ein gestandener Hengst schon mit einer Elfe anfangen? Ihn interessierte das Geheimnis, das sie umgab. Sie war ganz gewiss nie ein Kindermädchen gewesen. Aber wer war sie dann? Und wer hatte sie in seine Stadt geschickt?

»Ein wenig mit Shanadeen zu reden kann ja nicht schaden«, lenkte der Fürst ein.

Als er gemeinsam mit Parmenion zum Opferstein hinabtrabte, sah er aus den Augenwinkeln, wie sein aufbrausender Lehrer breit grinste. Der Halunke wusste immer noch ganz genau, wie er seinen Fürsten zu packen bekam, dachte Sekander und musste ebenfalls lächeln.

Shanadeen stand neben dem flachen grauen Findling, inmitten der Wiese am Fuß des Hügels. Der einsame Stein, der aussah, als hätten Alben dort einen Tisch für ihre Festgelage abgestellt, diente seinem Volk schon seit Jahrhunderten als Opferplatz. Die ersten Jungtiere, die im Frühling geboren wurden, schenkten sie dort den Alben. Gelegentlich war es auch ein Gefangener ihrer Feldzüge, der sich durch besondere Tapferkeit ausgezeichnet hatte. Die Kadaver wurden auf Holzgerüsten im warmen Wind getrocknet, und es gehörte zu den Pflichten junger Kentauren, darüber zu wachen, dass sich keine Aasfresser am toten Fleisch gütlich taten. Zurzeit waren es auf Pfähle gespießte Menschenkinder, die das Ehrenrund um den Opferstein beherrschten. Einen hatten sie erst vorgestern den Alben geschenkt. Zwei Jungen mit Fächern, die auf langen Stangen steckten, hielten die Fliegen von dem toten Helden fern.

Shanadeen war nur mit kleinem Gefolge gekommen. Der Handelsfürst wedelte mit einem parfümierten Tuch vor seinem Gesicht. Dabei war der Leichengestank nicht sonderlich ausgeprägt. Sein langes, mürrisches Gesicht spiegelte sein Missfallen darüber, sich an diesem Ort mit Sekander treffen zu müssen. Der Kentaur mochte den Elfen nicht sonderlich. Seine Gesellschaft war anstrengend, er betrank sich nie, machte in lustiger Runde niemals einen Witz und schien an nichts anderes als die Warenlisten in seinen Kontoren zu denken. Warum er nach dem Selbstmord von Nevenyll noch einmal geheiratet hatte, entzog sich gänzlich Sekanders Verständnis. Ebenso wenig konnte er sich vorstellen, wie Shanadeen seine beiden Töchter gezeugt hatte. Er sah nicht aus wie ein Mann, der es genoss, bei einer Frau zu liegen.

Zu seiner Rechten stand Graumur, der in die Jahre gekommene Minotaur, der den Handelsfürsten seit Jahrzehnten als Leibwächter begleitete. Der Stiermann wirkte genauso mürrisch wie sein Herr. Er stützte sich auf eine riesige, doppelköpfige Axt und beobachtete aus den Augenwinkeln die Kentauren, die in kleinen Gruppen beim Opferstein herumlungerten und trotz der frühen Stunde bereits begonnen hatten, das rauschende Siegesfest der letzten Nacht fortzusetzen.

Bidayn war die interessanteste Erscheinung unter seinen Besuchern. Sie trug ein Jagdgewand aus hellem Hirschleder, das mit roten und blauen Perlen bestickt war und ihre schlanke Figur betonte. Ihr Blick war männlicher als der ihres Gatten. Und im Gegensatz zu ihm trug sie auch eine Waffe, wenngleich es nur ein langes Jagdmesser war.

»Ihr seid einmal nicht auf Reisen, Dame Bidayn.« Ihm war bewusst, dass er gegen die Gesetze der Höflichkeit verstieß, indem er nicht Shanadeen zuerst ansprach.

