Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Научная фантастика » Die Jahre des Schwarzen Todes [Doomsday Book - de]
Die Jahre des Schwarzen Todes [Doomsday Book - de] - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Die Jahre des Schwarzen Todes [Doomsday Book - de]

Электронная книга - «Die Jahre des Schwarzen Todes [Doomsday Book - de]». Краткое содержание книги:

Eine faszinierende Reise in die finsterste Zeit des Mittelalters.
Es sollte das größte Abenteuer ihres Lebens werden: Die junge Kivrin wird aus dem Jahr 2054 ins mittelalterliche England geschickt. Doch bei der Übertragung kommt es zu Problemen, und so landet die Geschichtsstudentin nicht wie geplant im Jahr 1320, sondern im Jahr 1348 — dem Todesjahr, in dem die Pest England entvölkerte. Und eine Rückkehr in die Zukunft scheint unmöglich zu sein …
1 ... 30 31 32 33 34 35 36 37 38 ... 175
Перейти на страницу:

»Welcher Tanzveranstaltung?«

Badri schloß die Augen und seufzte.

»Auf welcher Tanzveranstaltung waren Sie?« drängte Dunworthy. Er kam sich vor wie ein Inquisitor. »Wann war es? Montag?«

»Dienstag«, sagte Badri. »Trank zuviel.« Er drehte den Kopf auf die andere Seite.

»Ruhen Sie jetzt aus«, sagte Dunworthy. Er löste seine Hand behutsam aus Badris Fingern. »Versuchen Sie ein wenig zu schlafen.«

»Freut mich, daß Sie gekommen sind«, sagte Badri und wollte wieder seine Hand ergreifen.

Dunworthy gab sie ihm und beobachtete abwechselnd den Schlafenden und die Kontrollanzeigen. Draußen regnete es. Hinter dem Vorhang zerplatzten die Tropfen mit leisem, unregelmäßigem Geräusch an der Fensterscheibe.

Er hatte nicht verstanden, wie krank Badri tatsächlich war, war zu sehr um Kivrin besorgt gewesen, um auch nur an ihn zu denken. Vielleicht sollte er nicht so kritisch gegen Montoya und die anderen sein; auch sie hatten ihre Voreingenommenheiten, und keiner von ihnen hatte darüber nachgedacht, was Badris Krankheit bedeutete, es sei denn im Hinblick auf die Schwierigkeiten und Unbequemlichkeiten, die sie ihnen bereitete. Selbst Mary, die davon redete, daß sie das Bulkeley-Johnson- Studentenwohnheim als Notkrankenhaus benötigten, falls es zum Ausbruch einer Epidemie kommen sollte, hatte sich gegen die Realität von Badris Krankheit und ihre Bedeutung verschlossen. Er hatte seine antiviralen Schutzimpfungen bekommen, an den Vorsorgeuntersuchungen teilgenommen, und doch lag er hier mit 39,7 Fieber.

Der Abend verging. Dunworthy lauschte dem Regen und dem Viertelstundenschlag von St. Hilda und, weiter entfernt, Christ Church. Die Stationsschwester teilte ihm in grimmigem Ton mit, daß sie Feierabend habe, und eine viel kleinere und freundlichere blonde Schwester, nach ihrem Abzeichen eine Studentin, die ihr Praktikum absolvierte, überprüfte den Tropf und die Kontrollanzeigen.

Badri rang sich mit beängstigender Anstrengung immer wieder zum Bewußtsein durch, und jedesmal schien er erschöpfter und weniger fähig, Dunworthys Fragen zu beantworten.

Aber Dunworthy ließ nicht locker. Die Tanzveranstaltung war in Headington gewesen. Anschließend war Badri in ein Pub gegangen, an deren Namen er sich nicht erinnerte. Am Montagabend hatte er allein im Laboratorium gearbeitet und Puhalskis Koordinaten überprüft. Er war mittags aus London zurückgekommen. Mit der U-Bahn. Es war unmöglich, den Kreis seiner Kontaktpersonen einzugrenzen. Fahrgäste, Pubbesucher und Tanzlustige, und alle, mit denen er in London zusammengekommen war. Es würde niemals möglich sein, ihnen allen auf die Spur zu kommen und sie zu überprüfen, selbst wenn Badri gewußt hätte, wer sie waren.

»Wie sind Sie heute morgen zum College gekommen?« fragte Dunworthy, als Badri wieder aus bewußtlosem Schlaf erwacht war.

»Morgen?« murmelte Badri. Er blickte zum verhängten Fenster, als erwarte er, daß es bereits Morgen sei. »Wie lange habe ich geschlafen?«

Dunworthy wußte nicht, wie er das beantworten sollte. Den ganzen Abend hatte er mit wachen Intervallen geschlafen. »Es ist jetzt zehn«, sagte er nach einem Blick auf seine Uhr. »Wir brachten Sie um halb zwei in die Klinik. Heute vormittag schickten Sie Kivrin durch das Netz. Erinnern Sie sich, wann Sie anfingen, sich krank zu fühlen?«

»Was für ein Datum haben wir?« fragte Badri.

