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READ-E-BOOK » Научная фантастика » Die Farben der Zeit [To Say Nothing of the Dog - de]
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Die Farben der Zeit [To Say Nothing of the Dog - de]

Электронная книга - «Die Farben der Zeit [To Say Nothing of the Dog - de]». Краткое содержание книги:

Der große Kritiker- und Publikumserfolg aus den USA! Connie Willis, preisgekrönt als beste SF-Autorin der 90er Jahre, schickt in diesem Buch Zeitreisende aus der Zukunft in das viktorianische England — ein unvergessliches Abenteuer …
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»Ja«, erwiderte T. J. grimmig. »Bei jeder Simulation, die wir probierten. Außer bei Ihrer.«

»Zumindest haben Sie bewiesen, daß Inkonsequenzen möglich sind«, sagte ich. »Immerhin etwas, oder?«

»Wieso?« fragte er verständnislos. »Das sind doch nur mathematische Simulationen.«

»Ich weiß, aber Sie haben doch damit gezeigt, was passieren würde, wenn…«

Er schüttelte heftig den Kopf. »Was passieren würde, wenn wir tatsächlich einen Historiker nach Waterloo schickten, der eine Nachricht abfangen oder ein Pferd erschießen oder Befehle erteilen würde, ist, daß sich das Netz nicht mehr öffnen würde. Historiker probieren solche Sachen seit mehr als vierzig Jahren. Keinem gelang es jemals, näher als zwei Jahre und ein paar hundert Kilometer entfernt an Waterloo herankommen.« Ärgerlich schwenkte er seine Hand in Richtung Bildschirme. »Diese Simulationen beruhen alle auf einem Netz ohne Schutzvorrichtung.«

Somit waren wir wieder da, wo wir begonnen hatten.

»Könnte dieser Schutz durch irgend etwas bei Veritys Sprung außer Kraft gesetzt worden sein? Oder zum Versagen gebracht?«

»Das war das erste, was wir nachprüften. Es gab keinerlei Hinweise darauf, daß es etwas anderes als ein ganz normaler Sprung gewesen ist.«

Dunworthy kam mit besorgter Miene herein. »Tut mir leid, daß es so lang dauerte«, sagte er. »Ich war bei der Gerichtsmedizinerin, um zu sehen, ob sie mit dem Namen oder dem Datum weitergekommen ist.«

»Und?« fragte ich.

»Wo ist der Rekrut?« mischte sich Miss Warder erbost ein, noch ehe Dunworthy antworten konnte. »Er sollte doch wieder zu mir zurückkommen.«

»Ich schickte ihn zur Kathedrale hinüber, um Lady Schrapnell so lange aufzuhalten, bis Ned wieder fort ist«, erklärte Dunworthy.

Wenn er diese Aufgabe ebenso gut erledigte wie seinen Heimweg zum Netz zu finden, faßten wir uns besser kurz.

»Hat sie Mr. C’s Name entziffert?«

»Nein. Sie grenzte die Zahl der Buchstaben auf acht ein und entdeckte den Eintrag über Coventry. Nun beschäftigt sie sich mit dem Datum.«

Na, das war doch immerhin etwas. »Wir brauchen es so bald wie möglich«, sagte ich. »Tossie und Terence haben sich gestern verlobt.«

»Oh, Gott.« Er blickte sich um, als bräuchte er dringendst eine Sitzgelegenheit. »Verlobungen wurden im victorianischen Zeitalter sehr ernst genommen«, erklärte er T. J. Dann wandte er sich wieder an mich. »Sie haben also beide keine Ahnung, wer Mr. C sein könnte, stimmt’s?«

»Nein, und das Tagebuch konnten wir auch noch nicht lesen«, erwiderte ich. »Verity hofft, daß Mr. C vielleicht heute beim Kirchfest auftaucht.«

Ich überlegte, ob es noch irgend etwas gab, was ich erzählen oder die beiden fragen müßte. »Haben Sie nicht etwas von Schlupfverlusten bei Sprüngen nach Hause erzählt, T. J.?«

»Oh, ja! Miss Warder!« rief er zur Konsole hinüber, wo Miss Warder wie verrückt auf die Tasten hieb. »Haben Sie die Höhe des Verlustes inzwischen herausgefunden?«

»Ich will gerade…«

»Ich weiß, ich weiß. Sie wollen gerade Carruthers rausholen«, sagte T. J.

»Nein!« sagte sie. »Ich hole gerade Finch zurück.«

»Das hat Zeit«, meinte T. J. »Ich brauche zuerst den Schlupfverlust.«

»Wie Sie meinen!« Ihre Seraphimaugen sprühten Feuer. Sie hieb eine weitere halbe Minute auf die Tastatur ein. »Drei Stunden, acht Minuten.«

»Drei Stunden!« Ich war fassungslos.

»Immer noch besser als bei Veritys letztem Sprung«, sagte Dunworthy. »Da waren es zwei Tage.«

T. J. streckte mit geöffneten Handflächen die Hände hoch und zuckte die Achseln. »In den Simulationen gab es das nicht.«

Mir fiel etwas ein. »Welchen Tag haben wir heute?«

»Freitag«, sagte T. J.

