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Der Gott, den es nicht gibt - Westliche Religion und die Lüge von Gott

Электронная книга - «Der Gott, den es nicht gibt - Westliche Religion und die Lüge von Gott». Краткое содержание книги:

Aus dem Englischen übertragen von Renate Schilling Titel der Originalausgabe
GOD IS DEAD – Now Zen is the only living truth Osho International Foundation, Switzerland, www.osho.com.
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Aber sie hören nicht zu. Ich sagte ihnen, dass es vollkommen in Ordnung ist, vegetarisch zu leben, doch dass sie wissen sollten, dass es ein paar Proteine gibt, die in ihrer Ernährung fehlen und für die sie einen Ersatz finden müssen. Die beste Möglichkeit besteht darin, Eier zu essen, die nicht befruchtet sind. Sie sind praktisch wie Gemüse, sie enthalten kein Leben. Auch wenn eine Henne nicht mit einem Hahn zusammen ist, legt sie jeden Tag ein Ei. Das hängt nicht von der Befruchtung durch einen Hahn ab. Die Eier sind dann einfach nur wie Gemüse, es kann sich kein Leben daraus entwickeln. Doch sie enthalten alle Proteine und Vitamine, die für die Entwicklung der Intelligenz notwendig sind.

Aber das Wort »Ei« genügte schon, um sie ausflippen zu lassen:

»Du willst uns dazu überreden, Eier zu essen!«

Ich antwortete: »Versteht mich nicht falsch. Ich sage nicht, dass ihr Eier essen sollt, sondern dass ihr unbefruchtete Eier essen sollt.«

Sie erwiderten: »Eier sind Eier.«

Sie konnten das einfache Phänomen nicht verstehen, dass es sich nicht um ein Ei handelt, wenn es nicht befruchtet ist, dass es dann einfach nur die Form eines Eis hat. Es besteht aus reinem Eiweiß und Vitaminen, ganz billig und natürlich. Und es ist ein absolutes Muss, damit die Intelligenz sich entwickeln kann.

Wenn man jemanden vier Wochen lang fasten lässt, zerstört das alle Proteine und Vitamine, die seine Intelligenz ausmachen. Ihr kennt die Dynamik des Fastens nicht. Warum bestehen alle Religionen auf dem Fasten? Weil es zerstört ... maximal vier Wochen lang kann man von seinen Speichern leben. Nach vier Wochen ist kein Speicher mehr vorhanden. Und dann werden die kleinsten Nervenbahnen abgebaut, wenn nicht innerhalb kürzester Zeit ausreichende Mengen an Eiweiß, Vitaminen und Sauerstoff zugeführt werden. Sobald diese Nervenbahnen abgebaut werden, kann man nicht mehr unterscheiden, ob wirklich Christus vor einem steht oder ob es nur eine Vorstellung ist, eine Projektion.

Dann beginnt man mit offenen Augen zu träumen. Dazu braucht es außerdem Einsamkeit, denn dann ist niemand da, der die Vorstellung stört, und es braucht laufendes Visualisieren und Beten den ganzen Tag hindurch. Was machen die Menschen in Klöstern?

Sie beten den ganzen Tag: Ave Maria, Ave Maria ... und sie stellen sich Marias Bild vor und werfen sich nieder und fasten und beten Ave Maria ... Nach ein paar Tagen wird das innere Bild anfangen, die Lippen zu bewegen. Ave Maria wird lebendig, und das ist für den tumben Verstand sehr befriedigend.

Bald wird Maria dann aus dem Bild heraustreten. Was für eine Offenbarung! Das ist es, worauf der Mensch gewartet hat. Da ist niemand, dessen Füße er berührt, und doch kann er sie spüren, so wie man manchmal im Traum Dinge spüren kann. Die Grenzen zwischen Traum und Realität haben sich aufgelöst. Um diese Grenzen aufzulösen, werden Fasten, Einsamkeit und ständiges Visualisieren eingesetzt.

Gott kann man visualisieren, doch die Existenz kann man nicht visualisieren; und dafür besteht auch keine Notwendigkeit, denn sie ist bereits vorhanden. Die Bäume sind da, die Flüsse, das Meer, die Berge, die Sterne, der gesamte Himmel. Das alles entspringt nicht deiner Vorstellungskraft; es handelt sich um ein objektives Phänomen.

Wir können alle darin übereinstimmen, ob es sich um eine Vollmondnacht handelt. Doch wenn jemand Jesus sieht, wirst du nicht mit ihm übereinstimmen, denn du kannst Jesus nicht sehen, nur dieser Mensch sieht ihn. Es ist eine Projektion. Wäre es Realität, würde niemand es in Frage stellen; andere Menschen würden ihn ebenfalls sehen, so wie sie den Vollmond sehen, wie sie den Sonnenaufgang sehen, wie sie Rosen sehen und alle darin übereinstimmen, dass es sich um eine Rose handelt. Vielleicht haben sie unterschiedliche Meinungen dazu: Ein Dichter ist vielleicht empfindsamer, ein Maler sieht die Rose mit anderen Augen, weil er für Farben besonders empfänglich ist. Ein Mensch, der Parfümexperte ist, wird ebenfalls eine andere Sensibilität für die Rose haben, weil er mehr riecht als jeder andere. Und für jemanden wie mich, der eine Allergie gegen Düfte hat ...

