Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Сказки народов мира » Der schlaue Urfin und seine Holzsoldaten
Der schlaue Urfin und seine Holzsoldaten - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Der schlaue Urfin und seine Holzsoldaten

Электронная книга - «Der schlaue Urfin und seine Holzsoldaten». Краткое содержание книги:

Der schlaue Urfin und seine Holzsoldaten
1 ... 21 22 23 24 25 26 27 28 29 ... 40
Перейти на страницу:

Diese wagte es nicht, die Wahrheit zu verheimlichen, und erzählte alles. Die Zuhörer waren sehr bekümmert, als sie erfuhren, daß Urfra über die Ankunft Ellis im Wunderland Bescheid wußte. Als die Krähe das verstimmte Gesicht Ellis sah, sagte sie gequält: „Ja, ich bin an allem schuld! Aber verzeiht mir, Freunde! Ich will alles wiedergutmachen und euch so in die Smaragdenstadt führen, daß Urfins Spione nichts erfahren ..." Charlie und Elli erinnerten sich, daß Kaggi-Karr sie schon einmal - in der Wüste - vor dem sicheren Tod gerettet hatte, und waren ihr nicht böse.

Nun war die Krähe wieder guter Dinge und begann zu erzählen, was sie alles in der Smaragdenstadt gesehen und gehört hatte.

DIE BEFREIUNG DER KÄUER

Der Löwe lag, den Bauch nach oben, im Gras und Ließ sich von Elli die Pfoten salben. Der Seemann ordnete das Gepäck im Rucksack und verstaute Werkzeug, Nägel, Schnüre und was er sonst noch brauchte in seinen Taschen.

Dabei entglitt ihm eine runde, flache Dose, die neben Elli auf die Erde fiel. Das Mädchen, das gerade nach dem Fläschchen Öl langte, trat auf die Dose, und plötzlich schwirrte ein langes glitzerndes Band auf den Löwen zu.

Flink wie alle Tiere des Waldes machte dieser einen gewaltigen Satz zur Seite, ins Gebüsch.

„Was ist mit dir?" rief Elli.

„Eine Schlange! Eine Schlange !" knurrte der Löwe hinter den Büschen und lugte ängstlich nach dem Band, das jetzt unbeweglich im Gras lag. Elli brach in Gelächter aus.

„Mein Lieber, das ist ja das Sandmaß von Onkel Charlie", sagte sie, als sie wieder zu Atem kam. „Na, wie soll ich dir's erklären, es ist ein Stahlband, mit dem man Längen mißt." „Wie, ist es nicht lebendig?" „Natürlich nicht."

Elli nahm das Ende des Bandes in die Hand und hielt es dem Löwen vor die Augen. Der mußte seinen ganzen Willen aufbieten, um nicht Reißaus zu nehmen. „Warum hat es dann gezischt?"

Elli schob das Band in die Dose, drückte auf den Knopf, und wieder flog es zischend heraus. Der Löwe zitterte am ganzen Körper, blieb aber, wo er war. Der Mut, den er von Goodwin bekommen hatte, wirkte!

Es vergingen mehrere Tage. Die Pfoten des Löwen waren verheilt, man konnte endlich aufbrechen.

Unseren Freunden, besonders dem Seemann, verkrampfte sich das Herz bei dem Gedanken, daß das Land der Käuer in der Gewalt des habgierigen Kabr Gwin und seiner Holzsoldaten verbleiben würde.

„Bei allen guten Winden!" rief Charlie, „wir müssen die braven Käuer befreien! Auch dürfen wir nicht vergessen, was die Kriegswissenschaft lehrt, mit der ich mich auf den Meeren vertraut gemacht habe: Du sollst den Feind nicht hinter dir lassen, damit er dir nicht in den Rücken fällt!"

Charlie konnte es natürlich nicht mit allen Holzsoldaten gleichzeitig aufnehmen, denn die Übermacht wäre zu groß gewesen. Nur einzeln war ihnen beizukommen. Aber wie, wo sie doch immer zugweise unter dem Kommando eines rotfratzigen Unteroffiziers marschierten.

