Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Фэнтези » Die Elfenkönigin von Shannara
Die Elfenkönigin von Shannara - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Die Elfenkönigin von Shannara

Электронная книга - «Die Elfenkönigin von Shannara». Краткое содержание книги:

Die Elfenkönigin von Shannara
1 ... 34 35 36 37 38 39 40 41 42 ... 121
Перейти на страницу:

»Das ist nur Cort«, sagte die Königin leise. »Er gehört zur Leibgarde.« Ihre Hand strich über Wrens Wange. »Du hast unsere Elfenaugen, Kind.«

Die Türen führten in das Schlafzimmer der Königin, einen großen Raum mit einer gewölbten Decke, vergitterten Fenstern, einem Bett mit einem Baldachin, dessen Bettlaken noch zerwühlt waren, mit Stühlen und Sofas und Tischen in kleinen Gruppen, einem Schreibpult und einer Tür, die in einen Waschraum führte.

»Setz dich hier hin, Wren«, dirigierte die Königin sie und führte sie zu einer kleinen Couch. »Eowen wird deine Wunden auswaschen und verbinden.«

Sie schaute zu der rothaarigen Frau hinüber, die bereits Wasser aus einem Krug in ein Becken goß und einige saubere Tücher zusammensuchte. Eine Minute später war sie zurück und kniete sich neben Wren. Ihre Hände waren überraschend kräftig, als sie die Kleidung des Mädchens abstreifte und Wren zu waschen begann. Sie arbeitete schweigend, während die Königin zuschaute. Schließlich beendete sie die Behandlung, indem sie Verbände anlegte, wo es nötig war und ihr ein leichtes Nachtgewand reichte, das Wren dankbar annahm – zum ersten Mal nach Wochen konnte sie in saubere Kleidung schlüpfen, und sie genoß es. Die rothaarige Frau durchquerte den Raum und kam mit einem Becher mit etwas Warmem und Stärkendem zurück. Wren schnupperte versuchsweise daran, entdeckte Spuren von Ale und Tee und noch etwas anderem und trank es mit Behagen. Ellenroh Elessedil machte es sich neben ihr auf der Couch bequem und nahm ihre Hand. »Nun werden wir miteinander reden, Wren. Hast du Hunger? Möchtest du zuerst etwas essen?« Wren schüttelte den Kopf. Sie war zu müde zum Essen und zu begierig darauf, zu erfahren, was die Königin ihr zu sagen hatte. »Gut, denn.« Die Königin seufzte. »Wo sollen wir beginnen?«

Wren bemerkte plötzlich, daß die rothaarige Frau sich ihnen näherte und sich ihnen gegenüber niederließ. Sie schaute die Frau unsicher an – Eowen hatte die Königin sie genannt. Sie hatte angenommen, daß Eowen die persönliche Dienerin der Königin sei und mitgenommen wurde, damit sie sich um ihr Wohlergehen kümmerte, und daß sie dann entlassen würde wie die anderen. Aber die Königin hatte sie nicht entlassen. Sie schien sich tatsächlich kaum ihrer Anwesenheit bewußt zu sein, und Eowen schien nicht anzunehmen, daß man von ihr erwartete, daß auch sie ginge. Je mehr Wren darüber nachdachte, desto weniger schien Eowen einfach eine Dienerin zu sein. Es war etwas an der Art, wie sie sich verhielt, an der Art, wie sie darauf reagierte, was die Königin sagte und tat. Sie entsprach recht schnell einer Bitte um Hilfe, aber sie zeigte gegenüber Ellenroh Elessedil nicht die Ehrerbietung, die die anderen ihr erwiesen.

Die Königin sah Wrens Blick und lächelte. »Ich fürchte, ich bin mir selbst wieder einmal vorausgeeilt. Und habe es auch versäumt, mich angemessen zu verhalten. Dies ist Eowen Cerise, Wren. Sie ist meine engste Freundin und Beraterin. Tatsächlich verdanke ich ihr, daß du hier bist.«

Wren runzelte leicht die Stirn. »Ich verstehe nicht, was Ihr meint. Ich bin hier, weil ich die Elfen suche. Dazu kam es, weil der Druide Allanon mich gebeten hat, die Suche zu übernehmen. Was hat Eowen damit zu tun?«

»Allanon«, flüsterte die Elfenkönigin und war einen Moment lang beunruhigt. »Selbst im Tode wacht er über uns.« Sie ließ verwirrt Wrens Hand los. »Wren, laß mich dich zuerst etwas fragen. Wie hast du es geschafft, uns zu finden? Kannst du uns etwas von deiner Reise nach Morrowindl und Arborlon erzählen?«

