Der Splitter im Auge Gottes
- Автор: Нивен Ларриё, Пурнель Джерри
- Год: 2013
- Язык: немецкий
- Год: Wilhelm Heyne
- ISBN: 3-453-21532-X
- Переводчик: Yoma Cap
- Жанр: Космическая фантастика
Электронная книга - «Der Splitter im Auge Gottes». Краткое содержание книги:
Der Splitter ist ein Werk über die Begegnung von Menschen mit einer anderen hochentwickelten Spezies. Niven und Pournelle haben dafür ein schlüssiges Universum generiert und sich weitgehend an die Erkenntnisse der Physik und Astronomie gehalten.
»Ein starkes Stück, würde ich auch sagen. Aber mich stört’s nicht so sehr wie dich. Ich hab mein ganzes Leben Befehlen gehorchen müssen.«
»Das ist aber das erste Mal, dass dir befohlen wurde, jemanden zu heiraten, möchte ich annehmen.«
»Hmja. Aber wir haben beide doch etwas Ähnliches erwartet, nicht? Vom politischen Standpunkt, aus der Sicht des Imperiums ist unsere Heirat eine zu wichtige Verbindung, als dass man darauf verzichten könnte. Wir haben all die Privilegien, die Güter, die Titel mitbekommen, und jetzt wird uns die Rechnung präsentiert. Pures Glück, dass wir einander lieben, denn es wäre auf jeden Fall unsere Pflicht gegenüber …«
»Gegenüber wem?« wollte sie wissen.
Rod grinste hilflos. Der Gedanke war einfach unwiderstehlich komisch. »Kevin Renner.
Das Imperium besteht zu dem Zweck, es Leuten wie Renner einfacher zu machen, das Universum kennenzulernen. Wir schulden es Renner sozusagen, für den Fortbestand des Imperiums zu sorgen.«
Sie war betroffen. »Denkt er wirklich so? Mein Gott, ja! Er hat mich in deine Kabine beordert!«
»Was? Er hat was?«
Sie kicherte. »Ist doch verrückt. Sollen wir ihn um Erlaubnis fragen? Ich wüsste zu gerne, was für ein Gesicht er macht. Aber lass mich das erst mal zu Ende lesen, Rod.«
ABSATZ HABE VOLLMACHT ÜBRIGE MITGLIEDER DERKOMMISSION ZU ERNENNEN STOP ERWARTE EURE HILFE STOP JEDER IM UMKREIS VON FÜNFZIG PARSEK MÖCHTE IN DIE KOMMISSION STOP KANNS IHNEN NICHT VERDENKEN ANGESICHTS AUTORITÄT DIE SEINE MAJESTÄT UNS ZUGEBILLIGT HAT STOP EURE ERSTE AUFGABE IST MIR BEI KOMPLETTIERUNG VON KOMMISSION ZU HELFEN STOP ZWEITE WIRD SEIN INFORMATIONSMATERIAL UND LISTE VON ZEUGEN VORZUBEREITEN STOP
ABSATZ ADMIRAL KUTUZOV HAT ORDER SIE AN BORD VON NACHRICHTENBOOT ZU BRINGEN ZWECKS SCHNELLSTMÖGLICHER RÜCKKEHR NACH NEUSCHOTTLAND STOP BRINGEN SIE SALLY MIT WENN SIE UND ARZT ES FÜR RICHTIG HALTEN STOP ADMIRAL WIRD VERANTWORTUNG FÜR HORACE BURY ÜBERNEHMEN STOP HOFFE AUF BALDIGES WIEDERSEHEN STOP GEBEN SIE SALLY EINEN KUSS VON MIR STOP GRÜSSE BENJAMIN BRICHT FOWLER KOMMA SENATOR KLAMMER LORDVORSITZENDER DER KAISERLICHEN SONDERKOMMISSION UND BEVOLLMÄCHTIGTER SEINER MAJESTÄT LEO-NIDASIX KLAMMER ZU ENDE NACHRICHT ENDEXX
»Kann ich mit der Kurierschaluppe mit?« fragte sie. »Das liegt bei dir. Du bist in guter Verfassung. Möchtest du?« »Ja — es gibt eine Unmenge zu erledigen, bevor die Splits eintreffen — Mein Gott, wir müssen für die Splits alles vorbereiten, und dann die Hochzeit — Rod, ist dir klar, eine wie große Sache die Verbindung von Crucis Court und der Fowler-Erbin für eine Provinzhauptstadt sein wird?
Ich werde drei Sekretärinnen brauchen, denn Onkel Ben ist bei so was keine große Hilfe, und wir müssen den Empfang für die Splits arrangieren und — Ach je. Wo waren wir stehen geblieben?«
47
Auf dem Heimweg
Kutuzov und Michailov gaben sich jede erdenkliche Mühe bei der Vorbereitung von Rods und Sallys Abschiedsgesellschaft. Die Köche der Lenin mühten sich den ganzen Tag, ein traditionelles Ekaterina-Bankett fertig zustellen: Dutzende von Gängen, Suppen, Pasteten, Braten, gefüllte Weinblätter aus der Hydroponikabteilung, Hirtenspieße — ein endloser Strom von Gerichten; zwischen den Gängen wurde Wodka in fingerhutgroßen Gläsern serviert. Es war unmöglich, sich während des Essens zu unterhalten, denn kaum war man mit einem Gang fertig, brachten die Stewards der Mac Arthur den nächsten, oder die Infanteristen der Lenin gaben, um dem Magen eine Ruhepause zu gönnen, Tänze zum besten, die von den russischen Steppen in die Hügellandschaften von St. Ekaterina gebracht und über neunhundert Jahre lang von Folklorefanatikern wie Kutuzov am Leben erhalten worden waren.
