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READ-E-BOOK » Научная фантастика » Die Farben der Zeit [To Say Nothing of the Dog - de]
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Die Farben der Zeit [To Say Nothing of the Dog - de]

Электронная книга - «Die Farben der Zeit [To Say Nothing of the Dog - de]». Краткое содержание книги:

Der große Kritiker- und Publikumserfolg aus den USA! Connie Willis, preisgekrönt als beste SF-Autorin der 90er Jahre, schickt in diesem Buch Zeitreisende aus der Zukunft in das viktorianische England — ein unvergessliches Abenteuer …
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»Das ist kein Problem, Sir«, sagte er und öffnete mit der behandschuhten Rechten die Bibliothekstür.

»Kein Problem? Was meinen Sie damit? Ich muß doch irgendwas sagen.«

»Nein, Sir. Es wird sie nicht kümmern, warum Sie weggerufen werden, solange Ihre Abwesenheit den Damen die Zeit gibt, Sie durchzuhecheln.«

»Durchzuhecheln?« fragte ich alarmiert. »Sie meinen, ob ich der bin, für den ich mich ausgebe?«

»Nein, Sir«, erwiderte Finch, von Kopf bis Fuß der perfekte Butler. »Über Ihre Eignung als Ehemann.« Er führte mich über den Gang, verbeugte sich leicht und öffnete die Salontür mit der behandschuhten Linken.

Er hatte recht. Als ich ins Zimmer kam, trat eine plötzliche Stille ein, gefolgt von einem Ausbruch von Gekicher.

»Tocelyn hat uns gerade von Ihrem Zusammenstoß mit dem Tod erzählt, Mr. Henry«, sagte Mrs. Chattisbourne dann.

Als ich beinahe ›schwanger‹ gesagt hatte? Ich überlegte.

»Als Ihr Boot kenterte«, sagte Pansy eifrig. »Aber ich nehme an, das ist noch gar nichts im Vergleich zu Ihren Abenteuern in Amerika.«

»Hat man Sie skalpiert?« fragte Eglantine.

»Eglantine!« Mrs. Chattisbournes Stimme klang tadelnd.

Finch erschien an der Tür. »Entschuldigen Sie, Madam«, sagte er. »Werden Miss Mering und Mr. Henry zum Lunch bleiben?«

»O ja, Mr. Henry«, zirpten die Mädchen. »Sie müssen uns alles über Amerika erzählen.«

Ich verbrachte das Mittagessen damit, ihnen eine Geschichte mit Postkutschen und Tomahawks aufzutischen, die ich mir aus Vorträgen über das neunzehnte Jahrhundert zusammenschusterte, und ich hätte mir gewünscht, ihnen intensiver gelauscht zu haben. Dabei beobachtete ich Finch. Er zeigte mir das richtige Eßbesteck an, indem er mir beim Servieren zuflüsterte: »Die Gabel mit den drei Zinken«, oder diskret von der Anrichte her winkte, während ich die Aufmerksamkeit der Chattisbournes mit Sätzen wie: »In dieser Nacht, als wir ums Lagerfeuer saßen, hörten wir die Kriegstrommeln der Indianer in der Dunkelheit über die Prärie hallen — bomm, bomm, bomm.« (Kichern).

Nach dem Lunch baten Iris, Rose und Pansy uns, mit ihnen noch eine Partie Charade zu spielen, aber Tossie meinte, wir müßten aufbrechen, verschloß sorgfältig ihr Tagebuch und steckte es diesmal nicht in den Korb, sondern in ihr Handtäschchen. »Oh, bleib doch noch ein kleines Weilchen«, bettelte Pansy, aber Tossie sagte, wir hätten noch den Vikar zu besuchen, um die Spenden einzusammeln. Ich war ihr dankbar. Zum Essen hatte es Rheinwein und Bordeaux gegeben, was, kombiniert mit dem Johannisbeerlikör und den Folgen der Zeitkrankheit, in mir den Wunsch nach einem ausgiebigen Mittagsschläfchen geweckt hatte.

»Werden wir Sie beim Kirchfest sehen?« fragte Iris kichernd.

Leider ja, dachte ich und hoffte, daß der Vikar nicht weit entfernt wohnte.

Tat er auch nicht. Zunächst aber führte uns unser Weg zu der Witwe Wallace, um eine Sauciere und ein Banjo, dem zwei Saiten fehlten, abzuholen, zu der Familie Middlemarch, die eine Teekanne mit abgebrochener Tülle, ein Essigfläschchen und ein Kartenspiel, bei dem eine Reihe Karten fehlten, ausgegraben hatte und zu Miss Stiggins, die uns mit einem Vogelkäfig, vier Statuetten, welche die Schicksalsgöttinnen darstellen sollten, einer Ausgabe von Alice hinter den Spiegeln, einem Fischmesser und einem Fingerhut, auf dem »Souvenir aus Margate« eingraviert war, beglückte.

Da die Chattisbournes uns bereits ein Hutnadelkissen, ein Stickwollkissen, gemustert mit Veilchen und Gartenwicken, einen Eierkocher und einen Gehstock, dessen Knauf in Form eines Hundekopfes geschnitzt war, mitgegeben hatten, war der Korb beinahe voll, und ich hatte keine Ahnung, wie ich ihn heimtragen sollte. Glücklicherweise beschränkte sich der Vikar auf einen großen, halb zerborstenen vergoldeten Bilderrahmen.