Wren war begierig darauf, etwas über ihre Mutter zu erfahren, aber hier hatte sie nicht zu bestimmen. Sie zügelte ihre Ungeduld und erfüllte der Königin ihre Bitte. Sie erzählte ihr von den Träumen, die Allanon gesandt hatte, von dem Erscheinen von Cogline und der daran anschließenden Reise zum Hadeshorn, von den Aufgaben, die der Druide den Ohmsfords aufgetragen hatte, von ihrer Rückkehr mit Garth ins Westland und ihrer Suche nach einem Hinweis auf den Verbleib der Elfen, von der Ankunft in Grimpen Ward und ihrem Gespräch mit der Addershag, von ihrer Reise zu den Ruinen von Wing Hove, von der Ankunft von Tiger Ty mit Spirit, vom Flug nach Morrowindl und ihrem Marsch über die Insel. Sie ließ nur zwei Dinge aus – sie erwähnte weder das Schattenwesen, das ihnen gefolgt war, noch die Tatsache, daß sie die Elfensteine besaß. Die Eule hatte ihre Warnung, nichts von den Elfensteinen zu erzählen, bis sie mit der Königin ganz allein war, sehr dringend gemacht. Wenn sie nichts von den Elfensteinen sagte, durfte sie auch das Schattenwesen nicht erwähnen.

Sie beendete ihren Bericht und wartete, daß die Königin etwas dazu sagte. Ellenroh Elessedil betrachtete sie einen Moment lang ernsthaft und lächelte dann. »Du bist ein vorsichtiges Mädchen, Wren, und das mußt du in dieser Welt auch sein. Deine Geschichte sagt mir genau so viel, wie sie sollte – und nicht mehr.« Sie beugte sich vor. Ihr markantes Gesicht war jetzt von einer Mischung aus Gefühlen gezeichnet, die für Wren zu kompliziert waren, als daß sie sie hätte einordnen können. »Ich werde dir jetzt im Gegenzug auch etwas erzählen, und wenn ich geendet habe, wird es keine Geheimnisse mehr zwischen uns geben.«

Sie nahm Wrens Hand erneut in ihre eigenen. »Deine Mutter hieß Alleyne, wie Gavilan dir bereits gesagt hat. Sie war meine Tochter.«

Wren saß regungslos da. Ihre Hände waren fest mit denen der Königin verschränkt, und Überraschung und Staunen durchfuhren sie, während sie überlegte, was sie sagen sollte.

»Sie war meine Tochter, Wren, und das macht dich zu meiner Enkelin. Aber da ist noch etwas. Ich gab Alleyne drei bemalte Steine in einem Lederbeutel, die sie wiederum dir geben sollte. Hast du sie bei dir?«

Wren zögerte. Sie fühlte sich überrumpelt und wußte nicht, was man von ihr an Taten oder Worten erwartete. Aber sie konnte nicht lügen. »Ja«, gab sie zu.

Die blauen Augen der Königin waren durchdringend, als sie Wrens Gesicht forschend betrachteten, und ein schwaches Lächeln lag auf ihren Lippen. »Und du hast inzwischen die Wahrheit über sie herausgefunden, nicht wahr? Du mußt sie kennen, sonst wärest du niemals lebend hier angekommen.«

Wren zwang sich, eine ausdruckslose Miene aufzusetzen.

»Ja«, erwiderte sie ruhig.

Ellenroh tätschelte ihre Hände und ließ sie dann los. »Eowen weiß von den Elfensteinen, Kind. Und auch ein paar andere, die mir vor vielen Jahren zur Seite gestanden haben – Aurin Striate zum Beispiel. Er hat dich gewarnt, etwas zu sagen, nicht wahr? Das macht nichts. Nur wenige wissen von den Elfensteinen, und niemand von ihnen hat erlebt, wie sie benutzt wurden – noch nicht einmal ich. Du allein hast diese Erfahrung gemacht, Wren, und ich glaube nicht, daß du sonderlich erfreut bist, sie zu besitzen, nicht wahr?«

Wren schüttelte langsam den Kopf. Sie war überrascht, wie scharfsichtig die Königin war und wie groß ihr Einblick in die Gefühle war, die Wren sorgfältig verborgen hatte halten wollen. Kam das daher, daß sie einer Familie angehörten und sich deswegen sehr ähnlich waren, war ihre Verwandtschaft etwa ein Band, das jedem von ihnen ein Fenster in das Herz des anderen öffnete? Konnte Wren umgekehrt, wenn sie wollte, wahrnehmen, was Ellenroh fühlte?

1 ... 34 35 36 37 38 39 40 41 42 ... 121
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)