Mein Gärtner muss alle Blüten von meinen Fenstern fern halten, und diese werden auch nie geöffnet, so dass ich die Rosen zwar sehen kann, aber ohne dass ihr Duft zu mir vordringt. Und der arme Gärtner muss hart arbeiten, denn um die Rosen um mein Zimmer herum am Blühen zu halten ... es stehen hohe Bäume im Garten, die viel Schatten werfen, und Rosen blühen nicht gut, wenn sie keine Sonne haben. Also muss er die Pflanztöpfe ständig umstellen.

Doch er schafft es, dass ich immer blühende Rosen sehe, wo immer ich mich im Haus auch aufhalte. Er muss die Sonne und die Rosen austricksen. Er bewegt sie ständig im Kreis herum; wenn eine Blüte voll aufgeblüht ist, stellt er sie vor mein Fenster. Und sobald er bemerkt, dass die Pflanze unter dem Schatten leidet, bringt er die Pflanze wieder in die Sonne. Er muss also eine ganze Reihe von Pflanzen immer rotieren lassen. Es ist ein richtiger Rotary Club! Doch er schafft das wunderbar. Er weiß, dass ich die Rosen liebe, aber ihren Duft nicht vertrage. Ich bin empfindlich gegen ihren Duft, ich reagiere sofort allergisch darauf.

Es gibt also Unterschiede bei den Menschen, doch die Existenz der Rose ist objektiv. Jeder wird das anerkennen, bis auf einen Blinden vielleicht; aber er kann die Rose ebenfalls berühren, er kann sie riechen. Er kann eine gewisse Vorstellung von der Rose haben, bis auf die Farbe. Er kann ihre Form spüren, die samtigen Blütenblätter, und weil ein Blinder keine Augen zur Verfügung hat

...

Achtzig Prozent eurer Energie gehen in die Augen. Für die übrigen vier Sinne bleiben nur jeweils fünf Prozent übrig. Die Augen nutzen also achtzig Prozent eurer Energie, und die übrigen vier Sinne zwanzig Prozent. Doch ein Blinder verwendet hundert Prozent seiner Energie auf die anderen vier Sinne; fünfundzwanzig Prozent für jeden. Das ist der Grund, warum Blinde häufig gute Sänger sind; sie haben ein besseres Gehör als andere Menschen.

Ihre Berührung hat mehr Energie als bei einem sehenden Menschen, denn ihre Hände empfangen fünfundzwanzig Prozent ihrer Energie, während in deine Hände nur fünf Prozent gehen. Sie können die Blume und ihre Farbe also vielleicht nicht sehen, doch sie können sie berühren, und ihre Berührung wird tiefer gehen als eure. Sie können sie riechen, und ihr Geruchssinn wird empfindlicher sein als eurer. Und insgesamt können wir zu dem Schluss kommen, dass hier etwas Objektives vorliegt.

Ein Traum dagegen ist vollkommen subjektiv; man kann ihn mit niemand anderem teilen.

Zwei Freunde unterhalten sich. Sagt der eine: »Letzte Nacht war toll. Im Traum war ich fischen. Und bei Gott, im ganzen Leben hab ich noch keinen so großen Fisch gesehen. Ich hatte kaum genug Kraft, den Fisch zu fangen und an Land zu ziehen, so groß war er.

Und dann kam ein Fisch nach dem anderen ... Ich lag auf dem Ufer, und das ganze Ufer war voll davon. Das hättest du sehen sollen! Du hättest wirklich dabei sein sollen! «

Dar auf sagt der andere: »Das ist doch noch gar nichts. Letzte Nacht träumte ich, dass zwei nackte Weiber neben mir lagen, eine links und die andere rechts. Ich blickte nach rechts und staunte: Es war Marilyn Monroe. Und auf der anderen Seite lag Sophia Loren, beide nackt. Und du Idiot redest von Fischen.«

Da wurde der andere ärgerlich und sagte: »Wenn es so war, warum hast du mich dann nicht sofort angerufen? Was wolltest du denn mit zwei Weibern anfangen?«

Darauf er widerte der andere: »Hab ich doch gemacht. Aber deine Frau hat gesagt, du seist beim Fischen.«

T räume kann man nicht mit anderen teilen, Halluzinationen lassen sich nicht mit anderen teilen. Ein Anhänger von Krishna wird also Krishna sehen, und nicht Christus. Ein Anhänger von Christus wird Christus sehen, und nicht Krishna, und während er Christus sieht, kann jemand anderer dabei sein und wird doch überhaupt nichts sehen. Es ist nur eine Projektion, ein Traum mit offenen Augen. Um das zu ermöglichen, muss man fasten, um seine Intelligenz zu zerstören, und man muss allein sein, damit niemand einen stört und sagt, dass man ein Idiot ist: »Da ist niemand. Ich sehe nur eine glatte Wand. Wo ist dein Krishna? Ich sehe niemanden, und ich kann auch noch andere Leute herbringen und dir beweisen, dass niemand anderer sieht, was du siehst. « Man muss also allein sein, damit niemand die Projektion stört, damit niemand die Halluzination zerstört.

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