Die Farben der Zeit [To Say Nothing of the Dog - de]
- Автор: Уиллис Конни
- Год: 2001
- Язык: немецкий
- Год: Wilhelm Heyne
- Переводчик: Christian Lautenschlag
- Жанр: Научная фантастика
Электронная книга - «Die Farben der Zeit [To Say Nothing of the Dog - de]». Краткое содержание книги:
»Nach Oxford?« Sie schüttelte den Kopf. »Bei der Rückkehr gibt es niemals Schlupfverluste.«
»Nein«, sagte ich. »Der Sprung, als Sie durchkamen und die Katze sahen.«
»Gut. Wir gehen besser wieder zu den anderen.« Sie verkorkte den Leimtopf, stand auf und läutete nach Baine.
»Baine«, sagte sie, als er erschien, »lassen Sie sofort die Kutsche vorfahren, und kommen Sie dann in den Frühstücksraum.«
»Wie Sie wünschen, Miss«, sagte er.
»Danke, Baine.« Verity nahm die mit Muscheln bestückte Schachtel und führte mich zum Frühstücksraum zurück, wo Mrs. Mering immer noch Terence ausfragte. »Nein, wie exquisit!« sagte sie, als Verity ihr die Schachtel zeigte.
»Wir haben noch eine Menge fürs Fest zu tun, Tante Malvinia«, sagte Verity. »Ich wünsch’ mir so sehr, daß der Basar ein Erfolg wird. Haben Sie Ihre Liste?«
»Läute nach Jane, daß sie sie bringt.«
»Sie ist zum Pfarrhaus gegangen, um die Fähnchen zu holen«, sagte Verity, und sobald Mrs. Mering das Zimmer verlassen hatte, »Mr. St. Trewes, dürfte ich Sie um einen großen Gefallen bitten? Die Lampions, die wir zwischen den Ständen aufhängen wollten, sind noch nicht geliefert. Würden Sie nach Streatley fahren, um sie zu holen?«
»Das kann Baine erledigen«, sagte Tossie. »Terence und ich wollen heute morgen die Chattisbournes besuchen.«
»Deine Mutter kann Baine nicht entbehren, denn er soll beim Aufbau des Teezeltes helfen«, entgegnete Verity. »Mr. Henry wird dich begleiten. Baine«, sagte sie zu dem Butler, der gerade hereinkam. »Bringen Sie Mr. Henry einen Korb für die Spenden. Ist die Kutsche bereit?«
»Jawohl, Miss«, sagte Baine und verließ das Zimmer.
»Aber…« Tossie zog eine Schnute.
»Hier ist die Adresse.« Verity gab Terence ein Blatt Papier. »Und die Bestellung für die Lampions. Es ist ganz reizend von Ihnen.« Damit scheuchte sie ihn aus der Eingangstür, bevor Tossie überhaupt etwas einwenden konnte.
Baine brachte den Korb, und Tossie ging ihren Hut und ihre Handschuhe holen. »Ich frage mich, warum nicht Mr. Henry die Lampions holen konnte«, hörte ich sie sagen, als sie mit Verity die Treppe hinaufging.
»Trennung verstärkt die Zuneigung«, sagte Verity. »Trag deinen Hut mit dem getupften Schleier, damit Rose Chattisbourne ihn sieht.«
Verity kam wieder die Treppe herunter. »Ich bin beeindruckt«, sagte ich.
»Ich habe bei Lady Schrapnell Unterricht genommen«, erwiderte Verity. »Wenn Sie bei den Chattisbournes sind, versuchen Sie herauszufinden, wann Elliot Chattisbourne — das ist derjenige, dessen Kleidung Sie tragen — nach Hause zurückkehrt. Vielleicht korrespondiert Tossie heimlich mit ihm, seit er in Südafrika ist. Ah, da kommt sie.«
Tossie flatterte mit dem getupften Schleier die Treppe herunter, in der Hand einen Sonnenschirm und ein kleines Handtäschchen. Wir machten uns auf den Weg.
Baine rannte hinter uns her. »Ihr Hut, Sir«, sagte er atemlos und hielt mir meinen Strohhut hin.
Als ich den Strohhut den Fluß hatte hinuntertreiben sehen, war das Band bereits zu fahlem Blau auf dem vollgesogenen Stroh verblaßt. Baine hatte es geschafft, den Hut in seinen Originalzustand zurückzuversetzen, das Band kräftig blau, das Stroh geschrubbt und frisch.
»Danke, Baine«, sagte ich. »Ich dachte, er wäre für immer verloren.«
Ich setzte den Hut auf und fühlte mich sofort spritziger, nicht nur imstande, Tossie von Terence fernzuhalten, sondern sie ihn völlig mit meinem Charme vergessen zu lassen.
»Gehen wir?« Ich bot Tossie meinen Arm.
Sie schaute durch die Schleiertupfen zu mir hoch. »Meine Cousine Verity sagt, daß Sie mit dem Hut etwas beschränkt aussehen«, sagte sie sinnend. »Aber ich glaube, sie übertreibt etwas. Manche Männer können einfach keine Hüte tragen. ›Hattu gesehen, wie umwerfend Mr. St. Trewes mit seinem Hut aussieht?‹, fragte mich meine süße Miezmiez heut morgen. ›Schöner Mann, niss wahr? Sooo gutaussehend…‹«
Ich hatte geglaubt, Babysprache an sich sei schlimm, aber Babysprache von einer Katze…
»Ein Bursche aus der Gegend hier war mit mir auf der Schule«, sagte ich, das Gespräch auf etwas Produktiveres lenkend. »Mir ist der Name entfallen. Begann mit C, soweit ich mich entsinne.«
»Elliot Chattisbourne?«
»Nein, das war es nicht«, sagte ich. »Obwohl das auch mit C anfängt.«
»Sie kennen Ihnen aus der Schule?« Tossie schürzte die Lippen. »Waren Sie in Eton?«
»Ja«, erwiderte ich. Warum auch nicht? »Eton.«
»Es könnte Freddie Lawrence sein. Aber der war in Harris. Waren Sie mit Terence zusammen auf der Schule?«
»Es war so ein mittelgroßer Bursche. Spielte gut Crocket.«
»Und sein Name begann mit C?« Sie schüttelte die Locken. »Da fällt mir niemand ein. Spielt Terence Crocket?«
»Er rudert«, sagte ich. »Und schwimmt. Er ist ein sehr guter Schwimmer.«
»Es war schrecklich tapfer von ihm, Prinzessin Arjumand zu retten«, sagte Tossie. »›Is er nicht tapferster Ritter von der ganzen Welt?‹ fragte mich Juju. ›Is glaub son.‹«
Und so ging es den ganzen Weg weiter, was insofern ganz gut war, als ich sowieso keine weiteren Tatsachen über Terence wußte.
»Hier sind wir«, sagte Tossie und schritt die Auffahrt zu einem großen neugotischen Gebäude hoch.
Nun, das hast du überlebt, sagte ich zu mir selbst. Jetzt kann es nur noch einfacher werden.
Tossie ging die Eingangsstufen hoch. Ich wartete, ob sie läuten würde, entsann mich dann aber, daß wir uns im victorianischen Zeitalter befanden, und klingelte für sie. Als der Butler öffnete, trat ich einen Schritt zurück.
Es war Finch. »Guten Morgen, Miss, Sir«, sagte er. »Wen darf ich melden?«
14. Kapitel
»Es ist nicht das gleiche Spiel. Es ist ein vollkommen anderes Spiel, darin liegt die Schwierigkeit.«