Der Borowski-Betrug
- Автор: Ладлэм Роберт
- Язык: немецкий
- Переводчик: Heinz Nagel
- Жанр: Триллеры
Электронная книга - «Der Borowski-Betrug». Краткое содержание книги:
«Etwas langsamer, bitte«, sagte Borowski in Englisch und tat, als hätte er nicht verstanden.»Mein Französisch ist nicht so gut.«
«Entschuldigung«, erwiderte der smarte Mann.»Ich habe Madame Lavier gesucht. Wo ist sie?«
«Damit beschäftigt, mein Konto zu plündern. «Jason lächelte und hob das Glas an die Lippen.
«Oh? Und wer sind Sie, Monsieur?
«Wer sind Sie?«
Der Mann studierte Borowski.»Rene Bergeron.«
«O Gott!«rief Jason aus.»Sie sucht Sie. «Borowski lächelte wieder.»Sollte ich mir von den Bahamas telegrafisch
Geld schicken lassen müssen, sind Sie der Grund dafür.«
«Sie sind sehr liebenswürdig, Monsieur. Ich muß um Entschuldigung bitten, daß ich so hereingeplatzt bin.«
«Es war schon besser, daß Sie das Telefon abgenommen haben — bei meinem dürftigen Französisch.«
«Mit wem, Monsieur, habe ich die Ehre zu sprechen?«
«Briggs«, sagte Jason, der keine Ahnung hatte, woher der Name kam und erstaunt war, daß er sich so schnell einstellte, so natürlich.»Charles Briggs.«
«Ein Vergnügen, Ihre Bekanntschaft zu machen. «Bergeron streckte ihm die Hand hin; sein Griff war fest.»Sie sagen, Jacqueline sucht mich?«
«Wegen mir, fürchte ich.«
«Ich werde sie finden. «Der Mann ging hinaus.
Borowski trat an den Schreibtisch, die Augen auf die Tür gerichtet, die Hand am Telefon. Er schob es beiseite. Er sah zwei Telefonnummern auf der Karteikarte: Die erste war ein Anschluß in Zürich, durch die Vorwahlnummer erkennbar, die zweite gehörte offensichtlich einem Teilnehmer in Paris.
Instinkt. Er hatte recht gehabt, dabei war ein Streifen durchsichtiges Klebeband die einzige Spur gewesen, die er gebraucht hatte. Er starrte die Nummern an, merkte sie sich und stellte das Telefon wieder zurück.
Er war gerade um den Schreibtisch herumgelaufen, als Madame Lavier mit einem halben Dutzend Kleidern über dem Arm ins Zimmer schwebte.»Ich bin Rene auf der Treppe begegnet. Er ist von meiner Wahl begeistert. Er hat mir auch gesagt, daß Ihr Name Briggs ist, Monsieur.«
«Ich hätte mich selbst vorstellen sollen«, meinte Borowski und erwiderte ihr Lächeln.»Aber ich glaube nicht, daß Sie mich gefragt haben.«
«Schon gut, Monsieur. «Sie legte die Kleider vorsichtig über einige Stühle.»Ich glaube wirklich, daß das, was ich hier habe, zu den schönsten Kreationen gehört, die Rene uns je gebracht hat.«»Ihnen gebracht hat? Er arbeitet also nicht hier?«
«Eine Redensart; sein Atelier ist am Ende des Korridors, aber es ist wie ein Heiligtum. Selbst ich zittere, wenn ich es betrete.«
«Die Modelle sind wirklich wunderschön«, schmeichelte Borowski der Frau und schritt von einem Kleid zum anderen.»Die nehme ich«, fügte er hinzu und deutete auf drei Kleider.
«Eine hervorragende Wahl, Monsieur Briggs!«
«Packen Sie sie mit den anderen ein, wenn Sie so liebenswürdig wären.«
«Natürlich. Die Dame ist zu beglückwünschen.«
«Sie ist ein guter Kamerad, aber ein verzogenes Kind, fürchte ich. Ich bin viel weggewesen und habe mich nur sehr selten um sie gekümmert; also denke ich, sollte ich Frieden machen. Das ist einer der Gründe, warum ich sie nach Cap-Ferrat geschickt habe. «Er lächelte und nahm seine Louis-Vuitton-Brieftasche heraus.»Würden Sie mir die Rechnung zusammenstellen?«
«Ich werde veranlassen, daß eines der Mädchen alles fertig macht. «Madame Lavier drückte einen Knopf an der Sprechanlage neben dem Telefon. Jason beobachtete sie scharf. Er war darauf vorbereitet, das Gespräch zu erwähnen, das Bergeron entgegengenommen hatte, falls der Frau auffiel, daß das Telefon nicht genau am gewohnten Platz stand. »»Faites venir Janine — avec les robes. La facture aussi.« Sie stand auf.»Noch einen Brandy, Monsieur Briggs?«
«Merci bien.« Borowski hielt ihr sein Glas hin; sie nahm es und trat an die Bar. Jason wußte, daß die Zeit für das, was er vorhatte, noch nicht gekommen war. Erst mußte er sich von seinem Geld getrennt haben. Aber er konnte sich weiter bemühen, die Mitinhaberin von >Les Classiques< für sich einzunehmen.»Dieser Bergeron«, sagte er,»arbeitet er ausschließlich für Ihr Geschäft?«
Madame Lavier drehte das Glas in der Hand.»Ja. Wir sind hier eine kleine Familie.«
Borowski nahm den Brandy entgegen, nickte dankend und setzte sich in den Lehnstuhl vor dem Schreibtisch.
