Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Научная фантастика » Die Jahre des Schwarzen Todes [Doomsday Book - de]
Die Jahre des Schwarzen Todes [Doomsday Book - de] - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Die Jahre des Schwarzen Todes [Doomsday Book - de]

Электронная книга - «Die Jahre des Schwarzen Todes [Doomsday Book - de]». Краткое содержание книги:

Eine faszinierende Reise in die finsterste Zeit des Mittelalters.
Es sollte das größte Abenteuer ihres Lebens werden: Die junge Kivrin wird aus dem Jahr 2054 ins mittelalterliche England geschickt. Doch bei der Übertragung kommt es zu Problemen, und so landet die Geschichtsstudentin nicht wie geplant im Jahr 1320, sondern im Jahr 1348 — dem Todesjahr, in dem die Pest England entvölkerte. Und eine Rückkehr in die Zukunft scheint unmöglich zu sein …
1 ... 29 30 31 32 33 34 35 36 37 ... 175
Перейти на страницу:

Nun war sie an der Reihe. Sie versuchte die Hände im Gebet zu falten und konnte es nicht, aber der Priester half ihr, und wenn sie die Worte nicht erinnern konnte, sprach er sie mit ihr. »Vergib mir, Vater, denn ich habe gesündigt. Ich bekenne Gott dem Allmächtigen und dir, Vater, daß ich viel gesündigt habe, in Gedanken, Worten und Werken.«

»Mea culpa, mea culpa, mea maxima culpa.« Durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine übergroße Schuld, aber das war nicht richtig, das war nur im Confiteor.

»Wie hast du gesündigt?« fragte der Priester.

»Gesündigt?« sagte sie.

»Ja«, sagte er mit freundlicher Stimme und beugte sich so nahe zu ihr, daß er fast in ihr Ohr flüsterte. »Daß du deine Sünden bekennst und Gottes Vergebung gewinnst und in das himmlische Königreich eingehst.«

Ich wollte nur ins Mittelalter, dachte sie. So angestrengt habe ich gearbeitet, die Sprachen und Sitten gelernt und alles getan, was Mr. Dunworthy mir sagte. Ich wollte nur eine Historikerin sein.

Sie schluckte, ein Gefühl wie Feuer. »Ich habe nicht gesündigt.«

Der Priester richtete sich auf, und sie dachte, er sei zornig fortgegangen, weil sie ihre Sünden nicht beichten wollte.

»Ich hätte auf Mr. Dunworthy hören sollen«, sagte sie. »Ich hätte den Absetzort nicht verlassen sollen.«

»In nomine Patris, et Filii, et Spiritus sancti«, sagte der Priester. Seine Stimme war freundlich, tröstend. Sie fühlte seine kühle Berührung an der Stirn.

»Quid quid deliquisti«, murmelte der Priester. »Durch diese heilige Salbung und Seine allergütigste Barmherzigkeit…« Er berührte ihre Augen, ihre Ohren und ihre Nase so leicht, daß sie seine Hand überhaupt nicht fühlen konnte, nur die kühle Berührung des Öls.

Das ist nicht Teil des Sakraments der Buße, dachte Kivrin. Das ist die letzte Ölung. Er sagt die Sterbegebete.

»Nicht…«, sagte Kivrin.

»Fürchte dich nicht«, sagte er. »Der allmächtige Gott erbarme sich deiner; Er lasse dir die Sünden nach und führe dich zum ewigen Leben. Amen«, sagte er und löschte das Feuer, das ihr die Fußsohlen verbrannte.

»Warum erhalte ich das Sterbesakrament?« fragte Kivrin, und dann fiel ihr ein, daß sie auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde. Ich werde hier sterben, dachte sie, und Mr. Dunworthy wird nie erfahren, was mit mir geschehen ist.

»Mein Name ist Kivrin«, sagte sie. »Sagt Mr. Dunworthy…«

»Mögest du deinen Erlöser von Angesicht zu Angesicht erblicken«, sagte der Priester, bloß war es der Halsabschneider, der sprach. »Und mögest du vor Ihm stehen und mit gesegneten Augen die geoffenbarte Wahrheit schauen.«

»Ich sterbe, nicht wahr?« fragte sie den Priester.

»Es ist nichts zu fürchten«, sagte er und nahm ihre Hand.

»Verlaß mich nicht«, sagte sie und umklammerte seine Finger.

»Das werde ich nicht tun«, sagte er, aber sie konnte ihn vor lauter Rauch nicht sehen. »Möge der allmächtige Gott dir gnädig sein und deine Sünden vergeben und dir das immerwährende Leben bringen«, sagte er.

»Bitte kommen Sie und holen Sie mich, Mr. Dunworthy«, sagte sie, und die Flammen loderten zwischen ihnen auf.

ABSCHRIFT AUS DEM DOOMSDAY BOOK
(000806–000882)

Domine, mittere digneris sanctum Anaelum tuum de caelis, qui custodiat, foveat, protegat, visitet, atque defendat omnes habitantes in hoc habitaculo.

