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Электронная книга - «Der Hypnotiseur». Краткое содержание книги:

Der Hypnotiseur
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Zwei Tage später war ich gerade in mein Behandlungszimmer zurückgekehrt, als es an die Tür klopfte. Ich öffnete, und vor mir standen Lars Ohlson und ein paar Meter weiter eine Frau in einem weißen Regenmantel. Ihre Augen schauten bekümmert, und ihre Nase war rot angelaufen, als wäre sie erkältet. Sie hatte ein schmales und spitzes Gesicht und war stark geschminkt, sie hatte blauen und rosa Lidschatten aufgetragen.

»Das ist Erik Maria Bark«, sagte Lasse. »Ein sehr guter Arzt, besser als ich es jemals sein werde.«

»Ihr kommt früh«, sagte ich.

»Ist das okay?«, fragte er gestresst.

Ich nickte und bat die beiden einzutreten.

»Erik, ich habe leider keine Zeit«, meinte er leise.

»Also, es wäre schon gut, wenn du dabei sein könntest.«

»Ich weiß, aber ich muss los«, sagte er. »Du kannst mich jederzeit anrufen, ich gehe an den Apparat, mitten in der Nacht, immer.«

Er eilte davon, und Eva Blau begleitete mich in mein Zimmer, schloss die Tür hinter sich und begegnete meinem Blick.

»Gehört der Ihnen?«, fragte sie plötzlich und hielt einen Porzellanelefanten in ihrer zitternden Hand.

»Nein, der gehört mir nicht«, antwortete ich.

»Aber ich habe doch gesehen, wie Sie ihn angeschaut haben«, sagte sie höhnisch. »Sie wollen ihn haben, stimmt’s?«

Ich atmete tief durch und fragte:

»Warum glauben Sie, dass ich ihn haben will?«

»Sie wollen ihn nicht haben?«

»Nein.«

»Wollen Sie die vielleicht haben?«, fragte sie und zog ihr Kleid hoch.

Sie trug keinen Slip und hatte sich die Schamhaare abrasiert.

»Eva, tun Sie das nicht«, sagte ich.

»Okay«, sagte sie mit nervös zitternden Lippen.

Es war viel zu wenig Platz zwischen uns. Ihre Kleider rochen intensiv nach Vanille.

»Wollen wir uns nicht setzen?«, fragte ich neutral.

»Aufeinander?«

»Sie können auf der Couch Platz nehmen«, sagte ich.

»Auf der Couch?«

»Ja.«

»Das würde dir so passen«, sagte sie, warf den Regenmantel auf den Boden, ging zum Schreibtisch und setzte sich auf meinen Stuhl.

»Mögen Sie mir ein bisschen über sich erzählen?«, fragte ich.

»Was interessiert Sie?«

Ich fragte mich, ob sie trotz ihrer starken Anspannung ein Mensch war, der sich leicht hypnotisieren lassen würde, oder ob sie sich gegen die Hypnose stemmen und versuchen würde, sich nicht aus der Reserve locken zu lassen und eine Beobachterin zu bleiben.

»Ich bin nicht Ihr Feind«, erklärte ich ruhig.

»Nicht?«

Sie zog eine Schreibtischschublade heraus.

»Würden Sie das bitte lassen«, sagte ich.

Sie ignorierte meine Worte und stocherte achtlos zwischen den Papieren herum. Ich ging zu ihr, hob ihre Hand weg, schob die Schublade zu und sagte mit Nachdruck:

»Das dürfen Sie nicht tun. Ich habe Sie gebeten, damit aufzuhören.«

Sie sah mich trotzig an und öffnete erneut die Schublade. Ohne mich aus den Augen zu lassen, zog sie einen Blätterstapel heraus und warf ihn auf den Boden.

»Schluss jetzt«, sagte ich hart.

Ihre Lippen begannen zu zittern. Tränen schossen ihr in die Augen.

»Sie hassen mich«, flüsterte sie. »Ich wusste es, ich wusste, dass Sie mich hassen würden, alle hassen mich.«

Sie klang plötzlich ängstlich.

»Eva«, sagte ich behutsam. »Es ist alles in Ordnung, setzen Sie sich, wo Sie möchten, wenn Sie wollen, können Sie auch meinen Stuhl haben oder sich auf die Couch setzen, wenn Ihnen das lieber ist.«

Sie nickte, stand auf und ging zur Couch. Dann drehte sie sich um und fragte leise:

»Darf ich Ihre Zunge berühren?«

»Nein, das dürfen Sie nicht. Setzen Sie sich jetzt bitte.«

Sie nahm endlich Platz, begann aber sofort, rastlos hin und her zu rutschen.

Mir fiel auf, dass sie etwas in der Hand hielt.

»Was haben Sie da?«, fragte ich.

Sie verbarg rasch ihre Hand hinter dem Rücken.