»Ihr seid einmal nicht betrunken, Fürst Sekander?«

Sekander hörte Parmenion neben sich scharf einatmen. Der Fürst lachte laut. Er mochte diese Elfe. Niemand sonst hätte es gewagt, ihm so etwas zu sagen. »Ich habe vorzüglichen Wein im Heerlager, meine Dame. Vielleicht wollt Ihr mich ja begleiten? Bei einem kleinen Umtrunk lässt sich viel entspannter verhandeln.«

»Darf ich das so verstehen, dass Ihr mich gerade ohne die Begleitung meines Mannes in Euer Zelt einladet, Fürst?«

Sekander sah, wie alle Farbe aus Shanadeens Gesicht wich. »Aber, meine Dame. Auf Feldzügen belastet sich mein Volk nicht mit Zelten. Was immer wir beide tun, werden alle Interessierten sehen können.«

Sie schenkte ihm ein angedeutetes Lächeln. »Dann muss sich also niemand Sorgen machen.« Sie wandte sich kurz an ihren Mann und flüsterte ihm etwas ins Ohr.

Shanadeen schüttelte entschieden den Kopf. »Fürst Sekander, wollen wir nun zur Sache kommen …«

»Nein, Kaufmann. Wir beide ganz gewiss nicht!«

Neben ihm prustete Parmenion, und selbst der mürrische Minotaur schnitt eine amüsierte Grimasse.

»Ihr wisst, was ich meine.« Shanadeen rang sichtlich um Fassung.

»Aber natürlich, mein Freund.« Sekander war sich bewusst, dass es klüger war, diese Scherze nicht auf die Spitze zu treiben. Shanadeen mochte ein Langweiler sein, aber er war auch ein einflussreicher Mann. Es war besser, ihn sich nicht unnötig zum Feind zu machen. »Trinken wir also alle einen Becher Wein und reden übers Geschäft. Parmenion sagte mir, dass Ihr gute Verbindungen zu Zwergenschmieden unterhaltet. Kennt Ihr vielleicht auch Gobhayn? Über diesen Elfen und seine Schmiedekunst erzählt man sich die unglaublichsten Geschichten. Es heißt, seine Klingen könnten sogar durch Stein schneiden.«

»Was für ein Narr schlägt ein Schwert gegen einen Stein?«, murmelte Bidayn abfällig.

»Der Narr, der nicht erst in der Schlacht erproben will, was seine Klinge taugt«, entgegnete Sekander ruhig. »Sollte ich lieber Euch nach Gobhayn fragen? Ich hörte, dass auch Ihr mit dem Schwerte umzugehen versteht.«

»Über meine Frau wird leider sehr viel Unsinn erzählt«, sagte Shanadeen und bedachte Bidayn mit einem frostigen Blick. »Und was Gobhayn angeht, habe ich im Südmeer die Geschichte gehört, dass er sich in eine Dryade verliebt hat und mit ihr in der undurchdringlichen Wildnis des Smaragdwaldes lebt. Nicht einmal mehr die Himmelsschlangen bekommen von ihm ein Schwert. Aber die Eisenarbeiten der Zwerge sind durchaus auch von herausragender Qualität. Ich bin mir sicher, dass ich mit ihrer Hilfe auch Eure ausgefallensten Wünsche erfüllen kann. Hättet Ihr nicht gerne einen Brustpanzer und einen Helm aus Silberstahl? Selbstverständlich maßgefertigt.«

Sekander kannte Klingen aus Silberstahl. Von einer Rüstung aus Silberstahl hatte er noch nie gehört. Dies wäre tatsächlich etwas, das eines Fürsten würdig wäre. »Ihr seid ein guter Kaufmann, Shanadeen. Ihr versteht es, Begehrlichkeiten zu erwecken, derer man sich noch gar nicht bewusst war.« Sekander stellte sich vor, wie er in einem Kürass aus poliertem Silberstahl aussehen mochte. Und dazu ein Helm mit einem wallenden roten Federbusch und ein Doppelschwert aus dem kostbaren Stahl. Er würde aussehen wie ein Held, den die Alben selbst in Metall gekleidet hatten. Er sollte dem Langweiler zuhören. Dabei konnte er die rätselhafte Elfe betrachten und über ihr Geheimnis nachsinnen.

In all den Jahren hatte er es nicht geschafft, einen Spitzel im Haus des Kaufherrn unterzubringen. Aber er würde schon noch herausfinden, was es mit Bidayn und den seltsamen Gestalten, mit denen sie sich umgab, auf sich hatte.

1 ... 159 160 161 162 163 164 165 166 167 ... 251
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)