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Электронная книга - «Oblomow». Краткое содержание книги:

Oblomow
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»Und du? Du hast heute doch sicher deine sieben Rubel eingesteckt?«

»Wa-as! Jetzt ist es aus mit den Einkünften; ich habe dir noch nicht alles erzählt, was der General gesagt hat.«

»Was denn?« fragte Tarantjew wieder erschrocken.

»Er hat mir befohlen, aus dem Amt auszutreten.«

»Was sagst du, Gevatter?« sagte Tarantjew, ihn anglotzend. »Nun«, schloß er wütend, »jetzt werde ich dem Landsmann aber gehörig meine Meinung sagen!«

»Du bist froh, wenn du nur schimpfen kannst!«

»Nein, du kannst sagen, was du willst, ich werde es ihm aber zeigen!« sagte Tarantjew. »Ich werde übrigens noch warten, du hast recht, mir ist was eingefallen, hör einmal, Gevatter!«

»Was denn noch?« fragte Iwan Matwejewitsch sinnend.

»Man kann da noch ein gutes Geschäft machen. Es ist nur schade, daß du aus der Wohnung ausgezogen bist ...«

»Warum denn?«

»Um Oblomow und die Schwester beim Pirogenbacken zu beaufsichtigen und dann ... Zeugen anzugeben!« sagte Tarantjew, Iwan Matwejewitsch anblickend. »Da kann auch der Deutsche nichts anfangen. Und du bist jetzt ein freier Mann. Wenn du eine Untersuchung einleitest, ist es eine gesetzliche Sache! Dann wird auch der Deutsche erschrecken und sich in Unterhandlungen einlassen.«

»Das würde wirklich gehen!« antwortete Muchojarow sinnend. »Du bist nicht dumm, wenn es sich darum handelt, etwas auszudenken, du taugst aber nicht, wenn man etwas ausführen will, und so ist es auch mit Satjortij. Ja, ich werde es ihnen zeigen, warte nur!« sagte er, mit der Faust auf den Tisch schlagend. »Sie werden schon etwas erleben! Ich werde meine Köchin zur Schwester in die Küche schicken; sie wird mit Anissja Freundschaft schließen und alles aus ihr herausbekommen, und dann ... Trinken wir, Gevatter!«

»Trinken wir!« wiederholte Tarantjew. »Und dann werde ich mir den Landsmann hernehmen!«

Stolz machte einen Versuch, Oblomow mitzunehmen, doch dieser bat, ihn nur für einen Monat dazulassen, und tat es so flehentlich, daß Stolz sich erweichen ließ. Wie er sagte, brauchte er diesen Monat, um alle Angelegenheiten zu erledigen, die Wohnung zu vermieten und alles so zu ordnen, um nicht mehr nach Petersburg zurückkommen zu müssen. Dann mußte er alles zur Einrichtung des Gutshauses einkaufen; endlich wollte er eine gute Wirtschafterin, in der Art wie Agafja Matwejewna es war, anwerben, gab auch nicht die Hoffnung auf, sie selbst dazu zu bewegen, das Haus zu verkaufen, aufs Gut zu übersiedeln und sich der ihrer würdigen Tätigkeit, der Leitung einer großen, komplizierten Wirtschaft, zu widmen.

»Sag einmal, Ilja«, unterbrach ihn Stolz, »ich wollte dich fragen, in welchen Beziehungen du zu ihr stehst ...«

Oblomow errötete plötzlich.

»Was willst du damit sagen?« fragte er eilig.

»Das weißt du sehr gut«, bemerkte Stolz, »sonst hättest du keinen Grund zu erröten. Höre, Ilja, wenn dabei eine Warnung etwas nützen kann, bitte ich dich im Namen unserer Freundschaft, vorsichtig zu sein ...«

»Worin denn? Ich bitte dich!« verteidigte sich der verlegene Oblomow.

»Du hast von ihr mit solchem Feuer gesprochen, daß ich wirklich zu glauben beginne, du ...«

»Liebst sie, willst du sagen! Aber ich bitte dich!« unterbrach ihn Oblomow mit gezwungenem Lachen.

»Um so schlimmer, wenn dabei kein einziger seelischer Funken glüht, wenn das nur ...«

»Andrej! Hast du mich denn als einen unmoralischen Menschen gekannt?«

»Warum bist du dann errötet?«

»Weil du einen solchen Gedanken zulassen konntest.«

Stolz schüttelte zweifelnd den Kopf.

»Gib acht, Ilja, daß du nicht in diese Grube fällst. Ein ordinäres Frauenzimmer, ein schmutziges Leben, die bedrückende Atmosphäre von Stumpfsinn und Roheit - pfui ...«

Oblomow schwieg.

