Percy Jackson 04 - Die Schlacht Um Das L
- Автор: Риордан Рик
- Серия: Percy Jackson #4
- Язык: немецкий
- Жанр: Прочая древняя литература
Электронная книга - «Percy Jackson 04 - Die Schlacht Um Das L». Краткое содержание книги:
»Okay«, sagte ich. »Warum haben sie das Labyrinth erforscht?«
»Wir waren nicht sicher«, sagte Annabeth. »Deshalb hat Clarisse diese Expedition unternommen. Chiron hat alles unter den Teppich gekehrt, weil er keine Panik auslösen wollte. Er hat mich in die Sache hineingezogen, weil … na ja, das Labyrinth hat immer schon zu meinen Lieblingsthemen gehört. Die Architektur da unten …« Sie sah jetzt ein wenig träumerisch aus. »Der Erbauer, Dädalus, war ein Genie. Aber das Entscheidende ist, dass das Labyrinth überall Eingänge hat. Wenn Luke herausfände, wie es aufgebaut ist, könnte er seine Armee in ungeheurem Tempo verlegen.«
»Aber es ist doch ein Irrgarten, oder etwa nicht?«
»Voller entsetzlicher Fallen«, sagte Grover zustimmend. »Sackgassen. Illusionen. Psychotische Ziegen. Killende Monster.«
»Außer, man hat den Faden der Ariadne«, sagte Annabeth. »Vor langer Zeit hat Ariadnes Faden Theseus aus dem Irrgarten geführt. Das ist irgendeine Art von Navigationsinstrument, das Dädalus erfunden hat. Und Chris Rodriguez hat etwas über Bindfäden gemurmelt.«
»Luke versucht also, Ariadnes Faden zu finden«, sagte ich. »Warum? Was hat er vor?«
Annabeth schüttelte den Kopf. »Ich weiß es nicht. Ich dachte, er wollte vielleicht durch das Labyrinth das Camp überfallen, aber das ergibt keinen Sinn. Die nächstgelegenen Eingänge, die Clarisse gefunden hat, liegen in Manhattan, und das würde Luke nicht über unsere Grenzen bringen. Clarisse ist ein kleines Stück in die Tunnel hineingegangen, aber … das war sehr gefährlich. Sie ist mehrmals nur mit knapper Not entkommen. Ich habe versucht, so viel wie möglich über Dädalus herauszufinden. Aber ich fürchte, das war keine große Hilfe. Ich verstehe nicht so ganz, was Luke vorhat, aber eins weiß ich: Das Labyrinth könnte der Schlüssel zu Grovers Problem sein.«
Ich kniff die Augen zusammen. »Du meinst, Pan ist da unten?«
»Das würde erklären, warum niemand ihn finden kann.«
Grover schüttelte sich. »Satyrn hassen es, unter die Erde zu müssen. Kein Sucher würde es je versuchen. Keine Blumen. Kein Sonnenschein. Keine Cafés.«
»Aber das Labyrinth kann dich fast überallhin führen«, sagte Annabeth. »Es liest deine Gedanken. Es ist dazu angelegt, dich in die Irre zu führen und dich umzubringen, aber wenn du es schaffst, es für dich arbeiten zu lassen …«
»Dann könnte es dich zum wilden Gott führen«, sagte ich.
»Ich kann das nicht.« Grover schlang sich die Arme um den Leib. »Wenn ich bloß daran denke, kommt mir mein Besteck wieder hoch.«
»Grover, das ist vielleicht deine letzte Chance«, sagte Annabeth. »Der Rat meint es ernst. Eine Woche, oder du musst Stepptanz lernen.«
Drüben am Lehrertisch räusperte sich Quintus. Ich hatte das Gefühl, dass er keine Szene machen wollte, aber Annabeth saß schon so lange an meinem Tisch, dass sie ihm fast keine andere Chance ließ.
»Wir reden später weiter.« Annabeth drückte meinen Arm ein wenig zu fest. »Überrede ihn, bitte, okay?«
Sie kehrte zum Athene-Tisch zurück und achtete nicht darauf, dass alle sie anstarrten.
Grover schlug die Hände vors Gesicht. »Ich kann das nicht, Percy. Meine Sucherzulassung. Pan. Ich werde alles verlieren. Ich werde ein Puppentheater aufmachen müssen.«
»Sag das nicht. Uns fällt schon etwas ein.«
Er sah mich mit Tränen in den Augen an. »Percy, du bist mein bester Freund. Du hast mich unter der Erde erlebt. In der Höhle des Zyklopen. Meinst du wirklich, ich könnte …«
Seine Stimme versagte. Ich dachte an das Meer der Monster, als er in der Höhle eines Zyklopen gefangen gewesen war. Er hatte sich unter der Erde noch nie wohlgefühlt, aber jetzt war der Untergrund Grover wirklich verhasst. Und Zyklopen versetzten ihn ebenfalls in Panik. Sogar Tyson … Grover versuchte, das zu verstecken, aber Grover und ich konnten mehr oder weniger die Gefühle des anderen lesen, weil Grover zwischen uns einen Empathielink gelegt hatte. Ich wusste, wie ihm zu Mute war. Der Große jagte Grover eine Wahnsinnsangst ein.
