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Himmel in Flammen

Электронная книга - «Himmel in Flammen». Краткое содержание книги:

Nur sie würde seinen Schmerz heilen können. Sie allein hatte sich nie wirklich unterworfen. Sie war wild, so wie der eisige Norden, aus dem sie gekommen war: Nandalee. Und nun stand sie in seiner Höhle und zog die Klinge, die er einst selbst erschaffen hatte ...
Mit letzter Kraft flohen die Menschen aus dem ewigen Eis zurück in die südlicheren Gefilde Nangogs - besiegt und gedemütigt von den Kriegern der Daimonen. Erst als ein einzigartiger Wolkensammler mit einer mysteriösen Fracht über Volodis Palast vor Anker geht, schöpfen der Unsterbliche und sein bester Freund Aaron wieder Hoffnung. Es gibt eine Waffe gegen die scheinbar unbesiegbaren Drachen!
Doch auch die mächtigen Himmelsschlangen sind auf diese Waffe aufmerksam geworden. Während sie eine Armee von Zwergen in die Hafenstadt Asugar senden, um die Menschen endgültig zu schlagen, soll einer einzigen Drachenelfe, Nandalee, das Unmögliche gelingen: noch vor den Menschen die Waffe finden und bergen. Aber wird es Nachtatem, ihrem Herrn, wirklich gelingen, die Elfe noch einmal für seine Ziele in den Kampf zu schicken? Dieselbe Elfe, die ihm nahe kam wie niemand sonst und die zugleich sein Ende bedeuten könnte? Als aus dunklen Prophezeiungen Gewissheit wird, zeigt sich: Das Schicksal aller wird sich auf der magischen Welt Nangog entscheiden …
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Nicht eingeladen

Keuchend sank Hornbori in die Kissen zurück. Er war ein angenehmer Liebhaber. Einer, der nicht nur daran dachte, schnellstmöglich alles zu bekommen, oder schlimmer noch, der mitten im Liebesspiel zu schwächeln begann. Er hatte sich ernsthaft Mühe gegeben, auch sie zu befriedigen. Amalaswintha war, was das anging, nicht mehr sehr verwöhnt.

Zudem litt Eikin unter krankhafter Eifersucht. Er ließ ihren Palast beobachten. Dieser blonde Schnösel Virfir, sein Enkel und größter Speichellecker, folgte ihr auf Schritt und Tritt. Wahrscheinlich war er auch jetzt nicht weit. Zwei Mal hatte sie versucht, ihn zu verführen, aber weibliche Reize schienen ihn nicht zu interessieren. Oder fand er sie alt? Der Gedanke beunruhigte sie.

Hornbori streckte sich neben ihr. »Tut das gut, endlich wieder in einem richtigen Bett zu liegen.«

»Das ist das Bemerkenswerteste an diesem Abend?«, sagte sie spitz.

Er drehte sich um und lächelte. »Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder? Du weißt, wie unvergleichlich eine Nacht mit dir ist.«

»Ob es wirklich eine Nacht wird, weiß ich im Augenblick nicht.«

Er beugte sich über sie. Seine Zunge glitt über ihre linke Brust, dann saugte er an ihrer Brustwarze und knabberte leicht mit den Zähnen daran. Augenblicklich breitete sich in ihrem Bauch eine sinnliche Wärme aus. Sie unterdrückte ein Stöhnen. Eikin machte das nie. Und Hornbori sah unendlich viel besser aus als der Alte aus der Tiefe. Sie hasste die faltige, schlaffe Haut des Herrschers. Seinen Geruch. Die grunzenden Geräusche, die er von sich gab, wenn er kurz davor war, sich zu vergießen, was er stets nur dann schaffte, wenn er selbst Hand anlegte. Die lächerlichen zwei Tröpfchen, die auf ihre samtene Haut fielen. Seine unpassenden Kommentare darüber, wie er sie wieder einmal mit seiner Manneskraft beglückt hatte. Stets schlief er kurz danach ein, um ihr laut schnarchend für den Rest der Nacht den Schlaf zu rauben. So oft hatte sie davon geträumt, ihm die Kehle durchzuschneiden.

