Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Фэнтези » Paladin der Seelen [Paladin of Souls - de]
Paladin der Seelen [Paladin of Souls - de] - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Paladin der Seelen [Paladin of Souls - de]

Электронная книга - «Paladin der Seelen [Paladin of Souls - de]». Краткое содержание книги:

Drei Jahre sind in Chalion vergangen, seit Königinwitwe Ista dy Boacia vom Fluch des Wahnsinns befreit wurde, der sie auf dem Stammsitz ihrer Familie gefangen hielt. Doch ihre neu entdeckte Freiheit ist nicht unbeschwert. Ehemann, Eltern und Sohn sind gestorben, und die Tochter lebt meilenweit entfernt am Königshof zu Cardegoss. Somit bleibt Ista allein mit ihren Schuldgefühlen und Geheimnissen — denn sie weiß, was ihr Land an den Rand des Abgrunds führte! Auf der Suche nach Absolution tritt Ista eine Pilgerfahrt an, den Göttern zur Buße und Abbitte. Aber auf sie wartet eine neue Gefahr, die größer ist, als sie ahnen kann: Erneut wird Chalion bedroht, und diesmal von einem heimtückischen Bösen, das nur Ista aufzuhalten vermag…
1 ... 88 89 90 91 92 93 94 95 96 ... 135
Перейти на страницу:

Arhys schickte den Diener und die Frau nach vorn, damit sie neben Goram Platz nahmen. Der Page ließ sich in seiner Nähe nieder, die Augen groß vor Sorge. Arhys strich dem Jungen beruhigend durchs Haar. Dann setzte er sich zu seiner Frau, die Beine überkreuzt, neben der Kopfseite ihrer Liege. Illvin half Ista auf die Liege gegenüber. Sie fühlte, wie der Schorf unter ihren Verbänden aufplatzte, als sie die Knie beugte. Illvin wollte sich mit überkreuzten Beinen ihr gegenüber niederlassen, erkannte dann aber, wie ungeeignet sein knappes Nachthemd für diese Stellung war.

Arhys blickte finster auf seine Frau. »Ich kann nicht glauben, dass sie ernsthaft geglaubt hat, ich würde Porifors im Stich lassen.«

»Das hat sie gewiss nicht geglaubt«, meinte Ista. »Daher ihre Täuschung.« Sie zögerte. »Es ist bitter, wenn das ganze Leben von den Entscheidungen anderer abhängt und man nichts tun kann, um irgendetwas zu ändern.«

Der Wagen vollendete seine Wende und setzte sich im Schritttempo wieder in Bewegung. Auch bei dieser Geschwindigkeit würde das Gespann erschöpft sein, wenn sie die zehn Meilen zur Burg ein zweites Mal zurückgelegt hatten.

Arhys berührte Cattilara an der Schulter. Deutlich zeichnete sich dort ein dunkler roter Fleck ab, der von dem Blut herrührte, das langsam darunter hervorsickerte. »Das geht so nicht.«

»So muss es gehen, bis wir zurück in Porifors sind«, sagte Illvin unbehaglich, streckte Arme und Hände und spannte die Schultern, als müsse er sich erst wieder in einem Körper zurechtfinden, der ihm fremd geworden war. Er erprobte die Stärke seines Griffs und runzelte die Stirn.

»Ich kann nur hoffen, dass die Garnison nach meinem Verschwinden nicht in Aufruhr geraten ist«, sagte Arhys.

»Sobald wir eintreffen«, sagte Ista, »müssen wir ein weiteres Mal versuchen, Cattilaras Dämon zu befragen. Er weiß bestimmt, was in Jokona vor sich geht. Und wichtiger noch, wer ihn entsendet hat.« Sie wiederholte vor Illvin den Bericht des Offiziers über die plötzliche Wandlung von Sordso dem Säufer.

»Sehr merkwürdig«, grübelte Illvin. »Sordso hat sich vorher nie als Familienmensch gezeigt.«

»Können wir diese Kreatur überhaupt befragen, Majestät?«, wollte Arhys wissen. Er schaute immer noch auf Cattilara hinunter. »Beim letzten Mal war unser Erfolg mehr als bescheiden.«

Ista schüttelte den Kopf. Sie teilte die Zweifel. »Beim letzten Mal konnte ich nicht auf den Rat von dy Cabon zurückgreifen. Und nicht auf die Unterstützung von Foix dy Gura. Vielleicht können wir den einen Dämon auf den anderen ansetzen und so etwas Gutes bewirken … überhaupt etwas bewirken. Ich werde mich mit dem Geistlichen beraten, sobald wir zurück sind.«

»Ich werde mich mit meinem Bruder beraten, solange ich kann«, kündigte Arhys an.

»Und ich halte eine Mahlzeit für angeraten«, meinte Illvin. »Haben wir in diesem Wagen was zu essen?«

Arhys ließ den Pagen suchen. Der Junge durchwühlte die Vorräte und brachte einen Laib Brot zum Vorschein, ein Säckchen mit ledrigen, getrockneten Aprikosen und einen Schlauch Wasser. Illvin machte es sich bequem und kaute bedächtig, während Arhys ausführlich die Berichte seiner Kundschafter wiedergab.

»Von der Straße nach Norden haben wir gar nichts gehört«, bemerkte Illvin, nachdem Arhys mit seiner raschen Aufzählung fertig war.

