Der Ruf der Trommel: Roman (German Edition)
- Автор: Гэблдон Диана
- Серия: Die Outlander #4
- Год: 2017
- Язык: немецкий
- Год: Knaur eBook
- Жанр: Другие приключения
Электронная книга - «Der Ruf der Trommel: Roman (German Edition)». Краткое содержание книги:
… leg deine Hand auf mein Herz. Sag mir, ob es stehenbleibt … Sie konnte ihn hören, halb atemlos, halb erstickt zwischen Lachen und Leidenschaft.
Woher zum Teufel weißt du das? Das rauhe Gefühl lockiger Haare unter ihren Handflächen, die glatten, harten Rundungen seiner Schultern, sein Pulsschlag an der Seite seines Halses, als sie ihn zu sich herunterzog und ihren Mund auf ihn legte, weil sie ihn am liebsten vor Verlangen gebissen hätte, ihn schmecken wollte, das Salz und den Staub seiner Haut atmen wollte.
Seine dunklen und geheimen Stellen, die sie nur vom Gefühl her kannte, an die sie sich als ein sanftes Gewicht erinnerte, das verletzlich in ihrer Handfläche herumrollte, komplexe Kurven und Vertiefungen, die sich zögernd ihren tastenden Fingerspitzen hingaben (oh, Gott, hör nicht auf, aber vorsichtig, aye? Oh!), jene seltsame, faltige Seide, die sich spannte und glättete, aufsteigend ihre Hand füllte, still und wunderbar wie der Stengel einer nachtblühenden Pflanze, deren Blüte sich beim Zusehen öffnet.
Seine Sanftheit, als er sie berührte (Himmel, ich wünschte, ich könnte dein Gesicht sehen, damit ich weiß, wie es für dich ist, ob ich es richtig mache. Ist das gut, hier? Sag’s mir, Brianna, sprich mit mir …), als sie ihn erkundete, und dann der Moment, an dem sie ihn zu weit gedrängt hatte, ihr Mund auf seiner Brustwarze. Sie spürte noch einmal den erstaunlichen Sog der Kraft in ihm, als er jegliche Beherrschung aufgab und sie packte, sie hochhob, als wöge sie nichts, sie gegen das Stroh zurückrollte und sie nahm. Halb zögerte er, als er sich auf ihr frisch zerrissenes Häutchen besann, dann erfüllte er die Forderung ihrer Fingernägel in seinem Rücken, mit aller Kraft zu ihr zu kommen, drängte sie über die Furcht vor seinem Eindringen hinaus dazu, ihn aufzunehmen, ihn willkommen zu heißen, und schließlich zu einem Rausch, der genauso stark war wie der seine, während er die letzte Membran der Zurückhaltung zwischen ihnen zerriss und sie für immer in einer Flut aus Schweiß und Moschus und Blut und Samen verband.
Sie stöhnte laut auf, erschauerte und lag dann still, zu schwach, um auch nur ihre Hand wegzunehmen. Ihr Herz schlug ganz langsam. Ihr Bauch war gespannt wie eine Trommel, während die letzte der Zuckungen ihren geschwollenen Unterleib langsam wieder freigab. Eine Hälfte ihres Körpers glühte vor Hitze, die andere war kühl und dunkel.
Nach einer Weile rollte sie sich auf Hände und Knie und kroch vom Feuer fort. Sie hievte sich auf das Bett wie ein verwundetes Tier, lag halb betäubt da und ignorierte die kalten und heißen Luftströmungen, die über sie hinwegspielten.
Schließlich regte sie sich, zog eine Decke über sich und drehte sich zur Wand, die Hände schützend über ihrem Baby gekreuzt. Ja, es war zu spät. Sie musste Empfindung und Sehnsucht beiseiteschieben, zusammen mit Liebe und Wut. Sie musste dem blinden Drängen ihres Körpers und ihrer Emotionen widerstehen. Es galt, Entscheidungen zu treffen.
Sie brauchte drei Tage, um sich von den Erfolgsaussichten ihres Plans zu überzeugen, ihre Skrupel zu überwinden und schließlich einen geeigneten Zeitpunkt und Ort ausfindig zu machen, an dem sie ihn allein antreffen konnte.
Am Dienstag kam schließlich ihre Gelegenheit. Jocasta hatte sich mit Duncan Innes und den Büchern ins Studierzimmer zurückgezogen, Ulysses war – nach einem kurzen, unergründlichen Blick auf die geschlossene Tür des Studierzimmers – in die Küche gegangen, um die Vorbereitungen für ein weiteres, üppiges Abendessen zu Ehren Seiner Lordschaft zu beaufsichtigen, und sie war Phaedre losgeworden, indem sie sie per Pferd nach Barra Meadows geschickt hatte, um ein Buch abzuholen, das Jenny Ban Campbell ihr versprochen hatte.
