Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Фэнтези » Die Suche nach dem Auge der Welt
Die Suche nach dem Auge der Welt - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Die Suche nach dem Auge der Welt

Электронная книга - «Die Suche nach dem Auge der Welt». Краткое содержание книги:

In dem abgeschiedenen Dorf Emondsfelde erzählt man sich noch immer die alten Geschichten um den Dunklen König und die Magierinnen der Aes Sedai, die das Rad der Zeit drehen. Niemand ahnt, auch der junge Bauernsohn Rand al'Thor nicht, wieviel Wahrheit in diesen Legenden steckt. Dann jedoch berfallen blutrnstige Trollocs, die Häscher des Dunklen Königs, das Dorf und brennen den Bauernhof von Rands Familie nieder. Die Magierin Moiraine verhilft dem Jungen in letzter Minute zur Flucht. Eine phantastische Reise beginnt, während der Rand in sein Schicksal hineinwachsen wird, der Wiedergeborene Drache und der Retter der Welt zu sein ... Dieser Band vereint — wie in der Originalausgabe — den kompletten Auftakt zu Robert Jordans Meisterwerk Das Rad der Zeit.
1 ... 123 124 125 126 127 128 129 130 131 ... 253
Перейти на страницу:

Der Blasse war genauso überrascht. Sein Schlendern brach mitten im Schritt ab. Seine Hand fuhr hinunter zum Griff des schwarzen Schwertes, das an seiner Hüfte hing, aber die langen Beine des Gauklers legten die wenigen Schritte schnell zurück. Thom prallte auf den Myrddraal, bevor die schwarze Klinge zur Hälfte gezogen war, und zusammen stürzten sie um sich schlagend zu Boden. Die wenigen Menschen, die sich noch auf dem Platz befanden, flohen. »RENNT!« Durch die Luft über dem Platz zuckte ein sengendes Blau, und Thom schrie laut auf, aber selbst mitten im Schreien schaffte er es noch, ein Wort hervorzubringen: »RENNT!«

Rand gehorchte. Die Schreie des Gauklers verfolgten ihn.

Er drückte sich Thoms Bündel an die Brust und rannte, so schnell er konnte. Panik breitete sich vom Platz durch die ganze Stadt aus, als Rand und Mat auf der Schaumkrone der Angstwoge flohen. Ladeninhaber ließen ihre Waren im Stich, als die Jungen vorbeikamen. Fensterläden krachten über den Schaufenstern in ihre Halterungen herunter, und in den Fenstern der Wohnhäuser erschienen verängstigte Gesichter und verschwanden wieder. Menschen, die zu weit entfernt gewesen waren, um alles zu sehen, rannten verstört durch die Straßen und beachteten sie nicht. Sie rempelten einander an, und diejenigen, die umgerannt worden waren, mühten sich auf die Füße oder wurden vollends niedergetrampelt. Weißbrücke kochte wie ein Ameisenhaufen nach einem Fußtritt.

Als Mat und er auf die Stadttore zuhasteten, dachte Rand plötzlich daran, was Thom über seine Größe gesagt hatte. Ohne den Schritt zu verlangsamen, duckte er sich, so gut es ging, ohne daß es aussehen durfte, als ducke er sich. Aber das Tor selbst — aus dickem Holz, mit schwarzen Eisenscharnieren — stand offen. Die beiden Torwächter trugen Stahlkappen und Kettenpanzer über billig wirkenden roten Mänteln mit weißen Krägen. Sie tasteten nach ihren Hellebarden und blickten unsicher in die Stadt hinein. Einer von ihnen sah Rand und Mat an, doch sie waren ja nicht die einzigen, die durch das Tor hinausrannten. Ein stetiger Strom hetzte schnaufend hindurch; schwer atmende Männer klammerten sich an ihre Frauen, weinende Mütter trugen Babys und zerrten heulende Kinder hinter sich her; blasse Handwerker in ihren Arbeitsschürzen trugen, ohne es selbst zu bemerken, ihre Arbeitsgeräte mit hinaus.

Niemand würde später sagen können, auf welchem Weg sie die Stadt verlassen hatten, dachte Rand, als er halb betäubt weiterrannte. Thom! O Licht, rette mich, Thom!

Mat taumelte neben ihm, fing sich wieder, und sie rannten, bis die letzten fliehenden Menschen hinter ihnen zurückgeblieben waren, rannten, bis die Stadt und die Weiße Brücke weit hinter ihnen außer Sicht waren. Schließlich fiel Rand im Staub auf die Knie. Er sog in unregelmäßigen Zügen Luft in die schmerzende Kehle. Die Straße hinter ihnen war leer, bis zu den weit entfernten kahlen Bäumen hin. Mat zupfte ihn. »Komm weiter! Komm schon!« sagte Mat schwer atmend. Schweiß und Staub rannen über sein Gesicht, und er sah aus, als werde er gleich zusammenbrechen. »Wir müssen weiter.«

»Thom«, sagte Rand. Er festigte den Griff um das Bündel in Thoms Umhang; die Instrumentenkästen waren harte Klötze darin. »Thom!«

»Er ist tot. Du hast es gesehen. Du hast es gehört. Licht, Rand, er ist tot!«

»Du glaubst, Egwene und Moiraine und die anderen sind auch tot. Wenn sie tot sind, warum jagt der Myrddraal sie dann immer noch? Kannst du mir das beantworten?«