»Kommen Sie her und sehen Sie es sich an«, sagte sie in ihrem ängstlich feindseligen Ton.

Ich spürte, dass ich kurz davor war, die Geduld zu verlieren, zwang mich jedoch, vollkommen ruhig zu klingen, als ich sie fragte:

»Möchten Sie mir nicht erzählen, warum Sie bei mir sind?«

Sie schüttelte den Kopf.

»Was glauben Sie?«, fragte ich.

Es zuckte in ihrem Gesicht.

»Weil ich gesagt habe, ich hätte Krebs«, flüsterte sie.

»Hatten Sie Angst, Sie könnten an Krebs leiden?«

»Ich dachte, er würde wollen, dass ich Krebs habe«, sagte sie.

»Lars Ohlson?«

»Sie haben mich am Gehirn operiert, sie haben mich zweimal operiert. Ich wurde betäubt. Als ich bewusstlos war, haben sie mich vergewaltigt.«

Ihr Blick begegnete meinem, und sie verzog hastig den Mund.

»Also bin ich jetzt schwanger und lobotomiert.«

»Was wollen Sie mir damit sagen?«

»Dass es gut so ist, denn ich sehne mich nach einem Kind, einem Sohn, einem Jungen, der an meiner Brust saugt.«

»Eva«, sagte ich, »was denken Sie, warum Sie hier sind?«

Sie zog die Hand hinter dem Rücken hervor und öffnete die geballte Faust. Ihre Hand war leer, und sie drehte sie mehrmals hin und her.

»Möchten Sie meine Möse untersuchen?«, flüsterte sie.

Ich spürte, dass ich entweder das Zimmer verlassen oder jemanden hinzurufen musste. Eva Blau stand schnell auf:

»Entschuldigung«, sagte sie. »Entschuldigung, ich habe nur solche Angst, dass Sie mich hassen werden. Bitte, hassen Sie mich nicht. Ich will bleiben, ich brauche Hilfe.«

»Eva, beruhigen Sie sich bitte. Ich versuche nur, ein Gespräch mit Ihnen zu führen. Sie sollen in meine Hypnosegruppe aufgenommen werden, das wissen Sie, das hat Lars Ihnen erklärt. Er meinte, Sie wären dafür, Sie wollten das.«

Sie nickte, streckte die Hand aus und stieß meine Kaffeetasse vom Tisch.

»Entschuldigung«, sagte sie erneut.

Als Eva Blau gegangen war, sammelte ich meine Papiere vom Fußboden auf und setzte mich an den Schreibtisch. Vor meinem Fenster regnete es leicht, und mir fiel ein, dass Benjamin mit seiner Kindergartengruppe einen Ausflug machte und sowohl ich als auch Simone vergessen hatten, ihm die Regenhose mitzugeben, die in der Wäsche gewesen war.

Jetzt fiel klares, helles Regenwasser auf Straßen, Fußwege und Spielplätze.

Ich überlegte, ob ich im Kindergarten anrufen und die Erzieherinnen bitten sollte, Benjamin nicht aus dem Haus zu lassen. Jeder Ausflug machte mir Angst. Mir gefiel nicht einmal die Vorstellung, dass er durch mehrere Flure und zwei Treppen hinuntergehen musste, um in den Speisesaal zu kommen. Ich stellte mir vor, wie er von übereifrigen Kindern gestoßen wurde und jemand eine schwere Tür aufschlug und ihn damit traf, ich sah ihn über Schuhe stolpern, die in schmutzigen Haufen vor der Schuhgrenze abgestellt waren. Ich gebe ihm seine Spritzen, dachte ich. Das Medikament sorgt dafür, dass er an einer kleinen Wunde nicht mehr verbluten wird, aber er ist immer noch viel verletzlicher als andere Kinder.

Ich erinnere mich an das Sonnenlicht am nächsten Morgen, das durch die dunkelgrauen Vorhänge fiel. Simone schlief nackt neben mir. Ihr Mund stand halb offen, ihre Haare hingen wirr herab, Schultern und Brüste waren von kleinen hellen Sommersprossen bedeckt. Plötzlich bekam ihr Arm eine Gänsehaut. Ich zog die Decke über sie. Benjamin hustete leise. Ich hatte nicht bemerkt, dass er bei uns lag. Manchmal schlich er sich nachts herein und legte sich auf die Matratze auf dem Fußboden, wenn er schlecht geträumt hatte. Ich lag dann oft in einer unbequemen Stellung und hielt seine Hand, bis er wieder eingeschlafen war.

Ich sah, dass es sechs Uhr war, drehte mich auf die Seite, schloss die Augen und überlegte, dass es nicht zu verachten wäre, wenn ich noch etwas schlafen dürfte.

»Papa?«, flüsterte Benjamin auf einmal.

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