Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Фэнтези » Die Suche nach dem Auge der Welt
Die Suche nach dem Auge der Welt - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Die Suche nach dem Auge der Welt

Электронная книга - «Die Suche nach dem Auge der Welt». Краткое содержание книги:

In dem abgeschiedenen Dorf Emondsfelde erzählt man sich noch immer die alten Geschichten um den Dunklen König und die Magierinnen der Aes Sedai, die das Rad der Zeit drehen. Niemand ahnt, auch der junge Bauernsohn Rand al'Thor nicht, wieviel Wahrheit in diesen Legenden steckt. Dann jedoch berfallen blutrnstige Trollocs, die Häscher des Dunklen Königs, das Dorf und brennen den Bauernhof von Rands Familie nieder. Die Magierin Moiraine verhilft dem Jungen in letzter Minute zur Flucht. Eine phantastische Reise beginnt, während der Rand in sein Schicksal hineinwachsen wird, der Wiedergeborene Drache und der Retter der Welt zu sein ... Dieser Band vereint — wie in der Originalausgabe — den kompletten Auftakt zu Robert Jordans Meisterwerk Das Rad der Zeit.
1 ... 48 49 50 51 52 53 54 55 56 ... 253
Перейти на страницу:

Sie bekommt ihr Abenteuer, dachte er grimmig, aber so wie es schien, bemerkte sie Kleinigkeiten wie Nebel, Feuchtigkeit und Kälte überhaupt nicht. Es mußte da einen Unterschied in der Sichtweise geben, der davon abhing, ob man das Abenteuer suchte oder ob es einem aufgezwungen wurde. In den Geschichten wirkte es zweifellos spannend, wenn einer durch kalten Nebel ritt, einen Draghkar oder Schlimmeres auf den Fersen. Egwene empfand vielleicht einen Nervenkitzel dabei; er dagegen spürte nur Kälte und Feuchtigkeit und war froh, sich wieder in einem Dorf zu befinden, selbst wenn es nur Taren-Fähre war.

Plötzlich prallte er in der Dunkelheit gegen etwas Großes und Warmes: Lans Hengst. Der Behüter und Moiraine waren stehengeblieben, und der Rest der Gruppe tat es ihnen nach. Sie tätschelten ihre Reittiere, um sich ebenso zu beruhigen wie die Tiere. Hier war der Nebel ein wenig dünner.

Vorsichtig führte Rand Wolke ein Stückchen vorwärts und war überrascht, als er hörte, daß seine Stiefel über Holzplanken scharrten. Der Landesteg der Fähre! Er bewegte sich behutsam rückwärts und zog den Grauen mit sich. Er hatte gehört, wie der Landesteg der Taren-Fähre aussah: eine Brücke ins Nichts, an deren Ende nur die Fähre lag. Der Taren war angeblich breit und tief und hatte eine trügerische Strömung, die auch den stärksten Schwimmer unter Wasser ziehen konnte. Viel breiter als der Weinquellenbach, dachte er bei sich. Dazu noch der Nebel... Er war erleichtert, als er wieder Erdboden unter den Füßen fühlte.

Ein zorniges ›Hsst!‹ von Lan, beißend wie der Nebel. Der Behüter gestikulierte und eilte an Perrins Seite. Er zog den Umhang des kräftigen Burschen weg, bis die große Axt zu sehen war. Gehorsam, auch wenn er nicht verstand, warum, warf Rand den eigenen Umhang über die Schulter zurück, um sein Schwert zu zeigen. Als Lan schnell zu seinem Pferd zurücklief, erschienen im Nebel schwankende Lichter, und gedämpfte Schritte näherten sich.

Sechs Männer in grober Kleidung folgten Meister Hochturm mit unbewegten Gesichtern. Die Fackeln, die sie trugen, vertrieben den Nebel in einem engen Umkreis. Als sie stehenblieben, konnten sie die ganze Gesellschaft aus Emondsfeld klar erkennen. Sie waren von einer grauen Mauer umgeben, die durch den reflektierten Fackelschein noch undurchdringlicher wirkte. Der Fährmann betrachtete sie. Den schmalen Kopf hielt er schief, und seine Nase zuckte wie bei einem Wiesel, das die Luft prüft, ob eine Falle droht.

Lan lehnte sich scheinbar unbeteiligt an seinen Sattel, doch eine Hand ruhte drohend auf dem langen Knauf seines Schwertes. Er wirkte wie eine zusammengepreßte Metallfeder.

Rand ahmte rasch die Haltung des Behüters nach, indem er eine Hand auf sein Schwert legte. Doch er glaubte nicht, daß er diesen tödlich wirkenden Eindruck erwecken konnte. Vielleicht lachen sie, wenn ich es versuche.

Perrin lockerte seine Axt in der Lederschlaufe und stellte sich absichtlich breitbeinig hin. Mat legte eine Hand auf den Köcher. Rand fragte sich, in welchem Zustand sich Mats Bogensehne befand, nachdem sie dieser Feuchtigkeit ausgesetzt gewesen war. Thom Merrilin trat großspurig vor und hielt eine leere Hand hoch, die er langsam drehte. Plötzlich machte er eine schwungvolle Bewegung, und ein Dolch wirbelte zwischen seinen Fingern hindurch. Der Griff klatschte ihm in die Handfläche, und er reinigte sich ganz lässig die Fingernägel damit. Ein leises Lachen trieb von Moiraine herüber. Egwene klatschte, als beobachte sie eine Vorführung beim Fest, hielt dann inne und blickte beschämt drein. Ihr Mund zuckte trotzdem im Anflug eines Lächelns.

