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Электронная книга - «Der Hypnotiseur». Краткое содержание книги:

Der Hypnotiseur
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»Wie ich sehe, hat es geschneit«, sagt er vage und stellt die Dose neben das Aquarium.

Joona setzt sich und blickt zum Fenster hinaus. Im Kronobergspark liegt eine dünne, trockene Schneeschicht.

»Vielleicht bekommen wir ja weiße Weihnachten«, meint Carlos zaghaft lächelnd und nimmt auf der anderen Seite des Schreibtischs Platz. »In Schonen, wo ich aufgewachsen bin, gab es Weihnachten überhaupt kein richtiges Wetter. Es sah die ganze Zeit gleich aus. Graues Licht über den Feldern …«

Carlos verstummt abrupt.

»Aber du bist nicht gekommen, um dich mit mir über das Wetter zu unterhalten«, sagt er schroff.

»Nicht direkt.«

Joona wirft ihm einen ruhigen Blick zu und lehnt sich zurück.

»Ich möchte den Fall von Erik Maria Barks verschwundenem Sohn übernehmen.«

»Nein«, antwortet Carlos kurz angebunden.

»Ich habe mit den Ermittlungen angefangen …«

»Nein, Joona, du durftest der Sache nachgehen, solange ein Zusammenhang mit Josef Ek bestand.«

»Der besteht immer noch«, antwortet Joona stur.

Carlos steht auf, macht ein paar ungeduldige Schritte und wendet sich Joona zu:

»Unsere Richtlinien sind unmissverständlich, wir sind nicht berechtigt, unsere Mittel für …«

»Ich glaube, dass die Entführung in einem engen Zusammenhang zu Josef Eks Geständnis unter Hypnose steht.«

»Wie meinst du das?«, fragt Carlos gereizt.

»Es kann einfach kein Zufall sein, dass Erik Maria Barks Sohn nur eine Woche nach der Hypnose verschwindet.«

Carlos setzt sich wieder und klingt verunsichert, als er vorsichtig auf seinem Standpunkt beharrt:

»Ein Junge, der von zu Hause abhaut, ist kein Fall für die Landeskripo, das geht einfach nicht.«

»Er ist nicht abgehauen«, entgegnet Joona kurz.

Carlos wirft einen kurzen Blick auf seine Fische, lehnt sich vor und spricht leiser:

»Joona, nur weil du ein schlechtes Gewissen hast, kann ich dich nicht …«

»Dann ersuche ich hiermit um meine Versetzung«, sagt Joona und steht auf.

»Und wohin willst du versetzt werden?«

»In die Einheit, die in dem Fall ermittelt.«

»Jetzt bist du wieder so stur«, sagt Carlos und kratzt sich aufgebracht den Schädel.

»Aber ich werde Recht behalten«, grinst Joona.

»Großer Gott«, seufzt Carlos, sieht seine Fische an und schüttelt bekümmert den Kopf.

Joona geht zur Tür.

»Warte«, ruft Carlos.

Joona hält inne, dreht sich um und hebt fragend die Augenbrauen.

»Wir machen Folgendes – offiziell übernimmst du diesen Fall nicht, es ist nicht dein Fall, aber ich gebe dir eine Woche, um das Verschwinden des Jungen zu untersuchen.«

»Gut.«

»Du kannst dir also dein verdammtes ›was habe ich dir gesagt‹ sparen.«

»Okay.«

Joona fährt mit dem Aufzug in seine Etage hinunter, begrüßt Anja, die ihm zuwinkt, ohne den Blick von ihrem Computerbildschirm zu nehmen, und kommt an Petter Näslunds Büro vorbei, in dem ein Radio läuft. Ein Sportjournalist kommentiert mit künstlicher Energie in der Stimme ein Biathlonrennen der Frauen. Joona weicht zurück und kehrt zu Anja um.

»Ich habe keine Zeit«, sagt sie, ohne ihn anzusehen.

»Doch, hast du«, erwidert er ruhig.

»Ich bin mit etwas sehr Wichtigem beschäftigt.«

Joona versucht, ihr über die Schulter zu schauen.

»Woran arbeitest du?«, fragt er.

»An nichts.«

»Und was ist das da?«

Sie seufzt.

»Es ist eine Auktion. Im Moment ist mein Gebot das höchste, aber da ist so ein Idiot, der die ganze Zeit den Preis hochtreibt.«

»Eine Auktion?«

»Ich sammele Keramikfiguren von Lisa Larson«, antwortet sie kurz angebunden.

»Diese kleinen dicken Tonkinder?«

»Das ist Kunst, aber von so etwas verstehst du natürlich nichts.«

Sie blickt auf den Bildschirm.

