Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Научная фантастика » Unendlichkeit [Revelation Space - de]
Unendlichkeit [Revelation Space - de] - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Unendlichkeit [Revelation Space - de]

Электронная книга - «Unendlichkeit [Revelation Space - de]». Краткое содержание книги:

Vor Urzeiten lebte auf dem Planeten Resurgam das Volk der Amarantin. An der Schwelle zum Raumfahrtzeitalter jedoch wurde ihre blühende Kultur durch eine kosmische Katastrophe völlig vernichtet und so daran gehindert, in den Weltraum vorzudringen. Ein unglückliches Zusammenspiel physikalischer Gesetze? Oder alles andere als ein Zufall? Eine Millionen Jahre später will sich die Menschheit auf Resurgam ansiedeln. Die Kolonisten stoßen dort auf das Vermächtnis des außerirdischen Volkes: eine verschüttete Stadt und die riesige Statue eines geflügelten Amarantin. Es ist eine archäologische Sensation, und ihrem Entdecker, dem genialen Wissenschaftler Dan Sylveste, ist großer Ruhm gewiss. Sylveste aber bedeuten die Funde noch viel mehr: Er will die Wahrheit über das Schicksal der Amarantin herausfinden und ist bereit, dafür nicht nur sein eigenes, sondern auch das Leben anderer aufs Spiel zu setzen. Gemeinsam mit einer Gruppe von Cyborgs und ausgestattet mit einem Waffenarsenal, das ein ganzes Sonnensystem vernichten könnte, beginnt er seine Nachforschungen. Bald schon muss er allerdings erkennen, dass jemand — oder etwas — mit allen Mitteln verhindern will, dass er erfährt, was tatsächlich mit den Amarantin geschah…
1 ... 124 125 126 127 128 129 130 131 132 ... 175
Перейти на страницу:

»Sajaki oder einer seiner Kollegen.«

»Sie?«

Sylveste spürte, wie sein Blick auf die Frau gelenkt wurde. »Nein«, sagte Calvin. Aus Sylvestes Mund kam ein gänzlich überflüssiges Murmeln. »Sie nicht. Ich will nicht sagen, dass ich ihr vertraue, aber ich glaube nicht, dass sie Sajaki bedingungslos ergeben ist.«

»Worüber diskutieren Sie?«, fragte Volyova und trat näher.

»Halten Sie etwas Abstand«, mahnte Calvin durch Sylveste, der im Augenblick nicht einmal in Gedanken eigene Laute bilden konnte. »Unsere Untersuchungen könnten Seuchensporen freigesetzt haben — Sie sollten sie nicht einatmen.«

»Mir würden sie nicht schaden«, sagte Volyova. »Ich bin brezgati. Ich habe nichts in mir, was für die Seuche anfällig wäre.«

»Warum dann diese eisige Miene?«

»Weil es kalt ist, Svinoi.« Sie hielt inne. »Moment mal. Mit wem von beiden spreche ich eigentlich? Mit Calvin, nicht wahr? Dem schulde ich vermutlich ein Quäntchen mehr Respekt — immerhin erpresst er uns nicht.«

»Zu gütig«, hörte Sylveste sich sagen.

»Sie haben doch hoffentlich einen Plan, wie Sie hier vorgehen wollen? Triumvir Sajaki könnte sehr unangenehm werden, wenn er den Verdacht hätte, Sie würden Ihre Seite des Abkommens nicht einhalten.«

»Triumvir Sajaki«, erwiderte Calvin, »könnte ein Teil des Problems sein.«

Sie war jetzt doch näher gekommen, aber sie zitterte vor Kälte, denn anders als Sylveste trug sie keine Schutzkleidung. »Ich fürchte, das habe ich nicht verstanden.«

»Was meinen Sie, ist es wirklich sein Wunsch, dass wir den Captain heilen?«

Sie sah ihn an, als habe er sie ins Gesicht geschlagen. »Warum denn nicht?«

»Er hat jetzt schon sehr lange das Kommando, daran gewöhnt man sich. Ihr Triumvirat ist doch nur eine Farce — Sajaki ist der Captain, nur der Titel fehlt ihm, und Sie und Hegazi wissen das genau. Diesen Status wird er nicht kampflos aufgeben.«

