Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Фэнтези » Die Saat des goldenen Löwen. Das Lied von Eis und Feuer 04
Die Saat des goldenen Löwen. Das Lied von Eis und Feuer 04 - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Die Saat des goldenen Löwen. Das Lied von Eis und Feuer 04

Электронная книга - «Die Saat des goldenen Löwen. Das Lied von Eis und Feuer 04». Краткое содержание книги:

Die Saat des goldenen Löwen. Das Lied von Eis und Feuer 04 von George RR Martin.
Sehr gute Zustand in Karlsruhe Oststadt abzuholen. (oder an der Uni oder Innenstadt) . Kein Versand.

Siehe auch andere Artikel.Beim Kauf mehrere Artikel Rabatt möglich
1 ... 53 54 55 56 57 58 59 60 61 ... 147
Перейти на страницу:

Das waren unbehagliche Gedanken und vergebliche dazu. Falls tatsächlich Ashara Dayn von Sternfall Jon geboren hatte, was manche hinter vorgehaltener Hand behaupteten, war sie seit langem tot; falls nicht, besaß Catelyn ansonsten keinen Hinweis darauf, wer Jons Mutter sein könnte. Und was für einen Unterschied machte es schon? Ned war tot, und mit ihm waren seine Lieben und seine Geheimnisse gestorben.

Dennoch wunderte es sie abermals, wie seltsam sich Männer benahmen, wenn es um ihre Bastarde ging. Ned hatte Jon stets in Schutz genommen, und Ser Cortnay Fünfrosen hatte sein Leben für diesen Edric Sturm gegeben, wohingegen Roose Bolton sein Bastard weniger wert gewesen war als einer seiner Hunde, wenn man es nach dem Ton des eigenartig kalten Briefes beurteilte, den Edmure vor nicht einmal drei Tagen von ihm erhalten hatte. Er habe den Trident überschritten und marschiere nach Harrenhal wie befohlen, hatte er geschrieben. »Eine starke Burg und gut besetzt, aber Seine Gnaden soll sie bekommen, und wenn ich jede einzelne Menschenseele darin töten muss.« Er hoffe, Seine Gnaden würden das gegen die Verbrechen seines Bastards aufrechnen, den Ser Rodrik Cassel getötet hatte. »Dieses Schicksal hatte er zweifelsohne verdient«, hatte Bolton geschrieben. »Verdorbenes Blut ist stets verräterisch, und Ramsay war von Natur aus verschlagen, gierig und grausam. Ich schätze mich glücklich, von ihm befreit zu sein. Die rechtmäßigen Söhne, die mir mein junges Weib versprochen hat, wären niemals sicher gewesen, solange er lebte.«

Heraneilende Schritte verscheuchten die morbiden Gedanken aus ihrem Kopf. Ser Desmonds Knappe kam keuchend hereingestürzt und kniete nieder. »Mylady … Lennisters … jenseits des Flusses.«

»Hol erst einmal tief Luft, Junge, und erzähl es mir eins nach dem anderen.«

Er gehorchte. »Eine Kolonne von Männern, in voller Rüstung«, berichtete er. »Auf der anderen Seite des Roten Arms. Sie führen das purpurne Einhorn unter dem Löwen der Lennisters. «

Irgendein Sohn von Lord Brax. Brax war in ihrer Kindheit einmal nach Schnellwasser gekommen, um eine Heirat zwischen einem seiner Söhne und ihr oder Lysa vorzuschlagen. Sie fragte sich, ob nun dort draußen der gleiche Sohn den Angriff führte.

Die Lennisters waren von Südosten gekommen, erklärte Ser Desmond ihr, als sie zum Wehrgang hinaufstieg und sich zu ihm gesellte. »Ein paar Vorreiter, mehr nicht«, versicherte er ihr. »Die Hauptmacht von Lord Tywins Heer befindet sich im Süden. Hier droht uns keine Gefahr.«

Südlich des Roten Arms erstreckte sich das Land offen und flach. Vom Wachturm aus konnte Catelyn meilenweit sehen. Trotzdem war nur die nächste Furt zu erkennen. Deren Verteidigung hatte Edmure Lord Jason Mallister anvertraut, ebenso die der drei, die weiter flussaufwärts lagen. Die Reiter der Lennisters ritten unentschlossen am Wasser auf und ab. Ihre scharlachroten und silbernen Banner flatterten im Wind. »Höchstens fünfzig, Mylady«, schätzte Ser Desmond.

Catelyn beobachtete, wie die Reiter eine lange Front bildeten. Lord Jasons Männer erwarteten sie hinter Felsen und Gras und kleinen Hügeln. Ein Trompetenstoß war das Signal, auf welches hin die Reiter in schwerfälligem Schritt vordrangen und spritzend in den Fluss ritten. Einen Augenblick lang boten sie einen prächtigen Anblick mit ihren hellen Rüstungen und wehenden Bannern und den Lanzenspitzen, die in der Sonne blitzten.

»Jetzt!«, hörte sie Brienne murmeln.

