Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Классические детективы » Das Geheimnis der Schnallenschuhe
Das Geheimnis der Schnallenschuhe - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Das Geheimnis der Schnallenschuhe

Электронная книга - «Das Geheimnis der Schnallenschuhe». Краткое содержание книги:

Auch ein Meisterdetektiv geht nicht gern zum Zahnarzt. Und die Rätsel in der Praxis von Hercule Poirots Zahnarzt häufen sich: Ein Patient stirbt, ein anderer verschwindet, auf einen dritten wird ein Attentat verübt. Wie gut nur, dass Poirot vor der Tür des Zahnarztes die Dame mit den merkwürdigen Schnallenschuhen aufgefallen ist. So bereitet ihm die Lösung des geheimnisvollen Geschehens schließlich doch keine Zahnschmerzen.
Die Originalausgabe erschien unter dem Titel
ONE, TWO BUCKLE MY SHOW
© 1940 Agatha Christie Limited, a Chorion Company.
1 ... 27 28 29 30 31 32 33 34 35 ... 40
Перейти на страницу:

«Vielleicht, Mademoiselle, weil mir die Dinge Leid tun, die ich sehr bald tun muss…»

«Nun, dann machen Sie sie doch nicht!»

«Leider, Mademoiselle, muss es sein…»

Sie sah ihn eine Weile an. Dann fragte sie: «Haben Sie – die Frau gefunden?»

«Sagen wir: Ich weiß, wo sie ist.»

«Ist sie tot?»

«Das habe ich nicht gesagt.»

«Dann lebt sie also?»

«Auch das habe ich nicht gesagt.»

Jane warf ihm einen gereizten Blick zu.

«Nun, eins von beiden muss sie doch sein, nicht wahr?»

«In Wirklichkeit liegen die Dinge nicht so einfach.»

«Ich glaube, Sie neigen einfach dazu, alles künstlich zu komplizieren!»

«Das behauptet man von mir», gab Poirot zu.

Ein Frösteln überlief Jane. «Ist das nicht komisch? Ein herrlicher, warmer Tag – und doch ist mir plötzlich kalt», murmelte sie.

«Vielleicht sollten Sie lieber ein Stück gehen, Mademoiselle.»

Jane erhob sich und stand einen Augenblick unentschlossen da. Dann stieß sie hervor: «Howard wünscht, dass wir heiraten. Sofort. Ohne dass jemand es weiß. Er meint – er meint –, nur auf diese Weise würde ich es jemals tun. Er findet, ich sei schwach.»

Sie brach ab und packte mit erstaunlicher Kraft Poirot am Arm. «Was soll ich tun, M. Poirot?»

«Warum fragen Sie gerade mich um Rat? Es gibt doch Menschen, die Ihnen näher stehen?»

«Mutter? Die würde bei dem bloßen Gedanken daran in Schreikrämpfe ausbrechen! Und Onkel Alistair? Der wäre vorsichtig und prosaisch. ‹Lass dir noch Zeit, meine Liebe. Erst wenn du deiner Sache ganz sicher bist, verstehst du. Bisschen sonderbarer Vogel, dein Verehrer. Hat keinen Zweck, die Dinge zu überstürzen.›»

«Und Ihre Freunde?», schlug Poirot vor.

«Ich besitze keine Freunde. Nur viele blöde Bekannte, mit denen ich trinke und tanze und mich in sinnlosem Geschwätz ergehe! Howard ist der einzige Mensch aus Fleisch und Blut, dem ich je begegnet bin.»

«Trotzdem – warum fragen Sie gerade mich, Miss Olivera?»

«Weil Sie ein so sonderbares Gesicht machen – als ob Ihnen etwas Leid täte, als ob Sie wüssten, dass etwas Unvermeidliches herannaht…» Sie brach ab. «Nun?», fragte sie: «Was meinen Sie?»

Hercule Poirot schüttelte langsam den Kopf.

Als Poirot zu Hause anlangte, meldete ihm George: «Chefinspektor Japp wartet auf Sie, Monsieur.»

Japp lachte etwas verlegen, als Poirot das Zimmer betrat.

«Da bin ich, alter Freund! Bin nur vorbeigekommen, um Ihnen meine Bewunderung auszudrücken! Wie machen Sie das nur? Wie kommen Ihnen solche Einfälle?»

«Und mit alledem wollen Sie sagen…? Pardon, darf ich Ihnen nicht irgendeine Erfrischung anbieten? Vielleicht Wein? Oder lieber Whisky?»

«Für mich ist Whisky gut genug.»

Ein paar Minuten später erhob er sein Glas und sagte: «Auf das Wohl von Hercule Poirot, der immer Recht hat!»

«Nein, nein, mon ami…»

«Da hatten wir nun einen wunderbaren Selbstmordfall. H. P. behauptet, es sei Mord – er wünscht, dass es Mord sein soll –, und tatsächlich: Es ist Mord!»

«Ah – Sie stimmen mir also endlich bei?»

«Nun, ich bin ja kein Dickkopf. Ich stemme mich nicht gegen überzeugende Beweise. Die Schwierigkeit vorher bestand ja eben darin, dass wir keine Beweise hatten.»

«Und jetzt haben wir Beweise?»

«Jawohl, und ich bin zu Ihnen gekommen, um Ihnen den Leckerbissen sozusagen auf einer silbernen Schüssel zu präsentieren.»

