Feuer und Stein: 1 (German Edition)
- Автор: Гэблдон Диана
- Серия: Die Outlander #1
- Год: 2015
- Язык: немецкий
- Год: Knaur eBook
- Жанр: Другие приключения
Электронная книга - «Feuer und Stein: 1 (German Edition)». Краткое содержание книги:
»Ich glaube«, begann er, dann hielt er inne. Er öffnete seine Gürtelschnalle, doch dann sah er mich geradezu flehend an und ballte die Hände an den Seiten zu Fäusten. Er sprach mühsam und beherrschte ein Drängen, das so machtvoll war, dass seine Hände vor Anstrengung zitterten. »Ich will nicht … ich kann nicht … Claire, ich kann jetzt nicht sanft sein.«
Mir blieb nur Zeit zu nicken, zur Bestätigung, als Erlaubnis, dann legte er mich vor sich hin und drückte mich mit seinem Gewicht auf das Bett.
Er hielt nicht inne, um sich weiter zu entkleiden. Ich konnte den Straßenstaub an seinem Hemd riechen und die Sonne und den Schweiß der Reise auf seiner Haut schmecken. Er hielt mich mit ausgestreckten Armen an den Handgelenken fest. Meine Hand streifte die Wand, und ich spürte, wie einer meiner Ringe leise klirrend über den Stein schabte. Ein Ring für jede Hand, einer aus Silber, einer aus Gold. Und das dünne Metall war plötzlich schwer wie die Bindung der Ehe, als wären die Ringe kleine Handschellen, die mich an das Bett fesselten, ausgestreckt zwischen zwei Polen, gefangen wie Prometheus auf seinem Felsen, geteilte Liebe des Geiers, der an meinem Herzen zehrte.
Er spreizte meine Oberschenkel mit dem Knie und drang mit einem einzigen Stoß bis zum Schaft in mich ein, so dass ich aufkeuchte. Er stieß einen Laut aus, der fast ein Stöhnen war, und packte mich fester.
»Du bist mein, a nighean donn«, sagte er leise und presste sich tiefer in mich hinein. »Nur mein, jetzt und für immer. Mein, ob du es willst oder nicht.« Ich atmete mit einem leisen »Ah« ein, als er noch weiter drängte.
»Aye, du sollst mich ganz spüren, Sassenach«, flüsterte er. »Ich will dich haben, dich besitzen mit Leib und Seele.« Ich wand mich sacht, und er drückte mich nieder und stieß so unausweichlich in mich hinein, dass er mit jedem Mal mein Innerstes berührte. »Ich will, dass du mich ›Meister‹ nennst, Sassenach.« Sein sanfter Ton drohte mit Rache für die Qualen der letzten Minuten. »Ich will dich zu der meinen machen.«
Ich zitterte und stöhnte, und mein Inneres klammerte sich in krampfhaften Wellen an den unerbittlichen Eindringling. Die Bewegung ließ dennoch nicht nach, weiter und weiter, minutenlang, und trieb mich an den Rand zwischen Lust und Schmerz. Ich fühlte mich wie aufgelöst, als existierte ich nur am Punkt seines Überfalls, am Rand der totalen Kapitulation.
»Nein!«, keuchte ich. »Halt! Bitte! Du tust mir weh!« Schweißperlen liefen ihm über das Gesicht und fielen auf das Kissen und auf meine Brüste. Unsere Körper begegneten sich mit einer Wucht, die unhaltbar die Grenze zum Schmerz überschritt. Meine Oberschenkel schmerzten, und meine Handgelenke fühlten sich an, als würden sie brechen, doch er ließ nicht locker.
»Aye, bitte mich um Gnade, Sassenach. Aber du bekommst sie nicht, noch nicht.« Sein Atem war schnell und heiß, doch er legte keine Anzeichen der Ermüdung an den Tag. Mein ganzer Körper krampfte sich zusammen, und meine Beine erhoben sich, um ihn zu umschlingen, das Gefühl zu umfassen.
Mein Echo kannte keinen Anfang und kein Ende; es war ein unablässiger Schauder, der mit jedem Stoß einen Gipfel erklomm. Sein Hämmern war eine Frage, die sich unablässig in mir wiederholte und nach einer Antwort verlangte. Wieder drückte er mir die Beine flach und trug mich über den Schmerz hinaus zur puren Lust, jenseits der Kapitulation.
»Ja!«, rief ich. »O Gott, Jamie, ja!« Er packte mein Haar und zog an meinem Kopf, so dass ich seine Augen sah, aus denen der wütende Triumph leuchtete.