Es war schwer zu erkennen, was geschah, doch das Wiehern der Pferde erschien selbst auf diese Entfernung laut, und Catelyn hörte das schwache Klirren von Stahl. Ein Banner verschwand plötzlich, als sein Träger fiel, und bald darauf trieben die ersten Toten im Strom an den Mauern vorbei. Inzwischen hatten sich die Lennisters in heilloser Verwirrung zurückgezogen. Catelyn beobachtete, wie sie sich neu formierten, kurz beratschlagten und daraufhin in die Richtung davongaloppierten, aus der sie gekommen waren. Die Männer auf den Mauern riefen ihnen höhnische Beschimpfungen nach, obwohl sie viel zu weit entfernt waren, um es zu hören.

Ser Desmond klopfte sich auf den Bauch. »Ich wünschte, Lord Hoster hätte das sehen können. Er hätte vor Freude getanzt. «

»Die Tage, in denen mein Vater tanzte, sind lange vorbei, fürchte ich«, erwiderte Catelyn, »und dieser Kampf hat gerade erst begonnen. Die Lennisters werden zurückkommen. Lord Tywin hat doppelt so viele Männer wie mein Bruder.«

»Er könnte zehn Mal so viele haben, und es würde nichts ändern«, sagte Ser Desmond. »Das Westufer des Roten Arms ist höher als das östliche, Mylady, und außerdem bewaldet. Unsere Bogenschützen finden dort genug Deckung und haben gleichzeitig freies Schussfeld … und sollte es eine Bresche geben, hält Edmure seine besten Ritter in Reserve, damit sie überall dort einspringen können, wo sie am dringendsten gebraucht werden. Der Fluss wird die Lennisters zurückhalten.«

»Ich bete, dass Ihr Recht habt«, antwortete Catelyn ernst.

In der Nacht kamen sie wieder. Catelyn hatte befohlen, sie sofort zu wecken, falls der Feind erneut auftauchte, und eine ganze Weile nach Mitternacht rüttelte sie ein Zimmermädchen leicht an der Schulter. Sofort saß Catelyn aufrecht im Bett.

»Was gibt es?«

»Sie sind wieder an der Furt, Mylady.«

In ihren Morgenmantel gehüllt stieg Catelyn zum Dach des Bergfrieds hinauf. Von dort aus konnte sie über die Mauern und den vom Mond beleuchteten Fluss hinwegschauen bis zur Furt, wo der Kampf tobte. Die Verteidiger hatten entlang des Ufers Wachfeuer angezündet, und deshalb glaubten die Lennisters vielleicht, den Gegner nachtblind oder unaufmerksam vorzufinden. Falls diese Annahme stimmte, war sie eine Torheit. Die Dunkelheit war allenfalls ein unzuverlässiger Verbündeter. Während sie durch den Fluss wateten, traten Männer in verborgene tiefe Löcher und versanken laut platschend, während andere über Steine stolperten oder sich in den Fußangeln verfingen. Mallisters Bogenschützen schickten einen Hagel zischender Brandpfeile über den Fluss, der aus der Ferne eine eigentümliche Schönheit besaß. Ein Mann, der ein Dutzend Mal getroffen war und dessen Kleider brannten, vollführte im knietiefen Wasser einen wilden Tanz, bis er schließlich fiel und flussabwärts getrieben wurde. Als sein Körper schließlich an Schnellwasser vorbeikam, waren Flammen und Leben gleichermaßen erloschen.

Ein kleiner Sieg, dachte Catelyn, als die Kämpfe vorüber waren und die überlebenden Feinde in der Nacht verschwunden waren, und doch nichtsdestotrotz ein Sieg. Auf dem Weg die Wendeltreppe hinunter fragte Catelyn Brienne, was sie darüber denke. »Das war die flüchtige Berührung von Lord Tywins Fingerspitze, Mylady«, antwortete das Mädchen. »Er tastet herum und sucht nach einer Schwachstelle, einem Punkt, der nicht bewacht wird und an dem er übersetzen kann. Wenn er keinen findet, wird er die Finger zur Faust ballen und versuchen, mit Gewalt überzusetzen.« Brienne zog die Schultern hoch. »Das würde ich jedenfalls tun. Wäre ich an seiner Stelle.« Sie fuhr mit der Hand zum Heft ihres Schwertes und tätschelte es, als wolle sie sich vergewissern, dass es noch immer an Ort und Stelle war.

Mögen die Götter uns dann beistehen, dachte Catelyn. Und trotzdem konnte sie nichts tun. Dort draußen am Fluss hatte Edmure seine Schlacht; ihre fand hier im Inneren der Burg statt.

Am nächsten Morgen während des Frühstücks ließ sie Utherydes Wayn, den alten Haushofmeister ihres Vaters, kommen. »Lasst Ser Cleos Frey eine Karaffe Wein bringen. Ich möchte ihn bald verhören, und dann sollte seine Zunge gelöst sein.«

1 ... 53 54 55 56 57 58 59 60 61 ... 147
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)