Die hochgewachsene, hagere Angestellte, die ihn unten im Laden angesprochen hatte, kam mit einem Quittungsblock ins Zimmer. Schnelle Anweisungen wurden erteilt, Beträge eingetragen, die Kleider der Reihe nach auf einen Stuhl gelegt, während der Quittungsblock von einer Hand zur anderen wanderte. Schließlich hielt Madame Lavier Jason die komplette Rechnung hin.»Bitte, Monsieur«, sagte sie,»überprüfen Sie.«
Borowski schüttelte den Kopf.»Schon gut. Wie hoch ist der Betrag?«fragte er.
«Zwanzigtausendeinhundert Franc, Monsieur«, antwortete die Partnerin von >Les Classiques< und wartete auf seine
Reaktion.
Jason zog ungerührt die Geldscheine aus der Brieftasche und reichte sie ihr. Sie nickte und gab sie der schlanken Verkäuferin, die mit den Kleidern aus dem Büro stelzte.
«Alles wird eingepackt und mit Ihrem Wechselgeld hierher gebracht werden. «Sie trat an ihren Schreibtisch und setzte sich.»Sie reisen also jetzt nach Ferrat. Dort ist es bestimmt sehr schön.«
Er hatte bezahlt; die Zeit war jetzt da.»Ich habe noch eine Nacht in Paris, ehe ich in den Kindergarten zurückkehre«, sagte Jason und hob sein Glas, wie um sich selbst zu verspotten.
«Ja, Sie erwähnten, daß Ihre Freundin sehr jung ist.«
«Ein Kind, habe ich gesagt, und das ist sie. Sie ist eine gute Gefährtin, aber ich glaube, daß ich die Gesellschaft reiferer Frauen vorziehe.«
«Sie müssen sie sehr gerne mögen«, wandte die Frau ein, von seinen Worten geschmeichelt und betastete ihr perfekt frisiertes Haar.
«Sie kaufen ihr so reizende und offen gestanden sehr teure Dinge.«
«Ein geringer Preis, wenn man bedenkt, was sie tun könnte.«
«Wirklich?«
«Sie ist meine Frau, meine dritte, um genau zu sein, und auf den Bahamas ist es sehr wichtig, daß man den Schein wahrt. Aber das ist wohl überall das gleiche. Mein Leben ist ganz in Ordnung.«
«Sicher ist es das, Monsieur.«
«Weil wir gerade von den Bahamas sprechen, da ist mir vor ein paar Minuten etwas in den Sinn gekommen, deshalb habe ich sie wegen Bergeron gefragt.«
«Was denn?«
«Sie halten mich vielleicht für ungestüm; aber ich versichere Ihnen, daß ich das nicht bin. Wenn mir etwas in den Sinn kommt, muß ich das gleich untersuchen. Da Bergeron exklusiv für Sie arbeitet — haben Sie eigentlich je daran gedacht, eine Filiale auf den Inseln zu eröffnen?«
«Auf den Bahamas?«
«Ja, und auf anderen Inseln in der Karibik.«
«Monsieur, der Laden allein hier ist oft schon mehr, als wir schaffen können.«
«Nicht in Eigenregie, meinte ich. Ich dachte an Konzession für exclusive Modelle, an eine Zusammenarbeit mit Geschäftsleuten auf Provisionsbasis.«
«Dazu gehört beträchtliches Kapital, Monsieur Briggs.«
«Nur für den Anfang, um ins Geschäft zu kommen. In den besseren Hotels und Clubs hängt es normalerweise davon ab, wie gut man die Direktion kennt.«
«Und zu denen haben Sie gute Beziehungen?«
«Sehr gute sogar. Wie gesagt, das war nur so eine Idee, aber ich glaube, es lohnt sich, darüber nachzudenken. Ihre Etiketts würden viel Prestige haben: >Les Classiques< — Paris,