«Mein lieber Japp: Ich bin sehr gespannt.»

«Gut, also los. Die Pistole, mit der am Samstag Frank Carter Blunt erschießen wollte, ist das genaue Pendant zu der Waffe, mit der Morley umgebracht wurde!»

Poirot starrte ihn an.

«Aber das ist ja außergewöhnlich…!»

«Ja, es wirft ein böses Licht auf Mr Frank Carter.»

«Ein Beweis ist es nicht.»

«Nein, aber es erschüttert entscheidend die Selbstmordtheorie. Die beiden Pistolen sind ausländisches Fabrikat, und noch dazu ein ziemlich ausgefallenes!»

Hercule Poirot saß mit weit aufgerissenen Augen da. Seine Brauen glichen zwei zunehmenden Monden.

Endlich sagte er: «Frank Carter? Nein, bestimmt nicht!»

Japp stieß einen Seufzer der Verzweiflung aus.

«Was ist nur los mit Ihnen, Poirot? Erst bestehen Sie darauf, dass Morley keinen Selbstmord begangen hat, sondern von fremder Hand umgebracht worden ist.

Und jetzt, wo ich zu Ihnen komme und Ihnen sage, dass wir geneigt sind, uns Ihrer Theorie anzuschließen – jetzt drucksen Sie herum und sind unzufrieden!»

«Sie glauben wirklich, dass Morley von Frank Carter ermordet worden ist?»

«Es passt jedenfalls vollkommen ins Bild. Carter war Morley feindlich gesinnt – das haben wir immer schon gewusst. Er ist damals am Vormittag in die Queen Charlotte Street gegangen und hat hinterher so getan, als sei er nur gekommen, um seinem Mädchen von der neuen Stellung zu erzählen, die er gefunden habe. Wir haben aber jetzt ermittelt, dass er um diese Zeit die neue Stellung noch gar nicht hatte! Erst später am Tag bekam er sie – das gibt er jetzt zu. Lüge Nummer eins. Ferner ist nicht festzustellen, was er nach zwölf Uhr fünfundzwanzig getrieben hat. Er behauptet, die Marylebone Road entlanggegangen zu sein, aber nachzuweisen ist nur, dass er sich um ein Uhr fünf in einer Kneipe aufhielt. Und der Kellner sagt, er sei in einem furchtbaren Zustand gewesen – mit zitternden Händen und leichenblassem Gesicht!»

Hercule Poirot schüttelte seufzend den Kopf. «Es lässt sich nicht mit meiner Theorie vereinbaren», murmelte er.

«Wie ist denn Ihre Theorie?»

«Was Sie mir erzählen, ist sehr verwirrend. Wirklich äußerst verwirrend. Denn verstehen Sie: Wenn Sie Recht haben…»

Die Tür ging leise auf, und George flüsterte respektvolclass="underline" «Verzeihen Sie, Monsieur, aber…»

Weiter kam er nicht. Miss Gladys Nevill schob ihn beiseite und betrat aufgeregt das Zimmer. Sie schluchzte: «Oh, M. Poirot…»

«Ich muss jetzt leider gehen», brummte Japp und drückte sich hastig hinaus.

Gladys Nevill zollte seiner Rückseite den Tribut eines hasserfüllten Blickes.

«Das ist ja dieser grässliche Inspektor von Scotland Yard, der alle die Lügen über den armen Frank aufgebracht hat!»

«Kommen Sie, Sie dürfen sich nicht so aufregen.»

«Aber es ist doch so! Erst wird behauptet, Frank hätte auf diesen Mr Blunt geschossen – und damit nicht genug: Jetzt wirft man ihm auch noch den Mord an dem armen Mr Morley vor!»

Hercule Poirot hustete: «Ich war selbst draußen in Exsham», sagte er, «als der Schuss auf Mr Blunt abgefeuert wurde…

Wie will sich Mr Carter denn vor Gericht verteidigen?»

«Frank will beschwören, dass er überhaupt nichts getan und dass er die Pistole vorher nie gesehen hat. Er behauptet, es sei ein abgekartetes Spiel gewesen, um ihn reinzulegen.»

«Ist es wahr», fragte Poirot, «dass er noch keine neue Stellung hatte, als er damals am Vormittag in die Queen Charlotte Street kam?»

«Also, M. Poirot – ich kann tatsächlich nicht einsehen, was das für einen Unterschied machen soll. Ob er die Stellung am Morgen oder am Nachmittag erhalten hat – darauf kommt es doch gar nicht an!»

«Aber ursprünglich sagte er doch aus, er sei gekommen, um Ihnen von seinem Glück zu berichten. Jetzt stellt sich heraus, dass der Glücksfall noch gar nicht eingetreten war. Warum also ist er in Morleys Haus gegangen?»

«Weil der arme Junge völlig niedergeschlagen und aufgelöst war – ehrlich gesagt, glaube ich, dass er sich betrunken hatte. Der arme Frank verträgt so wenig – das Trinken wird ihn aggressiv gemacht haben, und da wollte er eben Krach schlagen. Deshalb ist er in die Queen Charlotte Street gegangen, um sich mit Mr Morley auseinanderzusetzen, denn Frank ist sehr empfindlich und war furchtbar zornig darüber, dass Mr Morley ihn nicht anerkannte und – wie er sich ausdrückte – meine Seele vergiftete.»

1 ... 27 28 29 30 31 32 33 34 35 ... 40
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)