Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Фэнтези » Die Saat des goldenen Löwen. Das Lied von Eis und Feuer 04
Die Saat des goldenen Löwen. Das Lied von Eis und Feuer 04 - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Die Saat des goldenen Löwen. Das Lied von Eis und Feuer 04

Электронная книга - «Die Saat des goldenen Löwen. Das Lied von Eis und Feuer 04». Краткое содержание книги:

Die Saat des goldenen Löwen. Das Lied von Eis und Feuer 04 von George RR Martin.
Sehr gute Zustand in Karlsruhe Oststadt abzuholen. (oder an der Uni oder Innenstadt) . Kein Versand.

Siehe auch andere Artikel.Beim Kauf mehrere Artikel Rabatt möglich
1 ... 52 53 54 55 56 57 58 59 60 ... 147
Перейти на страницу:

Als der letzte von Edmures Fußsoldaten unter dem Fallgitter hindurchmarschiert war, fragte Brienne: »Was sollen wir nun tun, Mylady?«

»Unsere Pflicht.« Catelyns Gesicht war abgespannt, als sie über den Hof ging. Ich habe immer meine Pflicht getan, dachte sie. Vielleicht hatte ihr Hoher Vater sie deshalb immer für das Beste seiner Kinder gehalten. Ihre beiden Brüder waren früh gestorben, daher war sie für Lord Hoster gleichzeitig Sohn und Tochter gewesen, bis Edmure geboren wurde. Später war ihre Mutter verschieden, und ihr Vater hatte ihr gesagt, von nun an müsse sie die Lady von Schnellwasser sein, und diese Pflicht hatte sie ebenfalls auf sich genommen. Und als Lord Hoster sie Brandon Stark versprach, hatte sie ihm gedankt, weil er ihr zu einer so hervorragenden Partie verhalf.

Ich habe Brandon meine Schleife geschenkt, und ich habe Petyr nicht mehr getröstet, nachdem er verwundet wurde, und mich auch nicht von ihm verabschiedet, als Vater ihn fortschickte. Und nach Brandons Tod sagte mir Vater, ich müsse seinen Bruder heiraten, und das habe ich dann frohen Herzens getan, obwohl ich Ned erst an unserem Hochzeitstag zu sehen bekam. Ich habe diesem ernsten Fremden meine Jungfräulichkeit hingegeben und ihn in den Krieg und zu seinem König und zu dieser Frau geschickt, die ihm seinen Bastard geboren hat, weil ich stets meine Pflicht getan habe.

Ihre Schritte führten sie zur Septe, dem siebeneckigen Sandsteintempel, der inmitten des Gartens ihrer Mutter stand und den buntes Licht in allen Farben des Regenbogens erhellte. Als sie eintraten, war die Septe voller Menschen; was das Bedürfnis zu beten betraf, war Catelyn nicht allein. Sie kniete vor dem bemalten Marmorbildnis des Kriegers und zündete eine Duftkerze für Edmure an, und eine zweite für Robb hinter den Bergen. Behüte sie und verhilf ihnen zum Sieg, betete sie, und schenke den Seelen der Gefallenen Frieden und den Hinterbliebenen Trost.

Der Septon trat mit Rauchfass und Kristall ein, während Catelyn noch betete, daher blieb sie zur Zeremonie. Sie kannte diesen Septon nicht, einen ernsten jungen Mann ungefähr in Edmures Alter. Er führte sein Amt gut aus, und seine Stimme klang voll und angenehm, als er die Sieben singend pries, und dennoch sehnte sich Catelyn nach der dünnen, zitternden Stimme von Septon Osmynd, der schon lange tot war. Osmynd hätte ihre Schilderung dessen, was sie in Renlys Pavillon gesehen und gespürt hatte, geduldig angehört, und er hätte vielleicht sogar die Bedeutung dieses Ereignisses erkannt und ihr sagen können, was sie tun musste, um die Schatten in ihren Träumen zu vertreiben. Osmynd, mein Vater, Onkel Brynden, der alte Maester Kym, sie schienen immer alles zu wissen, und jetzt bin nur ich noch hier, und ich weiß offenbar gar nichts, ich kenne nicht einmal meine Pflicht. Wie kann ich meine Pflicht erfüllen, wenn ich nicht weiß, wo sie liegt?

Catelyns Knie waren steif, als sie sich schließlich erhob, und sie fühlte sich kein bisschen weiser. Vielleicht sollte sie heute Abend in den Götterhain gehen und auch zu Neds Göttern beten. Sie waren älter als die Sieben.

Als sie die Septe verließ, hörte sie ein Lied von ganz anderer Art. Rymund der Reimer saß am Brauhaus inmitten einer Schar Zuhörer und sang mit tiefer Stimme das Lied von Lord Deremond auf der Blutigen Wiese.

»So stand er dort, das Schwert gezückt, Der Letzte von Darrys Zehn …«

Brienne blieb kurz stehen und lauschte dem Gesang, wobei sie die Schultern hochzog und die Arme vor der Brust verschränkte. Eine Gruppe zerlumpter Jungen, die laut kreischten und mit Stöcken nacheinander schlugen, lief vorbei. Warum spielen Jungen nur so gern Krieg?, fragte sich Catelyn. Ob die Antwort bei Rymund lag? Die Stimme des Sängers schwoll an, während er sich dem Ende seines Liedes näherte.