Sie war reich. Aber Eikin verhinderte unter stets neuen Ausflüchten, dass sie die Ehernen Hallen verlassen konnte. Seit Jahren war sie im Grunde seine Gefangene. Und nun kam Hornbori zurück, als Held. Sie sollte ihn umgarnen, statt ihn durch schnippische Reden zu verärgern. Wenn sie es richtig anfing, würde er vielleicht Eikin töten. Ob er das wagte? Er hatte eine Devanthar erschlagen … Sie konnte sich das kaum vorstellen. Ihr klang noch im Ohr, dass Galar ihn bevorzugt einen Schisser genannt hatte. Hatte sich Hornbori so grundlegend geändert?

Seinen Feind Galar musste er jedenfalls nicht mehr fürchten. Gestern erst hatte Eikin bei ihr im Bett damit geprahlt, dass er die beiden Hochverräter Galar und Nyr hatte wegsperren lassen. Er hatte ihr beschrieben, in welchem Kerker die beiden lagen. Einer einzelnen Zelle am Ende eines fast vergessenen Seitentunnels. Er erwog, den Schacht mit Abraum füllen zu lassen und die beiden lebendig zu begraben. Ungenutzte Tunnel wieder zu verfüllen war nicht ungewöhnlich. Niemand würde Verdacht schöpfen. Und niemand würde Galar und Nyr je wiederfinden.

Sie tastete zwischen Hornboris Schenkel, und der Heermeister stöhnte lustvoll auf. »Wie tötet man eine Devanthar? Ich hätte dich nie für einen Frauenmörder gehalten.« Sie lächelte. »Und dann gleich noch eine Göttin …«

Hornbori hatte sichtlich Mühe, sich zu sammeln. »Ich hatte Glück«, brachte er schließlich hervor. »Sie war abgelenkt, und ich habe zugeschlagen.«

Amalaswintha traute ihren Ohren nicht. Sie hatte mit einem Zeugen gesprochen, der von einem wilden Kampf berichtet hatte, in dem Hornbori der Göttin jede Giftschlange einzeln vom Kopf schnitt, um ihr dann zuletzt den Schädel zu spalten. »Wie überrascht man eine Göttin?«

»Ich glaube, die größte Überraschung für sie war, dass meine Waffe sie verletzen konnte. Du weißt, meine Axt Schädelspalter wurde von den Himmelsschlangen geschmiedet.«

Das ist nicht mehr der Hornbori, den ich einmal kannte, dachte Amalaswintha. Sie betrachtete die Narben auf seinem Körper. Er hatte in vielen Kämpfen gestanden, seit sie ihn das letzte Mal gesehen hatte. Plötzlich setzte er sich auf.

»Was ist los?«

»Ich sollte gehen«, sagte er entschieden und schwang die Beine über die Bettkante.

»Warum?«

»Eikin! Wenn er uns gemeinsam im Bett …«

Sie lachte. »Du tötest eine Göttin und fürchtest dich vor Eikin?«

»Ihm kann ich nicht einfach den Schädel spalten. Wenn ich das täte, wäre ich ein Geächteter. Dies hier ist sein Berg. Er macht hier die Gesetze, und ich bin nur ein Gast.«

»Aber ein Gast, dessen Wort schwer wiegt.« Sie musste ihn dazu bringen, Eikin zu erschlagen. Dann wäre sie endlich wieder frei.

Hornbori griff nach seiner Hose.

