Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Триллеры » Der Borowski-Betrug
Der Borowski-Betrug - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Der Borowski-Betrug

Электронная книга - «Der Borowski-Betrug». Краткое содержание книги:

Er wurde aus der See gezogen — mehr Leichnam als Mann. An seinen Namen kann er sich nicht erinnern. Er ist ein Mensch ohne Vergangenheit und ohne Zukunft — gejagt von mächtigen Feinden; geliebt von einer schönen Frau, die nicht glauben kann, daß er wirklich das ist, was sich langsam herauskristallisiert: Ein Berufsmörder!
1 ... 51 52 53 54 55 56 57 58 59 ... 150
Перейти на страницу:

Aber selbst dieses Labyrinth, in dem er ständig mit der Umwelt kollidierte, war eine Art Fortschritt für ihn. Denn sein persönliches Labyrinth hatte keine Wände, keine Gänge, durch die er rennen konnte. Wenn er nachts die Augen öffnete, sah er nur wirbelnde Nebelschwaden in der Finsternis.

Warum bloß wurde er immer wieder von Winden emporgeschleudert? Warum stürzte er immer wieder durch die Luft? Warum? Und dann kamen andere Worte zu ihm; er hatte keine Ahnung, woher sie stammten, aber sie waren da, und er hörte sie.

Was bleibt denn übrig, wenn Ihre Erinnerung weg ist? Und Ihre Identität, Mr. Smith?

Hör auf!

Der gepanzerte Lieferwagen bog in die Rue Madeleine ein. Borowski tippte den Fahrer an die Schulter.»Folgen Sie dem Wagen vor uns; lassen Sie wenigstens zwei andere Fahrzeuge zwischen uns«, sagte er auf Französisch.

Der Fahrer drehte sich erschreckt um.»Ich glaube, Sie haben das falsche Taxi, Monsieur. Nehmen Sie Ihr Geld zurück.«

«Ich arbeite für eine Geldtransportfirma, Sie Idiot. Das ist ein Sonderauftrag.«

«Entschuldigen Sie, Monsieur. Wir werden ihn nicht aus den Augen verlieren«, sagte der Fahrer und gab zügig Gas.

Der Lieferwagen schlug den schnellsten Weg zur Seine ein. Drei oder vier Blocks von der Brücke entfernt verlangsamte er seine Fahrt, hielt sich dicht am Bürgersteig, so als hätte der Kurier entschieden, daß er zu früh dran war. Dabei fand Borowski eher, daß er bereits im Begriff war, sich zu verspäten. Es war sechs Minuten vor drei, kaum genug Zeit für den Mann, den Wagen zu parken und den einen Häuserblock bis zur Brücke zu Fuß zu gehen. Warum aber hatte der Panzerwagen seine Fahrt verlangsamt? Verlangsamt? Nein, er hatte angehalten! Warum?

Der Verkehr!.. Großer Gott, natürlich — der Verkehr!

«Halten Sie hier«, sagte Borowski zu seinem Chauffeur.»Fahren Sie an den Rand. Schnell!«

«Was ist denn, Monsieur?«

«Sie haben Glück«, erwiderte Jason.»Meine Firma ist bereit, Ihnen zusätzliche einhundert Franc zu bezahlen, wenn Sie einfach zu diesem Wagen gehen und ein paar Worte zu dem Fahrer sagen.«

«Was, Monsieur?«

«Wissen Sie, wir überprüfen ihn. Er ist neu bei uns. Wollen Sie nun die hundert Franc?«

«Ich brauche bloß ein paar Worte zu dem Mann zu sagen?«

«Das ist alles. Das dauert höchstens fünf Sekunden, dann können Sie in Ihr Taxi steigen und wegfahren.«

«Es gibt keinen Ärger?«

«Meine Firma gehört zu den angesehensten in ganz Frankreich.«

«Ich weiß nicht… «

«Dann lassen Sie es!«Borowski griff nach der Türklinke.

«Was muß ich sagen?«

Jason hielt ihm die hundert Franc hin.»Nur dies: >Herr Koenig. Grüße aus Zürich.< Können Sie sich das merken?«

«>Koenig. Grüße aus Zürich. <«

«Richtig.«

Sie gingen schnell auf den Panzerwagen zu, drückten sich auf die rechte Seite der engen Straße, während links von ihnen der Verkehr vorbeirollte. Der Panzerwagen ist Carlos' Falle, dachte Borowski. Er hatte einen der bewaffneten Kuriere gekauft. Ein einziger Name und ein Treffpunkt, beide über eine überwachte Radiofrequenz durchgegeben, würden einem unterbezahlten Boten einen großen Batzen Geld einbringen. Borowski. Pont Neuf. So einfach war das. Dieser Kurier legte weniger großen Wert darauf, pünktlich zu sein, als sicherzustellen, daß die Soldaten von Carlos die Pont Neuf rechtzeitig erreichten. Jason hielt den Taxifahrer an, vier zusätzliche Zweihundertfrancnoten in der Hand; die Augen des Mannes saugten sich förmlich an den Scheinen fest.

