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Indiana Jones und das Geheimnis der Sphinx

Электронная книга - «Indiana Jones und das Geheimnis der Sphinx». Краткое содержание книги:

Buch Als Professor Jones von einem sterbenden Arktisforscher eine Holzkiste mit einem Stein aus Island erhalt, sind unversehens Naziagenten hinter ihm her Der mysteriöse Stein verfugt offenbar über okkulte Kräfte und weist den Weg zum legendären Ultima Thule Bald stoßt Indy mit der dänischen Forscherin Ulla Tornaes auf eine uralte Zivilisation am Rand der Welt Doch das ist erst der Beginn einer unglaublichen Reise, denn von hier führt ein Weg ins unerforschte Innere der Erde.
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»Sehr gut«, sagte Mystery und legte ein paar Münzen auf den Boden. Der Schlangenbeschwörer unterbrach sein Spiel und grinste breit.

»Ich zeige dir den berühmten Seiltrick«, bot er an. »Ein andermal«, antwortete Mystery. Dann, bevor sie >Nein< sagen konnte, packte er ihre Hand und besah sich gründlich ihre Handfläche.

»Du wirst ein langes und ereignisreiches Leben führen«, sagte er.

»Du wirst früh heiraten, viele wunderschöne Kinder haben, und deine Freude wird stets größer sein als dein Kummer.«

»Versprochen?«, fragte Mystery.

»Dr. Jones«, meinte Faye tadelnd, »ich hätte nie gedacht, dass Sie sich vor Schlangen fürchten.«

»Was reden Sie da?«, sagte Indy mit einem gezwungenen Lächeln. »Es ist diese verdammte Musik, die ich nicht ausstehen kann.«

Ein undurchsichtiger Mann mit einem roten Turban, der, das Gesicht auf den Armen, auf den Fersen gehockt hatte, hob unvermittelt den Kopf. Er klopfte mit seinem Spazierstock dreimal auf das Straßenpflaster, und als Indy daraufhin in seine Richtung schaute, fragte er leise: »Wer möchte das Geheimnis der Sphinx ergründen?« Indy blieb stehen. »Was haben Sie gesagt?«, fragte er. Der Mann schwieg. Indy ging herüber, stützte sich mit

einem Knie auf dem

Boden ab und besah sich den Mann neugierig. Der Mann erwiderte seinen Blick, doch das ledrige Gesicht verriet nicht die geringste Regung.

»Trauen Sie sich, die Geheimnisse der Sphinx zu erfahren?«, fragte der Mann.

»Kommen Sie«, sagte Faye und zupfte an Indys Hemd. »Augenblick noch«, sagte Indy. »Er ist doch bloß ein Wahrsager«, meinte Faye. »Aber er hat etwas über die Sphinx gesagt«, meinte Indy. »Was wollten Sie damit sagen, ob ich mich traue, sie zu erfahren? Wieso fragen Sie ausgerechnet mich?« »Ihr Schatten begleitet Sie«, erwiderte der Mann. »Sie suchen die Sphinx, und was sich darin verbirgt. Ich kann Ihnen helfen.« »Wie denn?«, wollte Indy wissen. »Wie können Sie mir helfen?« »Gehen wir«, drängte Faye. »Mir gefällt das nicht.« »Es existiert eine Karte«, erklärte Achmed. »Sehr alt. Darauf sind viele Geheimnisse verzeichnet, die das Grabmal umgeben, Geheimnisse, die noch entdeckt werden müssen.« »Lassen Sie mich einen Blick darauf werfen.« »Ich trage sie nicht bei mir«, erwiderte Achmed. »Aber ich kann sie Ihnen zeigen.« Indy zögerte.

»Es ist nicht weit«, setzte Achmed hinzu. Faye verschränkte die Arme. »Wie viel?«, fragte sie. »Nicht teuer«, antwortete Achmed. »Führen Sie mich hin«, sagte Indy. »Wie viel sie wert ist, darüber unterhalten wir uns, sobald ich sie gesehen habe.« Achmed nickte. Er erhob sich und führte die Dreiergruppe durch die verwinkelten Straßen zu einer Gasse, dann in die Gasse hinein bis zur Hintertür seines Ladens. Er klopfte an die Tür,

die daraufhin von unsichtbarer Hand geöffnet wurde. Sie traten ein, und Achmed machte ihnen ein Zeichen, ihm einen Treppenlauf hinunterzufolgen. »Das gefällt mir nicht«, meinte Faye. »Was kann es schaden?«, fragte Indy. »Wahrscheinlich ist er im Besitz eines Stückes wertlosen Plunders, das bereits hundertmal nachgedruckt worden ist. Andererseits könnte er auch etwas haben, das wir tatsächlich brauchen. Das müssen wir herausfinden.«

Indy ging als Erster, gefolgt von Mystery und schließlich Faye. Die Stufen knarrten Unheil verkündend unter ihrem Gewicht, und im Keller war es so finster, dass sie kaum ihre Füße erkennen konnten.