»Rot war das Gras unter seinen Füßen, Und rot seine Banner hell. Und rot der Sonnenuntergang Ins Licht ihn tauchte grell. »Kommt, kommt«, rief der große Lord, »Noch hungrig ist mein Schwert.« Mit einem Schrei voll wilder Wut Ward der Bach gequert …«

»Kämpfen ist besser als warten«, sagte Brienne. »Man fühlt sich nicht so hilflos, wenn man kämpft. Man hat ein Schwert und ein Pferd und manchmal eine Axt. Dazu die Rüstung, die es den anderen schwer macht, einen zu verwunden.«

»Ritter sterben in der Schlacht«, erinnerte Catelyn sie.

Brienne blickte sie mit ihren blauen, schönen Augen an. »Und Frauen sterben im Kindbett. Über sie singt niemand Lieder.«

»Kinder sind eine Schlacht ganz anderer Art.« Catelyn setzte sich wieder in Bewegung. »Eine Schlacht ohne Banner und Hörner, und doch kaum weniger grausam. Ein Kind auszutragen, es zur Welt zu bringen … Eure Mutter wird Euch den Schmerz beschrieben haben …«

»Meine Mutter habe ich nie kennengelernt«, erwiderte Brienne. »Mein Vater hatte Damen … jedes Jahr eine andere, aber …«

»Das waren keine Damen«, sagte Catelyn. »So hart die Geburt sein mag, Brienne, was darauf folgt, ist noch viel schwerer. Manchmal fühle ich mich, als würde ich zerrissen. Gäbe es mich doch nur fünf Mal, eine für jedes Kind, damit ich sie alle beschützen könnte.«

»Und wer würde Euch beschützen, Mylady?«

Catelyn lächelte matt und erschöpft. »Nun, die Männer meines Hauses. So hat es mich meine Hohe Mutter jedenfalls gelehrt. Mein Hoher Vater, mein Bruder, mein Onkel, mein Gemahl, sie alle beschützen mich … solange sie allerdings nicht bei mir sind, müsst Ihr in diese Bresche springen, Brienne.«

Brienne neigte den Kopf. »Ich werde mein Bestes tun, Mylady. «

Später am Tag brachte Maester Vyman ihr einen Brief. Sie las ihn sofort, da sie auf eine Nachricht von Robb oder von Ser Rodrik in Winterfell hoffte, doch er stammte von einem gewissen Lord Wiesen, der sich als Kastellan von Sturmkap bezeichnete. Gerichtet war das Schreiben an ihren Vater, ihren Bruder, ihren Sohn oder »an denjenigen, wer auch immer Schnellwasser hält«. Ser Cortnay Fünfrosen war tot, schrieb der Mann, und Sturmkaps Tore waren Stannis Baratheon, dem wahren und rechtmäßigen Erben des Eisernen Throns und von Sturmkap geöffnet worden. Die Besatzung der Burg hatte ihm den Treueid geschworen, und keinem Mann war ein Leid zugefügt worden.

»Außer Ser Cortnay Fünfrosen«, murmelte Catelyn. Sie war dem Mann niemals begegnet, dennoch stimmte sein Tod sie traurig. »Robb sollte sofort davon erfahren«, sagte sie. »Wissen wir, wo er sich aufhält?«

»Den letzten Berichten zufolge marschiert er in Richtung Burg Bruch, das ist der Sitz des Hauses Westerling«, sagte Maester Vyman. »Wenn ich einen Raben nach Aschmark sende, könnte man ihm einen Reiter hinterherschicken.«

»Tut das.«

Catelyn las den Brief noch einmal, nachdem der Maester gegangen war. »Lord Wiesen erwähnt Roberts Bastard nicht«, erklärte sie Brienne. »Ich nehme an, der Junge wurde mit den anderen übergeben, obwohl ich gestehen muss, dass ich nicht weiß, warum Stannis ihn unbedingt haben wollte.«

»Vielleicht fürchtete er sich vor den Ansprüchen des Jungen? «

»Die Ansprüche eines Bastards? Nein, da muss etwas anderes dahinterstecken … wie sieht dieses Kind aus?«

»Er ist sieben oder acht, ansehnlich, hat schwarzes Haar und helle blaue Augen. Besucher haben ihn oft für Lord Renlys Sohn gehalten.«

»Und Renly sah Robert ähnlich.« Langsam dämmerte es Catelyn. »Stannis will dem Reich den Bastard seines Bruders vorführen, damit jeder Robert in ihm sieht und sich fragt, warum Joffrey ihm nicht so ähnlich ist.«

»Würde das so viel bedeuten?«

»Jene, die auf Stannis’ Seite stehen, werden es als Beweis betrachten. Jene, die sich Joffrey angeschlossen haben, werden es für unwichtig halten.« Ihre eigenen Kinder hatten ebenfalls mehr von den Tullys an sich als von den Starks. Arya war die Einzige, die Ned vom Gesicht her ähnelte. Und Jon Schnee, aber der ist nicht mein Sohn. Sie dachte an Jons Mutter, an die geheimnisvolle Geliebte, über die ihr Gemahl niemals gesprochen hatte. Trauert sie ebenso sehr um Ned wie ich? Oder hat sie ihn gehasst, weil er ihr Bett verließ und in meines stieg? Betet sie für ihren Sohn wie ich für die meinen?

1 ... 52 53 54 55 56 57 58 59 60 ... 147
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)