«Monsieur?«

«Meine Firma wird sehr großzügig sein. Dieser Mann wird wegen Verletzung seiner Dienstpflicht von uns belangt werden.«

«Was soll ich tun, Monsieur?«

«Nachdem Sie gesagt haben, >Herr Koenig. Grüße aus Zürich<, fügen Sie noch hinzu: >Der Plan ist geändert worden. Ich habe einen Fahrgast in meinem Taxi, der Sie sprechen muß.< Behalten Sie das?«

Die Augen des Fahrers kehrten zu den Francsnoten zurück.»Was ist schwierig daran?«Er nahm das Geld.

Sie schoben sich an dem gepanzerten Lieferwagen entlang, Jasons Rücken gegen die Wagenwand gepreßt, die rechte Hand unter dem Mantel am Kolben der Pistole. Der Fahrer trat an das Fenster und klopfte gegen die Scheibe.

«Sie dort drinnen! Herr Koenig! Grüße aus Zürich!«schrie er.

Das Fenster wurde einen Spaltbreit heruntergekurbelt.»Was soll das?«schrie eine Stimme zurück.»Sie sollen doch am Pont Neuf sein, Monsieur!«

Der Taxifahrer war nicht dumm; er wollte aber auch so schnell wie möglich weg.»Nicht ich, Sie Esel!«schrie er, um sich in dem Verkehrslärm Gehör zu verschaffen.»Ich sage Ihnen nur, was man mir aufgetragen hat! Der Plan ist geändert. Ich habe einen Mann in meinem Auto sitzen, der Sie sprechen muß.«

«Sagen Sie ihm, er soll sich beeilen«, sagte Jason und hielt eine Fünfzigfrancnote in die Höhe.

Der Fahrer blickte auf das Geld und dann wieder auf den Kurier.»Beeilen Sie sich! Wenn Sie nicht sofort zu ihm gehen, verlieren Sie Ihren Job!«

«Und jetzt verschwinden Sie hier!«rief Borowski ihm zu. Der Fahrer machte kehrt, riß Jason im Vorbeirennen den Geldschein aus der Hand und raste zu seinem Taxi.

Borowski blieb stehen, wo er war. Was er trotz des Verkehrslärms aus dem Inneren des Geldtransporters dringen hörte, versetzte ihm einen gehörigen Schrecken. Der Kurier war nicht allein; da war noch ein zweiter Mann.

«Es waren die richtigen Worte. Sie haben es gehört.«

«Er sollte auf Sie zukommen. Er sollte sich selbst zeigen.«

«Das wird er auch tun. Und das Stück Leder präsentieren, das genau passen muß. Erwarten Sie von ihm, daß er das inmitten einer mit Autos vollgestopften Straße tut?«

«Mir gefällt das Ganze nicht.«

«Sie haben mich dafür bezahlt, daß ich Ihnen und Ihren Leuten helfe, jemanden zu finden. Nicht, damit ich meinen Job verliere. Ich gehe!«

«Vereinbart ist die Pont Neuf!«

«Sie können mich mal!«

Auf den Trittbrettern waren schwere Schritte zu hören.»Ich komme mit.«

Die Tür öffnete sich; Jason fuhr zurück, die Hand immer noch unter dem Mantel. Er sah, wie sich ein Kindergesicht gegen das Glas eines Wagenfensters drückte, die Augen zusammengekniffen, die jungen Gesichtszüge zu einer häßlichen Maske verzerrt. Das anschwellende Geräusch plärrender Hupen erfüllte die Straße; der Verkehr war zum Stillstand gekommen.

Der Kurier stieg vom Trittbrett, den Aktenkoffer in der linken Hand. Borowski war bereit; in dem Augenblick, in dem der Kurier den Fuß auf die Staße gesetzt hatte, warf er die Tür gegen den zweiten Mann, so daß sie gegen seine Kniescheibe und die ausgestreckte Hand prallte. Der Mann schrie, taumelte zurück in den Wagen. Jason schrie den Kurier an und hielt das Stück Leder in der Hand.

«Ich bin Jason Borowski. Lassen Sie ja die Pistole stecken, sonst verlieren Sie nicht nur Ihren Job, sondern auch Ihr Leben, Sie Schweinehund!«

«Ich hab' es nicht böse gemeint. Monsieur. Die wollten Sie finden! Die interessiert Ihr Geld nicht, darauf haben Sie mein Wort.«

Da flog die Tür auf, und der Lauf einer Pistole wurde auf Borowski gerichtet. Er sprang zur Seite. Dem Schuß folgte ein schrilles Klingeln, das plötzlich aus dem Panzerwagen hallte. Der Alarm war ausgelöst worden.

Wieder schmetterte Jason die Tür zu. Er hörte Metall auf Metall prallen; diesmal hatte er die Waffe getroffen. Er griff nach seinem Revolver, duckte sich und zog blitzschnell die Tür auf.

1 ... 51 52 53 54 55 56 57 58 59 ... 150
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)