»Den 22. Dezember. Sie sind noch nicht einmal einen Tag hier.«

»Und das Jahr?« fragte Badri mit einem matten Versuch, im Bett aufzusitzen. »Was für ein Jahr?«

Dunworthy blickte besorgt zu den Kontrollanzeigen. Die Temperatur betrug jetzt 39,9. »Das Jahr ist 2054«, sagte er und beugte sich näher, um ihn zu beruhigen. »Wir haben den 22. Dezember 2054.«

»Treten Sie zurück«, sagte Badri.

Dunworthy richtete sich auf und trat einen Schritt zurück.

»Zurück!« sagte er wieder. Er stützte sich auf die Ellenbogen und blickte verwirrt umher. »Wo ist Mr. Dunworthy? Ich muß mit ihm sprechen.«

»Ich bin hier bei Ihnen, Badri.« Dunworthy trat wieder einen Schritt näher und hielt inne, um ihn nicht zu erschrecken. »Was wollen sie mir sagen?«

»Wissen Sie, wo er dann sein könnte?« sagte Badri. »Würden Sie ihm diese Nachricht geben?« Er reichte ihm ein imaginäres Blatt Papier, und Dunworthy begann zu verstehen, daß er im Fiebertraum noch einmal den Dienstagnachmittag erlebte, als er ins Balliol gekommen war.

»Ich muß zurück zum Netz.« Er machte eine Bewegung, als wollte er auf die Armbanduhr sehen. »Ist das Laboratorium offen?«

»Weswegen wollten Sie mit Mr. Dunworthy sprechen?« fragte Dunworthy. »War es die Verschiebung?«

»Nein. Treten Sie zurück. Sie werden ihn fallen lassen. Den Deckel!« Er starrte Dunworthy aus fieberglänzenden Augen an. »Worauf warten Sie? Gehen Sie und holen Sie ihn!«

Die junge Krankenschwester kam herein.

»Er deliriert«, sagte Dunworthy.

Sie musterte Badri mit einen flüchtigen Blick und blickte dann zu den Kontrollanzeigen. Sie kamen Dunworthy unheilverkündend vor: ständig liefen Ziffern über die Bildschirme, zickzackten in drei Dimensionen, und da und dort gab es kräftige Ausschläge grüner und roter Linien, aber die Praktikantin schien nicht sonderlich besorgt. Sie überprüfte alle Ablesungen nacheinander und begann ruhig den Durchfluß am Tropf zu regulieren.

»Aber nun legen wir uns wieder hin, nicht wahr?« sagte sie, noch immer ohne Badri anzusehen, und erstaunlicherweise folgte er der Aufforderung sofort.

»Ich dachte, Sie seien weggegangen«, sagte er zu ihr, den Kopf wieder im Kissen. »Gott sei Dank, daß Sie hier sind.« Er schien in sich zusammenzusinken. Die Praktikantin hatte es nicht bemerkt. Sie regulierte noch den Tropf.

»Er ist ohnmächtig geworden«, sagte Dunworthy.

Sie nickte und ging zum Datenanschluß, um die Ablesungen einzugeben. Badri, der unter seiner dunklen Haut totenbleich aussah, schenkte sie keinen Blick.

»Meinen Sie nicht, daß Sie einen Arzt rufen sollten?« fragte Dunworthy, und als wäre es ein Signal gewesen, ging die Tür auf und eine große Frau in Schutzkleidung kam herein.

Auch sie hatte für Badri keinen Blick übrig. Sie las die Kontrollanzeigen ab, dann fragte sie: »Anzeichen von Pleuritis?«

»Zyanose und Fieberfrost«, sagte die Praktikantin.

»Was bekommt er?«

»Myxabravin«, sagte sie.

Die Ärztin nahm ein Stethoskop von der Wand. »Hämoptoe?«

Sie schüttelte den Kopf.

»Kalt«, sagte Badri. Keine von beiden schenkte ihm die geringste Aufmerksamkeit. Er begann zu zittern. »Nicht fallen lassen. Es war Porzellan, nicht wahr?«

»Fünfzig Kubikzentimeter in Wasser gelöstes Tetracyclin und Kreislaufstützung«, sagte die Ärztin. Sie richtete den am ganzen Leibe zitternden Badri im Bett auf und zog die Klettverschlüsse seines Papiernachthemdes auf. Dann preßte sie Badri das Stethoskop in einer Art und Weise, die Dunworthy grausam und rücksichtslos vorkam, gegen den Rücken. »Atmen Sie tief ein«, sagte sie, den Blick auf der Kontrollanzeige. Badri gehorchte. Seine Zähne schlugen aufeinander.

»Kleinere pleurale Verdichtung unten links«, sagte die Ärztin und bewegte das Stethoskop einen Zentimeter weiter. »Noch eine.« Sie setzte das Stethoskop noch mehrmals an, dann sagte sie: »Anzeichen interstitieller Pneunomie. Haben wir schon eine Bestimmung?«

»Myxovirus«, sagte die Praktikantin beim Aufziehen einer Spritze. »Typ A.«

»Sequenzanalyse?«

»Noch nicht.« Sie paßte die Spritze in die Kanüle ein und drückte den Kolben hinunter. Draußen läutete irgendwo ein Telefon.

Die Ärztin heftete die Klettverschlüsse von Badris Nachthemd zusammen, legte ihn wieder zurück und warf die Decke achtlos über eine untere Hälfte.

»Achten Sie auf Auswurf«, sagte sie und ging. Das Telefon läutete weiter.

1 ... 30 31 32 33 34 35 36 37 38 ... 175
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)