Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Другие приключения » Ein Hauch von Schnee und Asche: Roman (German Edition)
Ein Hauch von Schnee und Asche: Roman (German Edition) - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Ein Hauch von Schnee und Asche: Roman (German Edition)

Электронная книга - «Ein Hauch von Schnee und Asche: Roman (German Edition)». Краткое содержание книги:

Ein Hauch von Schnee und Asche: Roman (German Edition)
1 ... 65 66 67 68 69 70 71 72 73 ... 421
Перейти на страницу:

»Keine Frasers mehr in Glenhelm, sagt Ihr?«, fragte Jamie nachdenklich und blickte auf Mr. Bug hinunter. »Leslie, der Neffe – dann wäre er Bobbys Erbe gewesen, oder?«

»Aye, das wäre er.« Mr. Bugs Pfeife war ausgegangen. Er drehte sie um und klopfte den Kopf zielsicher am Rand der Veranda aus.

»Sie sind beide zusammen umgebracht worden, nicht wahr? Ich erinnere mich, dass mein Vater mir davon erzählt hat. Man hat sie mit eingeschlagenem Schädel in einem Bach gefunden, hat er gesagt.«

Arch Bug sah blinzelnd zu ihm auf, die Augenlider wie eine Eidechse zum Schutz vor der Sonne gesenkt.

»Nun, seht Ihr, a Seaumais«, sagte er, »ein Bogen ist wie eine gute Ehefrau, aye, die ihren Meister kennt und auf seine Berührung anspricht. Eine Axt dagegen –« Er schüttelte den Kopf. »Eine Axt ist eine Hure. Jeder kann sie benutzen – ganz gleich, mit welcher Hand.«

Er pustete durch den Pfeifenhals, um ihn von der Asche zu reinigen, wischte mit seinem Taschentuch durch den Kopf und steckte sie sorgfältig ein – mit der linken Hand. Er grinste uns an, die verbleibenden Zähne scharfkantig und vom Tabak gelb gefärbt.

»Geht mit Gott, Seaumais mac Brian.«

Später in derselben Woche ging ich zum Blockhaus der Christies, um an Toms linker Hand die Fäden zu ziehen und ihm die Sache mit dem Äther zu erklären. Sein Sohn Allan war auf dem Hof damit beschäftigt, ein Messer an einem pedalbetriebenen Schleifstein zu wetzen. Er lächelte und nickte mir zu, sagte aber nichts, denn unter dem Knirschen und Kreischen des Schleifsteins wäre es sowieso nicht zu hören gewesen.

Möglicherweise war es ja dieses Geräusch, dachte ich einen Augenblick später, das Tom Christies Argwohn geweckt hatte.

»Ich habe mich entschlossen, die andere Hand so zu lassen, wie sie ist«, sagte er steif, als ich den letzten Knoten aufschnitt und den Faden herauszog.

Ich legte meine Pinzette hin und starrte ihn an.

»Warum?«

Ein dumpfes Rot stieg ihm in die Wangen, und er stand mit erhobenem Kinn auf und blickte über meine Schulter hinweg, um mich nicht direkt ansehen zu müssen.

»Ich habe die Frage in meine Gebete eingeschlossen und bin zu dem Schluss gekommen, dass es falsch wäre, es ändern zu wollen, wenn diese Schwäche Gottes Wille ist.«

Ich unterdrückte das heftige Bedürfnis, »Quatsch mit Soße« zu sagen, allerdings nur unter großen Schwierigkeiten.

»Setzt Euch«, sagte ich und holte tief Luft. »Und sagt mir bitte, warum Ihr glaubt, dass Gott wünscht, dass Ihr mit einer verkrüppelten Hand herumlauft?«

Jetzt sah er mich an, überrascht und nervös.

»Nun … es ist nicht an mir, die Wege des Herrn in Frage zu stellen!«

»Ach nein?«, sagte ich nachsichtig. »Ich hatte aber durchaus das Gefühl, dass Ihr genau das letzten Sonntag getan habt. Oder wart Ihr es nicht, den ich fragen gehört habe, was sich der Herr dabei denkt, all diese Katholiken wachsen und gedeihen zu lassen?«

Das dumpfe Rot verdunkelte sich beträchtlich.

»Ich bin sicher, dass Ihr mich missverstanden habt, Mistress Fraser.« Er richtete sich noch weiter auf, bis er fast hintenüberlehnte. »Das ändert aber nichts daran, dass ich Eure Hilfe nicht in Anspruch nehmen werde.«

»Liegt es daran, dass ich katholisch bin?«, fragte ich. Ich setzte mich auf meinen Hocker zurück und legte die Hände gefaltet auf meine Knie. »Glaubt Ihr vielleicht, dass ich die Situation ausnutzen und Euch zum Mitglied der Kirche Roms umtaufen werde, wenn Ihr nicht aufpasst?«

»Ich bin bereits hinreichend getauft!«, fuhr er mich an. »Und ich wäre Euch dankbar, wenn Ihr Eure Papistengedanken für Euch behalten würdet.«

»Ich habe eine Vereinbarung mit dem Papst«, sagte ich und erwiderte seinen durchdringenden Blick unbeeindruckt. »Ich gebe keine Bullen zu theologischen Inhalten heraus, und er führt keine Operationen durch. Nun, zu Eurer Hand –«

»Der Wille des Herrn –«, begann er stur.

