Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
Die drei Musketiere - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Die drei Musketiere

Электронная книга - «Die drei Musketiere». Краткое содержание книги:

Der junge, draufgängerische d’Artagnan aus der Gascogne macht sich 1625 auf den Weg nach Paris und wird zum Freund dreier Musketiere. Diese sind der prahlsüchtige, naiv-heldische Porthos, der undurchschaubare Athos, ein edler Ritter, dessen Ehe gescheitert ist, sowie Aramis, ein ehemaliger Geistlicher. Alle vier kämpfen gegen die Leibgarde des Staatsmanns und Kardinals Armand-Jean Richelieu (1585 bis 1642) und dessen Spionin Mylady de Winter.
Mylady jedoch ist Athos’ Ex-Frau, die sich zu einem intrigenreichen Kampf gegen die Musketiere rüstet: Sie soll im Auftrag Richelieus die Königin Anna von Österreich und spanische Gemahlin Ludwigs XIII. bloßstellen. Ihr wird ein Liebesverhältnis mit dem Herzog von Buckingham nachgesagt. Dieser soll auf Geheiß des eifersüchtigen Richelieu durch Mylady de Winter ermordet werden, weil er sich zuvor mit den Protestanten von La Rochelle, wo die Musketiere zu Helden aufgestiegen waren, verbündet hatte. Richelieu fädelt daraufhin weitere Intrigen ein …
1 ... 102 103 104 105 106 107 108 109 110 ... 179
Перейти на страницу:

Diese Kälte für das einzige Interesse, von dem sie in Anspruch genommen war, erschreckte Mylady, deren Fragen dringender wurden.

D'Artagnan hatte nie ernstlich an dieses Duell gedacht: er wollte dem Gespräch eine andere Wendung geben, aber es lag nicht in seinen Kräften.

Mylady hielt die Unterredung innerhalb der Gränzen, die sie zum Voraus mit ihrem unwiderstehlichen Geist und mit ihrem eisernen Willen festgesetzt hatte.

D'Artagnan hielt sich nun für sehr geistreich, indem er Mylady rieth, Wardes zu vergeben und auf ihre wüthenden Pläne Verzicht zu leisten.

Aber bei den ersten Worten, die er sprach, nahm das Gesicht der jungen Frau einen finsteren Ausdruck an.

«Habt Ihr vielleicht Furcht, lieber Herr d'Artagnan?«rief sie in einem spitzigen, spöttischen Tone, der seltsam in den Ohren des jungen Mannes klang. — »Das kann nicht Euer Ernst sein, meine theure Seele, «erwiderte d'Artagnan;»aber wenn dieser arme Graf Wardes am Ende minder schuldig wäre, als Ihr glaubt?«—»In jedem Fall, «versetzte Mylady ernst,»in jedem Fall hat er mich getäuscht, und von dem Augenblick an, wo er mich getäuscht hat, verdient er den Tod.«—»Er wird also sterben, da Ihr ihn verurtheilt, «sprach d'Artagnan mit so festem Tone, daß dieser Mylady als der Ausdruck einer jede Prüfung bestehenden Ergebenheit erschien.

Alsbald lächelte sie ihm von Neuem zu.

«Ja ich bin ganz bereit, «rief nun d'Artagnan in unwillkürlicher Begeisterung;»aber zuvor wünschte ich einer Sache gewiß zu sein.«—»Und welcher?«fragte Mylady. — »Daß Ihr mich liebt.«—»Eure Anwesenheit dahier scheint mir der beste Beweis zu sein, «antwortete sie mit scheinbarer Verlegenheit. — »Ja; ich bin auch Euer mit Leib und Seele. Verfügt über meinen Arm!«—»Ich danke, mein tapferer Vertheidiger, und eben so, wie ich Euch meine Liebe dadurch beweise, daß ich Euch hier empfange, eben so werdet Ihr mir die Eurige beweisen, nicht wahr?«—»Ganz gewiß. Aber wenn Ihr mich liebt, wie Ihr mir sagt, habt Ihr nicht ein wenig bange für mich?«—»Was sollte ich fürchten?«—»Daß ich gefährlich verwundet, sogar getödtet werde?«—»Unmöglich!«sprach Mylady,»Ihr seid ein so muthiger Mann, ein so geschickter Degen!«—»Ihr würdet also ein Mittel nicht vorziehen, das Euch rächte, während der Kampf dabei überflüssig wäre?«

Mylady schaute den jungen Mann stilleschweigend an; ihre klaren Augen hatten einen seltsam düsteren Ausdruck angenommen.

«In der That, «sprach sie,»ich glaube, Ihr zaudert abermals!«—»Nein, ich zaudere nicht, aber es thut mir in der That leid um den armen Grafen von Wardes, seitdem Ihr ihn nicht mehr liebt, und es scheint mir, ein Mann muß schon durch den Verlust Eurer Liebe so grausam bestraft sein, daß er keiner anderen Züchtigung mehr bedarf.«—»Wer sagt Euch, daß ich ihn geliebt habe?«fragte Mylady. — »Wenigstens kann ich jetzt ohne zu große Abgeschmacktheit glauben, daß Ihr einen Andern liebt, «sprach der junge Mann in höflichem Tone,»und ich wiederhole Euch, ich interessire mich für den Grafen.«—»Ihr?«fragte Mylady. — »Ja, ich.«—»Und warum Ihr?«—»Weil ich allein weiß…«—»Was?«—»Daß er bei weitem nicht so schuldig gegen Euch ist, oder war, als es scheint.«—»In der That?«sprach Mylady mit unruhiger Miene,»erklärt Euch, denn ich weiß wahrhaftig nicht, was Ihr damit sagen wollt.«

Und sie schaute d'Artagnan mit Augen an, in denen sich allmälig ein düsteres Feuer entzündete.

