Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Другие детективы » Im Anfang war der Mord
Im Anfang war der Mord - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Im Anfang war der Mord

Электронная книга - «Im Anfang war der Mord». Краткое содержание книги:

Ein exklusiver Cocktail aus dem Besten, was weibliche Kriminalliteratur zu bieten hat!
Erstmals präsentiert sich hier Bestsellerautorin Elizabeth George,»die Meisterin des englischen Kriminalromans «als Herausgeberin: 26 spannende und raffinierte Kriminalgeschichten von den besten Autorinnen der Welt, wie Dorothy L. Sayers, Ruth Rendell, Sara Paretsky, Minette Walters, Marcia Muller, Nadine Gordimer, Joyce Carol Oates und vielen anderen. Mit einer Einführung von Elizabeth George!
1 ... 83 84 85 86 87 88 89 90 91 ... 151
Перейти на страницу:

Da er Victoria am Freitag zum Abschied gesagt hatte, er wolle sie nicht mehr sehen, war es lächerlich von ihm, sich zu fragen, was sie wohl tat, ob sie tatsächlich Beweise entdeckte, die Lotty von jeglichem Verdacht befreien würden. Seit sie ihn verlassen hatte, spürte er ein leichtes Flackern der Hoffnung in der Magengrube. Er versuchte immer wieder, es zu unterdrücken, aber es wollte einfach nicht ganz verschwinden.

Lotty war natürlich nicht zur Beisetzung gekommen, aber fast alle anderen Beschäftigten des Beth Israel sowie die Kuratoren waren anwesend. Arthur Gioia, der mit seinem massigen Körper den kleinen Empfangssaal fast allein ausfüllte, bemühte sich um ein taktvolles Gleichgewicht zwischen Aufrichtigkeit und Höflichkeit gegenüber der Familie des Verstorbenen. Es fiel ihm nicht leicht.

Martha Gildersleeve erschien im Zobel und wirkte an Gioias Arm fast wie ein kleiner pelziger Fußball, den er sich unter die Achsel geklemmt hatte. Sie machte der trauernden Familie gegenüber geistreiche, aber unpassende Bemerkungen über den weiteren Verbleib von Caudwells Kunstsammlung.

«Die berühmte Skulptur ist jetzt natürlich weg. Wie schade. Allein mit dem Erlös aus dem Verkauf dieses einen Stückes hätte man einen Lehrstuhl zu seinen Ehren einrichten können. «Sie lachte schrill und sinnlos.

Max warf einen verstohlenen Blick auf seine Uhr und überlegte, wie lange er höflichkeitshalber wohl noch bleiben musste. Sein sechster Sinn, die perfekte Höflichkeit, die ihn bei all seinen Handlungen leitete, hatte ihn im Stich gelassen, so dass er genauso unbeholfen war wie gewöhnliche Sterbliche auch. Er schaute bei gesellschaftlichen Anlässen sonst nie auf die Uhr, und bei jeder anderen Beisetzungsfeier hätte er Martha Gildersleeve geschickt von ihrem Opfer abgelenkt.

Stattdessen stand er nun hilflos dabei, während sie Mrs. Caudwell und die anderen Anwesenden quälte.

Er sah erneut auf die Uhr. Seit dem letzten Blick waren gerade zwei Minuten vergangen. Kein Wunder, dass die meisten Leute bei langweiligen Veranstaltungen ständig auf die Uhr schauten: Sie konnten es einfach nicht glauben, wie langsam sich die Zeiger bewegten.

Er schob sich verstohlen zur Tür und tauschte dabei leere Floskeln mit den Mitarbeitern und Kuratoren aus. Offen sagte niemand etwas Negatives über Lotty, aber die Gespräche, die bei seinem Näherkommen plötzlich abbrachen, trugen zur Vergrößerung seines Elends bei.

Er war schon fast am Ausgang angelangt, als zwei Neuankömmlinge eintrafen. Die meisten Anwesenden musterten sie mit gleichgültiger Neugierde, aber Max wurde plötzlich von einer absurden Hochstimmung ergriffen. Victoria, die in ihrem marineblauen Kostüm nüchtern und modern aussah, stand in der Tür und suchte mit hochgezogenen Augenbrauen den Raum ab. Neben ihr stand ein Sergeant, den Max schon ein paar Mal mit ihr zusammen gesehen hatte. Er war für den Fall Caudwell zuständig. An diesem unangenehmen Zusammenhang lag es wohl, dass Max sich momentan nicht an seinen Namen erinnerte.

V.I. entdeckte Max schließlich bei der Tür und machte ihm diskret ein Zeichen. Er ging sofort zu ihr hinüber.

«Ich glaube, wir haben die Lösung«, murmelte sie.

«Könntest du dafür sorgen, dass die Gäste gehen? Wir brauchen bloß die Familie, Mrs. Gildersleeve und Gioia.« «Du magst die Lösung ja vielleicht haben«, knurrte der Sergeant,»aber ich bin nur inoffiziell und unter Vorbehalt hier.« «Aber du bist hier. «Warshawski grinste, und Max fragte sich, wie er an diesem Blick je etwas Raubtierhaftes hatte finden können. Beim Anblick ihres Lächelns verbesserte sich seine Laune schlagartig.»Tief im Inneren weißt du, dass es dumm war, Lotty zu verhaften. Ich werde jetzt dafür sorgen, dass du unglaublich clever dastehst. Und noch dazu in aller Öffentlichkeit.«

Ähnlich beglückt wie eine leidende Diva, die ihre Stimme plötzlich wieder findet, spürte Max seine Höflichkeit und Weltgewandtheit zurückkehren. Hier eine kleine Geste, dort ein kurzes Wort, und schon verschwanden die Gäste wie die Heerscharen von Sanherib. In der Zwischenzeit führte er erst Martha Gildersleeve und dann Mrs.

