Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Фэнтези » Die Meisterin
Die Meisterin - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Die Meisterin

Электронная книга - «Die Meisterin». Краткое содержание книги:

Wer über magische Fähigkeiten verfügt, hat in Imardin die Macht. Rücksichtslos setzen sich die Mitglieder der Gilde der schwarzen Magier über die Armen und Gewöhnlichen hinweg. Keiner wagt es, sich zu wehren. Nur Sonea, das Bettlermädchen, begehrt auf...
1 ... 86 87 88 89 90 91 92 93 94 ... 150
Перейти на страницу:

»Aber sie haben doch gesagt, dass sie einander bald wiedersehen würden.«

»Höchstwahrscheinlich in Kyralia. Wir haben vier Tage gebraucht, um hierher zu kommen, und Avala wird ebenso lange brauchen, um zurückzukehren. Wenn wir uns beeilen, werden wir vor Parika am Südpass sein. Wir müssen hoffen, dass der Pass nicht von weiteren Ichani bewacht wird.«

»Dann kehren wir also nach Kyralia zurück?«

»Ja.«

»Ohne die Erlaubnis der Gilde?«

»Ja. Wir werden heimlich nach Imardin gehen. Wenn sie um meine Hilfe bitten, möchte ich nah genug sein, um schnell handeln zu können. Aber wir haben noch einen weiten Weg vor uns. Spar dir deine Fragen. Wir müssen versuchen, heute Nacht ein wenig Abstand zwischen uns und Parika zu legen.«

»Ich denke, das ist alles, was wir bekommen werden«, sagte Lorlen. Er ließ die Hände sinken und löste damit seine Verbindung zu Balkan und Vinara, bevor er sich in seinem Sessel zurücklehnte. Nachdem die beiden ihrerseits Sarrins Hände losgelassen hatten, blickten alle drei Magier zu Lorlen hinüber.

»Warum habt Ihr uns nicht schon früher von diesem Ring erzählt?«, wollte Sarrin wissen.

Lorlen nahm den Ring ab und legte ihn vor sich auf den Schreibtisch. Er betrachtete ihn einen Moment lang, dann seufzte er. »Ich konnte mich nicht entscheiden, was ich damit machen sollte«, erklärte er. »Es ist ein Gegenstand schwarzer Magie, andererseits richtet er keinen Schaden an und ist unsere einzige ungefährliche Möglichkeit, uns mit Akkarin in Verbindung zu setzen.«

Sarrin griff nach dem Ring und untersuchte ihn, wobei er sorgfältig darauf achtete, den Stein nicht zu berühren. »Ein Blutjuwel. Fremde Magie. Sie gibt dem Schöpfer des Rings Zugang zum Geist des Trägers. Er sieht, was der Träger sieht, hört, was der Träger hört, und nimmt auf, was der Träger denkt.«

Balkan runzelte die Stirn. »Das klingt für mich ganz und gar nicht nach einem Gegenstand, der keinen Schaden anrichten kann. Was immer Ihr wisst, wird Akkarin ebenfalls erfahren.«

»Er kann nicht in meinen Geist eindringen«, wandte Lorlen ein. »Er kann lediglich meine oberflächlichen Gedanken lesen.«

»Das könnte schlimm genug sein, wenn Ihr zufällig an etwas denkt, das Akkarin nicht wissen sollte.« Der Krieger runzelte die Stirn. »Ich finde nicht, dass Ihr diesen Ring noch einmal tragen solltet, Lorlen.«

Die anderen schüttelten ebenfalls den Kopf. Lorlen nickte widerstrebend.

»Also gut, wenn ihr alle darin übereinstimmt.«

»Ich tue es«, erwiderte Vinara.

»Ja, ich ebenfalls«, fügte Sarrin hinzu und legte den Ring beiseite. »Was sollen wir damit machen?«

»Ihn irgendwo hinlegen, wo nur wir vier ihn finden können«, sagte Balkan.

»Wohin?«

Ein Stich der Sorge durchzuckte Lorlen. Wenn sie den Ring wegsperrten, dann sollten sie sich besser ein Versteck aussuchen, das sie schnell erreichen konnten, falls sie sich mit Akkarin in Verbindung setzen mussten.

»Die Bibliothek?«

Balkan nickte langsam. »Ja. Der Schrank mit den alten Büchern und Plänen. Ich werde den Ring auf dem Rückweg in mein Quartier dort hineinlegen. Fürs Erste«, er sah die anderen der Reihe nach an, »sollten wir über das Gespräch nachdenken, das Akkarin uns übermittelt hat. Was haben wir erfahren?«

»Dass Sonea noch lebt«, erwiderte Vinara. »Dass sie und Akkarin eine Frau namens Avala und einen Mann namens Parika über einen dritten Mann haben sprechen hören.«

»Kariko?«, meinte Lorlen.

»Möglicherweise«, erwiderte Balkan. »Die beiden haben seinen Namen nicht genannt.«

»Wie rücksichtslos von ihnen«, murmelte Sarrin.

»Der Mann und die Frau haben über Sklaven gesprochen. Dieser Teil von Akkarins Geschichte entspricht also der Wahrheit«, sagte Vinara.

