Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Научная фантастика » Unendlichkeit [Revelation Space - de]
Unendlichkeit [Revelation Space - de] - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Unendlichkeit [Revelation Space - de]

Электронная книга - «Unendlichkeit [Revelation Space - de]». Краткое содержание книги:

Vor Urzeiten lebte auf dem Planeten Resurgam das Volk der Amarantin. An der Schwelle zum Raumfahrtzeitalter jedoch wurde ihre blühende Kultur durch eine kosmische Katastrophe völlig vernichtet und so daran gehindert, in den Weltraum vorzudringen. Ein unglückliches Zusammenspiel physikalischer Gesetze? Oder alles andere als ein Zufall? Eine Millionen Jahre später will sich die Menschheit auf Resurgam ansiedeln. Die Kolonisten stoßen dort auf das Vermächtnis des außerirdischen Volkes: eine verschüttete Stadt und die riesige Statue eines geflügelten Amarantin. Es ist eine archäologische Sensation, und ihrem Entdecker, dem genialen Wissenschaftler Dan Sylveste, ist großer Ruhm gewiss. Sylveste aber bedeuten die Funde noch viel mehr: Er will die Wahrheit über das Schicksal der Amarantin herausfinden und ist bereit, dafür nicht nur sein eigenes, sondern auch das Leben anderer aufs Spiel zu setzen. Gemeinsam mit einer Gruppe von Cyborgs und ausgestattet mit einem Waffenarsenal, das ein ganzes Sonnensystem vernichten könnte, beginnt er seine Nachforschungen. Bald schon muss er allerdings erkennen, dass jemand — oder etwas — mit allen Mitteln verhindern will, dass er erfährt, was tatsächlich mit den Amarantin geschah…
1 ... 130 131 132 133 134 135 136 137 138 ... 175
Перейти на страницу:

»Wir versuchen es zuerst bei den Musterschiebern«, murmelte Sajaki so zerstreut, als teste er im Selbstgespräch verschiedene Möglichkeiten. »Wenn sie nicht helfen können, sehen wir weiter.« Unvermittelt nahm er Sylveste wieder ins Visier. »Der Captain und ich, wir haben sie nämlich auch einmal besucht. Sie sind nicht der Einzige, der vom Wasser ihres Ozeans gekostet hat.«

»Wir sollten keine Sekunde länger in der Gesellschaft dieses Irren verweilen als unbedingt nötig«, sagte Calvin, und Sylveste nickte stumm.

Volyova sah zum sechsten oder siebten Mal auf ihr Armband, aber die Anzeige hatte sich in der letzten Stunde kaum verändert. Sie sagte ihr nur, was sie bereits wusste: die schicksalhafte Vereinigung von Brückenkopf und Cerberus war nur noch knapp einen halben Tag entfernt, und es sah nicht danach aus, als wolle jemand Einwände erheben oder gar den Versuch unternehmen, die Hochzeit zu verhindern.

»Auch wenn du alle zwei Sekunden auf das Display schaust, es nützt alles nichts«, sagte Khouri, die mit Volyova und Pascale im Spinnenraum geblieben war. Sie hatten die letzten Stunden fast ausschließlich außerhalb des Rumpfs verbracht und waren nur ins Innere zurückgekehrt, um Sylveste zu den anderen Triumvirn zu bringen. Sajaki hatte nicht nach Volyova gefragt: wahrscheinlich glaubte er sie in ihrer Kabine damit beschäftigt, ihrer Angriffsstrategie den letzten Schliff zu geben. In ein bis zwei Stunden kam sie freilich nicht mehr umhin, sich sehen zu lassen, wenn sie keinen Verdacht erregen wollte. Bald danach musste sie beginnen, mit einzelnen Weltraumgeschützen den Punkt auf Cerberus zu beschießen, wo der Brückenkopf aufsetzen sollte. Als sie — diesmal unwillkürlich — wieder auf das Armband schaute, fragte Khouri: »Worauf wartest du eigentlich?«

»Darauf, dass die Waffe etwas Unerwartetes tut — am besten wäre ein Totalausfall.«

»Dann willst du in Wirklichkeit gar nicht, dass das Manöver glückt?«, fragte Pascale. »Vor ein paar Tagen hast du dich noch darauf gefreut wie auf die schönste Stunde deines Lebens. Was für eine Wende.«