Ihre Antwort kam zu hastig, um ganz überzeugend zu sein. »An Ihrer Stelle würde ich mich auf meine Arbeit konzentrieren, anstatt mir den Kopf über die Wünsche des Triumvirs zu zerbrechen. Immerhin hat er Sie an Bord geholt. Dazu ist er Lichtjahre weit gereist. Warum sollte er das tun, wenn er nicht wollte, dass sein Captain wiederhergestellt wird?«

»Er wird dafür sorgen, dass wir scheitern«, sagte Calvin. »Aber bevor das geschieht, wird er einen neuen Hoffnungsfunken entdecken, eine andere Therapie, einen anderen Arzt, der Heilung verspricht, er braucht ihn nur zu suchen. Und ehe Sie sich versehen, sind Sie wieder Jahrhunderte unterwegs.«

»Nehmen wir an, Sie hätten Recht«, sagte sie so langsam, als fürchte sie, in eine Falle zu tappen. »Warum hat Sajaki den Captain dann nicht schon längst getötet? Damit wäre seine Position gesichert.«

»Weil er sich dann überlegen müsste, was er mit Ihnen anfangen soll.«

»Mit mir?«

»Ja, überlegen Sie doch einmal.« Calvin ließ die Instrumente los und trat zurück wie ein Schauspieler, der zu seinem großen Monolog ansetzt. »Sie haben die Suche nach Heilung für Ihren Captain zu Ihrem Gott gemacht, dem einzigen, dem Sie noch dienen können. Früher mag sie noch Mittel zum Zweck gewesen sein, aber dieser Zweck wurde nie erreicht, und irgendwann spielte er auch keine Rolle mehr. Sie haben schwere Waffen auf diesem Schiff; ich weiß alles darüber, auch über die Geschütze, von denen Sie nicht gern sprechen. Bisher dienen sie Ihnen nur als Druckmittel, um jemanden wie mich zu erpressen — jemanden, der den Anschein erwecken kann, den Captain zu heilen, ohne tatsächlich etwas auszurichten.« Calvin verstummte für mehrere Sekunden, und Sylveste war froh darüber. Er war ganz außer Atem, und sein Mund war wie ausgedörrt. »Wenn Sajaki nun plötzlich Captain würde, was sollte er dann als Nächstes tun? Sie hätten zwar immer noch Ihre Waffen — aber gegen wen sollten Sie kämpfen? Sie müssten sich erst einen Feind erfinden. Und womöglich besäße der gar nichts, was Sie haben wollten — Sie haben doch Ihr Schiff, was brauchen Sie mehr? Ein Feind mit einer anderen Ideologie? Schwierig, denn das Einzige, was mir bei Ihnen noch nicht aufgefallen ist, sind irgendwelche ideologischen Bindungen, es sei denn, Sie hätten ihre eigene Unsterblichkeit zur Ideologie erhoben. Nein; ich glaube, in den Tiefen seiner Seele weiß Sajaki genau, was geschehen würde. Wenn er Captain würde, müssten Sie Ihre Waffen früher oder später gebrauchen, nur deshalb, weil sie existieren. Und ich spreche nicht von einer minimalistischen Intervention wie auf Resurgam. Sie müssten Ernst machen und jedes einzelne dieser Ungeheuer zum Einsatz bringen.«

Volyovas rasche Auffassungsgabe hatte Sylveste schon früher beeindruckt. »Dann sollten wir Triumvir Sajaki eigentlich dankbar sein, nicht wahr? Indem er darauf verzichtet, den Captain zu töten, bewahrt er uns vor dem Schlimmsten.« Es klang wie das Argument eines Advocatus diaboli. Sie sprach es nur laut aus, um die Ketzerei noch deutlicher sichtbar zu machen.

