Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Фэнтези » Himmel in Flammen
Himmel in Flammen - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Himmel in Flammen

Электронная книга - «Himmel in Flammen». Краткое содержание книги:

Nur sie würde seinen Schmerz heilen können. Sie allein hatte sich nie wirklich unterworfen. Sie war wild, so wie der eisige Norden, aus dem sie gekommen war: Nandalee. Und nun stand sie in seiner Höhle und zog die Klinge, die er einst selbst erschaffen hatte ...
Mit letzter Kraft flohen die Menschen aus dem ewigen Eis zurück in die südlicheren Gefilde Nangogs - besiegt und gedemütigt von den Kriegern der Daimonen. Erst als ein einzigartiger Wolkensammler mit einer mysteriösen Fracht über Volodis Palast vor Anker geht, schöpfen der Unsterbliche und sein bester Freund Aaron wieder Hoffnung. Es gibt eine Waffe gegen die scheinbar unbesiegbaren Drachen!
Doch auch die mächtigen Himmelsschlangen sind auf diese Waffe aufmerksam geworden. Während sie eine Armee von Zwergen in die Hafenstadt Asugar senden, um die Menschen endgültig zu schlagen, soll einer einzigen Drachenelfe, Nandalee, das Unmögliche gelingen: noch vor den Menschen die Waffe finden und bergen. Aber wird es Nachtatem, ihrem Herrn, wirklich gelingen, die Elfe noch einmal für seine Ziele in den Kampf zu schicken? Dieselbe Elfe, die ihm nahe kam wie niemand sonst und die zugleich sein Ende bedeuten könnte? Als aus dunklen Prophezeiungen Gewissheit wird, zeigt sich: Das Schicksal aller wird sich auf der magischen Welt Nangog entscheiden …
1 ... 155 156 157 158 159 160 161 162 163 ... 251
Перейти на страницу:

Galars Atem ging immer schwächer. Er brauchte einen Heiler, und zwar sofort! Die Wunde würde sich nicht von alleine schließen. Nyr hatte zugesehen, als sie notdürftig vernäht worden war. Der Löwenhäuptige hatte Galar aufgespießt.

Tränen der Wut standen Nyr in den Augen. Sie hatten so große Träume gehabt. Sie hatten Waffen erschaffen, die selbst Himmelsschlangen zu töten vermochten. Sie könnten die Herrschaft der Tyrannen brechen. Das alles durfte doch nicht hier im schmutzigen Kerker eines kleingeistigen Zwergenfürsten enden.

Verzweifelt sah er sich um. Die Wände des Kerkers waren aus gewachsenem Fels. Ohne schweres Grabwerkzeug würde er nichts ausrichten. Er bräuchte eine Spitzhacke oder zumindest Hammer und Stemmeisen. Und die Tür war solide, wie er schon hatte feststellen müssen. Es würde kein Entkommen geben.

Nyr fluchte laut und trat gegen den Eimer für die Notdurft. Außer dem Scheißkübel und Stroh, das aussah, als würde es hier schon seit Jahrzehnten liegen, gab es hier nichts. Die Speere, auf denen der Elfenschild gelegen hatte, hatten die Wachen natürlich mitgenommen.

Blut tropfte von dem Schild und benetzte das Stroh. Er konnte doch nicht einfach zusehen, wie Galar starb! Vielleicht war nur eine einzelne Naht aufgeplatzt? Vielleicht könnte er die Wunde mit seinen Händen zudrücken, sodass die Blutung aufhörte? Er würde tagelang neben seinem Freund sitzen, wenn es half …

Unschlüssig kauerte er sich neben ihm nieder. Galars zerfetztes Kettenhemd lag zu seinen Füßen. Sein Wams war aufgeschnitten worden und nur notdürftig mit einer groben Schnur geschlossen. Nyr knüpfte die Knoten auf. Zog das gepolsterte Wams auseinander und starrte auf den blutgetränkten Verband. Vorsichtig, mit spitzen Fingern schob er die Stoffbahnen auseinander.

Vier parallele Schnitte führten von der rechten Hälfte des Rippenbogens aufwärts und endeten dicht unter dem linken Schlüsselbein. Dort hatten sich die Krallen des Löwenmannes tief in Galars Fleisch gegraben. Eine Handbreit tiefer und sie hätten das Herz seines Freundes zerfetzt, aber die Krallen waren an den Rippen abgeglitten. Die Wunden reichten bis auf die Knochen. Und drei der vier Nähte waren zerrissen. Er hatte nicht genug Hände, um sie alle zu schließen.

»Was soll ich tun, mein Freund?«

Natürlich antwortete Galar nicht. Sein Atem ging so flach, dass er nicht zu hören war. So viele Nächte hatte er sich über das maßlose Schnarchen seines Gefährten geärgert. Jetzt wünschte er sich, ihn würde noch einmal dieses kräftige, kehlige Röhren quälen.

»Das ist nicht dein Abgang, verdammt! Hilf mir! Was kann ich tun?«

Leise tropfte das Blut vom Schild auf den Kerkerboden.

»Du lässt ihnen nicht die Genugtuung, deinen Kopf auf einen Richtklotz zu legen, nicht wahr? Du gehst vorher …«

Nyrs Blick streifte das geschwärzte Kettenhemd. Es war dicht gewoben, doch der Kraft eines Gottes hatte es nicht widerstehen können. Er beugte sich vor, betrachtete die zerfetzten Ringe. Die Ringe … Er las einige, die sich aus dem Verbund gelöst hatten, vom Schild auf. Dann blickte er auf die Wunden. Die Ringe! Sie konnten Galar retten. Er würde sie aufbiegen, auf die Wundränder setzen und sie wieder zusammendrücken. Galar würde eine Naht aus Eisen bekommen.