»Damals wusste ich noch nicht, wer die Mademoiselle war. Hätte ich das früher geahnt…« Volyova fehlten die Worte. Jetzt war natürlich klar, dass der Einsatz der Waffe ein geradezu selbstmörderischer Akt war — aber was hätte es geändert, wenn sie früher Bescheid gewusst hätte? Hätte sie die Waffe womöglich trotzdem entwickelt, nur weil sie dazu imstande war; nur weil die Lösung so elegant war und sie ihren Mitmenschen zeigen wollte, was für legendäre Gebilde — wahre byzantinische Kriegsmaschinen — sie ersinnen konnte? Eine widerliche Vorstellung, die aber — auf ihre Weise — vollkommen einleuchtend war. Sie hätte den Brückenkopf geschaffen und gehofft, später verhindern zu können, dass er seine Aufgabe erfüllte. Kurzum, sie wäre in die gleiche Situation gekommen, in der sie jetzt war.

Der Brückenkopf. — die umgestaltete Lorean — befand sich im Anflug auf Cerberus und wurde dabei zusehends langsamer. Wenn er den Planeten erreichte, würde er nicht schneller fliegen als eine Gewehrkugel, aber eine Gewehrkugel mit einer Masse von Millionen von Tonnen. Träfe der Brückenkopf mit dieser Wucht auf die Oberfläche eines normalen Planeten, dann würde seine kinetische Energie sehr wirkungsvoll in Wärme umgewandelt: es gäbe eine gewaltige Explosion, die ihr Spielzeug mit einem Schlag zerstören würde. Aber Cerberus war kein normaler Planet. Sie ging — gestützt auf unzählige Simulationen — davon aus, dass schon die Masse der Waffe genügen müsste, um die dünne künstliche Kruste über dem Inneren der Welt zu durchschlagen. Was danach kam, wenn die Welt erst ein Loch hatte, konnte sie sich eigentlich nicht vorstellen.

Und deshalb war sie jetzt sprachlos vor Angst. Sylveste war aus intellektueller Eitelkeit so weit gegangen — vielleicht auch noch aus anderen Gründen —, aber sie war von dieser Schwäche nicht frei, sie war blind dem gleichen Trieb gefolgt. Jetzt wünschte sie, sie hätte das Projekt nicht so ernst genommen; hätte den Brückenkopf so konstruiert, dass sein Erfolg weniger wahrscheinlich war. Wenn sie sich vorstellte, was geschehen würde, wenn ihr Kind sie nicht enttäuschte, packte sie das blanke Entsetzen.

»Hätte ich gewusst…«, sagte sie endlich. »Ich weiß nicht. Aber ich hatte keine Ahnung, also spielt es keine Rolle.«

»Warum hast du nicht auf mich gehört?«, sagte Khouri. »Ich hatte dich beschworen, diesem Wahnsinn ein Ende zu machen. Aber mein Wort genügte dir nicht, du musstest es auf die Spitze treiben.«

»Ich konnte Sajaki wohl kaum etwas von deiner Vision aus dem Leitstand erzählen. Er hätte uns beide getötet, davon bin ich überzeugt.« Allerdings ließ sich eine Auseinandersetzung mit Sajaki möglicherweise doch nicht mehr umgehen — vom Spinnenraum aus hatten sie nur begrenzte Möglichkeiten und die genügten vielleicht schon bald nicht mehr.

»Wenigstens hättest du mir vertrauen können«, sagte Khouri.

Unter anderen Umständen, dachte Volyova, hätte sie Khouri in diesem Moment geschlagen. Doch jetzt antwortete sie nur nachsichtig: »Wie kannst du mir mangelndes Vertrauen vorwerfen? Wer hat sich denn mit Lüge und Betrug auf mein Schiff geschlichen?«

»Was blieb mir denn anderes übrig? Die Mademoiselle hatte meinen Mann.«

»Wirklich?« Volyova beugte sich vor. »Bist du dir da auch ganz sicher, Khouri? Ich meine, hast du ihn je gesehen oder war das nur eins von den vielen kleinen Spielchen der Mademoiselle? Erinnerungen lassen sich so leicht einpflanzen!«

Khouris Stimme war so leise geworden, als sei nie ein zorniges Wort zwischen ihnen gefallen. »Was willst du damit sagen?«

