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Feuer und Stein: 1 (German Edition)

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Feuer und Stein: 1 (German Edition)
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Er erschauerte in meinen Armen, als er zum Ende kam, zitterte vor Anstrengung, sich nicht zu bewegen, mir nicht durch Heftigkeit weh zu tun, und ließ sich vom Augenblick dahintragen.

Hinterher blieben wir vereint, während er die verblassenden Flecken nachzeichnete, die seine Finger vor zwei Tagen unterwegs auf meinen Schultern hinterlassen hatten.

»Das tut mir leid, a nighean donn«, sagte er und küsste die Stellen. »Ich war wirklich wütend, als ich das getan habe, aber das ist keine Entschuldigung. Es gehört sich nicht, einer Frau weh zu tun, wütend oder nicht. Ich werde es nie wieder tun.«

Ich lachte ein wenig ironisch. »Du entschuldigst dich für das? Was ist denn mit dem Rest? Ich bin ein einziger blauer Fleck, von Kopf bis Fuß!«

»Och?« Er wich zurück, um mich genauer zu inspizieren. »Nun ja, dafür habe ich mich schon entschuldigt«, entschied er dann und berührte meine Schulter. »Das da«, fuhr er mit einem kleinen Klaps auf meinen Hintern fort, »hast du verdient, und ich werde nicht behaupten, dass es mir leidtut, denn das tut es nicht. Und was das betrifft«, sagte er und strich mir über den Oberschenkel, »so werde ich mich dafür auch nicht entschuldigen.« Er rieb sich die Schulter und verzog das Gesicht. »Ich habe an mindestens zwei Stellen geblutet, Sassenach, und mein Rücken brennt wie die Hölle.«

»Nun ja, wer mit einem Drachen ins Bett geht …«, sagte ich und grinste. »Dafür bekommst du ebenfalls keine Entschuldigung.« Er lachte als Erwiderung und zog mich auf sich.

»Ich habe ja auch gar nicht gesagt, dass ich eine Entschuldigung will, oder? Wenn ich mich recht erinnere, sagte ich ›Beiß mich noch einmal‹.«

Vierter Teil

Ein Hauch von Schwefel

Kapitel 24

Ha! mir juckt der Daumen schon

Der Aufruhr, der auf unsere plötzliche Ankunft und das Bekanntwerden unserer Hochzeit folgte, wurde beinahe augenblicklich durch ein wichtigeres Ereignis in den Schatten gestellt.

Am nächsten Abend saßen wir beim Essen im großen Saal und nahmen die Trinksprüche und guten Wünsche entgegen, die uns zu Ehren ausgebracht wurden.

»Moran taing.«

Jamie verbeugte sich elegant vor dem jüngsten Gratulanten und setzte sich unter dem Applaus, der jetzt sporadischer wurde. Die Holzbank erbebte unter seinem Gewicht, und er schloss kurz die Augen.

»Wird es jetzt doch ein bisschen viel?«, flüsterte ich. Er hatte die ganze Wucht der Trinksprüche über sich ergehen lassen und bei jedem Becher mitgehalten, der auf uns geleert wurde, während ich bis jetzt mit ein paar Anstandsschlückchen davongekommen war und zu den unverständlichen gälischen Reden strahlend gelächelt hatte.

Er öffnete die Augen, blickte auf mich hinunter und lächelte seinerseits.

»Ob ich betrunken bin, meinst du? Nein, ich könnte das den ganzen Abend trinken.«

»Das hast du doch praktisch auch getan«, wandte ich mit einem Blick auf das Sammelsurium leerer Weinflaschen und Bierkrüge ein, die vor uns aufgereiht standen. »Langsam wird es spät.« Die Kerzen auf Colums Tisch waren fast heruntergebrannt. Ihr flüssiges Wachs leuchtete golden, und ihr Licht warf seltsame Flecken aus Schatten und aufglänzender Haut auf die MacKenzie-Brüder, die die Köpfe zusammengesteckt hatten und sich leise unterhielten. Sie hätten gut in die Gesellschaft der steinernen Gnomenköpfe gepasst, die den Kamin einfassten, und ich fragte mich, wie viele dieser Karikaturen wohl an die gönnerhaften Züge früherer Burgherren oder naher Verwandter angelehnt waren – vielleicht von einem Steinmetz mit einem ausgeprägten Sinn für Humor.

Jamie räkelte sich ein wenig und verzog das Gesicht.

»Andererseits«, sagte er, »platzt mir gleich die Blase. Ich bin sofort zurück.« Er stützte sich mit den Händen auf die Bank, hüpfte leichtfüßig darüber hinweg und verschwand mit festen Schritten durch den Eingang am unteren Ende des Speisesaals.