»Aye, Sassenach«, murmelte er und beantwortete eher meine Bewegungen als meine Worte. »Mein sollst du sein!« Seine Hände senkten sich auf meine Brüste, drückten zu, streichelten mich, dann glitten sie mir an den Seiten hinunter. Er ruhte jetzt mit dem ganzen Gewicht auf mir, um mich zu umfassen, mich anzuheben und noch tiefer einzudringen. Ich schrie, und er brachte meinen Mund mit dem seinen zum Verstummen, kein Kuss, sondern eine neue Attacke, die meine Lippen zwang, sich zu öffnen, mir das Gesicht mit Bartstoppeln zerkratzte. Er stieß fester und schneller zu, als wollte er meine Seele bezwingen, so, wie er meinen Körper bezwang. Ob in Körper oder Seele, irgendwo entzündete er einen Funken, und aus der Asche der Hingabe entsprangen als Antwort rasende Leidenschaft und tobende Not. Ich bäumte mich ihm entgegen, Stoß um Stoß. Ich biss ihn in die Unterlippe und schmeckte Blut.
Dann spürte ich seine Zähne an meinem Hals und grub ihm die Fingernägel in den Rücken. Ich kratzte ihn vom Nacken bis zum Kreuz und trieb ihn selbst an, sich schreiend aufzubäumen. Wir fielen verzweifelt übereinander her, bissen und kratzten und gierten nach Blut, und jeder versuchte, den anderen in sich hineinzuziehen, verzehrt von der Begierde, eins zu sein. Mein Schrei stimmte in den seinen ein, und endlich verloren wir uns ineinander in jenem letzten Moment der Erlösung und der Vollendung.
Ich kam nur langsam wieder zu mir. Ich lag halb auf Jamies Brust, und unsere verschwitzten Körper klebten aneinander, Oberschenkel an Oberschenkel. Er hatte die Augen geschlossen und atmete schwer. Ich konnte sein Herz unter meinem Ohr hören; es schlug in jenem übernatürlich langsamen, machtvollen Rhythmus, der auf die Klimax folgt.
Er spürte, wie ich erwachte, und zog mich an sich, als wollte er noch für einen Moment die Einheit bewahren, die wir in diesen letzten Sekunden unseres gewagten Beisammenseins erreicht hatten. Ich legte mich neben ihn und nahm ihn in die Arme.
Jetzt öffnete er die Augen und seufzte, und sein breiter Mund verzog sich zu einem schwachen Lächeln, als sein Blick den meinen traf. Wortlos fragend zog ich die Augenbrauen hoch.
»Oh, aye, Sassenach«, antwortete er ein bisschen reumütig. »Ich bin dein Meister … und du meine Meisterin. Anscheinend kann ich deine Seele nicht besitzen, ohne die meine zu verlieren.« Er drehte mich auf die Seite und schlang seinen Körper um mich. Das Zimmer kühlte sich jetzt im Abendwind ab, der durch das Fenster wehte, und er streckte die Hand aus, um eine Bettdecke über uns zu ziehen. Du bist wirklich schnell von Begriff, Junge, dachte ich schläfrig. Frank hat das nie herausgefunden. Ich schlief ein, von seinen Armen fest umschlossen, seinen Atem warm im Ohr.
Als ich am nächsten Morgen erwachte, schmerzte jede Faser meines Körpers. Ich schlurfte zum Nachtgeschirr, dann zur Waschschüssel. Mein Inneres fühlte sich an wie frisch gestampfte Butter. Ich fühlte mich, als hätte man mit einem stumpfen Gegenstand auf mich eingeprügelt, dann dachte ich, dass das der Wahrheit doch recht nahe kam. Ich konnte besagten Gegenstand sehen, als ich wieder zum Bett trat. Jetzt sah er relativ harmlos aus. Sein Besitzer erwachte, als ich mich neben ihn setzte, und betrachtete mich mit einer Miene, die doch sehr nach männlicher Süffisanz aussah.
»Scheint so, als hättest du eine harte Nacht gehabt, Sassenach«, sagte er und legte den Finger sacht auf einen blauen Fleck an der Innenseite meines Oberschenkels. »Bisschen wund geritten, wie?«
Ich kniff die Augen zusammen und zeichnete eine tiefe Bissspur auf seiner Schulter nach.
»Du siehst aber auch leicht mitgenommen aus, mein Junge.«
»Ach ja«, sagte er in breitem Schottisch, »wenn man mit einem Drachen ins Bett geht, muss man damit rechnen, gebissen zu werden.« Er hob die Hand, legte sie mir in den Nacken und zog mich zu sich hinunter. »Komm her zu mir, Drache. Beiß mich noch einmal.«
»Oh nein, das tu ich nicht«, sagte ich und wich zurück. »Das geht nicht; mir tut alles viel zu weh.«
James Fraser war ein Mann, der sich mit einem Nein nicht abspeisen ließ.
»Ich bin auch ganz sanft«, bettelte er und zog mich unausweichlich unter die Decke. Und er war tatsächlich sanft, so sanft, wie es nur ein starker Mann sein kann. Er wiegte mich wie ein Vogelei und hofierte mich mit einer demütigen Geduld, die ich als Wiedergutmachung erkannte – und mit einer beharrlichen Sanftheit, von der ich wusste, dass sie die Fortsetzung der Lektion war, die in der Nacht zuvor so brutal begonnen hatte. Sanft würde er sein, ablehnen ließ er sich nicht.