Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Фэнтези » Paladin der Seelen [Paladin of Souls - de]
Paladin der Seelen [Paladin of Souls - de] - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Paladin der Seelen [Paladin of Souls - de]

Электронная книга - «Paladin der Seelen [Paladin of Souls - de]». Краткое содержание книги:

Drei Jahre sind in Chalion vergangen, seit Königinwitwe Ista dy Boacia vom Fluch des Wahnsinns befreit wurde, der sie auf dem Stammsitz ihrer Familie gefangen hielt. Doch ihre neu entdeckte Freiheit ist nicht unbeschwert. Ehemann, Eltern und Sohn sind gestorben, und die Tochter lebt meilenweit entfernt am Königshof zu Cardegoss. Somit bleibt Ista allein mit ihren Schuldgefühlen und Geheimnissen — denn sie weiß, was ihr Land an den Rand des Abgrunds führte! Auf der Suche nach Absolution tritt Ista eine Pilgerfahrt an, den Göttern zur Buße und Abbitte. Aber auf sie wartet eine neue Gefahr, die größer ist, als sie ahnen kann: Erneut wird Chalion bedroht, und diesmal von einem heimtückischen Bösen, das nur Ista aufzuhalten vermag…
1 ... 24 25 26 27 28 29 30 31 32 ... 135
Перейти на страницу:

Ista sah noch immer nicht mehr als undeutliche grüne Flecken. Besorgt fragte sie: »Was machen sie hier, in diesem friedlichen Landstrich? Die Wachen eines Kaufmanns, die dem Handelszug voranreiten? Gesandte?«

Ferda stand in den Steigbügeln und reckte den Hals. »Es sind Krieger. Ausschließlich Krieger.« Er blickte über seine kleine Schar hinweg und legte die Hand auf den Griff seines Schwertes. »Nun, das sind wir auch.«

»Ah … Ferda?«, sagte Foix. »Da kommen immer mehr über den Grat.«

Ista konnte sehen, wie seine Lippen sich bewegten, während er zählte. Reihe um Reihe strömten die Eindringlinge den Hügel hinunter, stets zwei oder drei nebeneinander. Ista hatte schon mehr als dreißig Mann gezählt, als dy Cabon das heilige Zeichen schlug und zu ihr hinüberschaute. Sein Gesicht war kreidebleich geworden. Er musste husten, bevor er wieder ein paar Worte hervorbrachte. »Majestät? Ich glaube nicht, dass wir diesen Männern begegnen sollten …«

»Ganz sicher nicht«, sagte Ista, der das Herz bis zum Hals klopfte.

Inzwischen waren die Anführer der fremden Kolonne auf sie aufmerksam geworden. Männer zeigten in ihre Richtung und riefen etwas.

Ferda machte eine rasche Bewegung mit einem Arm und rief seinen Begleitern zu: »Reitet weiter!«

In schnellem Kanter führte er sie die Straße hinunter. Die Maultiere mit dem Gepäck sträubten sich, als die Reiter sie hastig hinter sich her zogen, und die Männer bei den Packtieren verloren den Anschluss. Dy Cabons Tier war bereitwilliger und kam anfangs besser voran, doch bei jedem Schritt stöhnte es fast wie ein Mensch unter der schweren, hüpfenden Last auf seinem Rücken. An der nächsten Hügelkuppe, eine halbe Meile weiter, konnten sie erkennen, dass der Trupp aus Jokona einen Trupp von zwei Dutzend Reitern ausgeschickt hatte. Sie ritten im Galopp und versuchten offensichtlich, Istas Schar einzuholen.

Es würde also auf ein Rennen hinauslaufen, und darauf waren sie nicht vorbereitet. Die Packtiere konnten sie zurücklassen, doch was war mit dem Maultier des Geistlichen? Jetzt schon waren dessen Nüstern weit offen und gerötet, und Schaum stand auf seinem weißen Fell, auf dem Nacken, der Schulter und zwischen den Hinterbeinen. Und trotz der Tritte dy Cabons fiel das Tier immer wieder vom Galopp in einen scharfen Trab, der jeden Knochen im Leib des Geistlichen stauchte. Dy Cabon wurde durchgeschüttelt; seine Gesichtsfarbe wechselte von blutrot zu leichenblass, dann zu grün und wieder zu blutrot. Es schien, als müsste er sich jeden Augenblick vor Angst und Anstrengung übergeben.

Die gegnerische Truppe wirkte wie eine feindliche Heerschar auf Beutezug — doch wie, in der fünf Götter Namen, hatte sie aus dem Süden herankommen können, ganz ohne Vorwarnung? Wenn dem so war, mochte Ista für sich und die Ritter der Tochter ein Lösegeld in Aussicht stellen. Doch ein Geistlicher des fünften Gottes würde als Irrgläubiger behandelt und geschändet werden; sie würden dy Cabon zuerst die Daumen abschneiden, dann die Zunge, dann die Genitalien. Was anschließend geschah, hing von der zur Verfügung stehenden Zeit und dem Einfallsreichtum ab. Irgendeine Todesart — so schrecklich, wie die Anhänger des vierfältigen Glaubens sie sich ausdenken konnten: Erhängen oder Pfählen oder noch Schlimmeres. Drei Nächte lang hatte dy Cabon davon geträumt, wie er berichtet hatte, und jedes Mal war es anders gewesen. Ista fragte sich, welche Todesart schlimmer sein könnte als Pfählung.