Ich richtete das Augenmerk auf meine andere Seite, an der Geillis Duncan saß und zurückhaltend an einem silbernen Becher Ale nippte. Arthur, ihr Mann, saß bei Colum am Nebentisch, wie es sich für den Fiskalprokurator ziemte, doch Geillis hatte darauf bestanden, neben mir zu sitzen, weil sie keine Lust hatte, sich während des gesamten Abendessens ermüdendes Männergerede anzuhören.

Arthurs tief liegende Augen waren halb geschlossen, von blauen Ringen umgeben und vom Wein und vor Erschöpfung eingesunken. Er stützte das schlaffe Gesicht auf seine Unterarme auf und schenkte der Unterhaltung der MacKenzies neben ihm keine Beachtung. Dasselbe Licht, das die scharf geschnittenen Gesichtszüge des Burgherrn und seines Bruders noch betonte, ließ Arthur Duncan einfach nur fett und krank aussehen.

»Dein Mann sieht nicht besonders gut aus«, stellte ich fest. »Sind seine Magenbeschwerden schlimmer geworden?« Die Symptome waren mir ein Rätsel; kein Magengeschwür, dachte ich, und auch kein Krebs – nicht bei dieser Körperfülle. Vielleicht war es ja wirklich chronische Gastritis, wie Geilie behauptete.

Sie warf ihrem Mann einen flüchtigen Blick zu, ehe sie sich achselzuckend zu mir zurückwandte.

»Oh, es geht ihm einigermaßen«, sagte sie. »Jedenfalls nicht schlechter als sonst. Aber was ist mit deinem Mann?«

»Äh, was soll denn mit ihm sein?«, erwiderte ich vorsichtig.

Sie bohrte mir vertraulich den Ellbogen in die Rippen, und ich begriff, dass an ihrem Tischende ebenfalls eine erkleckliche Reihe von Flaschen stand.

»Nun, was glaubst du denn? Sieht er ohne Hemd genauso nett aus wie mit?«

»Ähm …« Ich suchte nach einer Antwort, während sie mit gerecktem Hals zum Eingang spähte.

»Ha – und du hast behauptet, du hättest nichts für ihn übrig! Schlauberger. Die Hälfte der Mädchen in der Burg würde dir am liebsten wenigstens die Haare ausreißen. An deiner Stelle wäre ich vorsichtig, was ich esse.«

»Was ich esse?« Ich warf einen verblüfften Blick auf meinen Holzteller, der bis auf eine Fettspur und eine einsame Zwiebel leer war.

»Gift«, zischte sie dramatisch in mein Ohr, und ich wurde von einer ordentlichen Brandyfahne getroffen.

»Unsinn«, sagte ich frostig und rückte ein Stück von ihr fort. »Es würde mich doch niemand vergiften wollen, nur weil ich … nun ja, weil …« Ich kam ein wenig ins Stottern, und mir wurde klar, dass auch ich möglicherweise den einen oder anderen Schluck zu viel getrunken hatte.

»Wirklich, Geillis. Diese Hochzeit … ich habe das nicht geplant. Ich wollte es gar nicht!« Das war nicht gelogen. »Es war nur eine … eine Art … unvermeidliche geschäftliche Abmachung.« Ich hoffte, dass mir mein Erröten im Kerzenschein nicht anzusehen war.

»Ha«, sagte sie zynisch. »Ich weiß doch, wie eine Frau aussieht, die im Bett zufrieden ist.« Sie warf noch einen Blick auf den Torbogen, durch den Jamie verschwunden war. »Und der Teufel soll mich holen, wenn ich glaube, dass der Junge da Mückenstiche am Hals hat.« Sie betrachtete mich mit hochgezogener Augenbraue. »Wenn das eine geschäftliche Abmachung war, dann würde ich sagen, es ist den Preis wert gewesen.«

Sie beugte sich wieder dicht zu mir herüber.

»Ist es wahr?«, flüsterte sie. »Das mit dem Daumen?«

»Daumen? Geilie, wovon in Gottes Namen redest du da?«

Sie sah mich von oben herab an und runzelte konzentriert die Stirn. Ihre schönen grünen Augen schielten leicht, und ich hoffte, dass sie nicht umkippen würde.

»Das musst du doch wissen! Das weiß jeder! Die Daumen eines Mannes verraten, wie groß sein Schwanz ist. Die dicken Zehen natürlich auch«, fügte sie sachlich hinzu, »aber die sind meistens schwerer zu beurteilen, weil sie ja in Schuhen stecken. Dein Fuchsjunge da«, sagte sie und wies kopfnickend auf den Türbogen, in dem Jamie gerade wieder aufgetaucht war, »hat jedenfalls Hände, in die problemlos ein anständiger Kürbis passt. Oder ein anständiger Hintern, hm?«, fügte sie hinzu und stieß mich noch einmal an.

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