»Es könnte doch sein, dass er es nicht geschafft hat, Khouri. Hast du daran schon einmal gedacht? Vielleicht hat er Yellowstone nie verlassen; vielleicht war es wirklich so, wie du immer dachtest?«

Pascale ging dazwischen. »Hört bitte auf zu streiten! Wenn uns hier wirklich eine Katastrophe ins Haus steht, sollten wir wenigstens untereinander einig sein. Und falls es eurer Aufmerksamkeit entgangen sein sollte, ich bin die einzige Person auf diesem Schiff, die gar nicht gefragt wurde, ob sie an Bord kommen wollte.«

»Pech für dich«, sagte Khouri.

Pascale funkelte sie an. »Vielleicht habe ich eben nicht die ganze Wahrheit gesagt. Etwas liegt mir nämlich schon am Herzen. Auch ich habe einen Mann, und ich will nicht, dass er sich — oder anderen — Schaden zufügt, nur weil er sich unbedingt etwas in den Kopf gesetzt hat. Und deshalb brauche ich euch — alle beide, denn ihr scheint hier die Einzigen zu sein, die so denken wie ich.«

»Und was denkst du?«, fragte Volyova.

»Dass das alles nicht zusammenpasst«, sagte sie. »Das denke ich, seit du diesen Namen erwähnt hast.«

Volyova brauchte nicht zu fragen, welchen Namen sie meinte. »Du hast reagiert, als würdest du ihn kennen.«

»Das stimmt — wir kennen ihn beide. Sonnendieb ist ein Amarantin-Wort, ein Name für einen Gott, eine Gestalt aus der Mythologie — vielleicht sogar für eine historische Persönlichkeit. Aber Dan war zu verbohrt — vielleicht auch zu erschrocken —, um es zuzugeben.«

Wieder sah Volyova auf ihr Armband, aber die ersehnte Nachricht kam immer noch nicht. Dann hörte sie sich Pascales Geschichte an. Sylvestes Frau erzählte gut; sie verzichtete auf lange Vorreden und Beschreibungen und begnügte sich mit wenigen, sorgsam ausgewählten Fakten, die Volyova alles vermittelten, was nötig war. Die Ereignisse wurden nur mit sparsamen Strichen skizziert. Volyova begriff jetzt, warum gerade Pascale Sylvestes Biografie verfasst hatte. Pascale sprach von den Amarantin, der ausgestorbenen Vogelrasse, die auf Resurgam gelebt hatte. Die Crew hatte durch Sylveste inzwischen genug darüber erfahren, um die Geschichte in den richtigen Zusammenhang stellen zu können, dennoch war Volyova erschüttert, eine Verbindung zu diesen Amarantin zu entdecken. Es hatte sie schon hart genug getroffen, dass ihre Probleme irgendwie mit den Schleierwebern zu tun haben könnten. Dabei war dort der Zusammenhang von Ursache und Wirkung klar erkennbar. Aber wie passten die Amarantin hinein? Wie kam es zu dieser Verbindung zwischen zwei so radikal verschiedenen Spezies, die beide seit langem aus der Galaxis verschwunden waren? Selbst im Zeitrahmen gab es radikale Widersprüche: nach allem, was Lascaille Sylveste erzählt hatte, waren die Schleierweber — vielleicht weil sie sich in ihre umstrukturierte Raumzeit-Sphäre zurückgezogen hatten — Millionen Jahre vor dem Auftauchen der Amarantin verschwunden und hatten alle technischen Geräte und Verfahren mitgenommen, die weniger hoch entwickelten Arten nicht in die Hände fallen sollten. Gerade dieser Hort an verbotenem Wissen hatte Sylveste und Lefevre ja überhaupt in den Grenzbereich vor dem Schleier gelockt. Die Schleierweber waren vom Aussehen her die fremdartigsten Geschöpfe, die je ein Mensch gesehen hatte — gepanzerte Ungetüme mit vielen Gliedmaßen, wie aus einem Albtraum entsprungen. Die Amarantin mit ihren vogelartigen Vorfahren und ihren vier Gliedmaßen, davon zwei Beinen, hatten bei weitem nicht diese erschreckende Fremdartigkeit.

1 ... 130 131 132 133 134 135 136 137 138 ... 175
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)