Der Seemann beriet sich mit den Käuern und faßte schließlich einen Plan. Ihm war eingefallen, daß er früher das Lasso wie ein Cowboy zu handhaben wußte. Kurz vor Sonnenuntergang meldete sich bei Kabr Gwin, der auf dem Gut von Prem Kokus lebte, ein Käuer und bat um ein Gespräch unter vier Augen.

„Verehrtester Herr Statthalter!" sagte er leise. „Hört uns auch niemand? Ich will Euch

nämlich ein großes Geheimnis verraten!"

„Sprich!"

„Ich habe herausbekommen, daß ein reicher Kaufmann einen Sack mit Gold in seinem

Haus versteckt hält . . ."

Kabr Gwins Augen funkelten gierig.

„Wo wohnt der Kaufmann?"

„Verehrter Herr, für die Anzeige gebührt mir aber der zehnte Teil . . ."

„Den sollst du haben", knurrte Kabr. „Morgen führst du uns in das Haus."

„Verehrter Herr Statthalter, der besagte Kaufmann beabsichtigt, den Schatz heute nacht im

Wald zu vergraben... "

„So? Dann gehen wir gleich hin."

Binnen wenigen Minuten war ein Zug Soldaten zusammengestellt, der sich in folgender Ordnung bewegte: Vornan der Unteroffizier, der den Käuer fest bei der Hand hielt, hinter ihm die Holzköpfe und als letzter der Statthalter.

Nach einer halben Stunde bog der Zug von der Landstraße auf einen schmalen Pfad ab, wo man nur hintereinander gehen konnte, und kam an einen schmalen Fluß, über den ein Baumstamm gelegt war. Der Unteroffizier ließ den Käuer vorangehen. Am anderen Ufer machte der Pfad eine scharfe Biegung nach rechts und fiel dann steil zu einer Wiese ab, die von Bäumen umstanden war.

Obwohl der Baumstamm sehr schlüpfrig war, lief der Käuer schnell hinüber, während der Unteroffizier vorsichtig einen Holzfuß vor den anderen setzte. Als er auf die Wiese kam, war der Käuer verschwunden. Er öffnete schon den Mund, um ihn zu rufen, da schoß aus dem Gebüsch das Lasso hervor, legte sich dem Unteroffizier um den Kopf und riß ihn zu Boden. Der Mann kugelte die Böschung hinab, wobei er seinen Säbel verlor. Im gleichen Augenblick sprangen mehrere Käuer aus den Büschen, packten den Holzkopf und schleppten ihn in den Wald. Damit das Schellengeläut sie nicht verrate, hatten sie vorsorglich ihre Hüte abgenommen. Sie gingen so geschickt zu Werke, daß der Unter­offizier gar nicht dazukam, einen Schrei auszustoßen.

Der Seemann aber hielt bereits ein anderes Lasso bereit, und als der nächste Holzkopf auf der Wiese erschien, wirbelte es durch die Luft und riß ihn nieder. Bald lag auch er gefesselt vor den Käuern.

In zehn Minuten war das Unternehmen beendet. Als der ahnungslose Kabr Gwin über den Baumstamm ging, trat ihm der Seemann entgegen, schaute ihn aus seiner Riesenhöhe spöttisch an und sagte:

„Ihre Stunde hat geschlagen, Herr ehemaliger Statthalter. Geben Sie mir Ihren Dolch, damit Sie sich, Gott behüte, aus Versehen nicht in den Finger schneiden!" Dem Statthalter traten vor Entsetzen die Augen aus den Höhlen. „Holzköpfe! Hilfe! Hilfe!" schrie er gellend.

„Sie können sich das Geschrei ersparen. Ihre Soldaten sind gefangen." Kabr sah, daß jeder Widerstand vergeblich war, und fügte sich in sein Schicksal. Am nächsten Morgen wurde er vor Gericht gestellt. Die Verhandlung fand auf dem Gut von Prem Kokus statt, der wieder zum Herrscher des Landes eingesetzt worden war. Auf dem weiten Hof hatten sich Hunderte Männer und Frauen versammelt.

1 ... 21 22 23 24 25 26 27 28 29 ... 40
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)