Schließlich empfahl sich der Tanztrupp, die Stewards räumten ab und brachten Tee und noch mehr Wodka. Der jüngste Kadett der Lenin brachte den Trinkspruch auf den Kaiser aus, und Kapitän Michailov trank auf die Gesundheit des Zarewitsch Alexander, während der Admiral seine sonnigste Miene zur Schau stellte.
»Er kann ganz gemütlich sein, wenn er nicht gerade vor irgend etwas eine Heidenangst hat«, flüsterte Renner Cargill zu. »Hätte nie gedacht, dass ich mal so was sagen würde — Da, jetzt kommt’s. Der Zar will selber einen Trinkspruch ausbringen. Wer fehlt denn noch?«
Der Admiral erhob sich und sein Wodkaglas. »Ich möchte meinen Toast noch ein wenig aufschieben«, sagte er etwas unbeholfen. Es war möglich, dass die zahllosen Gläser Wodka ihm zu schaffen machten, aber sicher konnte das niemand wissen. »Kapitän Blaine, wenn wir uns das nächste Mal sehen, sind unsere Rollen vertauscht. Dann werden Sie mir sagen müssen, was wegen der Splits geschehen soll. Ich beneide Sie nicht um diese Aufgabe.« »Weshalb zieht denn Horvath so ein saures Gesicht?« flüsterte Cargill. »Als hart’ ihm jemand ’nen Frosch in die Koje gesteckt.«
»Och, is’ es vielleicht so, dass er gern in diese Kommission käme?« meinte Sinclair.
»Möchte wetten, dass es das ist«, warf Renner ein. »Ich hätte selber auch nichts dagegen …«
»Wer nicht?« meinte Cargill. »Aber gebt jetzt Ruhe und hört zu.«
»Es gibt noch einen Anlass, zu dem wir Lord Blaine gratulieren müssen«, sagte Kutuzov, »deshalb hebe ich meinen Trinkspruch noch auf. Kaplan Hardy hat etwas zu verkünden.«
David Hardy erhob sich mit einem breiten, zufriedenen Lächeln. »Lady Sandra hat mir die Ehre erwiesen, formell ihre Verlobung mit Lord Kommissionsrat Blaine ankündigen zu dürfen«, sagte Hardy. »Ich habe den beiden bereits privat meine Glückwünsche ausgesprochen — ich freue mich, nun dies als erster öffentlich zu tun.«
Alle redeten zugleich los, doch der Admiral besaß eine Stimme, die sich mühelos durchsetzte. »Jetzt mein Toast«, sagte Kutuzov. »Auf die zukünftige Marquise de Crucis.«
Sally errötete, als die anderen alle aufstanden und ihre Gläser erhoben. Also, jetzt ist es ganz offiziell, dachte sie. Keine Möglichkeit mehr, mich zu drücken, wenn ich das wollte — nicht, dass ich es will, aber jetzt ist alles so unausweichlich geworden …
»Und auf Mylady Kommissionsrat«, ergänzte Kutuzov. Alle tranken nochmals. »Und auf Mylord Kommissionsrat natürlich. Ein langes Leben und viele Kinder. Mögen Sie unser Imperium schützen, wenn Sie mit den Splits verhandeln.«
»Vielen Dank«, sagte Rod. »Wir werden unser Bestes tun, und ich gestehe, dass ich noch nie so glücklich war wie heute.«
»Vielleicht möchte Mylady etwas sagen«, schlug Kutuzov vor.
Sie stand auf, aber ihr fiel nichts ein, was sie sagen konnte. »Ich danke Ihnen allen«, platzte sie heraus und setzte sich wieder.
»Schon wieder um Worte verlegen?« fragte Rod boshaft. »Und das unter so vielen Leuten — mir entgeht eine seltene Gelegenheit!«
Danach war der förmliche Teil des Abends vorüber. Alle drängten sich um die beiden.
»Alles Glück dieser Welt«, rief Cargill und schüttelte Rod heftig die Hand. »Das mein’ ich wirklich, Sir. Und das Imperium hätte für die Kommission keine bessere Wahl treffen können.«
»Sie werden doch nicht heiraten, bevor wir ankommen?« fragte Sinclair. »War’ nicht recht, ohne mich in meiner Heimatstadt Hochzeit zu halten.«
»Wir wissen noch nicht genau, wann es sein wird«, beruhigte ihn Sally. »Aber ganz bestimmt nicht, bevor die Lenin eintrifft. Sie sind natürlich alle zur Hochzeit eingeladen.«
Die Splits auch, fügte sie bei sich hinzu. Ich frage mich, was sie von dem Zirkus halten werden?
Die Gesellschaft löste sich in kleine Gruppen auf, deren Mittelpunkt jedoch Rod und Sally blieben. Der große Messetisch wurde ganz abgeräumt und ins Deck hinuntergelassen, um den Stewards mehr Platz zu geben, die mit Kaffee und Tee zwischen den Gästen herumeilten.