Zwei seiner Nägel splitterten, als er die ersten zehn Ringe jeweils ein kleines Stück aufbog. Dann drückte er mit den Fingern einen der Schnitte zusammen und setzte den ersten Ring an. Zwei Mal glitt der Ring ab, wollte einfach nicht halten. Erst als er den Mut fand, die offenen Enden durch das hochgewölbte Fleisch zu bohren, blieb der Ring an seinem Platz.

Bald waren die ersten zehn Ringe aufgebraucht, und er hatte gerade einmal ein fingerlanges Stück zugeklammert. Doch dort sickerte kein Blut mehr aus der Wunde.

»Hör jetzt bloß nicht auf zu kämpfen«, murmelte Nyr und las die nächsten Ringe vom Schild.

Das Opfermahl

»Was machst du da?«

Langarm duckte sich aus dem aufgebrochenen Brustkorb hervor und sah zum Gefiederten auf. Sein Bruder bot einen üblen Anblick. Da wühlte er doch lieber im Drachenfleisch! Das Gesicht war noch immer zerfetzt. Zwei kugelrunde Augen lagen in den Höhlen, die keine Lider mehr hatten. Die Augen hatte er als Erstes nachwachsen lassen. Langarm wunderte sich, wie langsam der Gefiederte es anging. Man konnte meinen, er wolle zelebrieren, was er getan hatte.

»Was machst du da?«, wiederholte sein Bruder seine Frage.

»Was glaubst du wohl, wozu die Stahlbögen dort vorne gut sind. Ich ziehe dem Biest ein paar zusätzliche Rippen ein. So bleibt sein Fleisch schön straff.«

Der Gefiederte nickte.

Er sah wie ein gerupftes Huhn aus, schoss es Langarm durch den Kopf. Keineswegs wie der Held, als der er sich seit Tagen aufspielte. Sein Bruder hatte eine Himmelsschlange getötet, na schön. Er hingegen konnte für sich beanspruchen, sieben wütenden Himmelsschlangen entkommen zu sein! War das etwa nichts? Und spielte er sich vielleicht auf? Aber das würde er seinem Bruder natürlich nicht ins Gesicht sagen.

»Diese Dinger dahinten, was machen die?«

Langarm reckte den Hals. »Das sind meine kleinen Helfer.«

»Für mich sehen die Dinger eher aus wie metallene Spinnen.«

»Auf den ersten Blick vielleicht. Hast du eine Ahnung, wie viel Arbeit in ihnen steckt? Ohne sie wäre ich aufgeschmissen. Seid ihr euch überhaupt im Klaren, was ihr mir antut? Seit Jahren kommt ihr mit immer neuen Wünschen zu mir. Fliegende Löwen, fliegende Bären, fliegende Ich-weiß-nicht-was. Und kaum habe ich sie gefertigt, haben die Menschenkinder sie auch schon wieder demoliert. Wenn es nach euch ginge, könnte ich mir das Schlafen ganz abgewöhnen …«

»Du bist ein Devanthar, du musst nicht schlafen«, entgegnete der Gefiederte gereizt.

Langarm schnaubte. So waren sie, seine Brüder und Schwestern. Vollkommen humorlos! »Es macht mir eben Spaß, auf der faulen Haut zu liegen.«

»Das kannst du tun, wenn die Himmelsschlangen besiegt sind. Sie haben die Sturmruferin getötet. Wir müssen …«

Langarm hob abwehrend die Hände. »Ja, ja, ich weiß. Noch mehr Waffen. Und natürlich noch schneller. Komm einmal mit!« Er führte ihn um den Kadaver des Drachen herum. Dort waren die Spinnen, die er erschaffen hatte, damit beschäftigt, das Haupt der toten Himmelsschlange abzutrennen. Doch nicht etwa mit einem einzigen glatten Schnitt, so wie es einer seiner Heldenbrüder getan hätte.

»Na, was siehst du?«

»Metzelnde Spinnen.«

Langarm lachte. »So eine Antwort hatte ich erwartet. Weißt du, dass wir Muskelstränge erhalten müssen, um sie später mit dem neuen Kopf zu verbinden? Wenn ich hier schlampig arbeite, wird dein wunderbarer Drache niemals den Kopf drehen können oder seinen Kiefer öffnen.«

Der Gefiederte nickte beiläufig, wirkte aber nicht mehr sonderlich interessiert. Er war genauso ein Banause wie die meisten seiner Brüder.

»Sieh ihn dir an, den Kopf!« Langarm führte ihn ein Stück weiter, nah zum aufgemauerten Ufer des künstlichen Sees. Dort war der Höhlenboden mit Marmorplatten ausgelegt. Auf dem Marmor lag ein großer goldener Drachenkopf. Mehr als drei Schritt lang und einen Schritt hoch, war er noch eindrucksvoller als das wirkliche Haupt des Drachen. »Ist er nicht wunderbar?« Etliche Metallspinnen unterschiedlicher Größe krabbelten über den Kopf. Sie justierten letzte Teile der aufwendigen Mechanik im Inneren des Kopfes und drehten die letzten stählernen Reißzähne in die goldenen Kiefer. Ein Seitenblech über dem linken Auge fehlte noch, sodass man ins Innere des Hauptes blicken konnte. Dort glomm ein faustgroßer grüner Kristall. Ein Stück des Herzens von Nangog.

»Er wird deinen ersten Drachen noch übertreffen.« Langarm strich liebevoll über die goldene Schnauze. »Er hier ist mein Meisterstück. Er ist besser als das Original aus Fleisch und Blut.«

»Wie lange wirst du noch benötigen, um fertig zu werden?«

1 ... 155 156 157 158 159 160 161 162 163 ... 251
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)