»Ich werde Baine schicken, daß er ihn abholt«, sagte Tossie, und wir machten uns auf den Heimweg.

Dieser war eine Wiederholung des Hinwegs, abgesehen davon, daß ich ein gutes Stück beladener und müder war. Tossie plapperte über Juju und »Te’ence, den tapfersten Ritter von Welt« und ich dachte, wie glücklich ich mich schätzen konnte, daß mein Name nicht mit C begann und daß ich die Augen nach einer Hängematte aufhalten sollte.

Baine kam uns auf der Auffahrt entgegen und befreite mich von dem Korb, und Cyril kam herausgerannt, um mich zu begrüßen. Wegen seiner unglückseligen Tendenz zum Seemannsgang landete er jedoch vor Tossies Füßen, die sofort aufschrie: »Du gräßliches, böses Geschöpf, du!«, gefolgt von einer Serie Schreichen.

»Komm, Cyril, alter Junge!« rief ich und klatschte in die Hände, worauf er glückselig in meine Richtung torkelte, mit dem ganzen Körper wackelnd. »Hast du mich vermißt, Bursche?«

»›Und seht, die Reisenden kehren heim‹«, rief Terence und winkte vom Rasen herüber. »›Zurück zu den weißen Mauern ihrer Häuser, die sie vor langer Zeit verlassen haben‹.[56] Ihr kommt genau richtig. Baine stellt gerade die Crockettore auf.«

»Crocket!« juchzte Tossie erfreut. »Was für ein Spaß!« und rannte ins Haus, um sich umzuziehen.

»Crocket?« sagte ich zu Verity, die zusah, wie Baine Pflöcke in den Rasen hämmerte.

»Das oder Rasentennis«, sagte Verity. »Was Sie aber, da Sie nicht vorbereitet wurden, wohl nicht spielen können.«

»Für Crocket bin ich ebensowenig vorbereitet«, erwiderte ich und betrachtete die gestreiften Schlaghölzer.

»Es ist ganz einfach«, sagte Verity und reichte mir einen gelben Ball. »Sie schlagen den Ball mit dem Stock durch die Tore. Wie verlief der Morgen?«

»Einst war ich Scout bei Buffalo Bill. Außerdem bin ich mit Pansy Chattisbourne verlobt.«

Verity lächelte nicht einmal. »Haben Sie etwas über Mr. C herausgefunden?«

»Elliot Chattisbourne kommt erst in acht Monaten nach Hause«, sagte ich und erklärte ihr, wie ich Tossie nach dem Burschen, den ich angeblich aus der Gegend hier kannte, ausgefragt hatte. »Sie hatte keine Ahnung, wen ich meinen könnte. Aber das ist nicht das Wichtigste, sondern…«

Tossie kam in einem rosa und weiß gestreiften pfefferminzfarbenen Matrosenkleid mit großer rosa Schleife über den Rasen gerannt, Prinzessin Arjumand im Arm. »Juju sieht so gern den Bällen zu«, erklärte sie und setzte die Katze auf den Boden.

»Und schlägt sie weg«, sagte Verity. »Mr. Henry und ich spielen zusammen. Und du und Mr. St. Trewes.«

»Mr. St. Trewes, wir spielen zusammen!« rief Tossie und eilte zu Terence, der Baine beriet.

»Ich dachte, wir sollten Terence und Tossie voneinander fernhalten.«

»Sollen wir auch«, sagte Verity. »Aber ich muß mit Ihnen reden.«

»Und ich mit Ihnen«, erwiderte ich. »Raten Sie mal, wenn ich bei den Chattisbournes getroffen habe? Finch.«

»Finch?« Sie schaute mich entgeistert an. »Dunworthys Sekretär?«

Ich nickte. »Er ist dort Butler.«

»Weshalb?«

»Das wollte er mir nicht sagen. Er erklärte, es handle sich um ein verwandtes Projekt und er dürfe mir nichts darüber sagen, um unser Projekt nicht zu gefährden.«

»Seid ihr soweit?« rief Tossie von den Pfosten herüber.

»Gleich«, rief Verity zurück. »Also gut. Das Spiel ist kinderleicht. Sie machen Punkte, indem Sie den Ball zweimal durch alle sechs Tore, die vier äußeren und die inneren schlagen, dann das Gleiche in umgekehrter Reihenfolge. Jede Ballberührung ist ein Schlag. Wenn Ihr Ball durchs Tor geht, dürfen Sie weiterschlagen. Wenn Sie einen anderen Ball treffen, bekommen Sie einen vollen Punkt und dürfen weiterspielen, aber wenn Ihr Ball mit einem Schlag durch zwei Tore geht, bekommen Sie nur einen weiteren zusätzlichen Versuch. Haben Sie einmal einen anderen Ball getroffen, dürfen Sie ihn erst wieder berühren, wenn Sie selbst durchs nächste Tor gekommen sind, ausgenommen davon ist das erste Tor. Wenn Sie den fremden Ball trotzdem treffen, müssen Sie aussetzen.«

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56

Aus: William Morris, The Life and Death of Jason. — Anm. d. Ü.

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