(Unterbrechung)

Exaudi orationem meam et clamor meus ad te veniat.{Herr, lasse Dich herab, Deinen heiligen Engel vom Himmel zu senden, daß er alle, die in diesem Hause versammelt sind, behüte, hege, beschütze, besuche und verteidige. — Erhöre mein Gebet und laß mein Rufen zu Dir kommen.}

9

»Was ist es, Badri? Was ist schiefgegangen?« fragte Dunworthy.

»Kalt«, flüsterte Badri. Dunworthy beugte sich über ihn, zog Laken und Decke unter den Armen heraus und deckte ihn dann bis zum Kinn zu. Die Decke schien jämmerlich unzureichend, nicht viel dicker als das Nachthemd aus Papier, das Badri bekommen hatte. Kein Wunder, daß ihn fror.

»Danke«, murmelte Badri. Er schloß die Augen.

Dunworthy sah sich besorgt nach den Kontrollanzeigen um, aber sie waren inzwischen nicht verständlicher geworden. Die Temperaturanzeige blieb bei 39,7. Badris Hände hatten sich sogar durch die Gummihandschuhe sehr heiß angefühlt, und die Fingernägel eigenartig ausgesehen, beinahe dunkelblau. Auch Badris Hautfarbe schien dunkler als sonst, das Gesicht beinahe ausgemergelt.

Die Stationsschwester, deren Umrisse unter dem Kittel unangenehme Assoziationen mit Mrs. Gaddson wachriefen, kam herein und sagte barsch: »Die Liste der Primärkontakte ist eingespeichert.« Kein Wunder, daß Badri sich vor ihr fürchtete. »CH1«, sagte sie und zeigte zur Tastatur unter dem Datenanschluß.

Dunworthy gab die Kombination ein, und eine in Stundenblöcke unterteilte Tabelle erschien auf dem Bildschirm. Sein eigener Name, Marys und die der Krankenschwestern standen obenan, dahinter in Klammern ein Kürzel SK, vermutlich, um darauf hinzuweisen, daß sie Schutzkleidung trugen, wenn sie mit ihm in Berührung kamen.

Dunworthy ließ die Tabelle mit rückwärts laufender Zeiteinteilung über den Bildschirm wandern. Die Einlieferung, die Ambulanzärzte, das Netz, die letzten zwei Tage. Badri war am Montagvormittag in London gewesen und hatte im Jesus College eine Absetzoperation vorbereitet. Mittags war er mit der U-Bahn nach Oxford zurückgekehrt.

Um halb drei war er zu Dunworthy gekommen und bis vier geblieben. Dunworthy gab die Uhrzeiten ein. Badri hatte ihm bei der Gelegenheit erzählt, daß er in London gewesen sei, aber Dunworthy konnte sich nicht an Angaben über die Uhrzeit erinnern. Er ergänzte: »London — Jesus College wegen Ankunftszeit anrufen.«

»Bald ist er weg, bald ist er wieder da«, sagte die Krankenschwester mißbilligend. »Das ist das Fieber. Haben Sie ihm die Decke übergezogen?« Sie überprüfte die Schläuche und ihre Befestigungen, zog die Bettdecke mit einem Ruck glatt und marschierte hinaus.

Das Schließen der Tür schien Badri zu ermuntern. Seine Lider öffneten sich blinzelnd.

»Ich muß Ihnen einige Fragen stellen, Badri«, sagte Dunworthy. »Wir müssen herausbringen, mit wem Sie zusammen waren und gesprochen haben. Wir möchten Ansteckungsgefahr meiden, und dazu müssen Sie uns sagen, wer in Frage kommt.«

»Kivrin«, sagte er. Seine Stimme war nicht mehr als ein Flüstern, aber seine Hand tastete nach Dunworthys und hielt sie mit erstaunlicher Kraft fest. »Im Laboratorium.«

»Heute vormittag? Und haben Sie Kivrin gestern gesehen?«

»Nein.«

»Was haben Sie gestern gemacht?«

»Ich überprüfte das Netz.«

»Waren Sie den ganzen Tag damit beschäftigt?«

Er schüttelte den Kopf. Die Anstrengung erzeugte eine ganze Serie von Pieptönen und Ausschlägen auf den Kontrollschirmen. »Ich war bei Ihnen.«

Dunworthy nickte. »Sie hinterließen mir eine Nachricht. Was machten Sie danach? Haben Sie Kivrin gesehen?«

»Kivrin?« sagte er. »Ich überprüfte Puhalskis Koordinaten.«

»Waren Sie richtig?«

Er runzelte die Stirn. »Ja.«

»Sind Sie sicher?«

»Ja. Ich überprüfte sie zweimal.« Er machte eine Pause, um Luft zu schöpfen. »Ich nahm eine interne Überprüfung vor, und eine am Komparator.«

Dunworthy war erleichtert. Also hatte es keinen Fehler in den Koordinaten gegeben. »Wie war es mit der Verschiebung? Wieviel Verschiebung gab es?«

»Kopfschmerzen«, murmelte Badri. »Heute früh. Muß bei der Tanzveranstaltung zuviel getrunken haben.«

1 ... 29 30 31 32 33 34 35 36 37 ... 175
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)