Der Splitter im Auge Gottes
- Автор: Нивен Ларриё, Пурнель Джерри
- Год: 2013
- Язык: немецкий
- Год: Wilhelm Heyne
- ISBN: 3-453-21532-X
- Переводчик: Yoma Cap
- Жанр: Космическая фантастика
Электронная книга - «Der Splitter im Auge Gottes». Краткое содержание книги:
Der Splitter ist ein Werk über die Begegnung von Menschen mit einer anderen hochentwickelten Spezies. Niven und Pournelle haben dafür ein schlüssiges Universum generiert und sich weitgehend an die Erkenntnisse der Physik und Astronomie gehalten.
Nur einmal flackerte Buckmans Interesse wieder auf. Er hatte auf Horvaths Ersuchen die Bahnen der Asteroiden studiert. Plötzlich wurde sein Blick glasig. In fieberhafter Eile tippte er Codebezeichnungen und Daten in den Computer und starrte das Ergebnis an.
»Unglaublich.«
»Was ist unglaublich?« fragte Horvath geduldig.
»Der Wabenasteroid wies keinerlei Strahlung mehr auf.« »Ja.« Horvath hatte einige Erfahrung darin, Buckman Informationen herauszuziehen.
»Nehmen wir das auch für die anderen Asteroiden an. Ich bin überzeugt davon. Diese Bahnen sind perfekt — so weit man sie auch zeitlich vor oder zurück berechnet, es gibt nie Kollisionen. Diese Steinbrocken können schon sehr lange so herumschweben.«
Horvath ging, in Selbstgespräche versunken. Wie alt war diese Asteroidenkultur wirklich? Buckman dachte in Maßstäben, die die Lebensdauer von Sternen betrafen!
Kein Wunder, dass der Wabenasteroid nicht mehr strahlungsverseucht war: die Splits machten nie Bahnkorrekturen. Sie schössen diese Felsbrocken genau dorthin, wo sie sie haben wollten …
Nun, dachte er, Zeit, wieder in das Geschenkschiff zurückzukehren. Wir werden es nur zu bald verlassen müssen — ich frage mich, ob Blaine irgendwelche Fortschritte macht?
Rod und Sally konferierten eben gerade mit dem Admiral — auf der Brücke. Soweit Rod wusste, hatte niemand außer dem Admiral und seinem Steward je das Innere seiner Kabine zu sehen bekommen. Vielleicht auch der Admiral selber nicht, denn er schien die Brücke niemals zu verlassen. Unermüdlich beobachtete er die Schirme, nach den geringsten Anzeichen feindseliger Handlungen der Splits Ausschau haltend.
»Es ist schade«, sagte er eben. »Dieses Schiff wäre wertvoll. Aber wir können nicht riskieren, es an Bord zu nehmen. Sonderbare Mechanismen — wer weiß, wozu sie dienen mögen? Und könnten unsere Split-Passagiere sie sich nicht zu Nutzen machen?« Kutuzov schauderte.
»Ja, Sir«, meinte Rod zuvorkommend. Er bezweifelte zwar, dass das Geschenkschiff irgendeine Gefahr darstellte, aber es enthielt wirklich Apparate, die nicht einmal Sinclair durchschaute. »Ich dachte an andere Produkte. Kleinere Gegenstände. Diese Statuetten, die Kaplan Hardy so gefallen. Wir könnten alles in Plastik einsiegeln und in Stahlbehälter verstauen, die zugeschweißt werden und außen am Rumpf innerhalb des Feldes befestigt werden könnten. Wenn die Splits etwas besitzen, das uns trotz dieser Vorsichtsmaßnahmen noch zu schaden vermag, dann ist es vielleicht besser, wir kehren nicht nach Hause zurück.«
»Hm.« Der Admiral strich sich durch den Bart. »Sie halten diese Artefakte für wertvoll?«
»Ja, Sir.« Wertvoll bedeutete für Kutuzov etwas anderes als für Sally oder Horvath. »Je mehr wir über die Technologie der Splits lernen, um so bessere Bedrohungsabschätzungen werden Cargill und ich liefern können, Sir.«
»Da. Kapitän, ich möchte, dass Sie mir offen Ihre Meinung sagen. Was halten Sie von den Splits?«
Sally hielt ihre Zunge nur mühsam im Zaum. Sie überlegte, was Rod jetzt sagen würde.
Es hatte sich gezeigt, dass er den Admiral ganz unerwartet geschickt zu manipulieren verstand.
