Der Splitter im Auge Gottes
- Автор: Нивен Ларриё, Пурнель Джерри
- Год: 2013
- Язык: немецкий
- Год: Wilhelm Heyne
- ISBN: 3-453-21532-X
- Переводчик: Yoma Cap
- Жанр: Космическая фантастика
Электронная книга - «Der Splitter im Auge Gottes». Краткое содержание книги:
Der Splitter ist ein Werk über die Begegnung von Menschen mit einer anderen hochentwickelten Spezies. Niven und Pournelle haben dafür ein schlüssiges Universum generiert und sich weitgehend an die Erkenntnisse der Physik und Astronomie gehalten.
Auf dem Rückweg in seine Kabine las er die Nachricht noch einmal. Sally sprang auf, als er eintrat. »Rod, was machst du nur für ein Gesicht?«
»Hab’ einen Brief bekommen«, sagte er.
»Oh — Neuigkeiten von zu Hause?«
»Sozusagen.«
Sie lächelte, aber in ihrer Stimme machte sich Unsicherheit bemerkbar. »Wie geht es allen? Ist dein Vater gesund?« Rod kam ihr nervös und aufgeregt vor, aber er war viel zu munter, um schlechte Nachrichten erhalten zu haben. Was brachte ihn also so aus dem Häuschen? Es war fast so, als hätte er irgendeine Aufgabe erhalten, etwas, was er gern tun wollte, vor dem er aber ein bisschen Angst hatte.
»Meiner Familie geht’s gut. Deiner auch — aber das wirst du bald genug selber hören.
Senator Fowler ist in Neuschottland.«
Sie schaute ihn ungläubig an. »Onkel Ben ist hier draußen? Aber warum?« »Er sagt, er begann sich Sorgen um dich zu machen. Niemand da, der sich um dich kümmert, also musste er …«
Sie streckte ihm die Zunge heraus und versuchte das Nachrichtenblatt zu erwischen.
Rod wich ihr trotz der eineinhalb Ge geschickt aus.
»Na schön«, sagte er. Er lachte, aber es klang gepresst. »Der Kaiser hat ihn geschickt.
Als seinen persönlichen Vertreter und als Vorsitzenden einer Kaiserlichen Kommission, die mit den Splits verhandeln soll.« Rod schwieg einen Augenblick lang. »Wir wurden beide in die Kommission berufen.«
Sie schaute ihn betroffen an. Langsam kam Verstehen in ihre Augen. Dies war eine berufliche Anerkennung, wie sie sich sie nie erträumt hätte.
»Meinen Glückwunsch, Miss Kommissionsrat«, lachte Rod. Er nahm sie bei den Händen und hielt sie mit ausgestreckten Armen fest. »Der Lordvorsitzende Seiner Majestät Sonderkommission fragt mich außerdem, wann wir heiraten werden. Ich halte diese Frage für einigermaßen berechtigt.«
»Aber … ich … Rod … wir …« Es verschlug ihr den Atem.
»Bei Gott, hab’ ich’s doch tatsächlich fertiggebracht, dass es dir die Sprache verschlägt.
Einmal hältst du den Mund …« Er benützte die günstige Gelegenheit, um sie zu küssen.
Dann noch einmal. Das dauerte langer.