Die Landschaft bot nur wenig Deckung. Die Bäume waren klein; selbst wenn die Gefährten einen fanden, der groß genug war, Schatten auf die Straße zu werfen, so zweifelte Ista doch daran, dass sie den Geweihten hinaufheben konnten. Und seine weißen Roben, so schmutzig sie auch waren, würden wie ein Leuchtfeuer zwischen den Blättern schimmern. Auch zwischen den Büschen wären sie eine halbe Meile weit zu sehen, genau wie sein Maultier.

Doch als sie eine weitere Anhöhe überquerten, waren sie eine Zeit lang wieder außer Sicht für ihre Verfolger. Und auf dem Grund der Senke …

Ista trieb ihr Pferd voran, ritt an Ferdas Seite und rief: »Der Geistliche! Sie dürfen ihn nicht bekommen!«

Er blickte nach hinten über seine Truppe hinweg und nickte zustimmend. »Ein anderes Pferd?«, stieß er skeptisch hervor.

»Das reicht nicht«, rief Ista und zeigte nach vorn: »Verstecken wir ihn in dem Durchlass dort!«

Sie zügelte ihr Tier und ließ die anderen vorüberreiten, bis dy Cabons erschöpftes Maultier auf gleicher Höhe mit ihr war. Foix und Liss blieben an ihrer Seite.

»Dy Cabon!«, rief sie. »Habt Ihr jemals geträumt, dass man Euch aus einer Durchflussröhre zerrt?«

»Nein, Majestät«, gab er zwischen den Stößen, die jeder Schritt des Maultieres ihm versetzte, mit zitternder Stimme zurück.

»Dann werden wir Euch in der da verstecken, bis sie alle über Euch hinweggeritten sind.« Auch Foix war im Fall einer Gefangennahme in größter Gefahr, sollten die Anhänger des vierfältigen Glaubens herausfinden, dass er von einem Dämon befallen war. Sie mochten ihn leicht für einen Zauberer halten und bei lebendigem Leibe verbrennen. »Habt Ihr geträumt, dass Foix bei Euch ist?«

»Nein!«

»Foix! Könnt Ihr bei ihm bleiben — ihm helfen? Und haltet die Köpfe unten. Kommt nicht heraus, was auch geschieht!«

Foix blickte die Straße entlang zu dem Versteck, auf das Ista deutete. Er verstand den Plan anscheinend sofort: »Selbstverständlich, Majestät!«

Über dem Durchlass hielten sie rasch an. Der kleine Bach füllte das Rohr nicht gänzlich aus, obwohl es eine sehr beengte, nasse und unbequeme Deckung abgeben würde, insbesondere für dy Cabons massigen, zitternden Leib. Foix sprang vom Pferd, warf Pejar die Zügel zu und fing den keuchenden Geistlichen auf, als dieser beinahe von seinem Reittier kippte. »Wickelt das um Eure weißen Roben!« Foix warf seinen grauen Mantel über dy Cabon und drängte ihn von der Straße. Eine andere Wache zerrte grimmig dy Cabons Maultier hinter sich her; von seiner schweren Last befreit, fiel es wieder in leichten Galopp. Doch ein leichter Galopp würde nicht ausreichen, befand Ista.

»Passt aufeinander auf!«, rief sie verzweifelt. Doch schon zwängten die beiden sich in den niedrigen Einlass der Röhre, und Ista wusste nicht, ob sie ihre Worte überhaupt hörten.

Dann ging es weiter. Noch jemand durfte den rauen Kriegern nicht in die Hände fallen. »Liss!«, rief Ista. Das Mädchen ritt an ihre Seite. Istas Pferd war nass vor Schweiß und keuchte, doch Liss’ langbeiniger Fuchs lief leichtfüßig dahin.

»Reite voraus …«

»Majestät, ich werde Euch nicht im Stich lassen …«

»Hör zu, dummes Ding! Reite voraus und warne jeden, den du triffst: Plünderer aus Jokona sind unterwegs! Du musst das Umland vorwarnen. Suche nach Hilfe, und schicke sie uns!«

»Wie Ihr befehlt, Majestät!«

»Reite schnell wie der Wind, und sieh nicht zurück!«

Liss salutierte, beugte sich tief über den Hals ihres Pferdes und preschte davon. Die drei, vier Meilen Galopp, die schon hinter ihnen lagen, hatten das Tier offensichtlich erst warm werden lassen. Wenige Augenblicke später hatte die Fuchsstute den ganzen Trupp hinter sich gelassen.

Gut, Mädchen, gut! Du musst nicht einmal schneller sein als die Jokoner, solange du nur schneller bist als wir …

Sie gelangten auf den nächsten Hügelkamm, wo die Straße eine Biegung machte. Ista blickte zurück. Weder von dem Geistlichen noch von Foix war etwas zu sehen. Die ersten jokonischen Reiter setzen im Galopp über den Durchlass hinweg, ohne innezuhalten oder auch nur einen Blick nach unten zu werfen. Ihre Aufmerksamkeit war ganz auf die Beute vor ihnen konzentriert. Die Spannung in Istas Brust löste sich ein wenig, auch wenn ihr Atem weiterhin keuchend ging.

1 ... 24 25 26 27 28 29 30 31 32 ... 135
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)