«Ja, ich bin ein Mann von guter Lebensart, «sprach d'Artagnan, entschlossen ein Ende zu machen,»und seitdem Ihr mir Eure Liebe gestanden habt, seitdem ich ihres Besitzes gewiß bin, denn nicht wahr, ich besitze sie?«—»Ganz und gar. Fahrt fort.«—»Seitdem fühle ich mich verwandelt. Ein Geständniß bedrückt mich.«—»Ein Geständniß?«—»Hätte ich an Eurer Liebe gezweifelt, so würde ich es nicht abgelegt haben, aber Ihr liebt mich, nicht wahr, Ihr liebt mich?«—»Allerdings.«—»Wenn ich mich also aus maßloser Liebe zu Euch vergangen hätte, würdet Ihr mir vergeben?«—»Vielleicht. Aber das Geständniß, «sprach sie erbleichend,»was habt Ihr mir zu gestehen?«—»Ihr hattet am vorigen Donnerstag dem Grafen Wardes in diesem Zimmer Rendezvous gegeben, nicht wahr?«—»Ich! nein! das ist nicht der Fall!«sprach Mylady mit so fester Stimme und mit solcher Ruhe im Gesicht, daß d'Artagnan, wenn er nicht vollkommene Gewißheit gehabt hätte, gezweifelt haben würde. — »Lügt nicht, mein schöner Engel, es wäre unnütz, «sprach d'Artagnan und zwang sich dabei zu einem Lächeln. — »Wie so? sprecht doch! Ihr peinigt mich zu Tode.«—»Dieser Ring — ist in meinen Händen. Der Graf von Wardes vom Donnerstag und d'Artagnan von heute sind eine und dieselbe Person.«

Der Unkluge erwartete ein Staunen vermischt mit Scham, einen kleinen Sturm, der sich in Thränen auflösen würde; aber er täuschte sich gewaltig, und sein Irrthum währte nicht lange.

Bleich und furchtbar erhob sich Mylady und wollte d'Artagnan, der in ihrer Nähe war, durch einen heftigen Schlag auf die Brust zurückstoßen und sich von ihm entfernen. D'Artagnan hielt sie am Kleide zurück, um ihre Vergebung zu erflehen, aber mit einer kräftigen, entschlossenen Bewegung suchte sie zu entfliehen. Da zerriß das Kleid oben am Leibe und d'Artagnan erblickte auf einer von ihren schönen Schultern, welche nun entblößt war, zu seinem unaussprechlichen Schrecken die Lilie, das nie zu tilgende Mal, das die Hand des Henkers ausdrückt.

«Großer Gott!«rief er, das Kleid aus den Händen lassend, und blieb stumm, unbeweglich, zu Eis geworden an seiner Stelle.

Aber Mylady fühlte sich gerade durch den Schrecken d'Artagnan's verrathen. Ohne Zweifel hatte er Alles gesehen; der junge Mann wußte nun ihr Geheimniß, ein furchtbares Geheimniß, das außer ihr der ganzen Welt unbekannt war.

Sie wandte sich um, nicht mehr wie ein wüthendes Weib, sondern wie ein verwundetes Panterthier.

«Ha! Elender!«sprach sie,»Du hast mich feig verrathen, und mehr noch. Du bist im Besitze meines Geheimnisses! Du sollst sterben!«

Und sie lief nach einem kleinen Kistchen mit eingelegter Arbeit, das auf ihrer Toilette stand, öffnete es mit fieberhaft zitternder Hand, zog einen kleinen Dolch mit goldenem Griff und dünner spitziger Klinge heraus und stand mit einem Sprunge wieder vor d'Artagnan, welcher sitzen geblieben war.

Obgleich der junge Mann viel Muth besaß, erschrak er doch vor diesem verstörten Gesichte, diesen hervortretenden Augen, diesen bleichen Wangen, diesen blutigen Lippen; er stand auf und wich zurück, wie vor einer Schlange, die auf ihn zugekrochen wäre, fuhr instinktmäßig mit seiner von Schweiß befeuchteten Hand an den Degen und zog ihn aus der Scheide.

Aber ohne durch den Anblick der blanken Klinge beunruhigt zu werden, rückte Mylady auf ihn zu, um ihm einen Stoß beizubringen, und hielt nicht eher stille, als bis sie die Spitze der Klinge auf ihrer Brust fühlte.

Nun suchte sie den Degen mit ihren Händen zu fassen, aber d'Artagnan entzog ihn fortwährend ihren Griffen, streckte ihr denselben, ohne zu stoßen, bald gegen die Brust, bald gegen die Augen entgegen und wich immer mehr zurück, in der Absicht, die Thüre zu suchen, welche zu Ketty führte, und durch diese seinen Rückzug zu nehmen.

Mylady drang während dieser Zeit mit furchtbarer Anstrengung und einem wahren Löwengebrülle auf ihn ein.

Da dies jedoch am Ende wie ein Duell aussah, so beruhigte sich d'Artagnan nach und nach.

«Gut, schöne Dame, gut, «sprach er;»aber ich bitte Euch um Gotteswillen, besänftigt Euch, oder ich zeichne eine zweite Lilie auf Eure andere Schulter.«

«Heilloser, Elender!«heulte Mylady.

Doch fortwährend die Thüre suchend, war d'Artagnan nur auf seine Vertheidigung bedacht.

1 ... 102 103 104 105 106 107 108 109 110 ... 179
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)