»War es der Wille des Herrn, dass Eure Kuh letzten Monat in eine Felsspalte gestürzt ist und sich das Bein gebrochen hat?«, unterbrach ich ihn. »Denn wenn es so war, hättet Ihr sie wahrscheinlich dort sterben lassen sollen, statt Euch von meinem Mann dabei helfen zu lassen, sie herauszuziehen, und mich dann ihr Bein richten zu lassen. Wie geht es ihr übrigens?«

Ich konnte die Kuh durch das Fenster sehen. Sie graste friedlich am Rand des Hofes und schien sich weder von ihrem trinkenden Kalb noch von den Bandagen stören zu lassen, die ich angebracht hatte, um ihr gebrochenes Sprungbein zu stützen.

»Es geht ihr gut, danke.« Er hörte sich zunehmend an, als bekäme er Atemnot, obwohl sein Hemdkragen offen war. »Das hat –«

»Nun denn«, sagte ich. »Glaubt Ihr, der Herr ist der Meinung, dass Ihr der medizinischen Hilfe weniger würdig seid als Eure Kuh? Das kommt mir unwahrscheinlich vor, schon angesichts der Einstellung des Herrn gegenüber den Sperlingen.«

Inzwischen waren seine Wangen dunkelrot angelaufen, und er umklammerte die kranke Hand mit der gesunden, als wollte er sie vor mir in Sicherheit bringen.

»Ich sehe, dass Euch das eine oder andere Wort aus der Bibel vertraut ist«, hob er aufgeblasen an.

»Ich habe sie sogar selbst gelesen«, sagte ich. »Ich kann ganz gut lesen, wisst Ihr.«

Er ging nicht auf meine letzte Bemerkung ein, und in seinem Blick glänzte schwacher Triumph.

»Ach was. Dann habt Ihr ja sicher auch den Brief des heiligen Paulus an Timotheus gelesen, in dem er sagt: ›Lasset das Weib schweigen –‹«

Ich hatte in der Tat bereits früher Bekanntschaft mit dem heiligen Paulus und seinen Ansichten gemacht und mir auch selbst die eine oder andere überlegt.

»Ich gehe davon aus, dass der heilige Paulus selbst einer Frau begegnet ist, die ihn an die Wand diskutieren konnte«, sagte ich nicht ohne Mitgefühl. »Da war es natürlich einfacher, dem ganzen Geschlecht den Mund zu verbieten, als fair zu argumentieren. Von Euch hätte ich allerdings mehr erwartet, Mr. Christie.«

»Aber das ist ja Gotteslästerung!«, keuchte er sichtlich schockiert.

»Das ist es nicht«, konterte ich, »es sei denn, Ihr wollt damit sagen, dass der heilige Paulus in Wirklichkeit Gott ist – und falls Ihr das sagen wollt, bin ich doch sehr der Meinung, dass das Gotteslästerung ist. Aber lasst uns nicht streiten«, sagte ich, weil ich sah, dass ihm die Augen aus dem Kopf zu treten begannen. »Lasst mich …« Ich erhob mich von meinem Hocker und trat einen Schritt vor, was den Abstand zwischen uns so verringerte, dass ich ihn berühren konnte. Er wich so hastig zurück, dass er gegen den Tisch stieß und ihn zum Wackeln brachte, so dass Malvas Handarbeitskorb, ein Tonkrug mit Milch und ein Zinnteller scheppernd zu Boden flogen.

Ich bückte mich rasch und schnappte nach dem Handarbeitskorb, bevor er von der Milch überschwemmt wurde. Mr. Christie hatte genauso rasch einen Lappen vom Herd genommen und sich gebückt, um diese aufzuwischen. Fast hätten wir uns die Köpfe gestoßen, und ich verlor das Gleichgewicht und stolperte gegen ihn. Er hielt mich automatisch an den Armen fest und ließ den Lappen fallen, dann ließ er mich hastig los und fuhr zurück. Ich landete schwankend auf den Knien.

Er kniete ebenfalls und atmete schwer, befand sich aber jetzt in sicherem Abstand von mir.

»In Wirklichkeit«, sagte ich streng und zeigte mit dem Finger auf ihn, »habt Ihr Angst.«

»Das stimmt nicht!«

»Oh, doch.« Ich erhob mich, stellte den Arbeitskorb auf den Tisch und schob den Lappen vorsichtig mit dem Fuß über die Milchpfütze. »Ihr habt Angst, dass ich Euch weh tun werde – aber das werde ich nicht«, versicherte ich ihm. »Ich besitze eine Medizin, die sich Äther nennt; sie wird Euch einschlafen lassen, und Ihr werdet nichts spüren.«

Er blinzelte.

»Und vielleicht habt Ihr Angst, Finger zu verlieren oder die Hand gar nicht mehr benutzen zu können.«

Er kniete unverändert vor dem Herd und starrte zu mir auf.

1 ... 65 66 67 68 69 70 71 72 73 ... 421
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)