»Noch neun Tage bis zur Einweihung.« Dunworthy überlegte. »Sie ist am fünften November.«

»Neun Tage!« sagte ich. »Großer Gott! Des Bischofs Vogeltränke ist wahrscheinlich nicht inzwischen irgendwo aufgetaucht, oder?«

Dunworthy schüttelte den Kopf. »Es sieht nicht gut aus für uns, was, Marineleutnant Kiepermann?«

»Bis auf ein Detail, Sir.« T. J. sprang zum Computer zurück und begann, zu tippen. »Ich habe eine Reihe Szenarios von der Bombardierung Berlins laufen lassen.« Die Bildschirme veränderten sich zu einem leicht veränderten Muster grauer Schatten. »Ziel verfehlt, Flugzeug getroffen, Pilot abgeschossen, oder beides zusammen, doch nichts von alledem änderte etwas an dem Resultat. London wurde in jedem Fall bombardiert.«

»Na, das ist eine wirklich gute Nachricht«, meinte Dunworthy trocken.

»Nun ja, immerhin besser als nichts«, sagte ich und wünschte nur, ich könnte meine Worte auch glauben.

Das Netz schimmerte, und Finch erschien. Er wartete, bis Miss Warder die Schleier angehoben hatte, ging dann sofort zu Dunworthy und sagte: »Ich habe ausgezeichnete Neuigkeiten, was die…« Da sah er mich. »Ich warte in Ihrem Büro, Sir«, setzte er hinzu und eilte aus dem Labor.

»Ich möchte wissen, auf was Finch aus ist«, sagte ich. »Haben Sie ihn zurückgeschickt, damit er Prinzessin Arjumand ertränkt?«

»Ertränkt?« T. J. stieß ein Lachen aus.

»Was hat er vor? Und sagen Sie mir jetzt bloß nicht, es stünde Ihnen nicht frei, es mir zu erzählen.«

»Es steht mir tatsächlich nicht frei«, entgegnete Dunworthy. »Auf jeden Fall aber kann ich Ihnen versichern, daß Prinzessin Arjumand kein Leid geschieht und daß Sie mit dem Ergebnis von Finchs Auftrag vollauf zufrieden sein werden.«

»Wenn Henry zurück soll«, rief Miss Warder gereizt von der Konsole her, »muß ich das sofort tun, damit ich dann das halbstündige Intermittent bei Carruthers einstellen kann.«

»Wir brauchen das Ergebnis der Gerichtsmedizinerin, sobald Sie es haben«, sagte ich zu Dunworthy. »Ich versuche, heute abend oder morgen noch mal durchzukommen.«

Dunworthy nickte.

»Ich habe nicht den ganzen Tag Zeit«, sagte Miss Warder. »Ich will nämlich…«

»Schon gut.« Ich ging zum Netz hinüber.

»Zu welcher Zeit wollen Sie ankommen?« fragte Miss Warder. »Fünf Minuten, nachdem Sie gesprungen sind?«

Hoffnung flammte plötzlich in mir auf wie ein Wordsworthscher Regenbogen. »Kann ich mir das aussuchen?«

»Wir haben’s hier mit Zeitreisen zu tun«, sagte Miss Warder. »Ich habe nicht den ganzen Tag…«

»Halb fünf«, erwiderte ich. Mit etwas Glück gab es einen Schlupfverlust von zwanzig Minuten, und das Fest war vorbei, wenn ich ankam.

»Halb fünf?« Miss Warder schaute alarmiert. »Wird Sie denn dann keiner vermißt haben?«

»Nein«, sagte ich. »Terence wird sich gefreut haben, daß er nicht wieder zum Ponyreiten zurück mußte.«

Miss Warder zuckte die Achseln und begann, die Koordinaten einzugeben. »Stellen Sie sich ins Netz«, befahl sie und drückte »SENDEN«.

Das Netz schimmerte, ich rückte meinen Strohhut und meine Krawatte zurecht und begab mich freudig zum Fest zurück. Der Himmel war immer noch bedeckt, deshalb konnte ich an der Sonne nicht sehen, wie spät es war, und meine Uhr ging falsch, aber es kam mir vor, als tummelten sich weniger Menschen auf dem Rasen als vorher. Es mußte mindestens halb vier sein. Ich ging zu dem Stand, wo der Basar stattfand, um Verity zu erzählen, daß ich nichts Neues erfahren hatte.

Sie war nicht da. Der Stand wurde von Rose und Iris Chattisbourne bewacht, die versuchten, mir ein silbernes Zuckerhämmerchen zu verkaufen.

»Sie ist im Teezelt«, sagten sie. Dort war sie aber nicht, bloß Cyril, der, entgegen jeglicher Vernunft, hoffte, daß jemandem ein Sandwich zu Boden fiel, und der aussah, als wartete er dort schon den ganzen Tag. Ich kaufte ihm ein Rosinenbrötchen, mir selbst ein Stück Marmorkuchen sowie eine Tasse Tee und trug dann beides zur Schatzsuche hinüber.

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