»Ich muss los«, sagte Grover verzweifelt. »Wacholder wartet auf mich. Immerhin etwas, dass sie auf Feiglinge steht.«
Als er gegangen war, schaute ich zu Quintus hinüber. Er nickte bedeutungsvoll, als ob wir ein düsteres Geheimnis teilten. Dann widmete er sich wieder der Aufgabe, seine Wurst mit einem Dolch zu zerschneiden.
Am Nachmittag ging ich zu den Pegasus-Ställen, um meinen Freund Blackjack zu besuchen.
Yo, Boss! Er tänzelte in seiner Box herum. Bringst du mir ein paar Zuckerstücke?
»Du weißt, dass die nicht gut für dich sind, Blackjack.«
Also haste welche mit, hä?
Ich lächelte und fütterte ihn mit einer Handvoll. Blackjack und ich hatten schon viel zusammen erlebt. Ich hatte einige Jahre zuvor sozusagen geholfen, ihn von Lukes Dämonenkreuzfahrtschiff zu retten, und seither bestand er immer wieder darauf, mir einen Gefallen zu tun.
Und, gibt’s neue Einsätze?, fragte Blackjack. Ich bin flugbereit, Boss.
Ich streichelte seine Nase. »Weiß nicht so recht, Mann. Alle reden nur noch von unterirdischen Irrgärten.«
Blackjack wieherte nervös. Ne-he. Nichts für dieses Pferd. Und du bist auch nicht irre genug, um in so einen Irrgarten zu gehen, oder, Boss? Da endest du doch in der Leimfabrik.
»Da kannst du Recht haben, Blackjack. Wir werden ja sehen.«
Blackjack zerbiss die Zuckerstücke. Er schüttelte seine Mähne wie in einem Anfall von Überzuckerung. Boah, klasse Zeug. Na, Boss, wenn du zu Verstand kommst und irgendwohin fliegen willst, dann huste mal kurz. Und der alte Blackjack und seine Kumpels treten alles für dich platt.
Ich sagte, das würde ich mir merken. Dann kam eine Gruppe von jüngeren Campbewohnern zu ihrem Reitunterricht in den Stall und ich beschloss, dass Zeit zum Aufbruch war. Ich hatte das böse Gefühl, dass ich Blackjack lange nicht wiedersehen würde.
An diesem Abend nach dem Essen ließ Quintus uns in Rüstung antreten, wie zum Erobern der Flagge, aber die Stimmung im Camp war sehr viel ernster. Irgendwann während des Tages waren die Kästen aus der Arena verschwunden, und ich hatte das Gefühl, ihr Inhalt, was immer der sein mochte, war im Wald ausgeleert worden.
»Also«, sagte Quintus und stieg auf den Lehrertisch. »Herkommen.«
Er trug schwarzes Leder und Bronze. Beim Licht der Fackeln ließen seine grauen Haare ihn wie einen Geist aussehen. Mrs O’Leary sprang glücklich um ihn herum und bettelte um Essensreste.
»Ihr werdet in Zweierteams antreten«, erklärte Quintus. Als alle losredeten und versuchten, sich ihre Freunde zu schnappen, brüllte er: »Die bereits festgelegt worden sind.«
»Ohhh!«, beschwerten sich alle.
»Euer Ziel ist einfach: die goldenen Lorbeeren holen, ohne zu sterben. Der Kranz ist in Seide eingewickelt und auf dem Rücken eines Monsters befestigt. Es gibt sechs Monster. Jedes hat ein Seidenpaket. Nur eins davon enthält den Lorbeer. Ihr müsst den Kranz vor den anderen Teams finden. Und … natürlich müsst ihr das Monster erschlagen, um ihn an euch zu bringen, und ihr müsst dabei am Leben bleiben.«
Alle brachen in aufgeregtes Gemurmel aus. Die Aufgabe wirkte ziemlich überschaubar. Schließlich hatten wir alle schon Monster erschlagen. Dafür trainierten wir ja die ganze Zeit.
»Ich nenne euch jetzt eure Partner«, sagte Quintus. »Es gibt keinen Tausch. Keine Änderungen. Keine Beschwerden.«
»Aruuuuff!« Mrs O’Leary vergrub ihr Gesicht in einer Pizza.
Quintus zog eine große Rolle hervor und fing an, Namen vorzulesen. Beckendorf würde mit Silena Beauregard antreten, worüber Beckendorf ziemlich glücklich aussah. Die Stoll-Brüder, Travis und Connor, blieben zusammen. Kein Wunder. Sie machten immer alles zusammen. Clarisse war mit Lee Fletcher aus der Apollo-Hütte zusammen – Nahkampf und Formationskampf in einem, es würde hart werden, die beiden zu schlagen. Quintus leierte weiter die Namen herunter. »Percy Jackson und Annabeth Chase.«