Caudwell zu zwei nebeneinander stehenden Sesseln, bat den Bruder, Kaffee für Mrs. Gildersleeve zu holen, und die Tochter und den Sohn, sich um die Witwe zu kümmern.

Mit Gioia konnte er etwas rücksichtsloser umgehen. Ihm sagte er, er solle warten, da die Polizei ihm ein paar wichtige Fragen zu stellen habe. Als auch der letzte Gast gegangen war, stand der Immunologe nervös beim Fenster und ließ das Kleingeld immer wieder klimpernd durch die Finger gleiten. Plötzlich war dieses Geklingel das einzige Geräusch im Raum. Gioia wurde rot und verschränkte die Hände hinter dem Rücken.

Victoria kam mit einem strahlenden Lächeln ins Zimmer — wie eine Gouvernante, die für ihre Schützlinge ein ganz besonderes Vergnügen in petto hat. Sie stellte sich den Caudwells vor.

«Nach dieser Woche kennen Sie Sergeant McGonnigal ja sicher. Ich bin Privatdetektivin. Da ich keine rechtliche Handhabe habe, sind Sie nicht verpflichtet, meine Fragen zu beantworten. Ich werde Ihnen also auch keine stellen.

Ich werde Ihnen lediglich einen Reisebericht präsentieren.

Leider ohne Dias, aber Sie müssen sich die Bilder eben dazu denken, während die Tonspur abläuft.« «Eine Privatdetektivin!«Steves Mund formte ein übertriebenes» O«. Seine Augen weiteten sich vor Staunen.»Wie Bogie.« Wie üblich war die Bemerkung an seine Schwester gerichtet. Die stieß ihr spitzes Lachen aus und sagte:

«Damit gewinnen wir bestimmt den ersten Preis beim Aufsatzwettbewerb ›Wie ich die Weihnachtsferien verbracht habe‹. Unser Daddy ist ermordet worden.

Zowie! Dann hat man sein kostbarstes Kunstwerk geklaut.

Powie! Aber er hatte es schon vorher von der jüdischen Ärztin gestohlen, die ihn umgebracht hat. Yowie! Und dann als Krönung noch eine Privatdetektivin. Yowie!

Zowie! Powie!« «Deborah, bitte«, seufzte Mrs. Caudwell.»Ich weiß, dass du aufgeregt bist, Schätzchen, aber lass das jetzt, ja?« «Ihre Kinder halten Sie jung, nicht wahr, Madam?«, meinte Victoria.»Wie könnte man sich jemals alt fühlen, wenn die Kinder ihr Leben lang sieben Jahre alt bleiben?« «Auweia, sie beißt, Debbie, pass auf, sie beißt!«, rief Steve aus.

McGonnigal machte eine unwillkürliche Bewegung, als wollte er dem jungen Mann eine Ohrfeige verpassen.»Ms.

Warshawski hat Recht: Sie sind nicht verpflichtet, ihre Fragen zu beantworten. Aber Sie sind ja alle intelligente Menschen. Dann wissen Sie auch, dass ich nicht hier wäre, wenn die Polizei ihre Überlegungen nicht sehr ernst nehmen würde. Jetzt also ein bisschen Ruhe, und hören Sie zu, was sie zu sagen hat.« Victoria setzte sich in einen Sessel neben Mrs. Caudwell. McGonnigal ging zur Tür hinüber und lehnte sich gegen den Pfosten. Deborah und Steve flüsterten miteinander und versetzten sich gegenseitig Rippenstöße, bis einer oder alle beide zu quieken anfingen. Dann machten sie ein ernstes Gesicht, setzten sich ordentlich hin und falteten wie Chorknaben mit großen, glänzenden Augen die Hände auf dem Schoß.

Griffen stand aufrecht neben Mrs. Caudwell.»Du weißt, dass du nichts sagen musst, Vivian. Ich glaube, es ist besser, du fährst zurück ins Hotel und legst dich hin. Die anstrengende Beerdigung — und dann all diese fremden Leute — « Mrs. Caudwell schürzte unter ihrem Schleier tapfer die Lippen.

«Schon gut, Grif. Wenn ich bis jetzt alles überstanden habe, bringt mich das hier auch nicht mehr um.« «Toll. «Victoria ließ sich von Max eine Tasse Kaffee geben.

«Lassen Sie mich die Ereignisse einfach so darstellen, wie ich sie letzte Woche erlebt habe. Wie jeder in Chicago habe ich in den Zeitungen über den Mord an Dr. Caudwell gelesen und im Fernsehen Berichte darüber gesehen. Da ich einige Leute vom Beth Israel kenne, habe ich der Sache vielleicht mehr Aufmerksamkeit geschenkt als die anderen Zuschauer. Aber erst seit Dr.

1 ... 83 84 85 86 87 88 89 90 91 ... 151
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)