Rod zuckte die Achseln. »Ich stimme sowohl mit Dr. Horvath als auch mit Ihnen selbst überein, Sir.« Als Kutuzov ihn erstaunt anblickte, fügte Rod eilig hinzu: »Sie könnten die größte potentielle Gefahr darstellen, der wir je begegnet sind, oder auch unsere größte Chance. Vielleicht beides. Was auch zutrifft — je mehr wir über sie wissen, um so besser — solange wir Vorkehrungen treffen, um jedes denkbare Risiko auszuschalten.«
»Ah. Kapitän, ich schätze Ihre Meinung. Wenn ich es gestatte, werden Sie die persönliche Verantwortung dafür übernehmen, dass jegliche Gefährdung durch Split-Artefakte, die von diesem Schiff herübergebracht werden, eliminiert wird? Ich erwarte mehr als Gehorsam. Ich verlange Ihren persönlichen Einsatz und Ihr Wort, dass Sie kein Risiko eingehen.«
Damit werde ich mich bei Horvath nicht gerade beliebt machen, überlegte Rod. Anfangs wird der Wissenschaftsminister froh sein, überhaupt etwas mitnehmen zu dürfen; aber über kurz oder lang wird er etwas haben wollen, dem ich nicht traue. »Jawohl, Sir. Ich gehe hinüber und kümmere mich selbst darum. Äh … ich würde Miss Fowler brauchen.«
Kutuzovs Augen verengten sich, »Bah. Sie wären für ihre Sicherheit verantwortlich.«
»Natürlich.«
»Also gut. Sie können gehen.« Als Rod und Sally die Brücke verlassen hatten, musterte Commander Borman seinen Admiral neugierig. Er fragte sich, ob er wirklich die Spur eines Grinsens entdeckte. Nein, natürlich nicht. Das war einfach nicht denkbar.
Wäre ein Offizier von höherem Rang als Blaine anwesend gewesen, hätte Kutuzov vielleicht irgendeinen Kommentar abgegeben, aber er dachte nicht daran, über einen Kapitän — und zukünftigen Marquis — mit Borman zu diskutieren. Er hätte jedoch vielleicht etwas gesagt wie: »Blaine zu beschäftigen ist eine Gefährdung von Miss Fowler wert. Wenn er nicht vor sich hin brütet, ist er ein guter Offizier.« Kutuzov mochte vielleicht niemals die Brücke verlassen, aber er hielt es für seine Pflicht, seine Offiziere auf der Höhe ihrer Leistungsfähigkeit zu halten. Wie alle seine Pflichten nahm er das sehr ernst.
Natürlich gab es sofort Zwistigkeiten. Horvath wollte alles mitnehmen und gab sich der Täuschung hin, dass Rod den Admiral eingewickelt hätte. Als er herausfand, dass Blaine sein Versprechen ernst nahm, war es mit dem Tauwetter zwischen den beiden Männern vorbei. Zornig und fast den Tränen nahe sah er zu, wie Blaines Leute das Geschenkschiff zu zerlegen begannen, empfindliche Apparaturen in Stücke schnitten — manchmal ganz willkürlich, um die Möglichkeit zu eliminieren, dass die Splits bestimmte Demontagemaßnahmen vorausgesehen und irgendeinen Hinterhalt darauf aufgebaut hatten.
Zumindest hatte Rod jetzt endlich wieder eine nützliche Beschäftigung, und er konnte dabei mit Sally Zusammensein. Wenn sie nicht arbeiteten, führten sie oft stundenlange Gespräche, genossen den Weinbrand der Splits und luden manchmal Kaplan Hardy dazu ein. Rod begann einiges über Anthropologie zu lernen, wenn er Sally und Hardy bei Debatten über theoretische Spitzfindigkeiten der kulturellen Entwicklung zuhörte.
Als der Narrenpunkt immer näher rückte, geriet Horvath fast völlig aus der Fassung.
»Sie sind genauso arg wie der Admiral, Blaine«, warf er Rod vor, als er mit ansehen musste, wie ein Flotteningenieur mit einem Schneidlaser auf eine Apparatur losging, die das komplexe Feld schuf, welches die Molekularstrukturen in einer der wunderbaren Kaffeemaschinen änderte. »Wir haben bereits so ein Ding auf der Lenin. Was kann ein zweites schon schaden?«
»Die Maschine, die wir haben, wurde nicht von Splits gebaut, die wussten, dass sie auf ein Kriegsschiff kommen würde«, antwortete Sally. »Außerdem ist die hier anders …«
»Jeder Gegenstand, den die Splits herstellen, ist anders als der vorhergehende«, fauchte Horvath. »Sie sind noch am schlimmsten von der Bande — noch misstrauischer als Blaine, bei Gott. Ich hätte gedacht, Sie wüssten es besser.«
Sie lächelte ergeben und warf eine Münze hoch. »Schneiden Sie’s hier noch mal durch«, wies sie dann den Ingenieur an.
»Gut, Miss.« Der Mann drehte den Schneidapparat und ließ den Strahl noch einmal über das Metall streichen.
»Ach, zum Teufel.« Horvath marschierte hinaus, um David Hardy zu suchen. Der Kaplan hatte die Rolle des Friedensstifters übernommen, was sehr nötig war. Ohne ihn hätte binnen Stunden niemand im Kutter mehr ein Wort mit den anderen gesprochen.