»Was ist das für ein Geruch?«, fragte Mystery. »So etwas Übles habe ich noch nie gerochen.« »Ach, bitte?«, fragte Indy, als er am unteren Treppenende anlangte. »Könnten wir hier vielleicht etwas Licht bekommen?« Achmed riss ein Streichholz an und hielt es an den Docht einer von der Decke herabhängenden Kerosinlampe. Als er sich wieder zu ihnen herumdrehte, hatte er einen 32er Revolver in der linken Hand, den Griff fest umklammert. Sie hörten das Rasseln eines Schlüssels, als die Tür über ihnen abgeschlossen wurde. »Ein Überfall?«, fragte Indy.

»Jetzt weiß ich, woher dieser Gestank kommt«, sagte Mystery. Ein Arm und ein Bein schwammen in einem an der gegenüberliegenden Wand stehenden großen Bottich, in dem sich eine grünliche Flüssigkeit befand, während auf einem Holztisch daneben eine salzverkrustete Leiche lag. Die Organe waren herausgenommen worden und befanden sich in auf dem Fußboden stehenden Blecheimern. Auf dem Arbeitstisch lag eine blutverschmierte, spitz zulaufende Zange, an deren Backen noch Gehirnpartikel klebten, sowie eine große Rolle Leinenbandagen. »Sie stellen Ihre Mumien selber her«, bemerkte Indy. »Die besten in ganz Kairo«, erwiderte Achmed.

»Oh, mein Gott«, entfuhr es Faye. »Was haben Sie uns diesmal eingebrockt, Jones? Ich habe Ihnen doch gesagt, das ist Unfug.«

»Können wir vielleicht später darüber streiten?«, fragte Indy. »Ich habe hier ein Problem am Hals.«

»Wir stecken in derselben Klemme«, feuerte Faye zurück. »Oder glauben Sie vielleicht -« »Ruhe!«, brüllte Achmed.

Er gab ihnen einen Wink mit dem Lauf der Waffe. »Kommen Sie hier herüber, langsam.« Sie stellten sich in die Mitte des Kellerraumes unter die Lampe. Achmed näherte sich Indy vorsichtig, die Waffe im Anschlag, und riss ihm den Revolver aus dem Halfter. Achmed betrachtete den größeren und gut geölten Webley einen Augenblick lang, dann warf er seine Waffe auf den Arbeitstisch. Er prallte gegen einen der dort gestapelten Körbe, aus dem das vertraut hinterhältige Geräusch von Schlangen drang, die einen Weg ins Freie suchen.

»Ihre Waffe ist erheblich besser«, stellte Achmed anerkennend fest.

»Ein geschickter Schachzug«, meinte Faye. »Ich möchte wetten, er ist auch noch geladen.«

»Hacken Sie nicht auf mir herum«, warnte Indy. Achmed rief jemandem namens Abdul etwas zu, dann hörten sie, wie die Kellertür über ihnen aufgeschlossen wurde. Ein gut zwei Meter großer Araber mit kahl geschorenem Schädel und glänzenden Muskeln kam die protestierenden Stufen hinunter. Er hatte einen großen Weidenkorb in der Hand, den er vor sie hinstellte.

»Ziehen Sie Ihre Kleider aus«, sagte Abdul. »Legen Sie sie in den Korb. Schuhe, Gürtel, Brieftaschen und auch alles andere.«

»Sie machen wohl Witze«, sagte Mystery.

»Keine Witze«, sagte Achmed und spannte den Revolver. »Ziehen Sie Ihre Kleider aus, oder ich werde Sie Ihnen von Abdul ausziehen lassen.«

Mystery sah zu Abdul hinüber, der bereits in freudiger Erwartung feixte.

»Was geschieht, wenn wir damit fertig sind?«

Achmed gab ein Zeichen mit dem Lauf der Waffe, und Abdul machte Anstalten, sich Mystery zu greifen. Indy trat zwischen die beiden und legte eine Hand auf Abduls schweißnasse Brust. Es war, als stemmte man sich gegen einen Leinensack voller stählerner Lagerkugeln.

»Warum erschießen Sie nicht mich?«, fragte Indy, an Abdul gewandt.

»Das werde ich auch«, drohte Achmed.

»Nein, das werden Sie nicht«, erwiderte Indy. »Weil Sie meine Haut auf keinen Fall durchlöchern wollen, richtig? Es ist schwierig, ein Einschussloch in einer viertausend Jahre alten Mumie zu erklären.«

»Es ist seltsam, nicht wahr, Dr. Jones?«, fragte Achmed. »Machen Sie kein so überraschtes Gesicht - Sie sind hier besser bekannt als Sie dachten. Und nun sollen Sie genau zu dem werden, wonach Sie so viele Jahre gesucht haben.«

»Nun, ich habe Neuigkeiten für dich, Freundchen. Wir alle sind auf die eine oder andere Weise vergänglich, aber ich habe nicht die Absicht, diesen Vorgang zu beschleunigen, indem ich in diesen Bottich steige.«

»Oh doch, das werden Sie«, sagte Achmed. »Und wenn mein Vetter Abdul Sie hineinwerfen muss.«

Abdul packte Indy an Gürtel und Kragen und hob ihn hoch. Mit dem Gesicht zur Decke vermochte Indy Abdul bestenfalls die Ellbogen gegen den Kopf zu rammen, und obwohl der Riese bei jedem Schlag stöhnte, weigerte er sich, seinen Griff zu lockern.

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