»Außerdem haben sie darüber geredet, dass sie Jagd auf Kyralier machen.«

»Sonea und Akkarin?«

»Wahrscheinlich. Sofern das Ganze nicht eine List ist, die Akkarin eingefädelt hat«, bemerkte Balkan. »Er hätte zwei Leute dafür bezahlen können, dieses Gespräch zu führen, damit er es uns übermitteln konnte.«

»Warum dann eine so zweideutige Botschaft?«, fragte Sarrin. »Warum hat er ihnen nicht gesagt, dass sie Kariko oder seine Absicht, Kyralia zu überfallen, erwähnen sollen?«

»Ich bin davon überzeugt, dass er seine Gründe hat.« Balkan gähnte, dann entschuldigte er sich. Vinara bedachte ihn mit einem durchdringenden Blick.

»Habt Ihr seit Eurer Rückkehr überhaupt geschlafen?«

Der Krieger zuckte die Achseln. »Ein wenig.« Er sah Lorlen an. »Unsere gestrige Besprechung mit dem König ging bis spät in die Nacht hinein.«

»Denkt er immer noch darüber nach, einen von uns zu bitten, schwarze Magie zu erlernen?«, fragte Sarrin.

Balkan seufzte. »Ja. Das wäre ihm lieber, als Akkarin zurückzurufen. Akkarin hat sich als unzuverlässig erwiesen, indem er das Gesetz der Gilde und seinen Schwur gebrochen hat.«

»Aber wenn einer von uns schwarze Magie erlernte, würde er oder sie damit ebenfalls das Gesetz und das Gelübde der Magier brechen.«

»Nicht wenn wir eine Ausnahme machen würden.« Sarrin zog die Brauen zusammen. »Wenn es um schwarze Magie geht, sollte es keine Ausnahmen geben.«

»Es wird uns vielleicht nichts anderes übrig bleiben. Es könnte unsere einzige Chance sein, uns gegen diese Ichani zu verteidigen. Wenn hundert Magier jeden Tag einem aus unserer Mitte ihre Kraft gäben, wäre dieser Magier in zwei Wochen stark genug, um gegen zehn Ichani zu kämpfen.«

Sarrin schauderte. »So viel Macht sollte man keinem Menschen anvertrauen.«

»Dem König ist Eure Meinung bekannt«, sagte Balkan. »Und deshalb glaubt er auch, dass Ihr der beste Kandidat wärt.«

Sarrin starrte den Krieger entsetzt an. »Ich?«

»Ja.«

»Das könnte ich nicht. Ich… ich müsste ablehnen.«

»Eine Bitte Eures Königs ablehnen?«, fragte Lorlen. »Und zusehen, wie die Gilde und ganz Imardin einer Hand voll barbarischer Magier zum Opfer fallen?«

Sarrin blickte mit schneeweißem Gesicht auf den Ring hinab.

»Es wäre keine leichte Bürde«, fuhr Lorlen sanft fort, »und keine, die Ihr auf Euch nehmen müsstet, bevor wir uns sicher wären, dass wir keine andere Wahl haben. Die Spione werden in wenigen Tagen aufbrechen. Hoffentlich werden sie ein für alle Mal herausfinden, ob Akkarin die Wahrheit gesagt hat oder nicht.«

Balkan nickte. »Wir sollten auch darüber nachdenken, ob wir nicht zusätzliche Verstärkung in die Festung schicken wollen. Wenn das Gespräch, das wir mit angehört haben, echt war, liegt die Vermutung nahe, dass diese Frau sich im Norden mit einer Gruppe von Ichani treffen will.«

»Was ist mit dem Südpass?«, fragte Vinara. »Parika wollte dorthin zurückkehren.«

Balkan runzelte die Stirn. »Das werde ich im Kopf behalten. Der Südpass ist nicht so leicht zu verteidigen wie das Fort, aber aus dem Gespräch der beiden geht hervor, dass sich im Norden eine größere Gruppe sammelt. Trotzdem sollten wir zumindest die Straße zum Südpass beobachten lassen.«

Der Krieger gähnte erneut. Er kämpfte offensichtlich gegen seine Müdigkeit an. Lorlen fing einen bedeutungsvollen Blick von Vinara auf.

»Es ist schon spät«, sagte er. »Wollen wir uns morgen früh wieder hier treffen, um darüber zu sprechen?« Die anderen nickten. »Vielen Dank, dass Ihr so schnell hierher gekommen seid. Wir sehen uns dann morgen früh.«

Als sich die drei anderen Magier erhoben und ihm Gute Nacht wünschten, konnte Lorlen sich eines Gefühls der Enttäuschung nicht erwehren. Er hatte gehofft, dass Akkarin ihnen etwas zeigen würde, mit dem sich seine Unschuld beweisen ließ. Das Gespräch der beiden Sachakaner hatte nicht viel offenbart, auch wenn sie dadurch auf einige Mängel in der Verteidigung Kyralias aufmerksam geworden waren.

Aber jetzt war der Ring fort, und mit ihm hatte er seine einzige Verbindung zu Akkarin verloren.

24

1 ... 86 87 88 89 90 91 92 93 94 ... 150
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)