Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Фэнтези » Die Saat des goldenen Löwen. Das Lied von Eis und Feuer 04
Die Saat des goldenen Löwen. Das Lied von Eis und Feuer 04 - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Die Saat des goldenen Löwen. Das Lied von Eis und Feuer 04

Электронная книга - «Die Saat des goldenen Löwen. Das Lied von Eis und Feuer 04». Краткое содержание книги:

Die Saat des goldenen Löwen. Das Lied von Eis und Feuer 04 von George RR Martin.
Sehr gute Zustand in Karlsruhe Oststadt abzuholen. (oder an der Uni oder Innenstadt) . Kein Versand.

Siehe auch andere Artikel.Beim Kauf mehrere Artikel Rabatt möglich
1 ... 51 52 53 54 55 56 57 58 59 ... 147
Перейти на страницу:

»Zweifellos habt Ihr Recht, Mylord.«

Sein selbstgefälliger Tonfall behauptete das Gegenteil. »Doch dieser Meinung schließt Ihr Euch nicht an? Wie wurde er dann getötet?«

Einen Augenblick lang erwiderte Varys nichts. Man hörte nur den Hufschlag auf dem Pflaster. Endlich räusperte sich der Eunuch. »Mylord, glaubt Ihr an die alten Kräfte?«

»Meint Ihr Magie?«, fragte Tyrion ungeduldig zurück. »Blutzauber, Flüche, Gestaltwandel, solche Dinge?« Er schnaubte. »Wollt Ihr mir etwa einreden, dass Ser Cortnay den Tod durch Magie fand?«

»Ser Cortnay hat Lord Stannis am Morgen des Tages, an dem er starb, zum Zweikampf herausgefordert. Ich frage Euch, ist das die Handlung eines verzweifelten Mannes? Dann ist da außerdem noch der höchst geheimnisvolle und gleichzeitig überaus vorteilhafte Mord an Lord Renly, als sich sein Heer gerade zur Schlacht formierte, um seinen Bruder vom Feld zu fegen.« Der Eunuch hielt kurz inne. »Mylord, Ihr habt mich einmal gefragt, wie es dazu kam, dass ich beschnitten wurde.«

»Daran erinnere ich mich«, sagte Tyrion. »Ihr wolltet nicht darüber reden.«

»Das möchte ich jetzt immer noch nicht, aber …« Die Pause war länger als die vorhergehende, und als Varys weitersprach, klang seine Stimme plötzlich anders. »Ich war ein Waisenjunge und der Lehrling einer herumziehenden Truppe von Mimen. Unser Meister besaß eine dicke kleine Kogge, und wir segelten über die Meerenge hin und her und traten überall in den Freien Städten auf und manchmal auch in Altsass und Königsmund.

Eines Tages kam in Myr ein Mann zu unserem Mummenschanz. Nach der Vorstellung unterbreitete er meinem Meister ein Angebot, mich zu kaufen, das für diesen zu verlockend war, um es abzulehnen. Ich war entsetzt, weil ich fürchtete, der Mann wolle das mit mir machen, was, wie ich gehört hatte, manche Männer mit kleinen Jungen tun, aber in Wahrheit brauchte er nur eines von mir: meine Männlichkeit. Er verabreichte mir einen Trank, durch den ich weder sprechen noch mich bewegen konnte, der meine Sinne aber trotzdem nicht beeinträchtigte. Mit einer langen, hakenförmigen Klinge schnitt er mir Hoden, Wurzel und Schaft ab. Die ganze Zeit über sang er seltsame Lieder. Ich beobachtete ihn dabei, wie er meine Männlichkeit auf einer Kohlenpfanne verbrannte. Die Flammen wurden blau, und ich hörte eine Stimme, die seinem Ruf antwortete, obwohl ich die Worte nicht verstand, die sie beide sprachen.

Als er mit mir fertig war, waren die anderen Mimen längst weitergezogen. Nachdem ich meinen Zweck erfüllt hatte, interessierte sich der Mann nicht mehr für mich und warf mich hinaus. Als ich ihn fragte, was ich nun tun solle, antwortete er mir, dass ich sterben solle. Um es ihm zu zeigen, entschloss ich mich zu leben. Ich bettelte und stahl. Und ich verkaufte jene Teile meines Körpers, die mir geblieben waren. Bald war ich so gut wie jeder andere Dieb in Myr, und während ich älter wurde, lernte ich, dass der Wert der Briefe im Geldbeutel eines Mannes oftmals den der Münzen bei weitem überstieg.

Doch noch immer kehrt diese Nacht in meinen Träumen wieder, Mylord. Nicht der Zauberer oder die Klinge, nicht einmal der Anblick meiner Männlichkeit, die beim Verbrennen zusammenschrumpfte. Ich träume von der Stimme. Die Stimme aus den Flammen. War das ein Gott, ein Dämon oder nur der Trick eines Beschwörers? Ich kann es Euch nicht sagen, und ich kenne alle Tricks. Nur eins kann ich Euch sagen, und das ist sicher: Er hat die Stimme gerufen, und sie hat geantwortet, und seit diesem Tag hasse ich Magie und alle, die sie ausüben. Falls Lord Stannis zu diesen Menschen gehört, wünsche ich ihm den Tod.«

Nachdem er geendet hatte, ritten sie eine Weile lang schweigend dahin. Schließlich meinte Tyrion: »Eine grauenhafte Geschichte. Es tut mir leid.«