»Ja. Am meisten beunruhigt bin ich wegen der beiden Gruppen, die bisher nicht zurückgekehrt sind und auch keinen Boten geschickt haben. Ich wollte gerade eine weitere Patrouille hinter ihnen her schicken, als meine morgendlichen Pflichten so unvermittelt unterbrochen wurden.« Verärgert blickte Arhys zu seiner bewusstlosen Frau hinüber. »Oder selbst nachsehen.«

»Bitte, tu das nicht«, sagte Illvin und rieb sich die Schulter.

»Unter den gegebenen Umständen wäre es vielleicht nicht angeraten.« Er blickte Cattilara noch besorgter an, so es überhaupt möglich war. Sie sah schrecklich hilflos aus, wie sie zusammengekrümmt auf der Seite lag. Ohne den Anflug von Arglist in ihrem Gesicht kam ihre bemerkenswerte natürliche Schönheit wieder zum Vorschein.

Arhys schaute auf und rang sich für Ista ein kurzes Lächeln ab. »Seid ohne Sorge, Majestät. Selbst wenn irgendeine Streitmacht ungesehen aus dieser Richtung vorrückt, so gibt es wenig, was sie gegen Porifors ausrichten kann. Die Mauern sind fest, die Besatzung steht zu uns, und es ist so gut wie unmöglich, auf diesem Gelände Belagerungsmaschinen in Stellung zu bringen. Außerdem ruht die Festung auf massivem Fels und kann nicht unterminiert werden. Wir würden Unterstützung aus Oby erhalten, bevor unsere Angreifer auch nur die Zeit finden, ihr Lager aufzuschlagen.«

»Wenn Oby nicht gleichzeitig angegriffen wird«, murmelte lllvin vor sich hin.

Arhys blickte beiseite. »Ich habe mich in den letzten Tagen ausführlich mit dem Notar des Tempels unterhalten und mit seiner Hilfe meinen letzten Willen niedergeschrieben. All meine anderen Papiere sind dem Majordomus der Burg anvertraut. Ich habe dich zu meinem Testamentsvollstrecker ernannt, und zum Mitvormund für die kleine Liviana.«

»Arhys«, sagte lllvin, und seine Stimme klang zweifelnd. »Es ist keinesfalls sicher, dass ich lebendig aus dieser Sache hervorgehe …«

Sein Bruder nickte. »Ich weiß. Dann wird Livianas Großvater ihr alleiniger Schirmherr, und der Verwalter all ihrer Dy-Lutez-Güter. Auf jeden Fall möchte ich Catti mitsamt ihres Wittums wieder unter die Verantwortung von Lord dy Oby stellen. Immerhin haben wir ja auch keine gemeinsamen Kinder.«

»Cattilara hätte an meiner Vormundschaft so wenig Interesse, wie ich daran habe, sie auszuüben«, bemerkte lllvin. »Also danke ich dir in unser beider Namen.«

Arhys nickte. »Wenn … wenn du es nicht in Livianas Namen übernehmen kannst, geht der militärische Oberbefehl über Porifors wieder an den Herzog von Caribastos, damit der ihn jemandem übertragen kann, den er für geeignet hält. Ich habe ein Schreiben aufgesetzt, um ihm anzukündigen … nun, dass ich krank bin, und dass er sich nach einem Nachfolger umsehen sollte, für den Fall der Fälle.«

»Du kommst jeder Verpflichtung nach. Egal wie abscheulich sie ist.« lllvin lächelte düster. »Stets hast du versucht, für uns alle die Rolle eines Vaters zu übernehmen. Kann es einen Zweifel geben, welcher Gott auf dich wartet? Aber lass ihn noch ein wenig länger warten.« Er warf Ista einen Seitenblick zu.

Aber ihn erwartet kein Gott, dachte Ista. Das ist es, was Verdammnis bedeutet.

Arhys zuckte die Achseln. »Die Tage nagen an mir wie die Ratten an einem Leichnam. Ich fühle es immer deutlicher. Ich bin schon länger hier als vorgesehen, viel länger. Majestät …« Der Blick, der sie traf, war unangenehm durchdringend. »Könnt Ihr mich lösen? Ist das der Grund, aus dem Ihr hierhin gestolpert seid?«

Ista zögerte. »Ich weiß selbst kaum, was ich tun kann und was nicht. Wenn ich ein Wunder herabrufen könnte, wäre das nicht meine erste Wahl. Obwohl es in der Natur der Wunder liegt, dass ihr menschlicher Vermittler sie nicht beeinflussen kann. Man kann sie nur zulassen oder ganz ablehnen. Allein die Zauberei der Dämonen können wir nach unserem Willen beugen. Aber niemand beugt einen Gott …«

»Und doch«, meinte Illvin nachdenklich. »Der Bastard ist selbst zur Hälfte ein Dämon, sagt man. Ich denke, sein Wesen entspricht nicht ganz dem der übrigen göttlichen Familie. Vielleicht gilt das auch für seine Wunder?«

Ista runzelte verwirrt die Stirn. »Ich weiß es nicht. In meinem Traum schien er so weit jenseits meines Verständnisses zu sein wie seine Mutter in der Vision, die ich vor fast zwanzig Jahren hatte. Jedenfalls habe ich bisher nur die Stärke der Energien umverteilt, die zwischen euch dreien fließen. Ich habe nicht versucht, die Bindung des Zaubers zu lösen, oder den Dämon gegen den Willen seiner Meisterin dazu zu zwingen. Obwohl deutlich geworden ist, dass er alles aufgeben und fliehen würde, wenn er könnte.«

1 ... 88 89 90 91 92 93 94 95 96 ... 135
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)