Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Другие приключения » Das flammende Kreuz: Roman (German Edition)
Das flammende Kreuz: Roman (German Edition) - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Das flammende Kreuz: Roman (German Edition)

Электронная книга - «Das flammende Kreuz: Roman (German Edition)». Краткое содержание книги:

Das flammende Kreuz: Roman (German Edition)
1 ... 326 327 328 329 330 331 332 333 334 ... 424
Перейти на страницу:

Als ihm einmal bewusst war, was er da tat, beobachtete Roger sie gezielt und ignorierte jedes Schamgefühl über seine Aufdringlichkeit, und wenn sie noch so unbedeutend war. Es gab einen zwingenden Grund für seine Neugier; es gab da etwas, was er so dringend wissen musste, dass es seine fehlenden Manieren entschuldigte.

Wie stellte man es an, eine solche Ehe zu führen?

Er war im Haus eines Junggesellen aufgewachsen. Zwar hatten ihm sein Großonkel und seine ältere Haushälterin jede Zuneigung angedeihen lassen, die er als Junge brauchte, doch hatte er als Erwachsener festgestellt, dass ihm etwas fehlte, dass er keine Ahnung von den Fäden der Berührung und der Worte hatte, die ein Ehepaar aneinander banden. Instinkt war zwar immerhin ein Anfang.

Doch wenn man lernen konnte, so zu lieben …

Etwas berührte ihn am Ellbogen, und er fuhr erschrocken herum und holte zu seiner Verteidigung mit dem Arm aus. Jamie duckte sich, wich dem Schlag sauber aus und grinste ihn an.

Fraser wies mit einem Ruck seines Kopfes zur Felsenkante.

»Ich habe sie gefunden«, sagte er.

Jamie hob eine Hand, und Fergus trat unverzüglich an seine Seite. Der Franzose reichte dem hochgewachsenen Schotten kaum bis an die Schulter, doch machte er keine lächerliche Figur. Er hielt sich eine Hand über die Augen, um sie vor der Sonne zu schützen, und blinzelte in die Richtung, in die Fraser wies.

Roger trat zu ihnen und blickte den Berghang hinunter. Ein Goldspecht schoss unten über eine Lichtung; er erkannte ihn an seiner wellenförmigen Fluglinie. Tief im Wald erscholl der Ruf seines Partners, ein Geräusch wie schrilles Gelächter. Sonst konnte er dort unten nichts Bemerkenswertes erkennen; es war dasselbe, dichte Gewirr aus Berglorbeer, Hickory und Eichen, das auch auf ihrer Bergseite wuchs; weit unten markierte eine breite Linie aus hohen, blattlosen Bäumen einen Flusslauf.

Fraser sah ihn an, drehte den Kopf und wies ihm mit dem Kinn die Richtung.

»Dort am Fluss; siehst du?«, sagte er.

Zuerst sah Roger gar nichts. Der Fluss selbst war nicht zu sehen, doch er konnte seinen Verlauf am kahlen Geäst der Weiden und Platanen erkennen. Dann entdeckte er es; weit unten auf dem Hang bewegte sich ein Busch, und zwar nicht vom Wind, wie die Äste ringsum. Es war ein plötzlicher Ruck, der den ganzen Busch erschütterte, weil etwas zerrend an ihm fraß.

»Himmel, was ist das denn?«

Der kurze Blick, den er auf den dunklen, massigen Körper werfen konnte, hatte ausgereicht, um ihn erkennen zu lassen, dass das Tier groß war – sehr groß.

»Ich weiß es nicht. Größer als ein Hirsch. Ein Wapiti vielleicht.« Frasers Miene war konzentriert, seine Augen waren zum Schutz vor dem Wind zu Schlitzen verengt. Er stand gelassen da, die Muskete in einer Hand, doch Roger konnte seine Erregung fühlen.

»Ein Elch vielleicht?« Fergus runzelte unter der Hand, die er sich zum Schutz über die Augen hielt, die Stirn. »Ich habe zwar noch nie einen gesehen, aber sie sind doch sehr groß, oder?«

»Nein.« Roger schüttelte den Kopf. »Ich meine, ja, aber es ist kein Elch. Ich habe schon Elche gejagt – bei den Mohawk.« Zu spät, er sah, wie Fraser kurz den Mund zusammenkniff und ihn dann wieder entspannte; in unausgesprochenem Einverständnis vermieden sie jede Erwähnung von Rogers Gefangenschaft bei den Mohawk. Doch Fraser sagte nichts, sondern wies nur mit einer Kopfbewegung nach unten auf den Wald.

»Aye, es ist auch kein Hirsch oder Elch – aber es ist mehr als eins. Seht ihr?«

Roger spähte noch intensiver in die Ferne, dann beobachtete er, was Fraser machte, und tat es ihm nach – er trat von einem Fuß auf den anderen und ließ seine Augen zwanglos über die Landschaft schweifen.

Sobald er nicht mehr versuchte, sich auf einen einzelnen Fleck in dem Panorama unter ihm zu konzentrieren, konnte er stattdessen den ganzen Berghang als verschwommenen Flickenteppich aus Farbe und Bewegung sehen – wie ein Van Gogh, dachte er und lächelte bei dem Gedanken. Dann erkannte er, was Jamie gesehen hatte. Er erstarrte, und jeder Gedanke an moderne Kunst war vergessen.