»Ich glaube, ich sollte lieber diesen Brief lesen«, sagte sie, als er sie freigab. »Wenn du erlaubst.«
»Du hast noch immer nicht die Frage deines Onkels beantwortet, und ich lasse dich das nicht lesen, bevor du’s tust.«
»Seine Frage!« Ihre Augen blitzten gefährlich. »Rod Blaine, wenn ich jemanden heirate — wenn, hörst du —, dann wird er mich gefälligst selbst fragen!«
»Also gut. Lady Sandra Liddell Leonovna Bright Fowler, wollen Sie mich heiraten?«
Jede Spur von Neckerei war aus seiner Stimme verschwunden, und obwohl er sein Grinsen zu halten versuchte, gelang es ihm irgendwie nicht mehr. Er machte ein Gesicht wie ein Vierjähriger, der zum ersten Male vor einem lichterglänzenden Weihnachtsbaum steht. »Wenn wir wieder in Neuschottland sind …«
»Ja natürlich will ich dich heiraten — aber Neuschottland? Rod, dein Vater wird erwarten, dass wir bei Hof heiraten. Alle unsere Freunde sind auf Sparta …«
»Ich glaube, du solltest vielleicht doch lieber die Nachricht lesen, Liebste. Wir kommen wahrscheinlich noch längere Zeit nicht nach Sparta zurück.« Er gab ihr das Formular und setzte sich auf die Armlehne des Stuhls, in den sie sich fallen ließ. »Hier, dieser Teil.« Er zeigte es ihr.
ERSTE REAKTION HIER ZWIESPALT OB SIE ALS HELD ODER VERBRECHER ANZUSEHEN SIND STOP VERLUST VON MAC ARTHUR VON ADMIRALITÄT NICHT BEGEISTERT BEGRÜSST STOP CRANSTON EXPLODIERTE STOP ARMSTRONG SAGTE ZITIERE WIE ZUR HÖLLE KANN JEMAND EINEN SCHLACHTKREUZER VERLIEREN ENDE ZITAT STOP
ABSATZ KUTUZOVS BERICHT ZU IHREN GUNSTEN STOP KUTUZOV ÜBERNIMMT VOLLE VERANTWORTUNG FÜR VERLUST STOP KUTUZOV MELDET
OBERKASTEN-SPLITS HÄTTEN MÖGLICHERWEISE MAC ARTHUR VON UNGEZIEFER SÄUBERN KÖNNEN ABER NACH SEINER ENTSCHEIDUNG RISIKO
DER PREISGABE TECHNOLOGISCHER GEHEIMNISSE ZU GROSS STOP KUTUZOV NOCH UNSICHER ÜBER AUSMASS VON SPLITGEFAHR EMPFIEHLT
JEDOCH ADMIRALITÄT GROSSE KRIEGSFLOTTE ZU SAMMELN STOP HORVATHS BERICHT BESAGT SPLITS FREUNDLICH KEINE FLOTTE NÖTIG UND SPLITS ZITIERE GRÖSSTE CHANCE DER MENSCHLICHEN GESCHICHTE ZITAT ENDE STOP PROBLEM BEI MIR GELANDET STOP
»Bei uns auch«, bemerkte Rod. »Aber lies weiter.«
ABSATZ DURCH ERNENNUNG DES SOUVERÄNS BIN ICH NUN LORDVORSITZENDER DER KAISERLICHEN SONDERKOMMISSION FÜR DIE VERHANDLUNG MIT FREMDEN INTELLIGENZEN STOP AUF PERSÖNLICHE ANWEISUNG SEINER MAJESTÄT WERDEN RODERICK LORD BLAINE KLAMMER DAS SIND SIE ABER SIE HABEN SICHS BEINAHE VERPATZT ALS SIE IHR SCHIFF VERLOREN STOP MACHEN SIE SICH DAS NICHT ZUR GEWOHNHEIT KLAMMER ZU UND LADY SANDRA BRIGHT ZU KOMMISSIONSRÄTEN ERNANNT STOP KOMMISSION HAT VOLLMACHT IM NAMEN DES SOUVERÄNS ZU HANDELN STOP KOMMISSIONSMITGLIEDER WERDEN IN NEUSCHOTTLAND BLEIBEN FALLS NICHT RATSAM FREMDE BEVOLLMÄCHTIGTE SOFORT NACH SPARTA ZU BRINGEN STOP