Mat fiel im Staub neben ihm auf die Knie. »In Ordnung. Vielleicht leben sie noch. Aber Thom — du hast es doch gesehen! Blut und Asche, Rand, dasselbe kann auch uns passieren.«

Rand nickte bedächtig. Die Straße hinter ihnen war immer noch leer. Er hatte halb erwartet — oder zumindest gehofft -, Thom auftauchen zu sehen, wie er vorwärtsschritt, die langen Schnurrbartenden hochpustete und ihnen sagte, was für Schwierigkeiten sie ihm bereiteten. Der Königin Segen in Caemlyn. Er stand mühsam auf und warf sich Thoms Bündel neben die Bettrolle über den Rücken. Mat blickte zu ihm auf, die Augen schmal und wachsam. »Gehen wir«, sagte Rand und setzte sich in Bewegung, die Straße hinunter in Richtung Caemlyn. Er hörte, wie Mat etwas in seinen Bart murmelte, und einen Augenblick später holte er Rand ein. Sie stapften mühsam die staubige Straße entlang, schweigend und mit gesenkten Köpfen. Der Wind brachte kleine Wirbel hervor, die über ihren Weg huschten. Manchmal blickte sich Rand um, doch die Straße hinter ihnen blieb leer.

27

Zuflucht vor dem Sturm

Perrin wurde ganz nervös in diesen Tagen, die sie bei den Tuatha'an verbrachten. Sie fuhren gemütlich nach Südosten. Das Fahrende Volk sah keinen Grund zur Eile; sie hetzten sich nie ab. Die bunten Wagen rollten keinen Morgen los, bevor nicht die Sonne ein gutes Stück über dem Horizont stand, und sie hielten oft mitten am Nachmittag bereits an, wenn sie einen günstigen Lagerplatz fanden. Die Hunde liefen bequem neben den Wagen einher, und manchmal schafften das sogar die Kinder. Sie hatten keine Schwierigkeiten mitzuhalten. Jede Anregung, doch etwas weiter und etwas schneller zu fahren, wurde mit Gelächter bedacht oder vielleicht einem: »Ach, möchtest du die armen Pferde so hart arbeiten lassen?«

Er war überrascht, daß Elyas seine Gefühle nicht teilte. Elyas fuhr nicht im Wagen mit — er zog es vor zu laufen, und so manches Mal schritt er an der Spitze der Wagenkolonne einher -, aber er schlug kein einziges Mal vor, daß sie die Kolonne verlassen oder ihr vorauseilen sollten.

Der eigenartige bärtige Mann in seiner ebenso eigenartigen Fellkleidung unterschied sich dermaßen von den sanftmütigen Tuatha'an, daß er auffiel, wo immer zwischen den Wagen er sich befand. Selbst von der anderen Seite des Lagers aus konnte man Elyas nicht für ein Mitglied des Volkes halten, und das nicht nur seiner Kleidung wegen. Elyas bewegte sich mit der lässigen Grazie eines Wolfs, was noch verstärkt wurde durch die Lederkleidung und den Fellhut, und er strahlte Gefahr auf so natürliche Weise aus, wie das Feuer Hitze ausstrahlt. Der Kontrast zu dem Fahrenden Volk war auffallend. Jung wie alt machten die Mitglieder des Volkes einen fröhlichen Eindruck. In ihrer Anmut lag keine Andeutung von Gefahr, sondern nur von purer Lebensfreude. Ihre Kinder rannten aus reinem Bewegungsdrang umher, ganz klar, aber auch die Graubärte und Großmütter unter den Tuatha'an schritten leichtfüßig wie in einem gravitätischen Tanz einher, der trotz aller Würde nicht weniger übermütig wirkte. Alle schienen beinahe zu tanzen, selbst im Stehen, selbst während der seltenen Zeiten, wenn im Lager keine Musik zu hören war. Fiedel und Flöte, Hackbrett und Zither und Trommel spannen fast zu jeder Stunde ein Netz von Harmonie und Kontrapunkt um die Wagen, im Lager genau wie unterwegs. Freudige Lieder, fröhliche Lieder, lachende Lieder, traurige Lieder; wenn im Lager jemand wach war, gab es gewöhnlich auch Musik.

Freundliches Kopfnicken und Lächeln begrüßten Elyas an jedem Wagen, neben dem er stehenblieb, und an jedem Feuer, an dem er sich niederließ, wurden fröhliche Worte an ihn gerichtet. Das mußte es sein, was das Volk immer Außenseitern gegenüber zeigte: offene, freundliche Gesichter. Doch Perrin hatte erfahren, daß unter der Oberfläche verborgen die Wachsamkeit eines halb gezähmten Hirsches steckte. Etwas Tiefes lag unter dem Lächeln, das den Emondsfeldern entgegenstrahlte, etwas, das in diesen Tagen nur ganz wenig abgeschwächt wurde. Bei Elyas war die Wachsamkeit stark fühlbar, als flimmere tiefe Sommerhitze in der Luft, und das wurde auch nicht schwächer. Wenn er nicht hinsah, dann blickten sie ihn offen an, als seien sie nicht sicher, was er machen werde. Wenn er durch das Lager schritt, schienen die zum Tanzen bereiten Füße auch zur Flucht bereit.

1 ... 123 124 125 126 127 128 129 130 131 ... 253
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)