»Ja«, meinte Calvin zögernd. »So könnte man sagen.«

»Ich glaube Ihnen kein Wort«, brauste Volyova auf. »Und wenn Sie einer von uns wären, würde ich solche Gedanken als Hochverrat bezeichnen.«

»Wie Sie meinen. Aber es gibt bereits Anhaltspunkte dafür, dass Sajaki die Operation sabotieren will.«

Ihre Augen blitzten neugierig auf, aber sie beherrschte sich eisern. »Ich lasse mich von Ihrer Paranoia nicht anstecken, Calvin — falls ich mit Ihnen spreche. Ich habe mich verpflichtet, Dan ins Innere von Cerberus zu bringen. Und ich habe mich verpflichtet, Ihnen bei der Heilung des Captains behilflich zu sein. Alle weitergehenden Diskussionen sind müßig.«

»Sie haben das Retrovirus also mitgebracht?«

Volyova griff in ihre Jacke und zog ein Fläschchen heraus. »Es wirkt bei den Proben, die ich entnommen und mit denen ich eine Kultur angelegt habe. Ob es hier wirkt, ist eine ganz andere Frage.«

Sie warf Sylveste das Behältnis zu, und seine Hände zuckten nach vorne, um es aufzufangen. Der gläserne Autoklav weckte eine flüchtige Erinnerung an das Fläschchen, das er mit zu seiner Hochzeit genommen hatte.

»Es ist ein Vergnügen, mit Ihnen zu arbeiten«, lobte Calvin.

Volyova gab Calvin oder Dan Sylveste — sie war nie ganz sicher, mit wem sie verhandelte — genaue Anweisungen zur Verabreichung des Gegenmittels, dann verließ sie die Krankenstation. Sie hatte sich verhalten wie ein Apotheker gegenüber einem Arzt, dachte sie: sie hatte ein Serum entwickelt, das im Labor wirkte, und sie konnte gezielte Hinweise zu seiner Anwendung geben, aber die letzten Schritte, die Entscheidung über Leben und Tod, lagen allein im Ermessen des Arztes. Damit wollte sie nichts zu tun haben. Wenn es so einfach gewesen wäre, das Retrovirus einzusetzen, hätte man Sylveste ja gar nicht gebraucht. Außerdem war es nur ein Element der Behandlung — wenn auch vielleicht das entscheidende.

Sie fuhr mit dem Fahrstuhl auf die Brücke zurück und gab sich alle Mühe, nicht an Calvins (es musste doch Calvin gewesen sein?) Bemerkungen über Sajaki zu denken. Aber das war schwierig; seine Ansichten hörten sich so logisch, so vernünftig an. Und was war von der Anschuldigung zu halten, Sajaki sabotiere die Heilung des Captains? Die Frage hatte ihr schon auf der Zunge gelegen, aber vielleicht hatte sie befürchtet, eine Antwort zu bekommen, die nicht zu widerlegen war. Was sie gesagt hatte, hatte schon seine Berechtigung: im Grunde war es Hochverrat, so etwas nur zu denken.

Aber sie hatte schon in so vieler Hinsicht Hochverrat begangen.

Sajaki begann an ihr zu zweifeln; das war nicht zu übersehen. Anderer Meinung zu sein, wenn es darum ging, ob Khouri dem Trawl unterzogen werden sollte, war eine Sache. Aber den Trawl zu manipulieren, damit er sie alarmierte, wenn Sajaki ihn in Betrieb nahm, hatte eine andere Qualität — so handelte man nicht aus oberflächlicher beruflicher Sorge um einen Schützling, so handelte man aus versteckter Paranoia, aus Angst und aus schwelendem Hass. Zum Glück war sie noch rechtzeitig gekommen. Der Trawl hatte keinen dauernden Schaden angerichtet, und ob Sajaki genügend Zeit gehabt hatte, so viele neurale Bereiche so gründlich zu erkunden, dass nicht nur verschwommene Eindrücke, sondern ausgewachsene belastende Erinnerungen zum Vorschein kamen, war eher zu bezweifeln. Jetzt, dachte sie, wäre er sicher vorsichtiger. Jetzt durften sie ihren Waffenoffizier nicht mehr verlieren. Aber wenn sich sein Verdacht nun auf Volyova selbst richtete? Auch sie konnte man dem Trawl unterziehen. Sajaki hätte gewiss wenig Skrupel, dagegen sprach nur, dass ein solches Vorgehen auch die letzte Illusion von Gleichheit zerstören würde. Jedenfalls hatte sie keine Implantate, die beschädigt werden könnten. Und seit die Arbeit an Bord der Lorean automatisch vonstatten ging, war sie nicht mehr so unentbehrlich wie zuvor.

1 ... 124 125 126 127 128 129 130 131 132 ... 175
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)