Angetan mit einem frischen, blauen Kamelottkleid, das zu ihrer Augenfarbe passte, und hämmernden Herzens hatte sie sich aufgemacht, um ihrem Opfer aufzulauern. Sie fand ihn in der Bibliothek, wo er an einer der Glastüren die Selbstbetrachtungen des Marc Aurel las, während die Morgensonne, die über seiner Schulter hereinströmte, sein glattes, helles Haar glänzen ließ wie Buttertoffee.
Er sah von seinem Buch auf, als sie hereinkam – ein Nilpferd hätte einen eleganteren Auftritt zustande gebracht, dachte sie aufgebracht, als sich ihr Rock durch ihre Nervosität an der Ecke eines Nippestischchens verfing –, dann legte er es graziös beiseite und sprang auf, um sich über ihre Hand zu beugen.
»Nein, ich möchte mich nicht hinsetzen, danke.« Sie schüttelte den Kopf, als er ihr einen Platz anbot. »Ich habe mich gefragt – also, ich habe mir gedacht, ich gehe spazieren. Möchtet Ihr mich begleiten?«
Die unteren Scheiben der Glastür waren von Frost überzogen, eine steife Brise heulte um das Haus, und innen gab es weiche Sessel, Brandy und ein loderndes Feuer. Doch Lord John war ein Gentleman. »Nichts, was ich lieber täte«, versicherte er ihr galant und ließ Marc Aurel im Stich, ohne ihm auch nur einen weiteren Blick zu schenken.
Es war ein heller Tag, wenn auch sehr kalt. In dicken Umhängen vermummt, wandten sie sich zum Gemüsegarten, dessen hohe Mauern ihnen ein wenig Schutz vor dem Wind gewährten. Sie tauschten kurze, atemlose Bemerkungen über die Helligkeit des Tages aus, versicherten sich gegenseitig, dass sie nicht im mindesten froren, und gelangten so durch einen kleinen Torbogen in den ummauerten Kräutergarten. Brianna sah sich um; sie waren völlig allein, und sie würde jeden sehen können, der den Weg entlangkam. Am besten also keine Zeit verlieren.
»Ich habe Euch einen Vorschlag zu machen«, sagte sie.
»Ich bin mir sicher, dass jede Idee, die von Euch kommt, nur erfreulich sein kann, meine Liebe«, sagte er mit dem Hauch eines Lächelns.
»Na, ich weiß nicht«, sagte sie und holte tief Luft. »Aber hier ist sie. Ich will, dass Ihr mich heiratet.«
Er lächelte weiter und wartete offensichtlich auf die Pointe.
»Ich meine es ernst«, sagte sie.
Das Lächeln verschwand nicht ganz, doch es veränderte sich. Sie war sich nicht sicher, ob er über ihre Taktlosigkeit bestürzt war oder nur versuchte, nicht zu lachen, doch sie vermutete Letzteres.
»Ich will nichts von Eurem Geld«, versicherte sie ihm. »Ich werde es Euch schriftlich geben. Und Ihr braucht auch nicht mit mir zusammenzuleben, obwohl es wahrscheinlich nicht dumm wäre, wenn ich mit Euch nach Virginia gehen würde, zumindest eine Zeitlang. Was ich für Euch tun könnte …« Sie zögerte, denn sie wusste, dass ihr Beitrag zu diesem Handel der weniger zugkräftige war. »Ich bin kräftig, aber das spielt für Euch keine Rolle, da Ihr Dienstboten habt. Aber ich bin eine gute Verwalterin – ich kann Bücher führen, und ich glaube, ich weiß, wie man eine Plantage betreibt. Ich weiß, wie man Dinge baut. Ich könnte Euer Anwesen in Virginia verwalten, wenn Ihr in England seid. Und … Ihr habt einen kleinen Sohn, nicht wahr? Ich kümmere mich um ihn; ich würde ihm eine gute Mutter sein.«
Lord John war während dieses Vortrags abrupt auf dem Weg stehen geblieben. Jetzt lehnte er sich langsam mit dem Rücken an die Steinmauer und drehte die Augen mit einem stummen Gebet um Verständnis zum Himmel.
»Lieber Gott im Himmel«, sagte er. »Dass ich es noch erleben darf, ein solches Angebot zu hören!« Dann senkte er den Kopf und sah sie direkt und durchdringend an.
»Habt Ihr den Verstand verloren?«
»Nein«, sagte sie, während sie sich bemühte, die Fassung zu behalten. »Es ist doch ein absolut vernünftiger Vorschlag.«
»Ich habe ja schon davon gehört«, sagte er mit großer Vorsicht, wobei er ihren Bauch ins Auge fasste, »dass Frauen in anderen Umständen leicht … erregbar sind, als Folge ihres Zustandes. Ich gestehe jedoch, dass meine Erfahrungen furchtbar begrenzt sind, was … das heißt – vielleicht sollte ich Dr. Fentiman rufen lassen?«
Sie richtete sich zu voller Größe auf, legte eine Hand auf die Mauer und beugte sich zu ihm hinüber. Sie sah ganz bewusst auf ihn hinunter und setzte ihre Größe ein, um ihm zu drohen.