ABSATZ WENN KOMMISSION BEFINDET DASS FREMDE GEFAHR ODER POTENTIELLE GEFAHR FÜR IMPERIUM DANN HAT KOMMISSION IN ÜBEREINSTIMMUNG MIT VIZEKÖNIG TRANSKOHLENSACK SOFORT ALLE MASS-NAHMEN ZU TREFFEN DIE RATSAM ERSCHEINEN STOP IRGENDWELCHE ANREGUNGEN FRAGE
ABSATZ ROD WENN DIESE SPLITS NICHT EINFACHE BAUERN SIND UND IHRE SONDE ÜBERZEUGT MICH DASS SIES NICHT SIND DANN WERDEN SIE UND SALLY NOCH LÄNGER HIER DRAUSSEN BLEIBEN MÜSSEN STOP NEHME AN SIE SIND WIEDER ZU VERSTAND GEKOMMEN UND DEMNACH MIT SALLY VERLOBT STOP WANN IST HOCHZEIT FRAGE IHR VATER SCHICKT SEINEN SEGEN STOP ICH EBENFALLS STOP MARQUIS ERWARTET DASS IHR BEIDEN VERHEIRATET SEID WENN ER EUCH WIEDERSIEHT STOP WENN SIE MEINEN MARQUIS UND ICH HABEN DAS ARRANGIERT DANN HABEN SIE KEINEN BLASSENDUNST STOP SEINE MAJESTÄT BILLIGT SOFORTIGE HEIRAT STOP IHRE MUTTER UND KAISERIN SCHIK-KEN GLÜCKWÜNSCHE UND SEGEN STOP
»Was ist, wenn ich nein sage?« wollte Sally empört wissen. »Das ist doch das stärkste Stück, das mir je untergekommen ist!«
»Aber du hast nicht nein gesagt. Du hast ja gesagt.« Er beugte sich hinunter und küsste ihre Hand.
Sie riss sich los, und er merkte, dass sie wirklich böse war.
»Verdammt.« Sie sprach sehr leise und deutlich. »Verdammt nochmal. ›Seine Majestät billigt sofortige Heirat‹ — Herrgott! Wenn ich dir einen Korb gäbe, war’s vermutlich Hochverrat!«
»Ich habe dich vorher gefragt«, stellte er fest. »Und du hast mir geantwortet. Vorher!«
»Das war sehr gerissen. Ach, hör auf, wie ein kleiner Junge dreinzuschauen. Ja, ich will dich heiraten. Es passt mir nur nicht, dass mir etwas befohlen wird, was ich ohnehin getan hätte.«
Er musterte sie. »Du hast lange Ferien gehabt. Ich nie.«
»Was?«
»Ferien von den Verpflichtungen, die ein Titel mit sich bringt. Erst warst du unterwegs, um primitive Kulturen zu studieren — aus eigenem Wunsch. Ich wurde für ein Jahr in die Akademie gesteckt. Dann warst du in diesem Gefangenenlager, aber selbst in diesem Dreckloch warst du frei — es gab keine Autorität, die du achten konntest.« Er wählte seine Worte sehr vorsichtig. Sally war rot vor Zorn.
»Dann auf der Mac Arthur. Als Gast. Nun unter meiner Autorität, wenn du dich erinnerst.
Und du hast diese Tatsache so sehr respektiert, dass du …«
»Schon gut l Ich bin heimlich mitgekommen, als wir die Narrensonde einfingen. Du weißt warum.«
»Sehr richtig. Und dann auf Neuschottland, wo du praktisch die ranghöchste Person weit und breit warst. Das hat dir gefallen, nicht? Die wenigen Leute, die über dir standen, hatten kein Interesse, dir irgend etwas zu befehlen. Und schließlich auf Splitter Alpha, wo du genau das tun konntest, was du dein Leben lang wolltest. Du hattest sehr lange Ferien. Jetzt sind sie zu Ende.«
»So kommt es mir vor.« Rod schnippte mit dem Finger gegen das Papier in ihrer Hand.