Die Farben der Zeit [To Say Nothing of the Dog - de]
- Автор: Уиллис Конни
- Год: 2001
- Язык: немецкий
- Год: Wilhelm Heyne
- Переводчик: Christian Lautenschlag
- Жанр: Научная фантастика
Электронная книга - «Die Farben der Zeit [To Say Nothing of the Dog - de]». Краткое содержание книги:
»Ich bin gleich oben«, sagte ich und stellte mich seitwärts davor. »Ich will mir nur noch ein Buch aussuchen.«
»Bücher!« bemerkte Mrs. Mering. »Entschieden zu viele Menschen lesen heutzutage Bücher!« und rauschte aus dem Zimmer.
»Komm mit, Cyril«, sagte Terence. Cyril taumelte hoch. »Regnet’s immer noch, Baine?«
»Ich fürchte ja, Sir«, erwiderte Baine und ging, ihnen die Haustür zu öffnen.
»Picketts Angriff!« sagte Professor Peddick zu Colonel Mering. »Die Schlacht von Gettysburg im amerikanischen Bürgerkrieg. Ein weiteres exzellentes Beispiel für unüberlegtes Handeln! Was sagt Overforce zu Picketts Angriff?« Und die beiden schritten aus dem Zimmer.
Ich schloß die Salontür hinter ihnen und eilte zum Sekretär. Das Tagebuch lag offen, der Federhalter und der nelkenförmige rosa Federhalterwischer verdeckten zwei Drittel des Blattes. Oben stand in verschnörkelter Handschrift: »15. Juni«, und darunter: »Heute fuhren wir nach Cov…«
Ich hob den Federhalterwischer. »… entry« las ich, das Y verlor sich im Nichts. Was immer sie auch schreiben wollte, um ihrer Nachkommenschaft den großen Tag zu schildern, sie hatte es noch nicht geschrieben, aber vielleicht gab es in früheren Einträgen Hinweise auf Mr. C.
Ich schloß das Tagebuch, zog Gibbons Verfall und Untergang des Römischen Reiches, Band Eins und Zwei aus dem Regal hinter dem Sekretär und schob das Tagebuch zwischen die beiden Bände. Dann drehte ich mich mit den Büchern in der Hand um.
Baine stand hinter mir. »Ich bringe Miss Merings Tagebuch gern nach oben zu ihr, damit Sie sich nicht die Mühe machen müssen, Sir«, sagte er.
»Ausgezeichnet«, erwiderte ich und zog es zwischen den Gibbonausgaben hervor. »Ich wollte es ihr gerade bringen.«
»Wie Sie wünschen, Sir.«
»Nein, nein«, sagte ich. »Bringen Sie es hoch. Ich glaube, ich mache vorm Zubettgehen noch einen kleinen Spaziergang.« Eine deutlich lächerliche Bemerkung, denn der Regen schlug gegen die Verandatüren, und eine, der er genauso wenig glauben würde wie die, daß ich Tossies Tagebuch hatte zu ihr hochbringen wollen. Aber er sagte nur: »Wie Sie wünschen, Sir.«
»Kam heute abend jemand an die Haustür?« fragte ich. »Abgesehen von Reverend Arbitage?«
»Nein, Sir.«
»Oder an die Küchentür? Ein Hausierer? Oder jemand, der Schutz vor dem Unwetter suchte?«
»Nein, Sir. Ist das alles, Sir?«
Ja, das war dann alles. Und in einigen Jahren? Die Luftwaffe würde die Royal Airforce hinwegfegen, und die Deutschen würden in Dover landen, und Tossie und Terences Enkel würden am Strand und in Gräben und in Christ Church Meadow und in Iffley gegen sie kämpfen, aber ohne Erfolg.
Die Nazis würden ihre Fahnen vom Balkon des Buckingham Palace flattern lassen und im Paradeschritt durch Muchings End und Oxford und Coventry marschieren. Nun, wenigstens würde Coventry nicht in Flammen aufgehen. Nur das Parlamentsgebäude. Und die Zivilisation.
Bis das Raumzeitkontinuum sich schließlich selbst reparieren würde. Wenn nicht Hitlers Wissenschaftler vorher die Zeitreise entdeckten.
»Ist das alles, Sir?« fragte Baine erneut.
»Ja«, sagte ich. »Das ist alles«, ging und öffnete die Tür. Regen stob herein, und irgendwie schien es passend, kalt und naß zu werden. Ich wollte hinausgehen.
»Ich habe mir erlaubt, Mr. St. Trewes’ Freund in Ihr Zimmer zu bringen, Sir«, sagte Baine.
»Danke«, entgegnete ich dankbar. Ich schloß die Tür, drehte mich und stieg hinter ihm die Stufen hoch.
»Mr. Henry…«
»Ja?« Doch was immer er hatte bemerken wollen, offenbar hatte er es sich anders überlegt. »Ein ausgezeichnetes Buch«, sagte er statt dessen.»Verfall und Untergang.«
»Erbauend und belehrend«, sagte ich und ging zu Bett.
22. Kapitel
»Nun küß mich, Kate! Sonntag bist du meine Frau.«