»Du musst dir keine Sorgen machen, mein Hübscher. Eikin ist auf einem Treffen mit den Alten aus der Tiefe.«

Der Heermeister hielt mitten in der Bewegung inne. »Sie sind schon da?«

»Natürlich, ebenso wie die Himmelsschlangen. Sie halten in dieser Nacht einen geheimen Rat ab. Wahrscheinlich wird jetzt schon alles besprochen, was sie morgen gemeinsam im Amethystsaal verkünden.« Er hatte keine Narben auf dem Rücken, dachte Amalaswintha. Sie waren ein untrügliches Merkmal von Feiglingen. Sie erhielten ihre Wunden nicht im Kampf, sondern während sie davonliefen.

»Woher weißt du das?«

»Männer erzählen gern nach Liebesnächten. Eikin war gestern völlig außer sich. Die Alten sind nicht gewohnt, dass ihnen irgendjemand Befehle gibt. Und schon gar nicht die Himmelsschlangen.«

Hornbori ließ die Hose sinken und drehte sich zu ihr um. »Du hast recht, ich sollte den Rest der Nacht bei dir verbringen.«

Sie lächelte kokett. »Was hat dich umgestimmt? Was ist an der Nachricht über ein Treffen von alten Männern und Echsen so viel überzeugender, als meine Reize es sind?«

»Das meinst du nicht ernst, oder?«

»Doch. Dein Verhalten ist wenig schmeichelhaft …«

»Ich bin der Heermeister, Amalaswintha! Verstehst du nicht? Ich hätte auch eingeladen sein müssen. Dass ich es nicht bin, kann nur eines bedeuten. Es wird über Dinge gesprochen, die ich nicht erfahren soll. Es geht um meinen Kopf …«

Ganz unrecht hatte er nicht. »Das passt«, sagte sie leise.

»Wozu passt das?«

»Eikin hat Nyr und Galar in aller Heimlichkeit einkerkern lassen. Womöglich schmiedet er ein Komplott gegen euch drei.«

»Wo sind die beiden?«

Amalaswintha beschrieb ihm, wo der abgelegene Seitentunnel zu finden war. Wenn er sich jetzt daranmachte, seine Gefährten zu befreien, dann würde das unweigerlich zum Konflikt mit Eikin führen. Und einen Kampf mit Hornbori Drachenfaust würde der Alte aus der Tiefe nicht überleben.

Der Heermeister ließ sich zurück auf das Bett sinken. »Meine Freunde eingekerkert. Mein Feind schmiedet ein Komplott mit den Götterdrachen … Ich glaube, das Beste, was ich jetzt noch tun kann, ist diese Nacht mit der aufregendsten Frau zu verbringen, die ich kenne.«

»Du willst nicht versuchen, Galar und Nyr zu befreien?«

Hornbori schnaubte verächtlich. »Eikin ist kein Narr. Er wird dafür gesorgt haben, dass der Kerker gut bewacht ist. Wahrscheinlich stehen sogar vor deinem Palast Spitzel. Er wird wissen, was wir hier tun. Also lass es uns in vollen Zügen genießen.« Er leckte sich anzüglich mit der Zunge über die Lippen. »Du gibst eine wunderbare Henkersmahlzeit ab. Ganz gleich, welches Schicksal die Alben mir bestimmt haben, in dieser Nacht habe ich es besser getroffen als irgendein anderer Zwerg in diesem Berg.«

Amalaswintha war überrascht, dass er nicht einmal den Versuch unternehmen wollte zu kämpfen. Er war doch ein Held … Lange dachte sie darüber nicht nach. Ob Held oder nicht, er war zweifelsohne ein guter Liebhaber.

Das Tribunal

Er hatte das Gefühl, dass er der Letzte war, der den Amethystsaal betrat. Hornbori hatte das Vergnügen gehabt, Virfir, Eikins Speichellecker, kennenzulernen. Der blonde Hauptmann hatte ihn abgefangen, nachdem Hornbori Amalaswinthas Palasthöhle verlassen hatte. Begleitet von vier kräftigen Kriegern hatte Virfir dafür gesorgt, dass sie sich erst unterhielten, und der Mistkerl hatte durchblicken lassen, dass Eikin es nicht schätzte, wenn andere Männer über Nacht bei seiner Geliebten blieben.

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