Hochturm wirkte überhaupt nicht erheitert. Er starrte Thom an und räusperte sich laut. »Es ist mehr Gold für die Überfahrt im Gespräch gewesen.« Er sah wieder mit einem mürrischen und gleichzeitig verschlagenen Blick einen nach dem anderen an. »Was Ihr mir zuvor gegeben habt, ist jetzt an einem sicheren Ort verwahrt, klar? Da kommt Ihr nicht mehr dran.«

»Der Rest des Goldes«, sagte Lan zu ihm, »ist in Eurer Hand, wenn wir auf der anderen Seite sind.« Der Lederbeutel an seinem Gürtel klimperte, als er ihn ein wenig schüttelte.

Einen Augenblick lang huschte der Blick des Fährmanns zu dem Beutel hinüber, doch schließlich nickte er. »Fangen wir also an«, murmelte er und schritt hinaus auf den Steg, von seinen sechs Helfern gefolgt. Der Nebel wich vor den Fackeln zurück. Hinter ihnen schlossen sich graue Fühler und füllten den Raum, in dem sie sich befunden hatten. Rand eilte hinterher.

Die Fähre selbst war eine breite Holzbarke mit hochgezogenen Seiten. Man erreichte sie über eine Rampe, die hochgezogen werden konnte und so das eine Ende abschloß. Auf beiden Seiten verliefen Seile, stark wie das Handgelenk eines Mannes. Die Seile waren an massiven Pfosten am Ende des Stegs befestigt und verschwanden auf der anderen Seite in der Nacht über dem Fluß. Die Helfer des Fährmanns steckten ihre Fackeln in Eisenklammern an den Bordwänden der Fähre, warteten, bis alle ihre Pferde an Bord geführt hatten, und zogen dann die Rampe hoch. Das Deck knarrte unter Hufen und scharrenden Füßen, und die Fähre schwankte unter ihrem Gewicht.

Hochturm fluchte vor sich hin und knurrte sie an, sie sollten ihre Pferde festhalten und in der Mitte bleiben, damit sie den Helfern nicht im Weg standen. Er schrie seine Helfer an und hetzte sie herum, als sie die Fähre auf die Überquerung vorbereiteten, aber was er auch sagte: Die Männer bewegten sich mit den gleichen zögernden Bewegungen. Auch er war nicht mit ganzem Herzen dabei, brach oft mitten im Schreien ab, hielt seine Fackel hoch und spähte in den Nebel hinaus. Schließlich hörte er mit dem Schreien ganz auf und ging zum Bug, wo er stand und in den Nebel starrte, der den Fluß bedeckte. Er bewegte sich nicht, bis einer der Helfer ihn am Arm berührte; dann fuhr er zusammen und sah ihn böse an.

»Was? Oh. Du? Fertig? Wurde auch Zeit. Also, Mann, worauf wartest du?« Er wedelte mit den Armen. »Legt ab! Mach Platz! Beweg dich!« Der Mann schlurfte gehorsam weg, und Hochturm spähte wieder in den Nebel hinaus.

Die Fähre schwankte stark, als die Taue gelöst wurden und die heftige Strömung sie erfaßte, und dann gab es nochmals einen Ruck, als sie von den Führseilen abgefangen wurde. Die Helfer, auf jeder Seite drei, packten die Seile am vorderen Ende der Fähre und schritten mühsam damit nach hinten. Sie unterhielten sich leise, und die Fähre glitt auf den grauverhüllten Fluß hinaus.

Der Landesteg verschwand. Nebel hüllte sie ein. Zarte Nebelfinger griffen zwischen den flackernden Fackeln hindurch über die Fähre hinweg. Die Barke schaukelte langsam in der Strömung. Nirgends zeigte sich eine Bewegung bis auf den gleichmäßig schweren Schritt der Helfer, wenn sie vorwärtsgingen, um die Seile zu packen und sie dann nach hinten zu ziehen. Rands Gruppe hielt sich möglichst dicht beieinander in der Mitte der Fähre. Rand hatte gehört, daß der Taren viel breiter war als die Flüsse, die er kannte; der Nebel machte ihn nun noch unendlich viel breiter.

Nach einer Weile bewegte sich Rand näher zu Lan hin. Flüsse, die ein Mann nicht durchwaten oder durchschwimmen konnte, ja, deren anderes Ufer er noch nicht einmal sah, machten ihn, der nie etwas Breiteres oder Tieferes als einen Wasserwald-Teich gesehen hatte, schon recht unruhig. »Hätten sie wirklich versucht, uns auszurauben?« fragte er leise. »Er hat sich eher so benommen, als habe er Angst, wir würden ihn ausrauben.«

Der Behüter betrachtete den Fährmann und seine Helfer — keiner schien zu lauschen -, bevor er ebensoleise antwortete: »Wenn der Nebel sie verbirgt... Also, wenn das verborgen bleibt, was sie tun, handeln Menschen manchmal anderen gegenüber anders, als es der Fall wäre, wenn man sie beobachten kann. Und diejenigen, die am schnellsten bereit sind, einem Fremden etwas anzutun, glauben auch am ehesten, ein Fremder wolle ihnen Schaden zufügen. Dieser Bursche... Ich denke, er würde seine Mutter als Festtagsbraten an die Trollocs verkaufen, wenn der Preis stimmt. Ich bin etwas überrascht, daß du fragst. Ich hörte, wie die Leute in Emondsfeld über die Einwohner von Taren-Fähre reden.«

1 ... 48 49 50 51 52 53 54 55 56 ... 253
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)