»Es ist gleich vorbei. Hauptsache, mich überbietet keiner, denn dann …«

»Ich brauche deine Hilfe«, beharrt Joona. »Es hat mit deinem Beruf zu tun. Die Sache ist ehrlich gesagt ziemlich wichtig.«

»Warte, warte, warte.«

Sie hält ihm abwehrend eine Hand entgegen.

»Ja, ich habe sie! Ich habe sie! Ich habe Amalia und Emma.«

Sie schließt die Seite.

»Okay, Joona, du alter Finne. Womit kann ich dir dienen?«

»Du sollst die Telefontechniker nerven und dafür sorgen, dass ich eine Positionsbestimmung für das Telefonat bekomme, das Benjamin Bark letzten Sonntag geführt hat. Ich will eine klare Auskunft darüber haben, von wo er angerufen hat. Und zwar in fünf Minuten.«

»Mein Gott, bist du schlecht gelaunt«, seufzt Anja.

»Drei Minuten«, berichtigt Joona sich. »Deine Internetshoppingtour kostet dich zwei Minuten.«

»Zieh Leine«, sagt sie sanft, als er ihr Zimmer verlässt.

Er geht in sein Büro, schließt die Tür, blättert in der Post und liest eine Postkarte von Disa. Sie ist nach London gefahren und schreibt, dass sie ihn vermisst. Disa weiß, dass er Bilder von Schimpansen, die Golf spielen oder sich in Toilettenpapier verheddern, hasst, und schafft es deshalb immer, Karten mit ähn­lichen Motiven zu finden. Joona überlegt zögernd, ob er die Ansichtskarte überhaupt umdrehen oder sie gleich wegwerfen soll, aber seine Neugier siegt. Er dreht die Karte um und schaudert vor Unbehagen. Eine Bulldogge mit Kapitänsbart, Schiffermütze und Stummelpfeife im Mund. Er lächelt über Disas Bemühungen und steckt die Karte an seiner Pinnwand fest, als das Telefon klingelt.

»Ja?«, meldet er sich.

»Ich habe ihre Antwort«, sagt Anja.

»Das ging aber schnell«, erwidert Joona.

»Sie meinten, sie hätten technische Probleme gehabt, Kommissar Sträng aber schon vor einer Stunde angerufen und ihm mitgeteilt, dass sich die Basisstation einhundertsiebzig Kilometer nördlich von Stockholm, in Gävle, befand.«

»In Gävle«, wiederholt er.

»Sie sind noch nicht ganz fertig. In ein oder zwei Tagen, aber auf jeden Fall noch diese Woche können sie uns genau sagen, wo Benjamin bei seinem Anruf gewesen ist.«

»Du hättest zu meinem Zimmer kommen können, um mir das zu sagen, es ist nur vier Meter von deinem …«

»Bin ich etwa deine Haushälterin?«

»Nein.«

Joona schreibt Gävle auf eine leere Seite im Notizblock und greift erneut nach dem Telefon.

»Erik Maria Bark«, meldet Erik sich auf der Stelle.

»Hier ist Joona.«

»Was tut sich? Hast du etwas herausgefunden?«

»Ich habe gerade eine ungefähre Position des Telefongesprächs bekommen.«

»Wo ist er?«

»Bisher wissen wir nur, dass die Basisstation in Gävle liegt.«

»In Gävle?«

»Das ist ein Stück nördlich des Flusses Dalälven und …«

»Ich weiß, wo Gävle liegt, ich verstehe nur nicht, ich meine …«

Joona hört, dass Erik sich in seinem Zimmer bewegt.

»Im Laufe der Woche erfahren wir Genaueres«, erklärt Joona.

»Wann?«

»Morgen, hoffen sie.«

Er hört, dass Erik sich setzt.

»Heißt das, du übernimmst den Fall?«, fragt er mit angespannter Stimme.

»Ich übernehme den Fall, Erik«, sagt Joona mit Nachdruck. »Ich werde Benjamin finden.«

Erik räuspert sich, und als seine Stimme wieder fest ist, erklärt er schnelclass="underline"

»Ich habe viel darüber nachgedacht, wer es getan haben könnte, und mir ist ein Name eingefallen, dem du für mich nachgehen könntest, eine Patientin von mir. Sie heißt Eva Blau.«

»Hat sie dir gedroht?«

»Das ist schwer zu erklären.«

»Ich werde sofort nach ihr suchen lassen.«

Es wird still im Hörer.

»Ich möchte mich möglichst bald mit dir und Simone treffen«, sagt Joona dann.

»Aha?«

»Die Tat ist nicht rekonstruiert worden, oder?«

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