»Nun, leb wohl«, schloß Stolz, »ich werde also Oljga sagen, daß wir dich im Sommer, wenn nicht bei uns, so doch in Oblomowka sehen werden. Vergiß nicht, daß sie von dir nicht ablassen wird!«

»Bestimmt, bestimmt«, antwortete Oblomow überzeugend, »füge sogar hinzu, daß ich bei euch den Winter verbringen werde, wenn sie es erlaubt.«

»Das wäre eine Freude!«

Stolz fuhr noch am selben Tage fort, und am Abend kam Tarantjew. Er konnte es nicht ertragen und kam, ihn des Gevatters wegen zu beschimpfen. Er ließ dabei nur eines aus dem Auge, daß Oblomow in Iljinskys Gesellschaft die Gewohnheit verloren hatte, mit solchen Menschen, wie er es war, umzugehen, und daß seine Nachsicht der Grobheit und Frechheit gegenüber sich in Ekel verwandelt hatte. Das würde sich schon längst geäußert haben und hatte sich zum Teil während Oblomows Aufenthalt auf dem Lande gezeigt, doch Tarantjew besuchte ihn seitdem seltener und immer in Anwesenheit anderer, so daß zwischen ihnen keine Reibungen entstehen konnten.

»Guten Tag, Landsmann«, sagte Tarantjew zornig, ohne die Hand zu reichen.

»Guten Tag!« antwortete Oblomow, kalt durchs Fenster blickend.

»Nun, hast du deinem Wohltäter das Geleite gegeben?«

»Ja. Warum?«

»Ein schöner Wohltäter!« fuhr Tarantjew giftig fort.

»So, gefällt er dir nicht?«

»Ich würde ihn hängen lassen!« krächzte Tarantjew voll Haß.

»So!«

»Und dich auch, auf demselben Baum mit ihm zusammen!«

»Wofür denn?«

»Man muß in allem ehrlich sein; wenn man schuldig ist, muß man zahlen und keine Schliche gebrauchen. Was hast du jetzt angerichtet?«

»Höre, Michej Andreitsch, befreie mich von deinen Märchen; ich habe dir aus Trägheit und Sorglosigkeit lange zugehört; ich habe geglaubt, daß du wenigstens eine Spur von Gewissen besitzest, du hast aber nicht einmal das. Ihr beide, du und dieser Schuft, wolltet mich betrügen; ich weiß nicht, wer von euch der Schlechtere ist, aber ihr beide seid mir widerwärtig. Mein Freund hat mich aus dieser dummen Falle befreit ...«

»Ein guter Freund!« sagte Tarantjew. »Ich habe gehört, daß er dir deine Braut fortgeschnappt hat; ein schöner Wohltäter! Nun, Bruder Landsmann, du bist ein Dummkopf ...«

»Laß, bitte, diese Zärtlichkeiten!« unterbrach ihn Oblomow.

»Nein, ich werde sie nicht lassen! Du hast an mich nicht gedacht, du Undankbarer! Ich habe dich hier eingerichtet, ich habe dir eine Frau gefunden, die ein wahrer Schatz ist. Ich habe dir Ruhe und Bequemlichkeit verschafft, ich habe dich mit Wohltaten überschüttet, und du wendest dich von mir ab. Du hast dir einen schönen Freund ausgesucht - einen Deutschen! Du hast ihm dein Gut in Pacht gegeben; wart nur, wie er dich bestehlen wird, er wird dir auch Aktien anhängen. Er wird dich noch zum Bettler machen, denke an mich! Ich sage dir, daß du ein Dummkopf bist und außerdem noch ein undankbares Vieh!«

»Tarantjew!« rief Oblomow drohend aus.

»Was schreist du? Ich selbst werde durch die ganze Welt schreien, daß du ein Dummkopf und ein Vieh bist!« schrie Tarantjew. »Ich und Iwan Matwejewitsch haben dich gehegt und gepflegt, wir haben dich wie Leibeigene bedient, sind vor dir auf den Fußspitzen gegangen und haben dir in die Augen geschaut, und du hast ihn vor der Obrigkeit verleumdet; jetzt ist er ohne Posten und ohne ein Stück Brot! Das ist häßlich und gemein! Du mußt ihm jetzt die Hälfte deines Vermögens geben; stell einen Wechsel auf seinen Namen aus; du bist jetzt nüchtern und bei vollem Verstand, tu es, sag ich dir, sonst gehe ich nicht fort ...«

»Was haben Sie, Michej Andreitsch, warum schreien Sie so?« sagten die Hausfrau und Anissja, zur Tür hereinblickend, »zwei Vorübergehende sind stehengeblieben und hören zu, was das für ein Geschrei ist ...«

»Ich will schreien«, brüllte Tarantjew, »dieser Tölpel soll sich nur die Schande antun! Dieser deutsche Schurke soll dich nur betrügen, um so mehr, als er jetzt mit deiner Geliebten zusammensteckt ...«

Im Zimmer erschallte eine laute Ohrfeige. Sowie Oblomow Tarantjews Wange getroffen hatte, verstummte dieser augenblicklich, ließ sich auf einen Sessel sinken und drehte seine erstaunten Augen wie geistesabwesend nach allen Seiten hin.

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