Hier und dort befand sich zwischen den verblichenen Grau- und Brauntönen und den immergrünen Stellen ein Fremdkörper, ein Knoten im Webmuster der Natur – seltsame Bewegungen, deren Ursache nicht der rauschende Wind war. Die Tiere an und für sich waren unsichtbar, taten ihre Anwesenheit aber dennoch durch das Zucken der Büsche in ihrer Nähe kund. Da … und da … er ließ seine Augen hin und her schweifen und spürte, wie die Aufregung ihm Bauch und Brust verkrampfte. Himmel, es waren mindestens ein halbes Dutzend!

»Ich hatte Recht! Ich hatte Recht, nicht wahr, Mac Dubh?«, jubelte MacLeod. Sein rundes Gesicht strahlte von einem Ohr zum anderen, und er errötete triumphierend. »Ich habe doch gesagt, dass ich Tiere gesehen habe, aye?«

»Himmel, das ist ja eine ganze Herde«, hauchte Evan Lindsay genau die Worte, die Roger gedacht hatte. Das Gesicht des Highlanders leuchtete erwartungsvoll. Er sah Jamie an.

»Wie machen wir es, Mac Dubh

Jamie zuckte leicht mit einer Schulter, die Augen unverwandt ins Tal gerichtet. »Schwer zu sagen; sie sind auf offenem Gelände. Wir können sie nirgendwo in die Enge treiben.« Er leckte sich den Finger, hielt ihn in den Wind, dann deutete er zur Seite.

»Der Wind kommt von Westen; lasst uns der Rinne dort nach unten folgen. Dann wenden Roger und ich uns bei dem großen Felsvorsprung zur Seite; siehst du ihn?«

Lindsay nickte bedächtig und bearbeitete seine schmale Lippe mit seinem schiefen Vorderzahn.

»Sie sind dicht am Fluss. Umrundet sie – haltet Abstand, bis ihr in der Nähe der großen Zeder dort seid; siehst du? Aye, dann verteilt euch, zwei an jedem Flussufer. Evan ist der beste Schütze; er soll sich bereit halten. Roger Mac und ich kommen von hinten und treiben die Herde auf euch zu.«

Fergus nickte, während er die Landschaft zu seinen Füßen überblickte.

»Ich verstehe. Und wenn sie uns sehen, wenden sie sich dort in diesen kleinen Engpass und sitzen in der Falle. Sehr gut. Allons-y

Er winkte den anderen gebieterisch, und sein Haken glänzte in der Sonne. Dann verzog er das Gesicht, hielt sich die Hand vor den Bauch, und ein langer, grollender Furz entweihte die Stille des Waldes. Jamie sah ihn nachdenklich an.

»Sieh zu, dass der Wind nicht aus deiner Richtung kommt, aye?«

Es war unmöglich, sich geräuschlos durch die trockenen Laubverwehungen zu bewegen, doch Roger trat so behutsam wie möglich auf. Als er gesehen hatte, dass Jamie sein Gewehr lud, hatte Roger das Gleiche getan, und der scharfe Pulvergeruch hatte ihn mit einer Mischung aus Erregung und böser Vorahnung erfüllt. So, wie er die Größe der Tiere einschätzte, denen sie folgten, war es denkbar, dass es selbst ihm gelang, eins zu treffen.

Er schob seine Zweifel beiseite, blieb ein paar Sekunden stehen und wandte den Kopf hin und her, um zu lauschen. Nichts als das schwache Rauschen des Windes über ihm im Geäst und das ferne Murmeln eines Gewässers. Vor ihm knackte es leise im Unterholz, und er sah rotes Haar aufleuchten. Er folgte Jamie, den Gewehrkolben in der Hand, sein Holz warm und fest in seiner Handfläche, den Lauf über seine Schulter hinweg himmelwärts gerichtet.

Roger stahl sich gerade vorsichtig um einen Sumachstrauch, als er plötzlich spürte, wie etwas unter seinen Füßen nachgab, und zurückfuhr, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren. Er spähte zu Boden, um zu sehen, worauf er getreten war, und verspürte trotz seiner spontanen Enttäuschung ein starkes Bedürfnis zu lachen.

»Jamie!«, rief er, ohne sich weiter um Verstohlenheit oder Stille zu bemühen.

Frasers leuchtendes Haar erschien im Lorbeergebüsch, dann folgte der Mann selbst. Er sagte nichts, sondern zog fragend eine Augenbraue hoch.

»Ich bin ja kein großer Spurenleser«, sagte Roger und wies kopfnickend zu Boden, »aber auf so etwas bin ich schon oft genug getreten, um es zu erkennen, wenn ich es sehe.« Er kratzte sich die Seite seines Schuhs an einem umgestürzten Baumstamm sauber und wies mit der Schuhspitze auf den fraglichen Gegenstand. »Was meinst du, was das für Tiere sind, an die wir uns hier die ganze Zeit anschleichen?«

1 ... 326 327 328 329 330 331 332 333 334 ... 424
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)