Der Eunuch seufzte. »Es tut Euch leid, aber Ihr glaubt mir nicht. Nein, Mylord, Ihr braucht Euch nicht zu entschuldigen. Ich war benebelt und hatte Schmerzen, und das alles ist sehr lange her und hat sich weit, weit jenseits des Meeres zugetragen. Ohne Zweifel habe ich diese Stimme nur geträumt. Das habe mir auch schon tausend Mal eingeredet.«

»Ich glaube an stählerne Schwerter, goldene Münzen und den Verstand des Menschen«, sagte Tyrion. »Und ich glaube, dass es einst Drachen gegeben hat. Immerhin habe ich ihre Schädel gesehen.«

»Hoffen wir, dass das das Schlimmste war, was Ihr jemals sehen müsst, Mylord.«

»Darauf können wir uns einigen.« Tyrion lächelte. »Und was Ser Cortnays Tod betrifft: Nun, Stannis hat Kapitäne mit ihren Schiffen aus den Freien Städten angeheuert. Vielleicht hat er auch einen begabten Meuchelmörder in seine Dienste genommen.«

»Einen sehr begabten Meuchelmörder.«

»Solche Männer gibt es. Ich habe immer davon geträumt, eines Tages reich genug zu sein, damit ich einen der Männer ohne Gesicht auf meine Schwester ansetzen kann.«

»Jedenfalls ist es gleichgültig, wie Ser Cortnay starb«, sagte Varys, »er ist tot, und die Burg ist gefallen. Stannis kann losmarschieren. «

»Besteht irgendeine Möglichkeit, die Dornischen zu überzeugen, in die Marschen hinunterzusteigen?«

»Nein.«

»Wie schade. Nun, womöglich genügt die Drohung, damit die Lords aus den Marschen nahe bei ihren Burgen bleiben. Welche Neuigkeiten gibt es von meinem Vater?«

»Falls Lord Tywin am Roten Arm bereits gewonnen hat, ist die Neuigkeit noch nicht bis zu mir vorgedrungen. Falls er sich nicht beeilt, wird er zwischen seinen Feinden eingeschlossen. Das Blatt des Hauses Eichenherz und der Baum der Eschs wurden nördlich des Mander gesehen.«

»Keine Nachricht von Kleinfinger?«

»Vielleicht hat er Bitterbrück nie erreicht. Vielleicht ist er aber auch dort gestorben. Lord Tarly hat Renlys Vorräte für sich beansprucht und viele Männer hingerichtet, überwiegend Florents. Lord Kaswell hat sich oben in seiner Burg eingeschlossen. «

Tyrion warf den Kopf in den Nacken und lachte.

Varys zügelte verblüfft sein Pferd. »Mylord?«

»Versteht Ihr den Witz denn nicht, Lord Varys?« Tyrion umfasste mit einer Handbewegung die verschlossenen Fensterläden und die ganze schlafende Stadt. »Sturmkap ist gefallen, Stannis naht mit Feuer und Stahl und wer weiß was für dunklen Mächten, die allein die Götter kennen, und das gute Volk hat zur Verteidigung weder Jaime noch Robert, weder Renly noch Rhaegar und auch nicht seinen kostbaren Ritter der Blumen. Nur mich, denjenigen, den es hasst.« Er lachte erneut. »Den Zwerg, den schlechten Berater, den verdrehten kleinen Affendämonen. Ich allein stehe zwischen ihnen und dem Chaos.«

CATELYN

»Sag Vater, ich sei losgezogen, um ihn mit Stolz zu erfüllen.« Ihr Bruder schwang sich in den Sattel, von Kopf bis Fuß in seine strahlende Rüstung und den braun-blauen Umhang des Lords gehüllt. Eine Silberforelle zierte den Kamm seines Helms, das Gegenstück zu der gemalten auf seinem Schild.

»Er war immer stolz auf dich, Edmure. Und er liebt dich sehr. Das darfst du mir glauben.«

»Ich werde ihm mehr Grund dafür geben als nur die Tatsache, dass ich geboren wurde.« Er ließ sein Streitross wenden und hob die Hand. Trompeten ertönten, eine Trommel wurde geschlagen, die Zugbrücke senkte sich langsam und ruckartig nach unten, und Ser Edmure Tully führte seine Männer mit aufgerichteten Lanzen und wehenden Bannern aus Schnellwasser heraus.

Ich habe ein größeres Heer als du, Bruder, dachte Catelyn, während sie dem Auszug zusah. Ein Heer von Zweifeln und Ängsten.

Briennes Elend war fast spürbar. Catelyn hatte ihr Kleider nähen lassen, stattliche Gewänder, die ihrer Geburt und ihrem Geschlecht angemessen waren, und trotzdem trug sie weiterhin lieber Kettenhemden und gehärtetes Leder und einen Schwertgurt um die Hüften. Zweifellos wäre sie lieber mit Edmure in den Krieg gezogen, doch selbst Mauern, die so stark wie die von Schnellwasser waren, brauchten Kämpfer, die sie verteidigten. Ihr Bruder hatte jeden dienstfähigen Mann mit zu den Furten genommen, und so blieb Ser Desmond Grell der Befehl über eine Schar Verwundete, Alte, Kranke sowie einige Knappen und Bauernjungen, denen es an Waffenausbildung mangelte. Und mit ihnen sollte er eine Burg verteidigen, die bis unter das Dach mit Frauen und Kindern vollgestopft war.

1 ... 51 52 53 54 55 56 57 58 59 ... 147
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)